Überoutine / Wie lernt Ihr Licks?

von Pjotr76, 28.06.18.

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  1. Pjotr76

    Pjotr76 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.18   #1
    Hallo zusammen!

    Ich bin Wiedereinsteiger in die Gitarrenwelt, nachdem ich das Instrument fast zwanzig Jahre sträflich vernachlässigt habe (Ich könnte mich ohrfeigen...)

    Ich würde mich zwar nicht mehr als Anfänger bezeichnen, merke aber, dass mir viele Basic doch immer mal wieder Schwierigkeiten machen - vor allem was die Technik betrifft.
    Ein Fehler, den ich wohl mache ist, zu viele abstrakte, unmusikaliche technische Übungen zu machen. Das mchte ich zukünftig vermeiden.

    Mein Plan wäre nun, Technik vor allem mithilfe von Licks zu erlernen - youtube ist ja voll mit tollem Zeug (aber auch dieses Überangebot stresst mich immer öfter).
    Wie auch immer: Meine Frage aktuell tendiert in Richtung der Gestaltung einer Überoutine ("Plan" scheint mir etwas übertrieben). Und zwar rein auf Technik/Licks bezogen.

    Mal ganz allgemein gefragt. Wie übt Ihr Licks - besonders wenn Ihr mehrere vor euch habt, die Ihr in den nächsten Wochen/Monaten euch draufschaffen wollt? Eins pro Tag / Eins pro Woche etc?

    Und bezogen auf einzelne Techniken - z.B Hybrid Picking und Legato (zur Zeit in meinem Focus) - stellt sich mir die gleiche Frage.
    Ich möchte einfach in meinem leicht fortgeschrittenen Alter möglichst wenig Zeit vergeuden

    Mich würden einfach eure Strategien interessieren.

    Vielen Dank und Beste Grüße!
    Peter
     
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  2. Piwo

    Piwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.18   #2
    Der Trick ist: Übe langsam... Insbesondere technisch anspruchsvolle Licks lernt man nicht, wenn man direkt sie direkt in Originalgeschwindigkeit erzwingen will... Stelle dir bspw. ein Metronom auf die halbe Geschwindigkeit und übe das Lick stück für Stück, wenn es sitzt, dann immer etwas schneller werden und dabei darauf achten, dass du immer schön sauber spielst. Das dann häufig und vorallem regelmäßig wiederholen und der Rest kommt von selbst.
     
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  3. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.18   #3
    Ich nutze die Suchfunktion des Boards:evil:



    Spaß beiseite:D Willkommen im Musiker Board!

    Es gibt viele Strategien, für mich am erfolgreichsten war bisher die Burst Methode (immer mit Metronom):

    1. Schritt: Langsam üben bis es sitzt.

    2. Schritt schneller üben, sogar 10-20 bpm über der Geschwindigkeit in der ich sauber spielen kann

    3. Wieder um 20bpm reduzieren und das Lick in der Geschwindigkeit spielen in der ich es perfekt kann.


    Ich habe mir eine Liste meiner Lieblings Licks und Riffs aufgeschrieben und übe eins wenn ich Lust dazu bekomme. Wenn ich keine Lust habe, mache ich etwas anderes:)
     
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  4. guitar-slinger

    guitar-slinger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.18   #4
    Geschwindigkeit kommt von alleine. Leg lieber Wert auf sauberes Spiel und Technik. Das Metronom ist schon ein guter Plan.
     
  5. Silenzer

    Silenzer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.18   #5
    Ich lerne ein Petrucci Solo pro Tag in 1 h bei 100% speed sofort - ne Scherz

    Es dauert einfach solange es dauert. Ich kann mir nicht vornehmen eine bestimmte Anzahl an Riffs in einer besitmmten Zeit auf einem bestimmten Tempo zu haben. Verschiedene Riffs dauern bei mir unterschiedlich lange, da manches mir leichter fällt und eben anderes auch schwerer. Ich nehme mir vor jeden Tag 1-2h an die Gitarre zu sitzen und zu üben, aber darüber hinaus entwickelt sich alles.

    Je nach dem wie gut ich das Riff spielen kann passe ich die Geschwindigkeit zwischen super lahm und Originalgeschwindigkeit an. Am Anfang meist sehr lahm, um überhaupt das Riff zu verstehen, aber manchmal spiele ich nur vom Blatt und merke mir das ganze Zeug garnicht.

    Zur Kontrolle nehme ich mich auf und höre entsprechende Problemzonen. Diese übe ich isoliert bis sie klappen.

    Bei Techniken ist das nicht anders. Es gibt eine begrenzte Anzahl an Figuren, die dir begenen werden. Ich übe erstmal die Standardsachen in aller Ruhe, bring sie auf Geschwindigkeit und dann übe ich Sonderformen. Viele Techniken kann ich gar nicht, weil ich sie nicht verwende und sie mich nicht interessieren.

    Wenn man wirklich Zeit sparen will, hilft der Lehrer. Er sortiert dein Unterichtsmaterial, passt die Geschwindigkeit an, kontrolliert deine Fehler und förder dich deutlich. Allein brauchst du gutes Material oder musst sehr viel theoretisches Wissen haben, um effizient zu sein und die Selbstkontrolle ist halt nicht 100% so gut wie bei einem Lehrer.
     
  6. InTune

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    Erstellt: 29.06.18   #6
    Es ist die Frage, was man überhaupt erreichen möchte.
    Ich habe "unmusikalische" Griffbrettübungen, wie die "Spinne" oder Skalen rauf und runter aber auch solche "Speedriffs" mittlerweile aus meinem Übealltag völlig verdrängt. Das mag essentiell sein, wenn man bestimmte Genres vom Musik bedienen möchte, aber im Grunde macht mir das weder Spaß noch ziehe ich daraus großen Nutzen, weil ich da Sachen übe, die in der Musik, die ich spiele, nicht vorkommen.
    Mir nützt es mehr, wirklich Stücke/Soli (nach) zu spielen.
    Um mir ein Solo zu erarbeiten, nutze ich Abspielsoftware, wo ich passagenweise Wiederholungen einstellen kann und erst wenn ich einen neuen Part fehlerfrei spielen kann, nehme ich mit die folgenden Takte vor. Qualität geht mir da vor Quantität. Aber Wiederholung ist IMO der Schlüssel. Feinheiten brauchen einfach Zeit bzw. eben Übung, aber "besser" wird man dabei immer, wenn man sich auch immer wieder Neues vornimmt.
     
  7. Blumi_guitar

    Blumi_guitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.18   #7
    ich arbeite meist an mehreren Licks parallel. Ich kann nicht nur einen einzigen Lick bis zur Perfektion üben. Zwischendurch muss sich das setzen, dann arbeite ich an etwas anderem.
    Ich lade mir meistens ein brauchbares Tutorial-Video runter und öffne es dann mit der Freeware VLC Player, weil ich damit die Abspielgeschwindigkeit reduzieren kann.
    Es gibt viele ähnliche Programme, im englischsprachigen Raum wird oft der Amazing Slowdowner empfohlen.
     
  8. wolfbiker

    wolfbiker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.18   #8
    Hi!

    Schöner Thread!

    Mein "Trick" ist dabei, mich wirklich mal konzentriert für 20 Minuten hinzusetzen und das Lick wirklich im Schneckentempo zu wiederholen. Das mache ich paar Tage lange, bis ich mir im Kopf genau den Film abspielen kann, wie die Bewegung auf der Gitarre aussieht.
    Danach nutze ich einfach Leerlaufphasen, z.B. beim Supermarkt an der Kasse oder im Stau, mir im Geiste immer wieder vorzustellen, wo die Finger greifen und spiele das mal langsamer, mal schneller ab.
    Dann übe ich das Lick oder den Riff mit TuxGuitar, während ich das Tempo immer um 10 BPM erhöhe, bis das physikalische Limit erreicht ist. Dann gehe ich 20 BPM runter, wiederhole es noch dutzende Male wirklich sauber. Danach lasse ich es wieder eine Zeit lang liegen.
    Irgendwann mal macht es dann Klick (meistens beim Auto fahren :D ) und das Ding läuft mehr oder weniger wie von selbst.

    Naja, klingt jetzt alles etwas an den Haaren herbei gezogen, aber ich versuche einfach, das Unterbewusstsein für mich arbeiten zu lassen und es einfach mit den richtigen Informationen zu füttern und ihm dann genug Zeit geben, das in "Bewegung" umzusetzen. Meine praktische Zeit an der Gitarre hält sich dabei in Grenzen, weil ich einfach der Ansicht bin, dass das Gehirn zwischen tatsächlicher und gedachter Erfahrung keinen Unterschied macht.

    Ach ja, und immer mit Metronom oder GuitarPro / TuxGuitar arbeiten.

    Das üben, was Du können willst. Fingerübungen sind immer sinnvoll und gut, aber sie sollen das fördern, was Du in der Praxis auch umsetzen willst.
     
  9. Silenzer

    Silenzer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.18   #9
    Wurde tatsächlich psychologisch untersucht mit Basketballwürfen!

    Funktioniert erstaunlicherweise sehr gut. Die Kraft der Vorstellung udn das Verknüpfen der Neuronen funktioniert danach. Wichtig ist nur sich wirklich klar im Kopf vorzustellen wie man diese Bewegungen ausführt. Falsch wäre zu denken man steht auf Stage und zauber da was runter. Man muss schon konkret Bilder im Kopfabrufen, die die Bewegung eben ausmachen.
     
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