Marshall JVM 410h / Boss NS-2

Der rauscht halt auch bei Clean recht doll (ich bin kein Fan von Fuzz im Crunchigen Amp)

Dein JVM rauscht im Clean Kanal? Ohne Fuzz? Oder mit?
Also ohne sollte der da echt ruhig sein.

Das Rauschproblem tritt normalerweise eher in OD1 und OD2 im orange und red Mode auf. Da helfen dann gute Röhren, weniger Gain, Mods oder halt ein Noisegate.
Ich finds immer besser, wenn man erstmal schaut, warum der Amp rauscht bzw. wo es herkommt und versucht, bei der Ursache anzusetzen. Ein Noisegate "maskiert" nur das Rauschen, klaut aber eben auch Sound/Dynamik. Das ist somit für mich immer das Mittel, das ganz zum Schluss kommt. Bei Bandlautstärken kann es natürlich sinnvoll sein - bei jedem anderen Hi-Gain Amp aber ebenso.

Mir geht es nur darum, zu erklären, warum der Amp rauschen kann und was man dagegen machen kann.
Und es ist eben auch nicht richtig, dass der JVM mehr rauscht als andere Marshalls - wenn man ihn entsprechend einstellt (sprich z.B. Crunch Red mit einem JCM 800 bei gleichen Gain vergleicht. Da rauscht ein alter JCM 800 mehr, alleine schon wegen der ganzen Kohlefilm Widerstände - der JVM hat auch welche drin, aber nur an Stellen, wo es klanglich sinnvoll ist, das ist alles gut durchdacht).

Die anderen sind auch alle TADs, wobei das natürlich nichts heißt...

Hm, meine Meinung zu TAD Röhren dürfte wohl bekannt sein...
Aber selbst, wenn alle 1A waren, kann eine Röhre mit der Zeit gewisse Anfälligkeiten entwickeln. Vielleicht würde es sich lohnen, wenn du nochmal eine V1 Röhre kaufst und mal alle Positionen einzeln durchwechselst mit der.

Hehe, ich hab keine 4 Scheine dafür hingeblättert :D

Dann hast du ein Schnäppchen gemacht - vorausgesetzt, der Amp funktioniert so, wie er soll.
 
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Dein JVM rauscht im Clean Kanal? Ohne Fuzz? Oder mit?
Auch ohne Fuzz, vielleicht liegt das aber auch an den Pickups, oder weil mittlerweile ich doch ein ausgeprägtes FX-Board habe, und eins der Effekte da Probleme macht...
Ich komm eigentlich super damit klar, ich denke sowieso, dass jeder Amp rauscht. Ist ja nicht Hi-Fi. Das Problem kommt halt erst wenn ich z.B. n Fuzz richtig aufdrehe (wir spielen sehr laut) und dann noch mit nem Wah da reingehe, dann hab ich ne Störgeräuschorgie. Ganz ausschließen kann ich die Effekte sicher nicht, aber an meinem AOR30 machts bei alles auf 10 weniger Macken...
klaut aber eben auch Sound/Dynamik.
Das ist leider das Problem
Vielleicht würde es sich lohnen, wenn du nochmal eine V1 Röhre kaufst und mal alle Positionen einzeln durchwechselst mit der.
Wäre mal n Ansatz, oder gleich alles austauschen, bin eh nicht so überzufrieden mit den Röhren. Er klingt zu brav seit denen... hätte es gerne deutlich rauher, so wie mit Original-Besetzung. Aber vor neuen Endstufenröhren kommt, so oder so, erstmal n Speaker ;)
Dann hast du ein Schnäppchen gemacht - vorausgesetzt, der Amp funktioniert so, wie er soll.
Ich hab ihn nu 7 Jahre, kann ja sein, dass sich da was verschoben hat ;)
 
Auch ohne Fuzz, vielleicht liegt das aber auch an den Pickups, oder weil mittlerweile ich doch ein ausgeprägtes FX-Board habe, und eins der Effekte da Probleme macht...

Manche Zerrpedale sind da leider echt wahre Rausch-Booster. Wenn der Clean Kanal deutlich weniger rauscht, wenn du die Effekte alle rausnimmst (bzw. den parallelel Loop ausschaltest) und direkt mit der Gitarre in den Amp gehst, dann weißt du ja, dass es nicht am Amp liegt. Klassisches Ausschlussverfahren dann. Kann natürlich sein, dass der AOR anders reagiert und mit den Effekten besser klarkommt. Das weiß ich nicht.

Ich komm eigentlich super damit klar, ich denke sowieso, dass jeder Amp rauscht. Ist ja nicht Hi-Fi.

Das ist schon richtig. Ich muss mich bloß wundern, wenn manche so tun, als sei der JVM ohne Noise-Gate quasi unspielbar und würde einen Sonderstatus als "übermäßig stark rauschender Amp" einnehmen. Das kann ich halt nicht nachvollziehen. Außer eben aufgrund der von mir bereits genannten Dinge (schlechte Röhren, Bias nicht eingestellt, übermäßig viel Gain - wenn sonst alles ok ist mit dem Amp).

Wäre mal n Ansatz, oder gleich alles austauschen, bin eh nicht so überzufrieden mit den Röhren. Er klingt zu brav seit denen... hätte es gerne deutlich rauher, so wie mit Original-Besetzung.

Der Amp wurde im Preamp mit Shuguang 12AX7B designed. Wenn du genau das möchtest, dann würde ich zur Ruby 12AX7AC5HG+ raten. Das sind dann selektierte solche Röhren. Aktuell werden die JVMs mit "JJs" in V1, V4 und V5 ausgeliefert (wobei V1 die Inputröhre ist bei meiner Beschreibung und V5 der Phasentreiber). In der Endstufe waren früher SED =C= EL34, heute sinds Tung Sol. Mir gefallen die Ruby EL34B-STR am besten.
Ein Speakerwechsel kann wirklich viel bewirken. Das wird allgemeinhin sehr unterschätzt - so wie die ganze Box auch. Ich stelle fest, dass erst in den letzten Jahren Speaker und Box zunehmend mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Ich hab ihn nu 7 Jahre, kann ja sein, dass sich da was verschoben hat ;)

Ob da noch alles so ist, wie es sein soll, kann wohl nur ein Techniker feststellen. Wenn nichts Ungewöhnliches vorgefallen ist, dürfte da aber noch alles fit sein. Wenn immer noch die alten Endstufenröhren drin sind, würde ich die aber auf jeden Fall tauschen nach 7 Jahren. Zumindest mal ein neues Quartett kaufen und anhören. Wenn der Unterschied doch nicht so groß ausfallen sollte (was ich nicht glaube), dann kann man die alten ja drin lassen und hat nen Satz in Reserve. Das ist ohnehin empfehlenswert.
 
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@Myxin spricht mir da aus der Seele ...Ich finde Ursachenforschung und Behebung auch immer sinnvoll, bevor man mit irgendwelchen anderen Maßnahmen zu Werke geht ...

Genau das Problem hatte ich auch bei meinem H&K Trilogy mit dem Rauschen (aber nur im Lead-Channel als auch im Ultra-Lead Mode) ... nach ein bißchen "Vorstufenröhrungoptimierung" ist das deutlichw eniger geworden, so dass ich da jetzt auch sehr gut ohne Noise-Gate auskomme, solange ich nicht den Master auf unerträgliche Lautstärken aufreiße oder die Gain-Regler nicht extrem hoch ansetze ... :great:
 
Genau das Problem hatte ich auch bei meinem H&K Trilogy mit dem Rauschen (aber nur im Lead-Channel als auch im Ultra-Lead Mode) ... nach ein bißchen "Vorstufenröhrungoptimierung" ist das deutlichw eniger geworden, so dass ich da jetzt auch sehr gut ohne Noise-Gate auskomme, solange ich nicht den Master auf unerträgliche Lautstärken aufreiße oder die Gain-Regler nicht extrem hoch ansetze ... :great:

Ja, so kann das funktionieren.
Ich hab es auch schon mehrmals geschrieben: Marshall selbst liefert seit geraumer Zeit nichtmehr komplett mit Shuguang 12AX7B (die weißen mit Marshall Label drauf) aus, eben weil die Qualität der Vorstufenröhren so wenig konstant war. Da können sie noch so viel über die ach so tolle Selektion erzählen (wie es hier schon mal jemand gemacht hat). Es hat einen Grund, warum jetzt in V1, V4 und V5 andere Röhren sitzen.
Es ist halt schon erstaunlich. Bei vielen anderen Amps in der Preisklasse kaufen die Leute einfach gute Röhren und berichten über die Soundverbesserung. Beim JVM heißt es da lieber "der Amp ist schlecht designed, der rauscht ohne Ende"...
 
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Ich muss mich bloß wundern, wenn manche so tun, als sei der JVM ohne Noise-Gate quasi unspielbar und würde einen Sonderstatus als "übermäßig stark rauschender Amp" einnehmen.
Sehe ich auch nicht so. Genauso finde ich die OD Rots durchaus spielbar, wenn man den Gain Regler auch mal regelt und nicht nur aufdreht.
dann würde ich zur Ruby 12AX7AC5HG+ raten.
Die habe ich schon lange im Hinterkopf, machst ja genug Werbung für die ;)
Ein Speakerwechsel kann wirklich viel bewirken.
Ich brauch ja einen zweiten, meine 2x15 läuft grad mit einem Big Ben - da soll ein zweiter rein! Die beiden, JVM und Big Ben, sind übrigens ein unglaublich tolles Duo...
Ein Speakerwechsel kann wirklich viel bewirken. Das wird allgemeinhin sehr unterschätzt - so wie die ganze Box auch.
Mein Reden! Grade beim JVM kann man da imho viel falsch machen oder retten!
Wenn immer noch die alten Endstufenröhren drin sind,
Nah, die sind schon lange durchgebraten. Kann sein, dass die neuen auch langsam schon durch sind nach 4 Jahren, aber momentan liegen die finanziellen Prioritäten wo anders...
 
Das der Großteil der Amphersteller (Boutique- oder Edelware nehme ich da mal raus) schon lange nicht mehr das Optimum an Röhren ab Werk verbauen ist doch klar ... heutzutage spart man doch an allen Ecken und Enden beim Ampbau ... Warum sollte es da dann bei den Röhren anders sein? Und das eigene Firmenlogo kann man ja auch auf die billigsten zu bekommenden Röhren am Markt genauso drauf packen, wie auf teure wirklich selektierte ...

Edit: Aber ich glaube der Thread driftet gerade schon wieder vom eigentlichen Thema weg (auch wenn das gerade angeschnittene Thema recht interessant ist)
 
Sehe ich auch nicht so. Genauso finde ich die OD Rots durchaus spielbar, wenn man den Gain Regler auch mal regelt und nicht nur aufdreht.

Schau mal hier, OD2 Orange mit Gain auf 1. Volume 0,7 Bedroom Volume (wie er das wohl abgelesen hat *g*)



Mein Lieblingszitat von ihm: "yeah this amp is a Swiss army knife. Cheers"
(und ich schätze mal, der Mann hat Ahnung von Marshall Amps ; ))

Die habe ich schon lange im Hinterkopf, machst ja genug Werbung für die ;)

Ich finde die halt sehr gut, weil sie nicht so bissig in den Höhen klingen wie z.B. die TT12AX7 Classic. Ich mixe die Rubys aber am liebsten mit JJs. Eine reine JJ Bestückung "schmiert" mir bei dem Amp zu sehr. Die klingt eher in einem Mesa Rectifier gut, dort klingen dafür die Rubys AC5HG eher kreischig.
Kommt also auch immer auf den jeweiligen Amp an.

Kann sein, dass die neuen auch langsam schon durch sind nach 4 Jahren

Die Unterschiede merkt man erst, wenn man neue reinmacht. Der Verschleiß schreitet fließend voran, die werden nicht von heute auf morgen schlecht. Ich weiß schon, dass du das weißt, aber vielleicht der ein oder andere Mitleser nicht. Den "Aha-Effekt" gibt es halt dann, wenn man mal frische rein stopft - und natürlich den Bias einstellt.

Das der Großteil der Amphersteller (Boutique- oder Edelware nehme ich da mal raus) schon lange nicht mehr das Optimum an Röhren ab Werk verbauen ist doch klar ... heutzutage spart man doch an allen Ecken und Enden beim Ampbau ... Warum sollte es da dann bei den Röhren anders sein? Und das eigene Firmenlogo kann man ja auch auf die billigsten zu bekommenden Röhren am Markt genauso drauf packen, wie auf teure wirklich selektierte ...

Ich glaube schon, dass Marshall bemüht ist, sich gute Röhren schicken zu lassen, die SED =C= hätten sie ja auch nicht in die Endstufe packen müssen.
Im Grunde ist auch alles möglich, gerade bei den China Vorstufenröhren, das ist alles eine Frage der entsprechenden Bezahlung und wie man mit den Chinesen verhandelt. Die können 1A Qualität liefern, lassen sich aber auch nicht ausbeuten oder für blöd verkaufen. Wie man in den Wald hineinschreit... - so läuft das da ab. Marshall ist sicherlich ein guter Kunde, allerdings wird auch bei Marshall geschaut, dass man nicht unnötig Geld zum Fester rauswirft.
Hier ein sehr interessanter Artikel zu dem Thema (leider auch sehr ernüchternd...): http://la-economy.blogspot.de/2013/05/current-production-12ax7-tubes-ten-of.html
 
Schau mal hier, OD2 Orange mit Gain auf 1. Volume 0,7 Bedroom Volume (wie er das wohl abgelesen hat *g*)



Mein Lieblingszitat von ihm: "yeah this amp is a Swiss army knife. Cheers"
(und ich schätze mal, der Mann hat Ahnung von Marshall Amps ; ))

Nach dem Video habe ich mich mit dem Gainregler bei fast Linksanschlag auseinandergesetzt ;)
Ich finde seine Meinung zum JVM aber nicht irrelevant. Der Kerl hat die abgefahrensten Schätzchen bei sich rumstehen, findet den JVM aber auch super, eben weil er den Klang in einer modernen Art rüberbringen kann.
 
Mich würde ja sehr interessieren, was er zu einem gut gemoddeten JVM sagen würde. ^^
Aber er zeigt halt auch, dass es sinnvoll ist, Amps nach Gehör einzustellen und nicht unbedingt so, wie man es bei anderen gewohnt ist (also Regler auf eine bestimmte Stufe drehen...). Er nutzt für seinen "Plexi-Sound" auch ganz bewusst OD2 und nicht OD1, obwohl der OD2 Kanal vielen Leuten scheinbar nicht so gefällt wegen der tieferen Mitten-Center-Frequenz und des leicht tighteren Voicings im Bass Bereich (kleinerer Koppel C zum Gain Poti).
 
Nachdem ihr beide schon in diversen Threads eine JVM - 6100 Diskussion führt, finde ich, dass es sich nur mehr wiederholt und ihr eure Standpunkte dargelegt habt. Es ist meiner Meinung nach alles gesagt, vielleicht kann man daher mehr auf die Fragen der Threadersteller eingehen.

na komm, ich halte mich doch schon zurück und mal ganz ehrlich, manche Beiträge von Myxin hier, nutzen dem TE sehr wenig oder gar nichts.
Muss aber leider noch dazu sagen, da ich den Direktvergleich 6100 und JVM, bin ja eigentlich ob der Flexibilität des Amps auch heimlicher Fan ( bloß nicht vom Klang ), auch gemacht habe, mit einer guten V1 rauscht der 6100 erheblich weniger als der JVM.
 
Aber er zeigt halt auch, dass es sinnvoll ist, Amps nach Gehör einzustellen und nicht unbedingt so, wie man es bei anderen gewohnt ist (also Regler auf eine bestimmte Stufe drehen...).


Das mach ich schon lange den amp nach gehör einzustellen.Nach dem ich als anfänger auch aus meiner sicht den fehler gemacht habe ständig nach den regeler einstellungen der anderen zugucken egal ob bei youtube ,forum etc.

Was natürlich nicht heißt das man sich nicht mal anregungen holt.

Aber letztenlich war ich immer unzufrieden mit den abgegucketen regelerstellungen und dem sound.

Ich spiel z.b im zerrkanal mit wenig bass dafür mit viel mitten und höhen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie die Einstellungen dann klingen, hängt auch von der Gitarre, der Box/Speaker, von der Lautstärke und auch von der Raumakustik ab.
Alleine deshalb ist es schon nicht so sinnvoll, Einstellungen 1:1 zu übernehmen.
 
Wie die Einstellungen dann klingen, hängt auch von der Gitarre, der Box/Speaker, von der Lautstärke und auch von der Raumakustik ab.
Alleine deshalb ist es schon nicht so sinnvoll, Einstellungen 1:1 zu übernehmen.


Jep stimme ich dir zu, es liegt aber auch viel am spieler selber was bei dem einen gut klingt ist beim anderen nur matsch.Allein gleiche box aber anderer speakrr ist ein ziemlicher unterschied
 
Das stimmt natürlich auch, dass es Geschmackssache ist, was einem gefällt.
Mir ging es nur darum, wie und warum es dann objektiv gesehen anders klingen kann bzw. warum man nicht trotz gleicher Einstellungen den gleichen Sound haben muss.

Was ich noch vergessen habe: Die Potis haben auch Toleranzen von 20%, dh. selbst da wird man sich schwer tun, bei exakt gleicher Einstellung den gleichen Wert zu haben (von den anderen Bauteilen mal ganz abgesehen, die auch Toleranzen unterliegen).
 

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