Preisgestaltung für Amateurmusiker

K
kumar
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
29.06.07
Registriert
29.06.07
Beiträge
3
Kekse
0
Ich suche zu obiger Thematik Praxiskommentare.
- wie gestaltet Ihr eure Preise?
+ kostenorienterte Kalkulation
+ Mitbewerber-orientierte Kalkulation
+ Vollkosten-Rechnung

Wie reagiert Ihr bei Preisverhandlungen (z.B. "zu teuer!")
Meine bisherigen Erfahrungen sind, dass sich Musiker oft schlecht "verkaufen" und meist garnicht wissen warum.
Evtl. möchte ich ein Buch (Print, eBook) darüber schreiben oder Workshops durchführen.
Zum Thema Internet-Marketing habe ich das schon getan.

Danke und Gruß
PS. Ach ja, ich bin Amateurmusiker (MusiComedy) mit 57 Jahren in der Musikszene zwar ein "alter Sack", doch in pcto. Marketing hellwach.
 
Eigenschaft
 
hi
schau mal hier
 
Willkommen im Club der alten Säcke :great:

Solange der DJ Geld verlangt, sind 350,00 Euronen völlig OK und der Veranstalter zahlt.
Wenn man Tanzmusik macht, läuft es vielleicht noch mit 100,00 Euronen pro Musiker.

Wenn man Rockmusik macht, läuft es meist nur mit Fahrtkosten und Trinken frei.
Selbst wenn die Band gleichzeitig Discomucke mit allem drum und dran macht.

Neuester Trend der Veranstalter bei Insider-Musik: Pay for play.

Mit steigendem Bekanntheitsgrad und gutem Namen gibt es dann vielleicht etwas mehr,
aber die Kosten werden auch nicht gerade gedeckt.

Die Zeiten haben sich geändert, die DJs sind die Künstler und die Musiker haben, auch bei privaten Veranstaltern einen Stellenwert, welcher eigentlich mit null zu bewerten ist.

Diese Aussage bezieht sich allerdings auf Deutschland-Ost.

Wir kalkulieren so:
pro Probe:
4 Musiker a. 5 Flaschen Bier = 1 Kasten = 20,00 Euro :D

Das Thema Gage, Kalkulation etc. ist zu umfangreich, um es in einem Antwortthread abzuhandeln.
 
hallo fossi,schöne gage verlangst du hier wie ich eben lese.
aber dann hast du als musiker verdammt wenig ahnung.ich bin auch aus dem osten.spiele ca. 10 mal im monat und verlange die std,zwischen 30.- und 40,. euro. richtet sich nach der personenzahl.
hatte in den letzten 20 jahren noch nie schwieriggkeiten bei der abrechnung.
versuche es doch einmal mit guter und sauberer musik.
das bier ist bei mir an letzter stelle. und du wirst sehen,es klappt.man bucht dich.
cari
 
hallo fossi,schöne gage verlangst du hier wie ich eben lese.
aber dann hast du als musiker verdammt wenig ahnung.ich bin auch aus dem osten.spiele ca. 10 mal im monat und verlange die std,zwischen 30.- und 40,. euro. richtet sich nach der personenzahl.
hatte in den letzten 20 jahren noch nie schwieriggkeiten bei der abrechnung.
versuche es doch einmal mit guter und sauberer musik.
das bier ist bei mir an letzter stelle. und du wirst sehen,es klappt.man bucht dich.
cari

Hallo Cari,

ist unsere Erfahrung, Du lebst aber bestimmt nicht im Magdeburger Bereich.
Saubere Musik ist gut:)
Ob es wirklich nur daran liegt? Wir sind keine Alleinunterhalter.
http://www.myspace.com/IronCruise
Kommt live zu 90% auch so rüber.....................
 
Gerade im Magedeburger Raum (Gommern, Dessau, Jessen, Stendal, Arendsee, Osterburg, Lückstedt, Rossau, Wohlenberg, Seeehausen etc) wird uns oft lieber Festgage angeboten und von der Gage kauf ich dir eine Sattelzugladung mit Bier :)

Wir sind mit Technik-Crew 10 Mann, ein 15 t-LKW und 1 Band-Bus.
Wir machen viel lieber selber die Kasse, weil wir da wesentlich mehr verdienen, aber 7 Euro bei 500 Personen+7% MwSt akzeptieren wir auch als Festgage.

Ich würde mir da auch mal an deiner Stelle Gedanken um das Bandkonzept machen.
Vielleicht spricht ja eure Musikrichtung nur einen kleinen Zuhörerkreis an. Wenn das so gewollt ist, ja..., dann darf man sich aber auch nicht über mangelnde Einnahmen beschweren.
Komischer Weise laufen bei Euch die Thüringer und Berliner Party-Cover-Rockbands (Rosa, Cliff, Biba & die Butzemänner, Right Now, Six, Nu-Ragers etc.) recht gut und die verdienen auch recht gut bei euch :)

Übrigens.... 90% Live...., dass interessiert vielleicht den einen oder anderen Musiker, aber den Zuhörer, bzw. das anwesende Publikum überhaupt nicht.
Das Publikum, dass jedes WE unterwegs ist und auf Partys rennt, dass will Entertainment, Unterhaltung und die Musik, welche sie mitsingen können.
 
Hi Jacky,

Du siehst das vollkommen richtig.
Die Kiste Bier pro Probe ist eine Metaffer, d.h. solange wir nur "in" uns selbst investieren kann uns jegliche Kalkulation eigentlich egal sein. Live kann man wohl bei dieser Mugge keinen Alkohol gebrauchen, wenn 2 Gitarristen mehrstimmig spielen geht es dann garantiert nach hinten los. Ohne jemand zu nahe zu treten, aber Genre Schneewalzer und Anton kriegt man wahrscheinlich auch mit Alk geregelt. (Wer es braucht)
Nein, unser Problem ist hausgemacht, das weiß ich schon lange.

Keyboarder haben wir, der hat tatsächlich eine amtliche Stimme, möchte aber nur Softpop (DSDS) spielen. Bei unseren Rock/Blues-Veranstaltungen macht der generell nicht mit.
Die Sängerin geht nur ab, wenn ihr die Titel gefallen.
Die Stammband:
Gitarrist 1 ist eingefleischter Metaller
Gitarrist 2 ist Blueser mit Tanzmusikerfahrung
Basser spielt alles, dem ist es egal
Drummer steht auf experimentelle Musik und spielt lieber im Studio für andere Bands die CDs ein.
Da mache mal was draus...:(
Um eine gute Coverband zu werden, müssen Prioritäten gesetzt werden.
Und die will bei uns offensichtlich keiner anerkennen.
 
Hi Fossi Louis,

wie wär's denn mit Kompromissen - ihr schafft euch erstmal fünf Partystücke á la Anton ran und dann darf sich jeder Musiker ein (trotzdem bühnengeeignetes) Stück aussuchen, auf das er Lust hat und das kommt auch mit in's Programm, wenn's passt. Quasi ein Belohnungsprinzip...
Man muss dann nur nachher Profi genug sein, um die langweiligeren Nummern, auf die man halt auch mal keinen Bock hat, genau so freudig rüberzubringen wie die anderen...
Außerdem habt ihr doch immer die Möglichkeiten, die Stücke so zu interpretieren, dass sie zu euch passen, zum Beispiel mal ein Top40 Stück mehr in Richtung Blues für den 2. Gitarristen oder so...

Gruss, Chris
 
Hi Fossi,
eine Frage..., willst du mit der Band Geld verdienen, oder machst du es nur zum Spaß.

Man kann mit einer Band Geld verdienen, sogar richtig gut Geld verdienen. Nur muss in diesem Fall die Band auch mit- und an einem Strang ziehen.
Ein musikalisches (Musikrichtung, Titelauswahl) und optisches (Showelemente, Bühne, Klamotten etc) Konzept muss her, welches ein breites Publikum anspricht.
Musiker, welche nicht 100% hinter dem Konzept stehen müssen leider gehen und durch willige und geeignete Kollegen ersetzt werden. Natürlich muss man bei der Musikerauswahl auch darauf achten, dass man sich untereinander sehr gut versteht. Es muss "menscheln" :).

Sicher wird es Titel geben, die dem einen oder anderen Kollegen überhaupt keine Freude bereiten, dafür kann man ja den einen oder anderen Titel ins Programm nehmen, bei dem der Kollege auch "befriedigt" wird.

Potenzial an Veranstaltungen gibt es von Sachsen-Anhalt, über Sachsen, bis nach Thüringen genug.
Du kannst hier in den neuen Bundesländern zum Glück noch jedes Wochenende mind. 2 Mal spielen. Man muss sich halt nur drehen.
Bei nicht wenigen Veranstaltungen sind wir sogar selbst Veranstalter und kümmern uns auch noch um den Ausschank. Und das sind dann am Ende die Veranstaltungen, bei denen wir vor Lachen nicht in den Schlaf kommen. Jeder Gast bezahlt 7 Euro Eintritt und verkonsumiert an der Theke und Bar mind. 10-15 Euro. So nun rechne nur mal die mind. 17 Euro auf 200 Leute auf, dann weißt du ungefähr, was man bei 500 bis 1000 Personen verdienen kann und das selbst eine VA mit 200 Personen ein lohnendes Geschäft ist.

Und...denke jetzt nicht, dass man hier ein riesen Aufwand betreiben muss.
 
Hi Jacky,

habe das mal gestern Abend in der Band ausgewertet.
Zumindest sind wir jetzt soweit, aus diesem alternativen Elfenbeinturm auszuziehen.:)
Wie Du schon schreibst, Bandkonzept und ausgefeilte Setliste.
Mal sehen wie es sich entwickelt..............

Gruß Fossi
 
Hi Fossi,
ich will euch ja nicht bekehren :)

Ihr müsst wissen, was ihr wollt.
Wenn man Musik um der Musik wegen macht, also weil man Spaß an einer bestimmten Musikrichtung hat, darin richtig aufgeht und einem finanzielle Belange nicht interessieren, dann zieht man halt seinen Stiefel durch.
Wenn die Musikrichtung kein breites Publikum anspricht, dann wird man auch immer nur vereinzelnde Gig-Angebote bekommen.

Wenn man natürlich mit Musik und seinen musikalischen Fähigkeiten Geld verdienen will, dann muss man sich drehen. Dann sollte der Mettler auch mal einpaar Schlager spielen können, ohne das er sich dabei gleich übergeben muss. :)
Die Musikrichtung der Band sollte dann am Besten ein breites Publikum ansprechen.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben