Yamaha A3000 V2 formatiert und speichert nicht (Diskettenlaufwerk)

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ettgebrought

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Ich grüße Euch und hoffe auf Hilfe!

Habe einen Yamaha A3000 Sampler ohne ASIB-Board. Und Probleme beim Formatieren von/Speichern auf 2HD-Disketten. Das Diskettenlaufwerk scheint nicht defekt, aber ich kann weder Disks formatieren noch auf Disk speichern. Wenn ich den Parameter Command auf "FD_FMT" eingestellt habe (unter Type "2HD" gewählt) und Knopf 1 drücke, passiert NICHTS. Kein Dialog (>YES/>NO). Dasselbe, wenn ich speichern will: Unter Command "SAVE" und bei Type z. B. "ALL (wipe)" eingestellt und auf Knopf 1 gedrückt, um zu speichern … NICHTS passiert, kein Dialog (>YES/>NO). Es kommen aber auch keine Fehlermeldungen.
1. Was mache ich evtl. falsch? Wo muss ich evtl. noch etwas einstellen?
2. Kann ich an die 50-Pin-Schnittstelle auch direkt eine SCSI-Festplatte anschließen (also ohne das ASIB-Board zu besitzen)?
3. Wo bekäme ich noch ein entsprechendes Stromkabel für eine interne SCSI her?
4. Gibt es noch irgendeine andere Möglichkeit, den A3000 mit einer Speichermöglichkeit auszustatten?

Liebe Grüße und vielen Dank im Voraus!
Guido (ettgebrought)
 
dr_rollo

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Ich hab meinen gerade verkauft, incl. eines externen CD-ROM und einer externen Festplatte. Dieser war voll ausgestattet, also alle Boards, max. Speicher. Ich hatte bis vor einige Jahre auch noch einen zweiten, den wollte ich mal mit interner Festplatte versehen, und ich erinnere mich, dass es sehr schwer war, dieses Kabel zu bekommen. Ich hab mir dann selber eins gebaut. Man muss nur mit dem Stecker tricksen, oder das Kabel anstelle Stecker direkt verlöten.
Ich würde es allerdings alternativ mal mit einem externen ZIP-Laufwerk probieren, die bekommst Du fast hinterhergeschmissen, gibt's mit 100 und 250MB Floppys, die's auch recht günstig gibt. Ein Kabel von 50 auf 25pol kostet auch nicht die Welt, um das ZIP-Laufwerk anzuschließen. Das ZIP Laufwerk hätte den Vorteil, dass Du es auch am Windows-Rechner anschließen kannst (ggf. eine SCSI Karte nachrüsten), wo Du dann die Samples oder Inhalte von Sample CDs überspielen kannst.
Mittlerweile ist auch der RAM Speicher für diese Modelle auf normales Preisniveau angekommen. Maximum sind 4x32MB, die Du mit ein bisschen Glück für 30-40EUR bekommst.
 
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ettgebrought

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Hi, dr_rollo! Gruß in die Runde!

Vielen Dank für die schnelle und sachkundige Antwort.
Ich habe bereits mit dem Support von Yamaha korrespondiert. Sehr prompt, freundlich und auch recht ausdauernd bei Gegenfragen, aber wenig neue Erkenntnisse.
Ich habe allerdings bei meinem A3000 den Fehler gefunden bzw. zwei: Das Diskettenlaufwerk war hinüber, aber problemlos gegen ein (leider beiges) Standard Floppy Drive austauschbar. Und jetzt kommt’s: Der ganz linke Encoder (1) hat zwar noch auf Drehen reagiert, aber nicht mehr auf Druck. Und ohne den ist nix mit Formatieren und Abspeichern, das geht anscheinend nicht aus dem Editor bZone heraus (oder weiß da einer mehr?). Tja, mit Geduld & „Spucke“ (& Fingerkraft, aber bislang ohne Kontaktspray) habe ich so lange an dem Poti rumgezuppelt, gedreht und das Teil fest in alle Richtungen gedrückt, bis … auf ein Mal die Bestätigungs-Abfrage mit NO/YES auf das Display humpelte und ich formatieren konnte (wenngleich gefühlt noch langsamer als bei allen anderen Diskettenlaufwerken, die ich bis dato erlebt habe). Nach weiterer, nicht eben zaghafter Bearbeitung des Potis ist es jetzt so, dass es immer und sofort auf Druck reagiert (ein Wunder!) … aber beim Drehen spinnt. Mir egal. Die Menüs, die sich mit diesem Poti „erdrehen“ ließen, sind auch durch Druck auf die entsprechende Funktionstaste zu erreichen. Also: Gebt die Encoder nicht auf … Quält sie, denn sie quälen euch auch. Wie lange das jetzt so funzt, weiß nur der Lord. Druckreaktionell fühlt es sich an wie neu.
Ja, Yamaha hatte mir auch mitgeteilt, man könne an die blanke SCSI-50-PIN-Schnittstelle sowohl eine interne HD (hier aber das Problem der Stromversorgung) als auch externe Speichermedien mit eigener Stromversorgung anschließen. Man liest jedoch häufig, dass die ganz SCSI-Nummer beim A3000 im Vergleich zu der Konkurrenz von Akai, EMU, Roland und Ensoniq eher bescheiden und teils sogar kniffelig und manchmal auch frustrierend ausfällt.

Ich habe noch ein paar Fragen in die Runde:

1. An welchen der 3 oder 4 verbliebenen Stromanschlüsse zwischen Netzteil und Floppy Drive könnte ich eine interne HD anschließen? Soll ich dafür evtl. irgendein PC-Kabel um- oder Kabelenden direkt auf den entspr. Stromanschluss löten?
2. Kann ich auch DAS hier anstelle des Floppy Drives anschließen bzw. wie sind die Erfolgsaussichten (Ich WEISS, dass ich es anschließen KANN): https://www.ebay.de/itm/Externes-US...e=STRK:MEBIDX:IT&_trksid=p2060353.m1438.l2649
3. Gibt es eine Möglichkeit bzw. eine PC-Software oder geht es vlt. sogar doch aus bZone heraus, den A3000 anzuweisen zu speichern und zu formatieren?
4. Kann ich den Netzteillüfter unbedenklich abstöpseln und wenn ja: Wie mache ich das?

Ich danke im Voraus für eure Hilfe und hoffe, selbst auch geholfen zu haben.
Bleibt mir noch zu sagen, dass ich insb. die Filtersektion und die Effektabteilung des A3000 irre finde, sowas ist mir bislang noch nicht untergekommen, dagegen ist das Gros dessen, was andere anbieten (z. B. mein Akai S2800, der dafür andere Qualitäten hat) nahezu karg und ordinär.

:D

Liebe Grüße
Guido (ettgebrought)
 
dr_rollo

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Zu Deinen Fragen:
Kennst Du die Anleitung? Dort ist beschrieben, wo die Anschlüsse hingehören: https://www.manualslib.com/manual/196616/Yamaha-A3000.html?page=325#manual
Das Original-Anschlusskabel zu finden, ist eher schwierig. Ich hab eins bei ebay gesichtet:_ https://www.ebay.com/itm/Yamaha-A3000-A4000-A5000-Sampler-Hard-Drive-Power-Cable-/173251088704, erscheint mir aber alleine aufgrund der Versandkosten deutlich zu teuer.
Eine Alternative zum Floppy als SD-Karten Slot oder USB ist mittlerweile durchaus gängig, und bei dem Preis in jedem Fall ein Versuch wert, oder?
Eine Remote Software zum bedienen des Samplers ist mir nicht bekannt.
Und warum willst Du den Netzteil lüfter abstöpseln? Zu laut? Dann würde ich ihn zumindest durch einen leiseren ersetzen. Aber der ist nicht umsonst verbaut, udn gerade wenn Du noch zusätzliche Komponenten wie eine HD einbauen willst, muss es noch mehr arbeiten.

Gerade die Effekt- und Filtersektion hat den A3000 von seinen Konkurrenten immer etwas abgehoben.
 
Telefunky

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Wenn du wirklich an dem Teil hängst, dann wäre ein alter G4 Powermac mit SCSI Karte und Bias Peak unter OS9 eine ideale Ergänzung um Samples zu bearbeiten und zu verwalten.
Die Macs sind spottbillig (um 50€) und oft ist eine SCSI Karte schon drin.
(bei den Bildern der Rückseite auf den 25-poligen Anschluss achten)
Ich nutze selbst einen blau-weissen G3 mit ProTools TDM und das System läuft von einer 1GB Flash-Disk, auf der noch 500 MB frei sind.
https://www.amazona.de/test-bias-peak-2-1
 
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ettgebrought

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Moin zusammen!

Natürlich, die Anleitung :) Doch, habe ich und jetzt auch alles gefunden. Das Kabel ist absoluter, ultimativer Wucher. Das kriege ich im Bedarfsfall auch anders hin. Zum Netzteil-Lüfter: Viele schreiben, dass es kein Thema wäre, also keine Gefahr bestünde, den Lüfter lahm zu legen, solange man keine interne Festplatte verbaut hat. Aber in der Tat: Das könnte ja noch kommen. bZone IST ein Editor für den A3000 und er funzt auch recht gut, wenn er nicht gerade abstürzt, was vorkommt (Habe W7). Sampler und PC müssen dafür nur eine Shake Hands Verbindung eingehen, die Software bietet dann eine CONNECT-Funktion, die man ausführt und nach 5 Sekunden sind beide Seiten auf dem aktuellen Stand bzw. miteinander abgeglichen und verbunden. Leider sind nach meinem bisherigen Kenntnisstand nicht alle Bedienoptionen implementiert. Im Umgang mit Speichermöglichkeiten halt gar nichts. Für einen Mac, lieber Telefunky, habe ich wirklich keinen Platz mehr, obschon es bestimmt ein guter Tipp ist. Im Augenblick bin ich schon dankbar, dass ich auf Diskette speichern kann. Der labile Encoder 1 hat mich zwar gestern wieder einige Male im Stich gelassen, doch irgendwann lief er wieder (zumindest drucktechnisch) und hat mir auch den Umgang mit der Floppy erlaubt. Ich glaube, ich kaufe mir eine Dose Druckluft-Spray und blas die Encoder alle mal kräftig durch. Es scheint echt, wie ich bereits gelesen habe, eine Dreck-/Staub-Nummer zu sein, auch wenn diese Drehpotis natürlich nie ganz toll funktionieren werden, weil sie einfach CRAP sind. Ob ich mir diesen Floppy-Emulator mit USB-Slot kaufen werde, weiß ich noch nicht, aber ich werde berichten, falls ich es tu!

Alles Gute!
Guido
 
Martman

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Der A3000 läßt sich leider schwerlich durch irgendwas ersetzen, weil meines Wissens nichts anderes das Yamaha-Format kennt (im Gegensatz zum Roland-S7*0-Format). Und dann kommt eben der Eigensound dazu.

Ich würde es allerdings alternativ mal mit einem externen ZIP-Laufwerk probieren, die bekommst Du fast hinterhergeschmissen, gibt's mit 100 und 250MB Floppys, die's auch recht günstig gibt.
Das war mal, so vor 10–15 Jahren. Ich hab meine ersten beiden externen Iomega ZIP 100 für vielleicht zwei Euronen gekriegt.

Aber die Zeiten, wo die Dinger aus den Restekisten längst ausgemusterter Alt-Macs verscherbelt werden, sind lange vorbei. Parallelport-ZIPs gibt's noch billig, weil die Nachfrage nahe null ist. SCSI-ZIPs liegen inzwischen bei locker 50 € und mehr und werden gezielt an User klassischer Sampler vermarktet.


Martman
 
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ettgebrought

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Das wird ja richtig lebendig!

Ich besitze sogar zwei solcher ZIP-Laufwerke, seit über 20 Jahren, unbedarft bei einer Firmenpleite abgestaubt (der Firma, bei der ich gearbeitet habe), nie benutzt ... Liegen schön im Keller, ohne Medien allerdings :/ Hatten die immer einen SCSI-Anschluss? Ich besitze auch mindestens 3 SCSI-HDs. Ihr ahnt es, Problem sind nur die (fehlenden?) Kabel. Aber ganz ehrlich: 1,44 MB reichen, wenn man kreativ ist. Ich will keine Laber-Opern von Tarantino sampeln, sondern sample/schneide gerne einfach nur'n paar Wave-Schnipsel und mach'ne neue Wellenform draus. Der A3000 findet wirklich gute Loop-Punkte, z. B. dank der praktischen Nulldurchlauf-Erkennung. Erstaunlich zwar, dass das Floppy Drive selbst für so lächerliche Datenmengen unglaublich lange Speicherzeiten braucht, aber egal. Mit der angebotenen Nachbearbeitung kann man aus meiner Sicht selbst aus Scheiße Platin machen. Auf jeden Fall aber werde ich mir die vorhandenen, unverbauten Laufwerke und Festplatten mal anschauen (im Keller habe ich sogar noch iwo ein externes SCSI-HD-Gehäuse, glaube ich, aus meiner kurzen und relativ uninteressanten Zeit mit einem ESI 32 – könnte ich aber heute wahrscheinlich mehr mit anfangen) und insbesondere ein Augenmerk auf die Anschlüsse legen. Von diesen PC-Stromkabeln und Adaptern habe ich auch jede Menge, da muss doch was dabei sein ... Wenn ich etwas mache, werde ich es hier posten.

Liebe Grüße und vielen Dank!
Guido
 
Martman

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Hatten die immer einen SCSI-Anschluss?
Nein. Das externe Iomega ZIP 100 gab es grundsätzlich in vier Ausführungen.

Die heutzutage am häufigsten auf dem Gebrauchtmarkt angetroffene Variante ist die Parallelport-Variante. Die hat ein undurchsichtiges blaues Gehäuse und hinten zwei verschraubbare 25polige Anschlüsse. Die trifft man deshalb so oft an, weil sie kaum mehr jemand gebrauchen kann: Computer mit Parallelport werden immer seltener. Windows-Treiber für diese Uraltdinger gibt's sowieso nicht mehr. Und auch so manch eine GNU/Linux-Distribution kompiliert inzwischen die Parallelport-Treiber nicht mehr in den Kernel. Sampler mit Parallelport gab es meines Wissens sowieso nie, die hatten alle SCSI. Vorsicht: Auch wenn SCSI gelegentlich, so auch an diesen Laufwerken, exakt dieselbe Steckerform wie der Parallelport verwendet, funktioniert das Parallelport-ZIP nicht an SCSI-Ports! Man kann sich mit einem Parallelport-ZIP die SCSI-Schnittstelle zerstören!

Die begehrteste Version ist die SCSI-Version. Die sieht der Parallelport-Version zum Verwechseln ähnlich, hat aber zwischen den beiden Anschlüssen auf der Rückseite zwei Schiebeschalter, wo die Parallelport-Version keine Schalter hat. Ein Schalter ist, um zwischen zwei SCSI-IDs wählen zu können, der andere, um den SCSI-Bus intern zu terminieren. Die sind deshalb so begehrt, weil sie an wohl jedem klassischen Sampler funktionieren, der SCSI hat oder damit aufrüstbar ist.

Dann gibt's noch USB-1.1-Versionen. Die ältere hat ein transparent-blaues Gehäuse in derselben Form wie das der Parallelport- und SCSI-Versionen und braucht wie diese ein Netzteil. Meines Wissens gibt's noch eine neuere mit anderer Gehäuseform, die ohne Netzteil auskommt und den Strom über USB bezieht.


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ettgebrought

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Howdy Martman!

Danke für die Aufklärung. Mittlerweile scheint der A3000 wieder vollständig zu funktionieren. Die Handhabung mit Disketten ist allerdings sehr zäh. Kann das daran liegen, dass ich irgendein x-beliebiges 2HD-Laufwerk eingebaut habe? Kaum vorstellbar. Ich sitze manchmal davor und schaue dem Teil beim Speichern zu und denke: Alter ... was geht da ab? Aber ein ZIP-Drive wird es wohl eher nicht werden. Wenn dann eine Festplatte. Im Augenblick bin ich einfach froh, dass dieses überraschend eigenwillige und andersartige Gerät loift.

Guido
 
Telefunky

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beim Schreiben auf das Diskettenlaufwerk findet (für jeden Block) direkt ein 'verify' statt.
Weichen die geschriebenen Daten ab, wird noch einmal geschrieben... und wieder und wieder.
Bis es entweder gelingt oder die maximale Anzahl Versuche erreicht ist und eine Fehlermeldung ausgegeben wird.
Das kann sich tatsächlich hinziehen - und ist ein Zeichen besser eine 'neue' Diskette zu benutzen.
Es kann aber auch daran liegen, dass der Schreib/Lesekopf Probleme bei der Spurpositionierung hat.
(am Betriebsgeräusch lässt sich das recht gut unterscheiden)

Von Zip Laufwerken würde ich auch abraten - die sind nicht besonders robust, was die Kopfbefestigung angeht. Klemmt der Verschluss des Datenträgers, ist der Kopf ab.
 
dr_rollo

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Dass ZIP nicht robust ist, kann ich nicht bestätigen. Ich hab mir 1999, kurz nachdem er auf den Markt kam, einen Roland G-1000 gekauft. Den hab ich jahrelang regelmässig im Einsatz gehabt, 50-80 Gigs pro Jahr, teilweise 12h am Stück, und da erfolgt kontinuierlich der Zugriff auf‘s ZIP-Laufwerk. Auch hatte ich öfters ein externes ZIP angeschlossen. Bei beiden hab nie irgendwelche Probleme oder Aussetzer gehabt. Danach hatte ich das externe ZIP für den Transfer von Samples vom Rechner zum A3000 genutzt, auch ohne irgendwelche Probleme.
 
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Ich habe auch noch mein altes SCSI Zip... aber ich habe die Teile damals auch im Handel verkauft ;)
 
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@ Martman

- Die Aufzählung der ZIP Laufwerke ist grundsätzlich richtig. Es fehlt aber noch was.

Es gab noch ein externes ZIP Plus Laufwerk.
Das konnte paralell und an den SCSI-Port angeschlossen werde.
Habe ich selber nie benutzt. War aber langsamer als die normalen SCSI-Zip Laufwerke.

Die SCSI -Zip konnten übrigens am PC damals wirklich sehr schnell Daten speichern und lesen. Nur an den A-Samplern von Yamaha wird jedes Gerät zur Schneckenpost.
Da muss man viel Geduld mitbringen. Auch das Speichern auf die interne Festplatte dauert Ewigkeiten.

Zip gab es in der 100 MB Version, wo nur 95 MB real draufpassten, und als 250 MB und 750 MB Variante.
Die 750 MB Variante gab es nach meinem Wissen nur extern als USB, Firewire und intern als IDE Variante, also nix mit SCSI hier möglich.
Ein internes IDE-Laufwerk vom 750 MB Typ habe ich selber aber noch nie in echt gesehen.
Das ZIP 250 MB gab es intern als IDE und SCSI Variante und extern in USB und SCSI Bauart.

Kann hier aus eigener Erfahrung auch selber nur davor warnen, ein altes Paralell-Port ZIP LW an eine SCSI Schnittstelle anzuschliessen !
Auch wenn das Kabel passt und genau gleich aussieht !
Das gibt einen Kurzschluss. Meine damalige Arbeitskollegin hat damals aus Unwissenheit auf diese Weise einen richtig teuren neuen Dell-Arbeitsrechner bei uns im Büro so geschrottet.
Da war das Mainboard im Eimer nach der Aktion.

Hatte selber Nie ein ZIP Laufwerk mit dem "Klick of Death". Bei mir sind die Laufwerke nur total ausgefallen, also es ging nix mehr zweimal. Nur die LED gingen noch an, aber sonst gar nichts mehr, auch der Auswurf klemmte.

Habe jahrelang einen BR8 Rekorder von Boss benutzt, der die Aufnahmen nur auf ZIP speichert, und damit nie Probleme gehabt.
Wichtig ist Staubfreiheit und Sauberkeit im Umgang mit den Medien, und das Fernhalten von Magneten.
- Also bitte nicht auf die Lautsprecher-Box legen, oder den Kopfhörer darauflegen etc.

Problematisch waren die Laufwerke nach meiner Sicht, weil da man auch normale 1,44 MB Disketten in den Slot reinschieben konnte. Dumme oder ahnungslose User
schafften es deswegen oft schon in kürzester Zeit, die Laufwerke mechanisch zu beschädigen.

Habe auch Probleme mit meinem internen ZIP 100 in meinem A4000, weil es beim Speichern und Lesen im A4000 zwar perfekt funktioniert, aber andere ZIP
Laufwerke die Daten auf allen ZIP Medien, die ich mit diesem Laufwerk beschrieben habe, nicht lesen können. Da scheint irgendwie - wie früher bei den analogen
Kassettendecks - der Kopf sich verschoben zu haben. Kann man aber nix selber intern einstellen oder korrigieren an der Position des Kopfes.
Müsste das LW eigentlich austauschen, hab ich mir bisher aber verkniffen.

LG
 

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