Vintage Höfner acoustic archtops, Typische Probleme, Kauf angeraten?

von stevo58, 30.05.18.

  1. stevo58

    stevo58 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.18   #1
    Hi Folks

    Ich hätte gern ein bisschen Rat. Ich suche ein Höfner acoustic Archtop (459/s, 456, President, usw.) Glücklicherweise gibt es genügend zum Kaufen in Deutschland.

    Ich kenne mich in Höfner-Bereich aber nicht aus, und ich muss es wahrscheinlich online kaufen müssen - keine Möglichkeit vorher zum testen.

    Was für Typische Probleme haben sie? Hals verzogen, oder sogar neck-reset nötig? Löse Braces? Es scheint als ob sie relativ spät Halsstäbe eingesetzt haben - soll ich nur Modelle mit ein 5-Teilige Hals anschauen?

    Bin dankbar für alle Rat und Vorschläge

    Steven
     
  2. OldRocker

    OldRocker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.18   #2
    Hi,

    fast alle Presidents die ich bisher in den Fingern hatte (alte und neue) hatten recht "filigrane" Hälse, die nicht 100% dem Saitenzug gewachsen erschienen. Sie hatten mehr oder weniger (aber alle!) die Tendenz einer S-förmigen Stauchung des Halses. Bei den meisten tolerierbar, aber eigentlich nicht standesgemäß für ein solch recht hochwertiges Instrument und auch von der "Zukunftsprognose" in Sachen Haltbarkeit her eher heikel!
    Es war schon so, dass man mit einer (wenn auch nur geringfügig) höheren Saitenlage darauf reagieren musste.
    Achte darauf beim Kauf, peile einfach über den Korpus Richtung Kopf und schau die Linie der Halskante an ob die S-förmig läuft oder gerade ist (bzw. gleichmäßige Wölbung in eine Richtung hat) und ob man das ganze via Stahlstab ohne Kraftaufwand (!!!!) noch korrigieren kann.

    Muss man zB. eine stark konkave Halsform mittels recht starkem Anziehen des Halsstabes korrigieren, ist bei so filigranen Hälsen dadurch ein S-förmiges Verziehen quasi schon vorprogrammiert!

    Am besten ist es, ein schon leicht gebrauchtes Exemplar zu finden, das dieses Phänomen nicht aufweist-bringt natürlich nix wenn da 010er Saiten drauf waren und du dann 013er draufmachen willst!

    Gruss,
    Bernie
     
  3. stevo58

    stevo58 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.18   #3
    Danke, das ist genau die Art Info ich suche. Ich erwarte das ich einiges in so was einstecken muss, aber es muss sich lohnen. Sonst kann ich gleich ein Loar kaufen (und dann einiges ausgeben, ein nagelneu Gitar in stand zu setzen).

    Steven
     
  4. OldRocker

    OldRocker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.18   #4
    Aber jetzt mal ganz ohne Spass: schon mal die Eastman Jazzgitarren angeguckt?

    ...keine Angst, sind meilenweit über ner Loar!
    Die Firma kommt aus dem Geigenbau und Konstruktionen mit geschnitzten gewölbten Decken/Boden und freischwebenden Hälsen sind deren absolute Spezialität!
     
  5. stevo58

    stevo58 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.18   #5
    Ja klar, sie sind sehr schoen und ich habe nichts gegen China-Gitarren. Und ehrlich zu sein vertraue ich die Loars ueberhaupt nicht, und würde nie eins blind kaufen.

    Es geht hier nicht nur an Gegenstand ‘Gitarre,’ es geht auch an irgendwas undefinierbar. Ich möchte eigentlich kein neue Gitarre - für mein Zweck will ich etwas alt haben, etwas das stinkt nach die 40er oder 50er. Kein pickup, kein cutaway. Auch weitgehend ohne aufwendige Verzierung oder besonders schöne Holz. Für diejenige die sowas kennen, geht es in Richtung Dan Hicks oder Pokey LaFarge. Ich habe bisher mein OM-21 eingesetzt, will aber ein richtige Archtop -sound haben. Weil ein alte Gibson oder Epiphone (oder Stromberg oder D‘Angelico) unbezahlbar ist, bin ich auf die Deutsche Herstellern gestoßen (liegt eigentlich zur Hand) - Höfner, Hopf, Hoyer. Sie haben ihr eigene spezielle Charm (mother-of-toilet-Seat headstock, usw) and sind teilweise relative hochwertig; sagen wir, solide Mittelklasse, wie ich selbst. Ich nehm in Kauf einige Hunderte in Setup-Kosten (oder gar Reparaturen).

    Steven
     
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