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vertrag unterschreiben oder nicht? gute chance oder betrug?

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m43rius
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hey,
ich hab mit meiner band bei einem bandcontest von der jugendcommunity "schuelerprofile" teilgenommen und das geht jetzt bald in die zweite runde und es läuft gut! jetzt haben wir gesagt bekommen dass wir noch die teilnahmebestätigung dort hinschicken müssen und ich bin seeehr skeptisch

http://www.schuelerprofile.de/pdf/Teilnahmevereinbarung.pdf

hier ist das formular. zeilen wie:

Für den Fall, dass meine Band den Wettbewerb gewinnt, werde ich einen von der Unister GmbH
angebotenen Künstlerexklusivvertrag unterschreiben

machen mich schon sehr skeptisch

was sagt ihr dazu? gute chance oder abzocke?

hab jetzt in mehreren foren und mehrere leute mal gefragt wie ihre meinung dazu ist und es ist sehr geteilt. ich hoffe hier gibt es leute die ahnung davon haben?
 
Eigenschaft
 
Ich würde nie irgendwo was ich nicht kenne einen Vertrag unterschreiben.
UNd das man extra Kosten aufbringen muss um ne Videoaufzeichnung zu machen auch schonmal nicht.
Das Fahrtkosten selber zu decken sind ist klar,
aber alles andere klingt nach Ausnehmerei
 
Da ich selber seit längerer Zeit bei der o.g Community angemeldet bin, würde ich dir davon abraten, den Vertrag zu unterschreiben, da

- ,wie Drummer1987 schon gesagt hat, man anscheinend einen Vertrag unterschreiben muss, den man nicht kennt
- das sehr nach "Ausnehmerei" klingt (schön formuliert, Drummer ;) )
- die Seite m.E.n eh nicht ganz koscher ist (mein persönliches Gefühl)

Wenn du mir sagst, welche Band ihr seid, könnt ihr meine Stimmen haben - mich interessiert das eh nicht ;)
 
wär natürlich nett ;) wir sind callmeyours.
naja mal schaun wie das alles ausgeht
 
nicht unterschreiben:

allein die tatsache dass ihr ein audio, video etc. kosten bezahlen müsst ist pure ausbeiterei.

ich meine, außerdem darf diese gmbh dann kostenfrei eure songs verarbeiten... da sist schwachsinn, ihr kriegt NICHTS für eure künstlerische leistung.
 
sehr unseriöses ding, sie wollen alle deine rechte und du bekommst nichts. diese unister gmbh schein auch kein label zu sein.
ob so ein vertrag überhaupt zulässig ist bezweifel ich, aber das müsste ein musik-anwalt klären
 
Also das Ding würde ich direkt in die Tonne kloppen........

Geht mal auf die Webseite von Unister....das hat so viel mit musikalischer Jugendförderung zu tun wie Weight Watchers mit mir :D
 
Falls Du noch weiter unsicher bist: gehe mal zum (Fach-)Anwalt! Das hört sich zwar übertrieben an, aber besser vorher ein paar Euronen ausgeben (für den Anwalt, falls Du oder Deine Eltern keine Rechtschutzversicherung habt/hast), als hinterher "blöd dastehen".

Da ich auch eher kritisch bin würde ich wie meine Vorredner auch das so nicht unterschreiben. Ist der Vertrag denn noch verhandelbar? Falls nein: Finger weg!
 
Nur als Anregung, falls der Gang zum Anwalt wirklich eine Option ist: Den würde ich dann direkt fragen, ob man das Ding ruhig unterschreiben kann, weil die entsprechende Klausel zum Vertrag möglicherweise eh unwirksam ist. So könnte man wenigstens am Wettbewerb teilnehmen.
 
Der verlinkte Vertrag ist eine schöne Grundlage für eine allgemeine Diskussion solcher Vereinbarungen.

Für den Fall, dass meine Band den Wettbewerb gewinnt, werde ich einen von der Unister GmbH
angebotenen Künstlerexklusivvertrag unterschreiben

Völliger Witz, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist eine solche Forderung null und nichtig.

Ich räume der Unister GmbH das Recht ein, die von mir zur Teilnahme an dem Wettbewerb
bereitgestellten oder in dessen Verlauf produzierten Materialien und Werke kostenfrei beliebig
oft zu nutzen, diese zu vervielfältigen, zu bearbeiten oder zu verbreiten und diese auch anderen
Partnern zur Verfügung zu stellen.

Gleiches gilt hier, denn das läuft dem im UrhG verankertem Recht auf angemessenen Vergütung zuwider. Das UrhG legt auch fest, dass ein Urheber (Komponist) oder Inhaber von Leistungsschutzrechten (Interpret) NICHT VERTRAGLICH AUF DIESE VERZICHTEN KANN.

Diesen Vertrag haben die wahrscheinlich auch von ner 7. Klasse im Wirtschaftsunterricht entwerfen lassen. :screwy:

Aber wie auch immer, man kann aus dem Wortlaut einer solchen Vereinbarung nicht immer auf die wirklichen Absichten des Vertragspartners schliessen. Diese sind VIELLEICHT durchaus wohlmeinend und im Sinne der Bands, man schiesst aber bei den Vertragsformulierungen schnell übers Ziel hinaus, weil man als Unternehmen auf Nummer sicher gehen will und muss. Aber das ist Spekulation.

Man sollte sich auch schon mehrmals überlegen, ob und wann man das Wort Abzocke oder gar Betrug in den Mund nimmt. Das sind durchaus schwerwiegende Anschuldigungen.
 

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