wie nützlich sind Paradiddles im hardrock bereich

von Morphius85, 23.12.06.

  1. Morphius85

    Morphius85 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.06   #1
    hallo.....
    hab mir mal die mühe gemacht und mich mit den grund-rudiments des drums auseinander gesetzt. lerne bzw. übe jetzt auf die empfehlung eines kumpel drummers Paradiddles.
    bis jetzt nur die singles.
    RLRR LRLL in allen variationen also auch (RRLR.LLRL) (RLRL.LRLR) (RLLR.LRRL) etc....
    kann jetzt einige auch in einem vernünftigen tempo und auch mit entprechender betonung spielen

    mein problem ist ich hab keine ahnung wo ich sie einsetzen soll. bei jazz oder funk ok aber bei hartrock bzw alternative??? ich hab echt keine ahnung ob als groove oder als fill

    danke schonmal im vorraus
     
  2. Drummer Ziesi

    Drummer Ziesi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.06   #2
    probier halt mal die rechte Hand auf der HiHat zu spielen und die Linke auf der Snare mit Ghosts und Betonten Schlägen und setz einfach irgendwo die BD noch mit rein ^^ können sehr coole Grooves draus werden :cool::D

    Gruß, Ziesi.
     
  3. HeinzR

    HeinzR Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.12.06   #3
    Hallo

    die Paradiddles ( auch die Doppel und Trippel ) sind eher als Schlagsatz-Uebungen gedacht. Du wirst diese bestenfalls in Fills kurz einbinden können, 'längere' Anwendungen sind wenig reizvoll. Wenn du den Schlagsatz beherrscht, auch in lässiger speed, kannst du mit den Toms gefällige Variationen kreieren, wobei du jeweils auf die 2 des sechzehntels das Tom 'wechselst'.

    Probiers mal aus.

    Gruss
    Heinz
     
  4. Morphius85

    Morphius85 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.12.06   #4
    das ist mal ein wort....
    danke werde ich mal
     
  5. DrummerOfTheYear

    DrummerOfTheYear Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.06   #5
    Paradiddles erlauben dir die Freiheit auch bei schnellem Spiel angenehme Übergänge zu spielen.. mal angenommen du hast nen sehr schnellen Song.. spiel mal 4 16tel Schläge aufm Standtom und dann 4 16tel auf der Snare.. machs einmal mit konventionellen RLRL schlägen und einmal mit RLRR (Tom) und LRLL (Snare).. geht geiler wa? ;) Paradiddles sollen unser Drummerleben einfacher machen ;) Aber dafür müssen sie natürlich auch sitzen 'grins'
     
  6. schmuggla

    schmuggla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.06   #6
    da muss ich dir widersprechen drummeroftheyear!

    es ist nunmal so, dass die doppelschläge bei den paradiddles - angenommen man nimmt deine variante - auch gleichlaut sein müssen und DAS ist bei hohen geschwindigkeiten schwierig!
    weiterhin sollten die doppelschläge auch nicht durch die einzelschläge übertönt werden, was auch wieder schwierig wird, da man doch dazu neigt bei hoher geschw. einen pressschlag zu machn, was man aber nicht machen soll!
    insofern sind die paras zwar da, um unser leben zu vereinfachen, nicht aber weil man mit dem paradiddle groove schneller spielen kann, sondern weil man durch das spielen des paradiddle grooves besser spielen kann :)
    es ist eine koordination- und timing-übung!

    und nun zum topic:

    klar kann man das! aber in abgewandelter form!
    schau dir robbie williams - let me entertain you (ich weiß, sehr hart :p) an - paradiddlegroove auf der bell vom ride...

    den paradiddle spielst du ja zwischen linker und rechter hand!
    jetzt nimmst du zB paradiddle I und spielst nur die rechte hand und lässt die snare auf 2 und 4 und die bass auf 1 und 3 mitlaufen!
    schon hast du einen (einfachen!!!!) groovigen paradiddle groove :)
    das übst du ein wenig, bis du die snare und die bassdrum variieren kannst und schon hast du groovige sachen die (meiner meinung nach) auch im hardrockbereich eingesetzt werden können!

    oder du verbindest einfach 2 paradiddle!

    para I (RlrrLrll)+ para II (LrrlRll) [ob das d. 2. paradiddle ist, sei dahin gestellt :D]

    schon hat man RLRRLRRL

    beton den wie folgt: RlrrLrrl

    und da haste einen schönen groove - den benutz ich auch :)
     
  7. DrummerOfTheYear

    DrummerOfTheYear Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.06   #7
    ich sagte bereits.. vorraussetzung man hat den stuff drauf.. dann macht man auch keinen pressroll und dann stimmt auch die lautstärke.. man arbeitet ja schließlich darauf hin beim lernen einheitlich laute schläge zu machen und die gleichmäßigkeit rein zu kriegen (es sei denn dynamik ist gewünscht versteht sich)

    also von daher kann ich dir net zustimmen..
     
  8. schmuggla

    schmuggla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.06   #8
    lies dir das, was du zuerst geschrieben hast einfach nochmal aufmerksam durch und dann is in ordnung ;)

    du bist davon ausgegangen, dass es sofort "geiler geht" - und das stimmt nicht :)

    genau: bei dem paradiddle arbeitet man darauf hin, dass die dynamik stimmt - so wie ich gesagt hab :)
    man lernt die kaum, um durch sie später single stroke rolls zu ersetzen...man kann dadurch nur besser doppelschläge mit einzelschlägen kombinieren...
     
  9. DrummerOfTheYear

    DrummerOfTheYear Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.06   #9
    ... und sich die arbeit am set erleichtern.. wenn man von ganz rechts nach ganz links muss ist es (wie in meinem beispiel) schon sinnvoll paradiddles anzuwenden ;)
     
  10. trommler_13

    trommler_13 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.07   #10
    hi, ich finde, dass paradiddle ziemlich grooven! mach sie mal zwischen hihat und snare, und zwischen ride und hihat, spiel halt immer auf 2+ 4 auf der snare. dazu noch irgend ein bdpattern und fertig.
     
  11. Morphius85

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    Erstellt: 05.01.07   #11
    also zusammenfassend lässt sich sagen das Paras das groovspecktrum erweitern also grooves ermöglichen die ohne nicht möglcih wären (oder sehr schwer)
    und bestimmte läufe vereinfachen......welche aber auch mit singels oder doubles spielbar wären.... bleibt noch eine frage wofür braucht man die auf der DuFuMa ich weiß das thomas lang die da gerne spielt bze. übt... mir ist aber absolut schleierhaft wieso......
    evtl wegen betonung sprich dynamik?????????????

    danke übrigens für die tips und ratschläge
     
  12. schmuggla

    schmuggla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.07   #12
    fussostinati und koordination!

    wenn man mehr als nur insgesamt 3 pedale (2 links 1 rechts) hat, dann kann man durch hin und her bewegen der füsse wunderbare rhythmen entwickeln!
    hierbei helfen die paradiddle!

    weiterhin ist es koordinativ sehr anspruchsvoll, wenn man mit den füssen ein paradiddl spielt und mit den händen etwas ganz andres spielt! noch schwieriger wirds dann, wenn man einen paradiddle-ostinato mit den füssen spielt und mit den händen irgenwdas tenäres^^
     
  13. Morphius85

    Morphius85 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.07   #13
    ostinato......?
    tenäres.....???
    hää
     
  14. sanderdrummer

    sanderdrummer Mod Drums Moderator HFU

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    Erstellt: 05.01.07   #14
    @Morphius85.: Alles Begriffe mit denen sich ein Drummer vertraut machen sollte
    Also quäl mal Wiki oder die Suche

    Zum Thema ist das Video hier ganz nett
    Youtube Paradiddels
     
  15. schmuggla

    schmuggla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.07   #15
    hey morphius!

    lies dies, falls du noch nicht in wikipedia nachgeschaut haben solltest :)

    begrifferklärung für ostinato:

    kommt zunächst ausm lateinischen ostinatus und bedeutet "hartnäckig" - hierbei ist aber das hartnäckig sein nicht auf penetranz zu beziehn! es beutet viel mehr, dass in der musik ein immer wiederkehrendes motiv benutzt wird! das kann rhythmik, aber auch melodie sein!
    ungefähr mit einem gitarrenriff vergleichbar!

    begriffsklärung für tenär:

    die rhythmik in der musik wird grob zunächst in binar und tenäre zählzeiten (und somit notenwerte) aufgespalten! vielleicht hast du in der informatik (aber auch mathematik) schonmal von einem binaren zahlensystem gehört?
    das heißt, ein "grades" zahlensystem - ein 2er zahlensystem! wenn man in der informatik von einem binären system spricht, dann meint man die zahlen 0 und 1 - somit hat man 2 zahlen mit denen gearbeitet wird (so macht das der comuter auch immer)!
    auf die musik bezogen, sind alle notenwerte die durch 2 ganzzahlig (also ohne kommastelle) zu teilen sind, binär! (also eine 2er-potenz)!
    tenär ist das triolische feeling! somit die "ungrade" rhythmen wie triolen, sechstolen usw.!

    eine frage an einen gebildeten: zählen auch quintolen zum tenären system? weil ich glaube, dass tenäre notenwerte nur 3er potenzen beinhalten:er_what:

    also triolen, sechstolen, nanolen usw!

    hoffe konnte dir helfen!

    mfg
     
  16. mr-x

    mr-x Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.01.07   #16
    Paradiddles sind einfach eine super unabhängigkeitsübung .
    Ich würde empfehlen sich einfach mal hinzusetzen und zu schaun , was man alles für Zählzeiten aus Padadille 1 , 2 und 3 zusammenbauen kann.

    Paradiddle 1 sieht für mit so aus :

    RLRR LRLL <---- Das heißt in einem 16 tel Groove wäre die Ausgangsform 2 Viertel lang !





    Paradiddle 2 ( einfach einmal mehr linear gespielt ) :

    RLRLRR RLRLRR <---- Das heißt im 16 tel Groove wäre diese Forum genau 3 Viertel lang !


    Paradiddle 3 :

    RLRLRLRR LRLRLRLL <---- ergibt im 16 tel Groove genau einen Takt !


    Das Tolle letzen endes ist : Man hänge 1 und 2 aneinander ... Zack 5/4 ohne Große schwierigkeiten ...

    Paradiddle 3 + Paradiddle 2 = 7/4

    so kann man sich aus diesen Tenären und Binären einheiten jeweils beliebige Grooves zusammenbauen ...

    Selbstverständlich kann man die Paradiddle noch beliebig in sich verschieben ... Inverse etc. ( jetz nicht drauf eingegangen )


    Ich denke Paradiddles sind in jeder Stylistig eine hilfreiche Übung und Schlüsses für verschiedene ungerade Zählzeiten , die sich mit hilfe der Paradiddles relativ einfach spielen lassen !
     
  17. racw_disaster

    racw_disaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.01.07   #17
    An dieser Stelle lohnt es sich, meinen Lieblings-Paradiddlegroove zu erwähnen:

    Glocke: |x.xx.xx.x.xx.xx.| <- rechte Hand

    Snare : |.o..O..o.o..O..o| <- linke Hand
    Bassdr:
    |B.B.......B..B..| <- rechter Fuß
    Hihat :
    |..X...X...X...X.| <- linker Fuß


    Ansonsten wäre da noch der von Sanderdrummer gepostete Paradiddlediddle, den man wunderbar als 16tel Triolen (
    Handsatz: R L L R R L) verwenden kann, z.B. als Hihat Variation.
     
  18. Sonöar

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    Erstellt: 13.01.07   #18
    ich würde sagen, das ist eine der wichtigsten übungen die es gibt, die trainiert vieles....und man bekommmt auch gut tempo dadurch
     
  19. Stopplhopser

    Stopplhopser Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.07   #19
    Also Paradiddlegroves sid meiner Meinung nach für Funk extrem geeignet. Oben paradiddle laufen lassen (Cowbell und Snare mit Akzent aufm Backbeat mit der Snare) dann dazu noch ne lustige Bassdrumfigur und n bissl flott spielen.
    Hm. Müsste ich mal wieder üben :D

    Bsp:
    x . x x . x . x x Cowbell rechte hand
    . o . . O . oo Snare Linke Hand
    b . b . . . . . Bassdrum rechter Fuß



    ^^ is einfach und klingt fett
     
  20. Morphius85

    Morphius85 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.07   #20
    jou
    nochmals vielen dank für die vielen tips und konkreten beispiele hab mich gleich auch ans diddlen gemacht....
    wird zwar etwas dauern bis ich´s auf metaltempo kriege.......stelle aber schon fest das es groovt!!!
    danke :p
     
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