Weihnachtslieder Geige, Bratsche, Cello - Familienmusizieren

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Freilandrose

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Hallo zusammen,

seit dieser Woche bin ich auch unter den Streichern und freu mich sehr :)

Nachdem meine große Tochter (11) seit einigen Jahren Cello spielt und inzwischen passabel im Schulorchester unterwegs ist und meine kleine Tochter (6) demnächst bei der Geige den dritten Finger lernt, habe ich mir die noch fehlende Bratsche zugelegt und habe jetzt auch Unterricht.
Es macht mir großen Spaß, und es klappt auch schon ziemlich gut (ich hab ein ganz gutes Gehör und habe eigentlich schon immer gern musiziert). Einfache Melodien in der 1. Lage, erste Griffart krieg ich schon ganz gut hin, natürlich muss ich an Bogenhaltung und Technik noch arbeiten.

Nun meine Frage:
Wir wollen aber un-be-dingt an Weihnachten irgendwie gemeinsam musizieren. Nun ist die Jüngste (die mit der Geige) mit Abstand die unerfahrenste - sie sollte ja aber eigentlich das Ensemble "anführen", wenn es "mit rechten Dingen zuginge".

Was mir als Anfängerin außerdem nicht klar war, ist, dass man als Kind mit einer Anfänger- Viertelgeige sicherlich nicht die Melodie spielen kann, wenn nebendran jemand mit einer ganzen Erwachsenenbratsche die Begleitung geigt...
Ich könnte mich anstelle der Bratsche auch ans Klavier setzen, aber meine Kleine würde sich ziemlich freuen, wenn wir gemeinsam geigen würden.

Mein Mann streicht leider nicht - er würde sich aber gern mit der Gitarre beteiligen und die Akkorde beisteuern.

Wie würdet Ihr die Besetzung vorschlagen?

Geige und Bratsche Melodie (soll ich nach unten oktavieren, oder genau die Geigentöne mitfiedeln?) und einen Cellosatz plus Gitarre drunterlegen?
Dreistimmig?
Geige und Cello plus Klavier?

Außerdem: Wo finde ich Musikstücke, die eine Grundschülerin kennt, und die eine babyleichte Geigenstimme und eine halbwegs interessante Cellostimme haben?
Hilft da nur selber setzen, oder gibt es da schon was Fertiges?

Vielleicht hatte ja schon mal jemand dieses Problem - und hat eine Lösung gefunden?


Vielen Dank im Voraus sagt
Freilandrose, angehende Bratschistin ;-)
 
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Amateurdiva

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3. Finger heisst 3. Finger tief, also ein d auf der A-Saite? Hat sie den 2. Finger schon in hoher und tiefer Stellung? Da müsstest Du mal schauen, denn das dürfte der limitierende Faktor bei den Tonarten / Stücken sein.

Grundsätzlich finde ich es nicht verkehrt, den unerfahrensten Spieler die Melodiestimme übernehmen zu lassen. Ich würde nach Liedern schauen, die sie selbst kennt und dann leichte Sätze dazu suchen. Insgesamt müssen die anderen Mitspieler entsprechend leise spielen. Oder ihr verdoppelt die Melodiestimme und sucht zweistimmige Sätze.

Guck mal nach dem "Buch der Weihnachtslieder" von Ingeborg Weber-Kellermann. Neben dem Klavierband (könnte man direkt für zweistimmiges Spiel hernehmen + Gitarre) gibt es Stimmhefte für alle möglichen Instrumente und in den verschiedensten Schlüsseln, auch Bratschen- und Bassschlüssel. In C- oder B-Notierung (letztere eher für die Bläser).

Für meine Kinder schaue ich auch immer nach Chorsätzen, viele Sachen gibt es in dreistimmigen Vertonungen (Sopran, Alt, Männer im Bassschlüssel). Da müsstest Du Dir allerdings die Altstimme entsprechend umschlüsseln.
 
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Freilandrose

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Amateurdiva, cool, vielen Dank schon mal. Chorsätze sind eine gute Idee. Da frag ich mal im Bekanntenkreis, da hab ich einige Chorleiter, die haben bestimmt was.

Den 2. Finger hat sie nur so, dass sie damit die große Terz greift - vermute mal, das ist hoch, oder? (tief=kleine Terz?) Das heißt, sie kann nur einfache Dur-Lieder spielen. Würde aber ja auch für viele einfache Weihnachtssachen genügen.
Edit: Öhm, jetzt seh ich erst, dass Du nach dem 3. Finger fragst - ja, also auch der passt dann in die Dur-Tonleiter :) Also wohl 3. Finger tief.

Wegen umschlüsseln - ich hätte kein Problem, auch im Violinschlüssel zu spielen. Ich spiel jetzt auch bei meiner Kleinen aus dem Geigenbuch mit, und der Bratschenschlüssel ist mir noch unvertraut.
(Ich hab auch auf dem Klavier und der Bassblockflöte beim Notenlesen bzw. Noten benennen nach Jahrzehnten immer noch "wäre eigentlich ein C, ist also ein E" gedacht... :D - spielen konnte ich das aber immer ohne Probleme...

Das Buch, das Du nennst, klingt toll. Da kann man ja bestimmt auch aus der Klavierbegleitung den Satz rausschreiben, oder?
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Das Buch hab ich eben bestellt - das sieht toll aus.
Ich find das toll, mit den Kindern zu musizieren.
 
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Für zweistimmiges Spiel kann man direkt das Klavierbuch nehmen. V / Va spielen die Melodie, Vc den Bass. Die weiteren Stimmen sind echte Zusatzstimmen und stehen im Klavierband nicht drin. Da lohnen sich dann zusätzliche Stimmenhefte. Man kann bis max. vierstimmig beliebige Zusammenstellungen machen.
 
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Freilandrose

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Echt? Also bei Amazon in der Vorschau ist mindestens ein zweistimmiger Gesangssatz drin und eben eine ausgearbeitete Klavierbegleitung, aus der man recht leicht was rausschreiben könnte.
Ich schau mal, wie das aussieht, wenn es hier ankommt. Es ist ja auch nicht so schwer, sich einen passenden Bass fürs Cello zu überlegen, und ich könnte ja auch relativ leicht wechseln zwischen gedoppelter Melodie und - wenn die Kleine es allein schafft - einer Terz unterhalb. Mein Mann muss dann eben stoisch die Akkorde klampfen und alles zusammenhalten :)

Ich freu mich schon wie Bolle.
 
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Amateurdiva

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naja, vielleicht nicht unbedingt für ein Kind.
Melodie ist im Violinschlüssel immer die obere Stimme, im Bass müsste man sich tatsächlich entscheiden, im Zweifelsfall erstmal jeweils die unteren Noten.
 
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Freilandrose

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Ähm, ja, ich dachte auch eher, dass ich das übernehme und ihr dann eine Stimme schreibe, irgendwas zusammengestöpseltes aus dem vorhandenen Bass (=untere Noten) und dem, was sonst noch so vorhanden ist. Das muss sie ja nicht spontan machen :)
Ich würde ihr das dann wie eine Orchesterstimme separat in die Hand drücken bzw. aufs Pult legen.

Dass ich die Melodiestimme meistens oben finde, ist klar :)
 
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cello und bass

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:cool: eure Familie! :rulz: :great: Sowas macht echt Spaß - dann im Jugendalter (evtl.) weniger, dann wieder um so mehr!

Chorsätze können gut klappen und ob du bei der Geige in Originalstimme oder oktaviert mitspielen musst, ist Gefühlssache deiner Tochter. Manchmal ist oktaviert einfacher, weil sie dann nicht das Gefühl hat, die Geige muss wie die Bratsche klingen.

PS: Dir :great: mit Bratsche anzufangen, wenn die Kinder auch streichen!
 
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Freilandrose

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Dankeschön, Cello und Bass!

Das Buch ist inzwischen angekommen - da sind sehr schöne Lieder drin, aber nur wenige, die die Kinder kennen.
Aber mehr als drei Lieder wären für den Anfang eh zu ambitioniert :)

Dafür sehr hübsche Klaviersätze, wo die linke Hand eh meistens nur einstimmig spielt - das kann ich der Großen direkt fürs Cello geben. Muss es nur von C auf D-Dur hochschreiben, dann passt es auch mit den Fingern, die die Kleine kann :)
 
cala

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Der Klavierbass im Buch der Weihnachtslieder ist in der Tat der Bass der Satzhefte und absolut cellotauglich, oft aber recht anspruchsvoll, weil so ganz anders als die Melodie. Die Einzelhefte haben demgegenüber v.a den Vorteil, dass man sie viel besser lesen kann. Es gibt übrigens auch eine Taschenbuchausgabe ohne den Klaviersatz, nur die Melodiestimme und die Melodiebegleitstimme, das ist auch viel besser lesbar (und hält besser auf dem Ständer!).
Wir musizieren seit vielen Jahren in bunt gemischten Besetzungen mit der Reihe, und auf Dauer hat sich das Klavierbuch (das wir als Basis nicht missen wollen) als etwas unpraktisch erwiesen. Solange du ohnehin alles umschreiben musst, um es für die Kleine machbar zu machen, ist das egal, aber auf Dauer kann ich die Anschaffung weiterer Bände durchaus empfehlen! Die eigentliche Bratschenstimme ist die 3. Stimme, v.a. rhythmisch nicht ganz leicht, aber sehr reizvoll. Auch diese kann man aus dem Klaviersatz destillieren, aber das ist doch recht unübersichtlich, da lohnen sich die 15 Euro fürs Stimmenheft sicher. Bei ebay, booklooker und co. kriegt man die Hefte gebraucht teilweise auch wesentlich günstiger.
 
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Freilandrose

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Das mach ich dann in den nächsten Jahren. Für dieses Jahr genügt das so. Hab heute noch ein einfach gesetztes 2stimmiges Buch erstanden, da kann die Geigerin gleich ablesen (die würde mit meinen handschriftlichen Notenaufschrieben nicht zurechtkommen).
Ich werde dann Stimmen für Bratsche und Cello einrichten und an dieser Stelle von den Proben berichten :)
 
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Freilandrose

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Hallo,

kurzes Update: Wir haben vor allem "Vom Himmel hoch" zwei- und dreistimmig gespielt; die Geigerin hatte die Melodie, und es hat viel Spaß gemacht. Die Geigerin hatte damit auch ihr erstes Vorspiel, und hat einen großen Sprung nach vorn gemacht.
Also - wir machen das jetzt öfter :)
 
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cello und bass

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:great: Hausmusik ist Klasse! Ich wünsche euch viele schöne Stunden und nicht zu viel Zoff (der wird nicht ausbleiben) beim gemeinsamen Musizieren!
 
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Ja, den Zoff kenne ich schon - ich hab ohnehin zwei Diven hier... (habe hauptsächlich mit beiden einzeln geprobt, und meine Ältere war wunderbar darin, die Allüren der Jüngeren auszuhalten...)
Und ich kenne das auch von mir und meiner Schwester früher - wir mussten an Weihnachten immer ein Familienkonzert machen - und jedes Jahr knallten am 23. oder 24. 12. irgendwann die Türen :D

Aber das Erfolgserlebnis danach ist so toll, dass es das Wert ist, finde ich. Und vor allem meine Jüngste ist seitdem viel motivierter zum Üben, weil sie weiß, wo es hingehen soll.
 
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