Was ist ein federnder Ton?

von Joa, 08.12.04.

  1. Joa

    Joa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.04   #1
    Hallo,

    in Zusammenhang des Tests vom neuen GIBSON GA 5 Miniröhrenverstärker in der aktuellen G&B bin ich auf die Aussage gestoßen, das durch die dürftige Verschaltung solcher Verstärker ein federnder Ton entsteht.
    Selbst habe ich solche Amps noch nie angespielt, weiß aber was gemeint ist. Wenn man sich Songs aus damaliger Zeit anhört, taucht es immer wieder auf, dieses wunderschöne federnde Klangbild der Gitarrenpassagen.
    Im Grunde habe ich das ja gesucht, wußte aber nicht, ob der Klang auf den Gitarrenkorpus (Stegkonstruktion) oder auf den Verstärker (Tremolounterstützung) zurückzuführen ist, oder ob es am spieltechnischen Einsatz liegt, wie man den Ton formt.
    Nichts dergleichen, wie ich festgestellt habe.

    Jetzt bin ich ganz glücklich, daß ich durch den Magazintest des Amps irgendwo bestätigt werde, was man bei Aufnahmen der 40er bis 60er Jahre wahrnimmt. Mehrere Nachfragen in Gitarrenforen haben nähmlich nur Ratlosigkeit zur Folge gehabt.

    Weiß denn nun jemand, was ich meine?

    Meine Frage nun dazu: Der Gibson GA 15, der seit einem Jahr nicht mehr in den Läden zu haben ist, würde mich interessieren. Hat jemand ihn angespielt und kennt die Goldtone Verstärkerserie? Würde gerne wissen, ob die Amps das Potenzial damaliger Verstärker haben und das lang ersehnte federnede Klangbild haben.

    Grüße, Joachim
     
  2. Rockopa58

    Rockopa58 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.04   #2
    Den angesprochenen Amp kenne ich nicht.
    Deshalb bin ich mir auch nicht ganz sicher, ob wir beide das gleiche Verhalten meinen. Ich kenne das von Röhrengleichrichtern. Diese "federn" auch. Oft wird es auch als "Sustainieren" beschrieben. Aufgrund des höheren Innenwiderstands von Röhrengleichrichtern fällt über sie auch eine größere Spannung ab. Wird die nachfolgende Siebkette ( möglichst C,L,C ) gerade ausreichend für die Entbrummung dimensioniert, hat der Ladekondensator für Belastungsspitzen nicht ausreichende Kapazität und die Effektivspannung knickt ein. Dieses pumpen, federn, sutainieren ist merklich hörbar und nicht nur subjektiv. Besitzer eines Dualrectifiers können das direkt nachvollziehen. Der heißt nämlich so, weil er zwei Gleichrichtungsmöglichkeiten hat. Tube und Silicon. Wesentlich für die Erlangung dieses Effektes ist, daß der Amp ausgereizt wird. Sonst tritt er nicht auf.
    Gruß
    Peter
     
  3. Joa

    Joa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.12.04   #3
    Danke. Das hilft mir schon weiter. Habe nämlich noch kein Röhrenradio gefunden, das meinem Ohr schmeichelt.

    Ich such halt nen kleinen super klingenden Vintageamp, der einem so richtig schöne Dellen in den Bässen reinhaut. Das macht ne Telecaster dann umso abkömmlicher.
    Soll ja Spaß machen, die Klampferei. Mal schauen, ob Gibson ein Tonbeispiel parat hat.

    Joachim
     
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