ePiano oder doch lieber gleich ein günstiges gebrauchtes K

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cheeseman
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Hallo,
ich möchte mir ein Tasteninstrument zulegen.
Am liebsten würde ich mir ein ePiano zulegen. Das Roland FP-4 z.B. gefällt mir sehr gut,
da er verschiedene Klänge hat, Rhythmen und man über Kopfhörer spielen kann.
Meine Frau möchte aber lieber ein richtiges Instrument haben: Ein Klavier.
Ich hatte 2,5 Jahre Keyboard Unterricht. Meine Frau und meine Tochter 4 Jahre hatten noch nie Unterricht.
Preisvorstellung: wollte nicht mehr als 1200 EUR ausgeben.
Frage: Klingt den ein Klavier so viel besser als ein ePiano (wie z.B. das Roland fp) ?
Lohnt sich den ein Kauf für ein gebrauchtes Klavier (so um die 1200 EU) überhaupt?
Oder klingen solche günstigen Klaviere einfach nur schlecht?
Macht es mehr Spaß auf einem Klavier als auf einem ePiano?

Die Klaviatur von ePianos sind ja auch (gute) gewichtete Tasten, Klang würde mir vollkommen ausreichen.
Oder warum sollte man sich doch lieber ein Klavier kaufen?
Was meint Ihr?

PS: Über die Suchfunktion habe ich leider nichts gefunden.

Gruß,
cheeseman
 
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Hallo Cheeseaman,

ein berühmter Mann (ich glaube, es war Chick Corea) hat einmal gesagt, daß jedes, auch das mieseste akustische Klavier sich "musikalischer" spielen läßt als das beste elektronische Instrument, weil es lebt und Rückmeldung gibt usw. usw.

Mittlerweile haben sich aber die Digitalklaviere so weiterentwickelt, daß man sie durchaus mit gutem Gewissen als Lern- und Übungsinstrumente empfehlen kann.

Beim Klang muß man zwei Dinge bedenken: Digitalpianos enthalten vor allem mehr oder weniger aufwendige Samples von Spitzen-Konzertflügeln, das wäre ja eventuell einem bescheidenen Klavier vorzuziehen. Aber die Klangabstrahlung über Lautsprecher hält keinem Vergleich mit einem akustischen Instrument stand! Punkt.

Wenn ich mir aber Euer Budget von 1200 Euro betrachte, wird man dafür wohl kaum ein vernünftiges (überholtes und technisch einwandfreies) Klavier bekommen. Gerade als Einsteiger sollte man einen Experten zu Rate ziehen, bei "günstigen Gebrauchtschnäppchen" können teure Reparaturarbeiten anstehen, die den Kaufpreis weit übersteigen. Zumindest der Transport und eine eventuelle Stimmung kosten auch noch einmal extra.

Und ich persönlich ziehe in Zweifel, daß ein schrottreifes Klavier, das vielleicht nicht einmal die Stimmung halten kann, übermäßige Spielfreude bereitet. Ich kenne da persönlich ein altes Erbstück, das dank defekter Oberdämpfermechanik (anfällig!) praktisch gar nicht mehr dämpft und der Rahmen einen Knacks hat und auch aufgrund defekter Stimmwirbel immer in kürzester Zeit total verstimmt ist. Zudem ist die Mechanik furchtbar träge und schwergängig. Kurz - das Ding ist für Spieler und Zuhörer schlicht eine Zumutung und wäre für einen nicht unerheblichen Geldbetrag wohl zu retten, wenn man wollte.

Schön, daß Deine Frau gerne ein "richtiges" Instrument hätte, aber bei dem vorgegebenen Budget müßte es sich schon um einen außerordentlichen Glücksfall handeln, wenn man ein ordentliches akustisches Klavier bekäme.
Ohne Fachurteil am besten eines Klavierbauers wäre ich da gaaaaaanz vorsichtig und rate Euch unter den gegebenen Umständen lieber zu einem digitalen Piano. Da weiß man ziemlich genau, auf was man sich einläßt ;)

@all: So, und jetzt schlagt mich!

Alternative: Mietkauf eines Klaviers.

Viele Grüße
Torsten
 
Danke für deine ehrliche Meinung.
Welche ePianos kann man denn für Anfänger neu wie gebraucht empfehlen zwischen 700 bis 1000 EUR ?
Vielleicht kann ich ja auch eins günstig gebraucht bekommen.
Blos welche sind zu empfehlen?

Danke,
cheeseman
 
Die wesentliche Frage ist da wohl, ob du unbedingt ein klavierähnliches Gehäuse (mit Holz usw.) brauchst und ob Lautsprecher eingebaut sein müssen. Grundsätzlich gilt: Holzverkleidung kostet relativ viel Geld, und eingebaute Lautsprecher sind meistens nicht besonders gut.
Ich persönlich bin ja der Meinung, dass man mit Stagepianos (also ohne Holz) in den meisten Fällen besser fährt als mit Homepianos (mit Holz), weil man fürs Geld meist eine bessere Tastatur und bessere Klänge bekommt. Allerdings muss man bei den meisten Stagepianos eben externe Lautsprecher anschließen, die natürlich auch bezahlt werden wollen. Trotzdem halte ich diese Lösung für die bessere, jedenfalls wenn man die vielleicht nicht vollständig wohnzimmertaugliche Optik verschmerzen kann.
Allgemein würde ich allerdings noch empfehlen, bei deinem ursprünglichen Budget von 1200€ zu bleiben. Gerade dort befindet sich nämlich der zweite größere Qualitätssprung. Der erste liegt bei um die 600€ (Sprung von "Schrott" zu "brauchbar") und der zweite bei rund 1200€ ("brauchbar" zu "gut"), jeweils etwa +/-100€. Wobei sich das jetzt nur auf Stagepianos bezieht, nicht so sehr auf Homepianos, da liegen die Grenzen höher.

Meiner Ansicht nach kommen für dich folgende Geräte in Frage: Kawai ES6 und Roland FP4 und etwas teurer Yamaha P155 (die haben sogar alle interne Lautsprecher).
Ohne Lautsprecher gibts in der Preisklasse noch Kawai MP5 und Yamaha CP33, aber zumindest das MP5 ist dem ES6 soweit ich weiß nur in einigen bühnentechnischen Aspekten überlegen, die für dich ja eher unwichtig sind.
Wenn es doch ein Homepiano sein soll, kommen die jeweils kleineren Modelle der Kawai CN-Serie, der Roland HP-Serie und der Yamaha CLP-Serie in Frage, wobei da teilweise schon ein gewisses Verhandlungsgeschick gefragt sein dürfte, um den Preis auf 1200€ zu bringen... Übrigens: Bei den Homepianos variieren die Preise häufig allein mit der Holzart. Dabei gibts teilweise Unterschiede im dreistelligen Bereich.

Grundsätzlich ist es bei all diesen Geräten so, dass du nicht wirklich etwas falsch machen kannst. Die großen Firmen (im Prinzip die genannten drei plus Casio, die allerdings nur in den unteren Preisklassen wirklich vertreten sind) liefern hier allesamt gute Geräte. Die endgültige Entscheidung musst du ganz subjektiv treffen, bzw. du und der Rest deiner Familie, sinnvollerweise ;) Man kann (und sollte!) diese Entscheidung nach Gefühl treffen und sich dabei nicht von irgendwelchen Feature-Listen oder ein paar Euro Preisunterschied blenden lassen. Such dir einen Laden, der möglichst viele Modelle hat, und probiere einfach alle aus, dann wirst du merken, dass einige Kandidaten sehr schnell aus der Auswahl fliegen, weil sie dir einfach garnicht zusagen. Mit ein wenig Geduld und vor allem jeder Menge ausprobieren kann man dann aber das perfekte Gerät für sich finden. :)
 
Hallo cheeseman,

ich sehe es auch so, dass ihr mit einem Digitalpiano erstmal besser beraten wärt. Gerade, wenn deine Frau+Kind noch nie Unterricht hatten und sich evt. da erstmal ran"tasten" ;) wollen, wäre ein echtes Klavier rausgeschmissenes Geld - wenn du überhaupt ein ordentliches für das Geld bekommst.

Ich kann dir die Digitalpianos von Kawai ans Herz legen. Wenn es nicht unbedingt eine "große Kiste mit Holz" sein muss, wärt ihr evt. mit dem ES-6 gut bedient, das ist ein - ich nenne es so - "halbes Stage-Piano" mit eingebauten Lautsprechern, das sehr portabel ist und genau in deinem Preisrahmen liegt, fehlt nur noch ein Ständer.

Die Sounds treffen bei Kawai genau meinen Geschmack. Schaut es euch mal an!

Gruß
Add
 
Danke für Einschätzung und Erklärungen. Jetzt bin ich schon etwas schlauer.
Aber: Für mich und erst recht meiner Frau kommen Stagepianos + Boxen, Verstärker etc.
auf keinen Fall in Frage, auch wenn man vielleicht mehr für das Geld bekommt.
Dann würde ich mir lieber ein Klavier kaufen oder eben das Roland FP-4 mit einem klavierähnlichen Ständer.
Ich habe im Internet folgendes Klavier gefunden was uns "rein äusserlich" sehr sehr gut gefällt.
Oder lieber Finger weg davon?

Link: http://cgi.ebay.de/Weisses-Klavier-Piano-von-Roth-Junius-Sitzhocker-weiss_W0QQitemZ230358849020QQcmdZViewItemQQptZTasteninstrumente?hash=item35a27515fc&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=65%3A12%7C66%3A2%7C39%3A1%7C72%3A2134%7C293%3A1%7C294%3A50

Werden heute mal in ein Klaviergeschäft gehen, die aber auch ePianos von Yamaha haben.
Da werde ich erstmal den Klang und das Spielgefühl testen. Bin sehr gespannt :)

Gruß,
cheeseman
 
Aber: Für mich und erst recht meiner Frau kommen Stagepianos + Boxen, Verstärker etc. auf keinen Fall in Frage, auch wenn man vielleicht mehr für das Geld bekommt.
Ich hatte es schon befürchtet... ;)

Dann würde ich mir lieber ein Klavier kaufen oder eben das Roland FP-4 mit einem klavierähnlichen Ständer.
Das FP4 wäre ja auch in Ordnung, stand ja auch in meiner Liste. Ist wahrscheinlich von der technischen Seite auch immer noch eine bessere Wahl als die meisten Homepianos.
Was das Klavier angeht kann ich meinen Vorrednern aber auch nur zustimmen: Zu dem Preis brauchst du extrem viel Glück, ein passendes gebrauchtes Klavier irgendwo zu kriegen. Alternative wäre eben der Mietkauf.

Nun, mehr als "rein äußerlich" kann man das wohl auf 'nem Foto nicht beurteilen ;) Bei einem privaten Gebrauchkauf sollte man auf jeden Fall überlegen, einen Klavierbauer mitzunehmen und den das beurteilen lassen. Das lässt er sich zwar bezahlen, aber es ist definitiv gut angelegtes Geld. Wenn das Klavier Schrott ist, verlierst du nämlich richtig Geld.

Werden heute mal in ein Klaviergeschäft gehen, die aber auch ePianos von Yamaha haben.
Da werde ich erstmal den Klang und das Spielgefühl testen. Bin sehr gespannt :)
Ich kann nur nochmal betonen, dass es nicht ausreicht, sich nur die Digitalpianos einer Marke anzuhören. Sie unterscheiden sich eben vom Klang und Spielgefühl her doch enorm. Lass dich also nicht abschrecken - vielleicht gehörst du ja zu den Leuten, die mit Yamaha garnicht klarkommen. Dann wäre es aber schade, diese Meinung ungeprüft auf "Digitalpianos allgemein" auszuweiten ;)

Am Rande: Der Begriff "E-Piano" ist etwas anders besetzt, meint also nicht die Geräte, über die wir hier reden. Ein E-Piano ist üblicherweise ein elektromechanisches Gerät (wie z.B. die bekannten Rhodes, Wurlitzer und Co.). Die heutigen Klavierersatz-Geräte bezeichnet man üblicherweise eher mit "Digitalpiano" (also Oberbegriff zu Stagepiano und Homepiano).
 
Hallo nochmal,

Ich hatte es schon befürchtet... ;)
wobei sich mir - abgesehen von der Stagepiano-Optik - der Eindruck aufdrängt, Deiner Frau geht es eher um ein Möbelstück als ein Instrument (das ist jetzt nicht böse gemeint, muß einfach nur bei der Entscheidungsfindung berücksichtig werden!). Es gibt aber (als Extremfall) auch optisch wunderschöne Jugenstil-Klaviere, die leider nicht mehr spielbar sind.
Distance hat uns erklärt, wie man mit minimalem finanziellem Aufwand ein musikalisches Maximum erreichen kann. Wohnzimmertauglich ist das freilich weniger ;)

Nun, mehr als "rein äußerlich" kann man das wohl auf 'nem Foto nicht beurteilen ;) Bei einem privaten Gebrauchkauf sollte man auf jeden Fall überlegen, einen Klavierbauer mitzunehmen und den das beurteilen lassen. Das lässt er sich zwar bezahlen, aber es ist definitiv gut angelegtes Geld. Wenn das Klavier Schrott ist, verlierst du nämlich richtig Geld.
Ich glaube, bei dem genannten Klavier ist ein Klavierbauer vor Ort weniger nötig, denn es handelt sich ja um ein nur wenige Jahre altes Instrument. Eventuell könnte sein allgemeines Fern-Urteil zum Thema aufschlußreich sein. :D
Zur Info: Bei der Marke "Roth & Junius" handelt es sich um einen alten westfälischen Traditions-Klavierbauer, der im Zuge einer Insolvenz allerdings in der 80er Jahren von Ibach übernommen wurde. Kurzzeitige Wirren (Ibach-Zusammenarbeit mit Korea in Form von Young Chang und Daewoo), auf jeden Fall Auslagerung der "Roth & Junius"-Produktion nach Korea, später (beim vorliegenden Klavier) wahrscheinlich China (ohne Gewähr) bis zur Einstellung der Ibach-Produktion 2007 (schade!).
Während andere "Chinakracher" wie die berüchtigten Hemingways im Digitalpiano-Bereich Spitzeninstrumente versprechen, ist Roth & Junius wenigstens so erhlich (besonders deutlich in der englischsprachigen Firmengeschichte) zuzugeben:

"Of course, the todays ROTH & JUNIUS pianos are not build in Hagen," - ja. aber wo? Ich glaube, China.

"and they are not comparable with the first-class instruments of RUD. IBACH SOHN." - aha. Kein Vergleich zu den erstklassigen Ibach-Instrumenten. Das ist deutlich für einen eigentlichen Werbetext, finde ich.

Kurz: der schöne, traditionsreiche Name "Roth & Junius" riecht in diesem Falle stark nach Billig-Chinaware.
Schau Dir mal eine Klaviermechanik wie hier abgebildet an (die natürlich viel komplexer ist als auch die besten Digitalpiano-Mechaniken):

RennerModel-upright-450.gif


Und jetzt stell Dir vor, daß 88 dieser kleinen Wunderwerke in einem Klavier stecken. Plus die übrigen "Kleinigkeiten", Saiten, Rahmen, Resonanzboden, Möbelstück drumrum usw.
Dann stell Dir vor, daß solch ein hochkomplexes Instrument, bei dem es in extremem Maße auch auf Feinjustierung und das perfekte Zusammenspiel aller beweglichen Teile ankommt, für einen Neupreis von 2200 Euro angeboten wird.
Das halte ich auch bei Billiglohn-Fertigung für grenzwertig.:gruebel:

Wie die Sachlage ist, kann man Dir wirklich nur raten, ein paar digitale Homepianos der gewünschten Preisklasse zu testen. Casio, Roland, Yamaha, Kawai, Korg bauen alle keine schlechten Instrumente und der persönliche (und sehr individuelle!) Geschmack sowohl optisch als auch klanglich/spieltechnisch sind hier das ausschlaggebende Kriterium.

Viel Glück bei der Entscheidungsfindung
Torsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Meinungen scheinen hier ja ziemlich gegen ein "richtiges" Klavier zu stehen. eigentlich schade, aber auch nachvollziehbar. Es ist wirklich kein bös gemeinter Hinweis, dass unbedingt ein Fachmann beim Kauf eines Pianos im Spiel sein muss, also entweder Kauf beim Fachhändler Deines Vertrauens oder wenn von privat, dann unter Hinzuziehen eines Fachmanns, z.B. Klavierstimmer, den man nach dem Transport eh benötigt.

Der Hinweis von Torsten ist sehr interessant...
ein berühmter Mann (ich glaube, es war Chick Corea) hat einmal gesagt, daß jedes, auch das mieseste akustische Klavier sich "musikalischer" spielen läßt als das beste elektronische Instrument, weil es lebt und Rückmeldung gibt usw. usw. ...
Aber ob dies auch für Anfänger gilt, mag ich bezweifeln. Man ist zum einen noch gar nicht so sensibilisiert, dass man das genauso empfindet, zum anderen ist es nicht gerade förderlich, wenn das Klavier von schlechter Qualität ist, wo man als erfahrener Spieler ganz anders reagieren kann. Im Worst Case verlierst Du schnell die Lust, und die ganze Geschichte hat sich dann eh erledigt, was wirklich schade wäre.

Ich vergleiche das gerne mit einem Gitarrenanfänger, der auf einer billigen Gitarre anfangen soll, wo die Saitenlage alles andere als Optimal ist, mehr Kraft verlangt als nötig, ständig nachgestimmt werden muss, und doch nicht bundrein ist - und der Schüler genau deswegen das Handtuch schmeißt. Hätte er eine bessere gehabt, was ihm den Anfang erleichtert würde er vielleicht immer noch spielen. Gibst Du dieselbe Gitarre einem versierten Gitarristen, schimpft der zwar, ist aber trotzdem in der Lage was vernünftiges da raus zu holen.

Ich möchte noch einen anderen Aspekt einwerfen, der gerade bei der Anschaffung eines richtigen Klaviers bedacht werden muss:
1. Habt Ihr eine Wohnung oder ein Haus?
2. Nachbarn, die sich vielleicht gestört fühlen könnten?
3. Eigentum oder Miete?

Es wäre wirklich schade, wenn Ihr ein Klavier anschafft, sich dann rausstellt, dass die Nachbarn sich durch das Proben gestört fühlen. Möglicherweise schränkt es Euch auch selber ein, wenn ich höre, dass Ihr evtl. alle drei da drauf spielen wollt. Zu welchen Zeiten ist das überhaupt möglich? Dann steht's im Wohnzimmer, wo der Partner Fernsehen will, was nicht geht, weil's natürlich zu laut ist.
Eine Problematik, die mit dem Digitalpiano kein Problem ist, weil man über Kopfhörer üben kann.
Ihr wohnt zur Miete? Wann zieht Ihr das nächste mal um? Kann man das Klavier mitnehmen? Kosten für den Transport, Kosten für das erneute Stimmen, ganz davon abgesehen muss man je nach Alter des Klavier's und den räumlichen Gegebenheiten, in erster Linie Klimatisierung, Luftfeuchtigkeit und so, das Klavier mehr oder weniger oft, ca. alle 1-2 Jahre einmal stimmen lassen, was jedesmal ca. 75-150 EUR kostet. Bei einem DP nicht nötig.
 
Hallo Cheeseman

Ich habe ein Yamaha DGX-630 Digitalpiano und ein neues Yamaha PX 124 Klavier.
Als das PX 124 vom Laden kam und zum erstenmal gestimmt waurde war es ein Traum! Aber schon nach 2 Monaten hat es begonnen sich (ganz leicht) zu verstimmen und dann war der Glanz wie weg. Ich habe mich dann wieder dem DGX zugewandt und realisiert, was für ein tolles Ding dieses Digitalpiano ist. Es hat eingebaute Lautsprecher und 88 Tasten. Der Klang ist vom Besten was es im Moment auf dem Markt gibt und es kostet nicht allzuviel. Dann hat es eine kleine Rhytmus-Abteilung, die ganz schön swingt, wenn man es mal haben will.
Ich finde, auf jeden Fall ist ein modernes Digital- einem mittelmässigen Gebrauchtpiano vorzuziehen. Dies gilt für Leute, die aus Spass musizieren. Wer sich professionell mit Tasten befasst, kommt natürlich nicht um den Kauf eines 'echten' Klaviers, oder Flügels herum.
Gruss von Etienne
 
Der Klang ist vom Besten was es im Moment auf dem Markt gibt und es kostet nicht allzuviel.
Spätestens bei der Kombination in diesem Satz müsste dir doch eigentlich auffallen, dass da irgendwas nicht stimmen kann, oder?
Mit andern Worten: Das ist Blödsinn. Mit dem "Besten auf dem Markt" hat der Klavierklang eines DGX ungefähr garnichts zu tun.
Sorry für die harten Worte, aber das muss ganz klar so gesagt werden!
 
Ich habe ein Yamaha DGX-630 Digitalpiano und ein neues Yamaha PX 124 Klavier.
Als das PX 124 vom Laden kam und zum erstenmal gestimmt waurde war es ein Traum! Aber schon nach 2 Monaten hat es begonnen sich (ganz leicht) zu verstimmen und dann war der Glanz wie weg.
Ich weiß nicht, wie deine Situation genau war, möchte aber "fürs Archiv" darauf hinweisen, dass die Stimmhaltung akustischer Klaviere und Flügel von verschiedenen Faktoren abhängt. Nicht immer ist das Instrument schuld ;)
 
Hallo zusammen
mmh, da bin ich ja in was hineingeraten..
Ich finde halt das DGX tönt wirklich für mein Ohr sehr gut und vom Spielgefühl her ist es auch prima.
Und eben, es ist günstig. Morgen gibt es sicher wieder was noch-Besseres.
Re: Stimmhaltung. Damit wollte ich nicht die Qualität vom Klavier bewerten sondern lediglich sagen, dass sich jedes akustische Instrument verstimmt. Wenn ich reich wäre, würde ich mir einen persönlichen Klavierstimmer zutun. Denn mit der Stimmung ist es wie mit dem Aussehen einer Frucht - der Zahn der Zeit nagt unaufhaltsam.
Grüsse
Etienne
 
Re: Stimmhaltung. Damit wollte ich nicht die Qualität vom Klavier bewerten sondern lediglich sagen, dass sich jedes akustische Instrument verstimmt. Wenn ich reich wäre, würde ich mir einen persönlichen Klavierstimmer zutun. Denn mit der Stimmung ist es wie mit dem Aussehen einer Frucht - der Zahn der Zeit nagt unaufhaltsam.

Wobei neue oder transportierte Instrumente grundsätzlich anfangs öfters gestimmt werden müssen. Wenn sich im Laufe der Zeit das Instrument an die äußeren Einflüsse gewöhnt hat muss nicht mehr ganz so oft nachgestimmt werden. Mein Klavier wird alle 1 bis anderthalb Jahre gestimmt, immer einige Wochen nach dem an oder ausschalten der Heizung.

Zum Thema...
Falls ein echtes Klavier noch in Frage kommt, könntet ihr auch mal bei einigen Klavierstimmern bei euch in der Gegend anrufen und nachfragen, ob er vielleicht Kunden hat, die ihr Klavier loswerden wollen. Der wird euch dann auch wahrscheinlich ehrlicher aufklären über den Zustand eines Instruments als ein Händler der geschäftliche Interessen hat.

Falls es zum Kauf eines Instrumentes kommt, wäre es, je nach deinem Spielniveau, vielleicht auch eine Idee den Klavierlehrer zu bitten, mit zum Geschäft zu fahren.
Das kostet dich dann vielleicht ein paar Zehner, aber der kann vielleicht besser einschätzen, welches Gerät für dich am besten geeignet ist.
Mich hätte das vor einigen Fehlkäufen bewahren können....
 
Nachtrag zum Thema Digitalpiano gegen Klavier.
Cheeseman, falls Du Dich für ein Digitalpiano entscheidest, ist es vorteilhaft, eines mit eingbauten Lautsprechern zu wählen.
Dann hörst Du den Klang immer nahezu zentral, 'quasi in Deinem Kopf'.
Beim Kopfhörer auch, aber Kopfhörer sind mit der Zeit lästig.
Ich finde, es ist ziemlich wichtig für den Spiegenuss, dass Du die einzelnen Töne einigermassen verteilt im links/rechts-Spektrum hörst.
Es gibt sehr gute Digitalpianos, die jedoch über keine eingebauten Lautsprecher verfügen. Dabei gibt es oft Probleme mit dem Stereobild, resp. des Wahl von Lautsprechern und deren Position.
Gruss
Etienne
 
Hallo,

vielleicht könnt Ihr mir ja auch helfen!!!???

Ich würde gerne Klavier spielen lernen.Nur jeden den ich bis jetzt gefragt habe(keine Experten),
rät mir mit Keyboard anzufangen.Kann ich denn wenn ich Keyboard spielen kann auch Klavier spielen???
Vom Keyboard bin ich eigentlich nicht so überzeugt.
Ist Klavier sehr viel schwerer zu lernen???

Ich muss dazu sagen,dass ich nicht eine Note kenne u noch nie ein Instrument gespielt habe.

Vielleicht habt ihr ja einen Tip für mich!?

Ich danke Euch!

MfG
 
Zu der Frage "Keyboard oder Klavier lernen" möchte ich anmerken, daß ein späterer Wechsel von Keyboard auf Klavier viel schwerer ist als umgekehrt. Wenn dir nicht von vornherein klar ist, daß du nur Keyboard spielen willst, würde ich dir auf jeden Fall zum Klavier raten.
 
Versuchen wir doch einmal, die beiden Begriffe: Keyboard- vs. Klavierspielen zu definieren, was man üblicherweise darunter versteht. Im Grunde fängt es schon beim Begriff "Keyboard" an, schwierig zu werden, weil hier alles drunter fallen kann, was schwarze und weiße Tasten hat. Normalerweise meint man aber mit "Keyboard" das Tasteninstrument, welches über eine Begleitautomatik verfügt, so dass man in der Lage ist, die gesamte Palette von Drums über Bass und Begleitinstrumente abzudecken. Übliche Bezeichnung: Arranger- oder Entertainerkeyboard.

Klavierspiel: Du spielst mit beiden Händen unabhängig Tonfolgen, entweder nach Noten oder auch Liedbegleitung, wobei die linke Hand mehr den Begleitpart übernimmt, sowohl rythmisch als auch von der Harmonik und die rechte Hand mehr für die Melodieführung zuständig ist.

Keyboardspiel: Du spielst ähnlich wie auf dem Klavier, wobei die linke Hand sich mehr auf das Greifen von Akkorden - manchmal auch eine Art Ein-Finger-Automatik - beschränkt, und dadurch dass man dort eine Hold-Funktion nutzt, d.h. einmaliges Anspielen des Akkordes, und bis zum nächsten Akkordwechsel hast Du im Prinzip die Hand frei, um Fills, Intros, Endings zu bedienen, d.h. die linke Hand übernimmt auch meist noch die technische Bedienung des Keyboards. Die rechte Hand spielt üblicherweise das, was auch die rechte Hand beim Klavier macht.

Unterschiede zum Klavier sind beim Keyboard hauptsächlich, dass man deutlich weniger mit einer Anschlagsdynamik arbeitet. Vor allem in der linken Hand wird das so gut wie gar nicht benötigt. Das eine oder andere Instrument hat zwar auch hier die Möglichkeit eines interaktiven Verhaltens, was sich aber höchstens auf 3 Stufen beschränkt. Ähnlich in der rechten Hand, wo man gegenüber einem Klavier bei weitem nicht die feinen Stufen eines dynamischen Anschlagsverhaltens benötigt. Die wenigsten typischen Arranger-Keyboards haben eine 88er Tastatur mit Hammermechanik. Einige DPs haben mittlerweile auch eine Begleitautomatik drin, sind aber nicht für den Zweck, sie als Alleinunterhalter-Keyboard einzusetzen, konzipiert.

Wenn Du also mit Klavier angefangen hast, wirst Du in der Regel alle Grund-Facetten des Klavierspielens kennengelernt haben, und bist dann auch in der Lage auf einem Keyboard zu spielen, wenn Du Dich dann an die leicht- oder nicht-gewichtete Tastatur gewöhnt hast, was recht schnell geht. Kommst Du vom Keyboard, ist Deine linke Hand typischerweise nicht für das Klavierspiel ausgebildet, weil dort doch mehr als nur Akkordedrücken gefordert ist. Auch wirst Du Dich nicht so schnell an die gewichtete Tastatur gewöhnen wie das umgekehrt der Fall ist.
 

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