Verhältnis Bundschlitzbreite zu Bundfuß-Stärke bzw. Zapfen

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Wippenbacher
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Hallo zusammen.

Mein Name ist Thomas und bisher war ich aus unterschiedlichen Gründen passiver Mitleser. Aber jetzt benötige ich eine professionelle Meinung, und hoffe, hier diese zu finden, oder wenigstens eine rege Diskussion anzustoßen.

Folgendes: Ich beabsichtige, für mich und meine Kids je eine Gitarre zu bauen. Vor einigen Jahren habe ich bereits eine gebaut, welche auch recht gut gelang, aber da ich einen Hang habe, alles zu hinterfragen und es noch besser machen zu wollen, hoffe ich auf ein wenig Input.

Die letzten Bundschlitze habe ich mit der Bundschlitzsäge von Rockinger gesägt, welche wohl eine Stärke von 0,58 mm hat. Welche Bunddrähte ich verwendete, bzw. wie breit der Bundfuß und die Zapfen waren, weiß ich jedoch nicht mehr, da ich die Rechnung nicht mehr habe und ich auch nicht auf das Top-Material achtete. Ich meine jedoch, dass die Zapfenstärke eher im Bereich von 0,9 mm lag.

Ich beabsichtige die Bunddrähte von Wagner zu nehmen, die 9662 Edelstahl (z.B. hier), welche eine Bundfußbreite von 0,5 mm, und eine Zapfenbreite von 0,84 mm aufweisen.

Meine Fragen:
- Sind Bundschlitze mit einer Stärke von 0,58 mm für den vorgesehenen Bunddraht passend, oder sind sie tendenziell ein bisschen zu weit?
- Gibt es eine Faustregel, oder Erfahrungswerte bezüglich des Verhältnisses von Bundschlitz zu Bundfuß bzw. von Bundschlitz zu den Zapfen?
- Inwiefern haben Unterschiede im Bereich von 5/100 mm überhaupt einen Einfluss? Ist er vernachlässigbar?
- Kennt ihr die Bunddrähte von Wagner? Sind die erfreulich?

Denn alternativ erwäge ich, die Bundschlitzsäge bei Gitabou zu kaufen, welche eine Stärke von 0,53 mm aufweist. Wäre die für den vorgesehenen Bunddraht passender?

Ich hoffe, dass ich verständlich erklären konnte, was mein Anliegen ist, und bin gespannt auf eure Fragen.

Viele Grüße
Thomas
 
Bassturmator
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Hallo Thomas und herzlich willkommen im Musiker-Board!

Wagner 9662 ist mein Lieblingsbunddraht, also würde ich sagen dass das eine sehr gute Wahl ist.

- Sind Bundschlitze mit einer Stärke von 0,58 mm für den vorgesehenen Bunddraht passend, oder sind sie tendenziell ein bisschen zu weit?

Ich würde sagen das passt.

*
 
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Es kommt auch auf das Holz vom Griffbrett an. Bei "normalen" Hölzern ist ein 0,6 mm Fuß für Bundschlitze von 0,6 mm geeignet. Bei sehr harten Hölzern (z.B. Ebenholz) verwende ich nur noch Bunddrähte mit einem Fuß von 0,5 mm. Anders habe ich schon leidvolle Erfahrungen gemacht.
 
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Stimmt. Die "nibs" müssen ins Holz eindringen können.

Ist der Bundschlitz zu eng, gerät durch den Druck des Bunddrahtes der Hals in einen "backbow".

*
 
murle1
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*edit*
Und noch schlimmer: Bei den Zwischenräumen der oberen Bünde ab 18. Bund, sind mir kleine Platten von einem Bundschlitz zum anderen rausgebrochen. Griffbrett Totalschaden. Daher weigere ich mich auch Neubundierungen an solchen Griffbrettern anzunehmen.
 
Grund: edit->Vollzitat Vorpost

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