Wer spielt ohne Pedale, direkt in den Amp und wieso?

  • Ersteller Blade Runner
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Wer sich übrigens wundert, warum ich mein Pedalboard hier gepostet habe... Das sollte eigentlich in den Amp1 thread gehen... Es war nach einem langen Arbeitstag mit Intervalltraining, dann Rotwein und Pedalboardaufbau, da war ich irgendwie geistig abwesend... Gestern hätt ich wohl besser meinen Internetführerschein abgegeben.
 
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... der eine oder andere [verzichtet] ganz auf Effekte. Also, wer macht das so und wieso dieser Purismus und in welche Musikrichtung seid Ihr dabei unterwegs?

Ich zum Beispiel; zum Einen weil ich nicht in den "High-Gain-Welten" unterwegs bin und den originalen Gitarren/Ampsound mag - zum Anderen, weil etliche Jahre Bühnenerfahrung mich gelehrt haben, Fehleranfälligkeiten zu minimieren.
Und das heißt: Keine unzähligen Mini-Steckverbindungen für die Spannungsversorgung der Treter und nicht Dutzende von Klinkensteckerverbindungen, die immer dann herumknarzen, wenn man sie braucht. Oder oxidieren bzw. korrodieren, weil die Proberäume feucht und schlecht beheizt sind, o.ä.

In der Konsequenz habe ich meine (wenigen) Treter in Rente geschickt und ganz auf die Gitarre bzw. den Amp gesetzt. Die müssen jetzt "meinen" Sound bringen und der Amp darf ruhig einen 2. Kanal für Crunchiges haben und meinetwegen auch einen Chorus bzw. etwas Hall. Das reicht mir.
 
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Bei mir wechselt es ständig: einerseits mag ich den puren Gitarre/Amp-Sound, aber andererseits ist etwas mehr Variabilität und Vielschichtigkeit hier und da kein Fehler.

Im Prinzip hängt es bei mir hauptsächlich davon ab, welchen Amp und in Welcher Situation ich spiele: am Soldano möchte ich nichts haben, außer vielleicht etwas Delay für Soli, am Fender fehlt mir meistens der Dreck, also kommen da Zerrer/Booster dazu, am Vox "brauche" ich dringend einen Treblebooster... und mein Mesa MarkII-25 braucht einfach nichts!

Klar kommt das VH-Besteck am JMP-Marshall schon extrem geil: Booster, Phaser, Delay, Hall... aber "brauchen" tu ich das in einer regulären Bandbesetzung (Drums, Bass, Keys oder 2. Gitarre) nicht.

Im Moment bin ich allerdings öfters in Triobesetzung unterwegs und da macht hier und da ein etwas ausgefallener Effekt wie Leslie, Tremolo, Vibrato, Orgelsim,... schon was her. Es wird etwas weniger "langweilig" für das Publikum und die Band- so bilde ich mir das jedenfalls ein.

Da ich aber große Pedalboards aus den selben Gründen, wie @Bully51 - nicht besonders mag, bin ich froh, kürzlich das Zoom MS50G geschossen zu haben! Eine sehr coole "Kann-Alles-Box"!
Mein altes Board hatte sich ausgerechnet in einem Solo-Spot verabschiedet. Im Nachhinein fand ich heraus, dass eine Kabelverbindung den Fisch gemacht hatte und ich ganz, ganz wenig Signal (=Gain) hatte, wesshalb das Solo sowas von in die Hose ging. Ähnliches ist bei meinem Rack schon passiert.

Seither gilt jedenfalls: so wenig wie möglich!
 
[...]
Seither gilt jedenfalls: so wenig wie möglich!
Stratspieler hat eine gitarre - kabel - amp. das ist so wenig wie möglich

...etwas Delay für Soli, am Fender fehlt mir meistens der Dreck, also kommen da Zerrer/Booster dazu, am Vox "brauche" ich dringend einen Treblebooster...
... VH-Besteck am JMP-Marshall: Booster, Phaser, Delay, Hall...
... ein etwas ausgefallener Effekt wie Leslie, Tremolo, Vibrato, Orgelsim,..
... Zoom MS50G! Eine sehr coole "Kann-Alles-Box"!
[...]
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Rivera KR7 - Mesa Boogie Caliber 50+ - Soldano HotRod 100+ - Vox AC4TV - Eventide Time Factor - Taylor 114 CE - Grace Gilet 00014CE - Les Paul Bausatz "Trudy" - Schlaggitarre Gretschyfied -Reparatur und Umbau
:ugly:
 
Stratspieler hat eine gitarre - kabel - amp. das ist so wenig wie möglich

Ich sprach nur von MIR. Mein ehemaliger Lehrer spielte/übte zuhause immer nur mit Gitarre; OHNE Kabel und OHNE Amp. Das ist mir dann doch etwas zu spartanisch ;)

Den 2. Teil deines Posts habe ich nicht verstanden, aber ich vermute, es geht um mein GAS?
 
nee, es ging um die lücke, die zwischen dem ersten und dem zweiten zitat klafft.
das fand ich (unfreiwillig?) komisch, vor allem in ausgerechnet diesem thread :)
 
Ich spiele öfters gerne ohne irgendwelche Pedal mit meiner Gibson Les Paul direkt an meinen VOX AC15. Der verzerrte Sound klingt einfach so gut, dass es gar keine weiteren Pedale braucht.
 
Vielleicht kann man auch unterscheiden in klangformende Effekte und räumliche/modulierende Effekte? Ich spiel so gesehen meinen Amp ja auch pur und gebe nur ein wenig Delay und Chorus hier und da hinzu.
 
Bei mir wechselt es ständig: einerseits mag ich den puren Gitarre/Amp-Sound, aber andererseits ist etwas mehr Variabilität und Vielschichtigkeit hier und da kein Fehler.

Wo ist da der Gegensatz?

Oder anders gefragt: meinst Du, dass insbesondere "Vielschichtigkeit" durch den Einsatz von Effekten geschaffen wird?
 
Wo ist da der Gegensatz?

Oder anders gefragt: meinst Du, dass insbesondere "Vielschichtigkeit" durch den Einsatz von Effekten geschaffen wird?

Ganz einfach: Gitarre und Amp haben eben so viele Parameter zur Veränderung des Klangs, wie eben vorhanden sind (Regler Gitarre, Regler Amp, Spieltechnik,...)

Das deckt zwar vieles ab, aber ein Zerrpedal, Booster, Delay, Modulationen usw. erweitern einfach das Klangspektrum. Es kann das ganze etwas interessanter gestalten. Muss ja nicht gleich der 80´s Prozessed-Sound sein (wobei ich den auch mal mochte)

Mein Problem ist, dass ich beides toll finde: der reine, pure Ampsound und ein paar Effekte hier und da. Mein Problem ist, dass der reine Ampsound schon etwas anders klingt, wenn etwas vor oder im Amp im Signalweg sitzt*.

Allerdings gehe ich diesen "Soundverlust" ein, wenn ich ein Echo/Hall owai nutzen möchte/muss.

Das ist eben meine persönliche Einstellung zu diesem Thema.

* und nein; True Bypass, Relais-Bypass-Looper oder Line Mixer tun´s für mich auch nicht und umständlich ist es auch. Von den potentiellen Fehlerquellen ganz abgesehen ;)
 
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Nein, ich meinte: Wenn ich ein Delay in der Kette hab, spiele ich ja trotzdem mit dem unveränderten Ampsound, sofern das Delay nicht krass färbt - was es meiner Auffassung nach auch nicht sollte.

Gut, ein Chorus verwascht den Sound schon wieder, arbeitet aber im Endeffekt auch mit dem vorhandenen Sound.

Aber ein Zerrpedal liefert einen komplett neuen Sound.

So meinte ich es.
 
ich verstehe dich schon!

mir geht es aber auch um die Psyche: wenn ich NUR Gitarre und Amp habe, fühle ich mich direkter "im Sound" und mit der Band verbunden. Ich meine, mich besser auf´s spielen konzentrieren zu können und muss nicht dauernd ans Umschalten denken.

Den Aha-Effekt hatte bei dem oben erwähnten Totalausfall mitten im Konzert.
 
Ja, das stimmt schon. Ähnlich ist mir das auch schon passiert, da war ich ganz froh, dass ich ziemlich fix reagieren konnte. Das ist schon schwieriger, wenn die Sache zu sehr aufgeblasen ist. Ich will nie abhängig von Effekten sein. Und das sag ich, als Rackuser mit zwei Preamps + Effektmulti. :D Aber meine Effekte sind mit nem Looper eingebunden und ich kann sie jederzeit komplett aus der Kette nehmen.
 
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wenn man einen guten amp hat, kommt es mir immer vor als würde man den sound durch ein pedal verschlechtern... ich bin aber auch minimalist und spiele auch eher ungern mit effekten :) aber generell gibt es hier (wie bei so vielem) auch nicht DIE antwort. das muss immer jeder für sich selbst entscheiden...
 
Ich hatte bisher zwei Effekte, die den Sound tatsächlich negativ beeinflusst haben. Ansonsten gab's da noch nie Probleme.
 
wie gesagt, das sieht halt jeder anders und ist wahrscheinlich auch immer sehr subjektiv. verschlechtern war jetzt vielleicht auch etwas übertrieben, mir gefällt der sound meines amp halt besser ohne pedale.
 
Wer findet Steve Lukathers, oder Joe Bonamassas Sound schlecht? Gute Amps haben beide
 
Wer findet Steve Lukathers, oder Joe Bonamassas Sound schlecht? Gute Amps haben beide

Lustig, dass du Luke erwähnst: mir gefällt sein oberprocessed sound (kingdom of desire& seventh one) besser, als sein aktuelles Bogner-set.

Zu Bonamassa: da höre ich mir lieber das "Original" an... Also Gary Moore;-)

Luke und Moore waren und sind meine absoluten Favoriten!!!
 

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