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Thema: Fragen zu Snaregrößen und -materialien

  1. #1
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    Fragen zu Snaregrößen und -materialien

    Hey, das mag jetzt etwas nervig für manche Drummer sein, aber ich (Bassist) informier mich immer gern mal über Equipment für meine Mitmusiker. Die Marc Schulman Snare kommt ja als 13er und 12er. Ist damit der allgemeine Durchmesser gemeint? Und wie unterscheiden sich diese beiden Größen? Sucht man das einfach nach Geschmack aus oder empfiehlt sich die eine mehr für eine bestimmte Art von Musik als die andere? Die 6 Inch sind Höhe? Folgert daraus ein fetterer Ton?
    Geändert von derMArk (25.09.2011 um 17:50:55 Uhr)

  2. #2
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    Mit 13er und 12er ist tatsälich der Kesseldurchmesser gemeint. 6" ist die Tiefe (Höhe). Das ist vollkommen Geschmackssache. Es gibt Metaldrummer, die spielen mit einer 12x6" Snare. Es gibt Metaldrummer, die Spielen mit einer 14x4" Snare. Es gibt keine spezifischen Snares für bestimmte Stilrichtungen.

    Grundsätzlich kannst du sagen je mehr Volumen die Snare hat, desto mehr Klangvolumen hat sie Snare auch.

    Ein größerer Kesseldurchmesser bedeutet (bei gleicher Fellspannung) einen tieferen Ton. Es ist mehr Membranfläche vorhanden. Die Kessel ansich haben meist einen minimal kleineren Durchmesser, als die angegebene Zollgröße. Die Hersteller wollen sichergehen, dass die Felle auch passen.

    Eine tiefere Kesseltiefe bedeutet (bei gleicher Fellspannung) einen höhren Tieftonanteil am Gesamtklang. Der Klang wird meist als "wärmer" empfunden. Je tiefer der Kessel, desto mehr Energie wird benötigt. Die Entfernung von Felle zu Fell ist eben größer. Das hat zur Folge, dass der Teppich nicht mehr so sensible anspricht.

    Grundsätzlich muss man die Snare auf seine Bedürfnisse und auf die Bedürfnisse der Musik angepasst werden. Das beides geschiet immer in Kombination wobei, die persönlichen Bedürfnisse eindeutig im Fordergrund stehen.

    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

  3. #3
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    Vielen Dank fürs erklären.

    Jetzt habe ich mir erstmal ein paar Signature Snares angesehen im "unteren" Preissegment. Ich kenn das ja nur von den Saiteninstrumenten her, dass alles so bis 300 günstig ist. Ist es bei Snares auch so oder setzt man da mit anderem Maß an, weils ja nur ein Teil des Drumkits ist?

    Die Chad Smith von Pealr, diese Mark Schulman und die Joey Jordison. Die JJ ist ja sehr hoch und aus Stahl, vom Bass her kenn ich das gar nicht, sondern eben nur Holz *g* Ich kann mir vorstellen, dass Stahl richtig hell klingt, im Gegensatz zu Holz. Wird das dann eher für Musik verwendet, bei der man sich mehr durchsetzen muss? Und um einen Bogen zur Schulman zu schlagen, ist eine Holzsnare, wie seine Signature, dadurch unqualifiziert für eine Rock oder gar Metalband? Denn ich kenne Holzton eigentlich immer als wärmer, trotzdem kann ich mir vorstellen, dass man doch sicher auch mit so einer in einer Rockband spielen könnte, oder?

    Falls ich das Thema zu sehr in eine Richtung verbiege, sagt bitte bescheid, dann öffne ich nen eigenes Topic.

  4. #4
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    Ich habe das Thema mal ausgegliedert.

    Bei Drumequipment zahlst du in der Regel für den Namen drauf. Die Chad Smith und die JJ sind für den Preis ganz gute Snares. Allerdings bekommst du sie auch ohne diesen Aufdruck als normale Pearlsnare und bezahlst weniger. Es gibt Sachen, wie zum Beispiel das Chad Smith Sig. Set, welches absolut für die Qualität überteuert ist. Auch hochwertige Snare, wie die Steve Gadd Snare bekommst du günstiger, wenn nicht der Name der Künstler draufsteht.

    Wie gesagt, mach dich frei von irgendwelchen Musikrichtungen. Du kannst mit einer Stahlsnare genau so Rock und Metal spielen, wie mit einer Acryl- oder Holzsnare.

    Generell gilt:
    Stahl -> viele Obertöne und Hell
    Holz -> weniger Obertöne, dafür wärmer
    Acryl -> wenig Obertöne

    Es gibt ja noch andere Materialien wie Bronze oder Messing, aber man Besten ist immer man geht Probespielen und guckt, was einem besser gefällt. Jeder Drummer hat dort seine eigenen Vorlieben. Ob du nun Stahl oder Holz hast ist eh nur für den Live-Sound und den Sound hinter den Set wichtig. Sobald die abgenommen sind, hört man den Unterschied gar nicht mehr großartig. Es kommt nämlich viel mehr auf das Volumen, die Größe des Kessel, die Felle und deren Stimmung an.

  5. #5
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    Alles klar.

    Ich habe mir jetzt mal auf YT ein paar Soundsamples angehört. Zwischen Metall- und Holzsnare höre selbst ich einen deutlichen Unterschied. ^^ Metall hallt irgendwie auch nach, oder? Das fand ich etwas unangenehm fürs Ohr. Oder will man das so? Das Holz klingt angenehmer fürs Ohr, aber ich kann mir vorstellen, dass sich eine Metallsnare automatisch besser durchsetzt, seh ich das so bisher richtig?

  6. #6
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    Das ist richtig, dass Metallsnare mehr nachhallen. Sie haben mehr Obertöne.

    Zwischen Metall- und Holzsnare kann man Unterschiede hören, wenn sie Live und nicht abgemischt ist. Es kommt eben auf viele Faktoren an. Wie oben beschrieben auf die Befellung, die Gratung, die Fellstimmung, Größe des Kessels, etc... Diese Punkte sie viel ausschlaggebender.

    Wir hatten mal einen Rate-Thread wo jemand Soundsamples von Snare ohne Bild gepostet hat. Dann sollten die User erraten um welche der geposten Snare es ging. Viele haben absolut daneben gelegen, weil es so viele Varianten an Klängen gibt. Auch der Unterschied zwischen Holz und Stahl wurde nicht mehr erkannt.
    Kleines Snare-Ratespiel...

    Man kann eine Holzsnare mit demensprechender Befellung so zum Singen bringen, dass sie massig Obertöne hat, man kann aber eine Stahlsnare auch so Befellung und Stimmen, dass sie dumpf ist und keine Obertöne hat.

  7. #7
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    Also ist es wie mit allem Equipment: wenn man sich etwas für einen selbst passendes ausgesucht hat und damit beschäftigt, kann man damit in jede Richtung, die einem gefällt (solangs nicht komplett kurios ist)? ^^

  8. #8
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    Ganz genau Natürlich wirst du niemals mit einer Piccolo-Snare (geringe Tiefe) den Klang hinbekommen um mit einer Pipe-Snare (extreme Tiefe) mitzuhalten. Das ist physikalisch nicht machbar.

    Wenn man sich eine Snare kauft, gehört das Kesselmaterial trotzdem zu den Kriterien. Wenn auch nur zu einem kleinen. Der Kessel hat einen Eigenklang. Den kannst du hören, wenn du den Kessel (nur den Kessel) mit einem Finger anhebst und mit einem anderen Finger gegenklopfst. Dann hörst du den Grundklang des Kessels. Er bietet die Basis für das Instrument. Allerdings kann man halt, wie oben schon beschrieben, den Klang des kompletten Instruments sehr stark verändern.

    Natürlich ist vorausgesetzt, dass man weiß, welche Felle welchen Klang von sich geben und wie man richtig stimmt und bestimmte Ergebnisse zu bekommen.

    Wie du schon sagst, man sollte sich mit seinem Equipment beschäftigen, dann bekommt man sehr schnell eine ziemliche Klangvielfalt hin.

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