Die große Klangrelevanz von Gitarrensätteln

  • Ersteller Auchentoshan3
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Wenn das so weitergeht, brauchen wir spätestens 2019 noch ein "Gitarren Esoterik" Unterforum:D

@stoffl.s Dein Test Szenario würde leider gar nichts beweisen, da Du für einen repräsentativen Vergleich exakt gleiche Bedingungen schaffen müsstest.
Also die gleiche Gitarre mit exakt gleich gefeilten Sätteln, mit gleicher Stärke gespielt, genau gleich aufgenommen...und und und
 
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Mehr Musik machen, weniger nachdenken :)
 
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@Auchentoshan3, ich kapier grad nicht, was deine Aussage und die Frage mit dem Zitat zu tun hat. Sorry! :nix:

Also die gleiche Gitarre mit exakt gleich gefeilten Sätteln, mit gleicher Stärke gespielt, genau gleich aufgenommen...und und und
Na hoffentlich können sich die Tester dann den Klang so lange merken, bis die Gitarre umgebaut ist. ;)
 
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@Auchentoshan3, ich kapier grad nicht, was deine Aussage und die Frage mit dem Zitat zu tun hat.

Wovon ist denn die ganze Zeit die Rede?

Gibson behauptet doch: Der Sattel Ihrer Gitarre - ein kleines Teil mit großem Einfluss

Wenn eine entsprechende Auseinadersetzung Kinderkram ist, dann macht Gibson doch Kinderkram.

Fand das Kinderlied zur Auflockerung mal ganz schön.

Hoffentlich bedeutet das jetzt nicht wieder ellenlange Abschweifungen.

Leg mich ab.
 
Sorry, ich meinte nicht das Thema an sich. Aber den Umgangston und die Art. Geht wieder in die selbe Richtung wie in dem "75€-Sattel-Thread".
 
Habe eben mal bei meiner Strat am 7 Bund ein Kapo aufgesetzt. Dann angeschlagen und die Kopfplatte an eine Tischplatte angedockt. Und siehe da, der Ton veränderte sich. Hat das keine Indizwirkung?

Klar hat es die. Nur mit dem Sattel hat es wenig zu tun. Wenn Du die Kopfplatte gegen einen harten, starren Gegenstand drückst, veränderst Du die die Eigenresonanzen des schwingenden Systems und versteifst die Konstruktion und unterdrückst dadurch die Eigenresonanzen, die vorher Schwingungsenergie aufzehren (und zB für Deadspots verantwortlich sind). Würdest Du beide Enden einer Gitarren jeweils in einen Schraubstock spannen, der wiederum starr auf dem Betonboden befestigt ist, wäre der Effekt noch deutlicher. Je biegesteifer

Doch, weil bei E-Gitarren nur die Saitenschwingung zählt, nur die ist es, was der Amp verstärkt.

Tja, und die Saitenschwingung ist natürlich völlig unabhängig davon, an welchem Material die Saite aufgehängt ist, sei es eine Eisenbahnschwelle oder ein Matratze... :patpat:

Siehs endlich ein, Du begibst Dich mal wieder in Widerspruch zu den physikalischen Gesetzen. Eine wirklich starre Aufhängung existiert nur in idealisierten und dadurch vereinfachten Rechenmodellen fürs erste Jahr im Physikunterricht, in der Realität dagegen nicht.

Im Übrigen stimmt nicht einmal die Grundprämisse. Eine Gitarre ist ein relativ elastisches Teil, weil lang und dünn. Versetzt man die an sie gekoppelte Saite in Schwingung, ist es physikalisch absolut unvermeidlich, dass Hals und Korpus auch insgesamt mitschwingen. Und nein, auch Prof. Zoller behauptet das nicht, er ist nämlich Wissenschaftler und kennt die Gesetze der Physik. Er hält die Auswirkungen nur für zu gering und damit vernachlässigbar, was eine ganz andere Aussage und im Übrigen durchaus subjektiv und anderen Ansichten zugänglich ist.

In jedem Fall folgt aus dieser Tatsachem dass sich nicht nur die Saite relativ zum PU bewegt, sondern gleichzeitig auch der PU relativ zur Saite. Deshalb klingt ein direkt ins Holz geschraubter und damit starr verbundener PU auch anders als der gleiche PU in der gleichen Gitarre in einem Plastikrahmen.

Aber zurück zum Thema Sattel: ich denke, dass die Relevanz des Materials für gespielte Leersaiten offensichtlich sein dürfte. Man kann sich der Frage am einfachsten vom Extremfall her nähern und überlegen, ob ein Messingsattel anders klingen wird als einer aus Gummi. Bejaht man das, ist die Schlussfolgerung unvermeidlich, dass er auch anders klingt als einer aus Knochen - auch wenn der Unterschied sicher geringer sein wird. Ist auch logisch, da an diesem Punkt a) die Hälfte der schwingungstechnischen Ankopplung ans Holz erfolgt und b) im Falle eines dämpfenden Materials Schwingungsenergie in Wärme verpufft. Bei der gegriffenen Saite kommt dagegen so gut wie keine Energie mehr am Sattel an. Soweit Schwingungsenergie bis zur Kopfplatte hin dringt (und das tut sie, wie man unschwer feststellen kann, indem man sich diese nach dem Anschlag unplugged an den Knochen hinter dem Ohr drückt), geschieht dies über den Umweg des Halses.

Natürlich schwingt dabei theoretisch auch der Sattel mit, aber er ist dabei im Gegensatz zur Leersaite nicht mehr das maßgebliche Medium der Ankopplung und als reiner "Mitschwinger" massemäßig zu vernachlässigen. Die Ankopplung wird dagegen überwiegend von der Bridge und natürlich vom Bundstäbchen übernommen. Auch hier kann man bei Veränderungen durchaus Unterschiede erwarten - bei meiner Les Paul Studio hat der Wechsel von Medium- zu fetten Jumbobünden hörbar mehr Tonsubstanz gebracht. Ja, auch über den Amp.

Gruß, bagotrix
 
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Ich neige auch dazu, zu sagen dass der hörbare Einfluss nur bei den Leersaiten ist. Aber seit ich sogar den Einfluss von verschiedenen Tremolofedern (Strat) und auch von Kondensatoren (alte, neue mit identischen Werten) deutlich gehört habe, schliesse ich nichts mehr aus. Ist halt ein recht komplexes Gebilde so ne E-Gitarre.
 
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Meine Wenigkeit baut seit vielen Jahren Gitarren, die sich in erster Linie mit dem Bottlneck oder dem Steelbar spielen lassen... Diese Gitarren sind i. d. R. "offen" auf einen Akkord gestimmt und dementsprechend wird auch mehr mit den Leesaiten gespielt... Kurz um...

.... dies Gitarren sind mit recht massiven Sätteln aus verschiedensten Materialien ausgestattet... Knochen, Alu, Messing, Stahl, Edelstahl... und das Ganze in Kombination mit viel Holz ... dazu sind wirklich dicke Saiten (016 - 056) aufgezogen...

...Rein akustisch gespielt ist (bei identischer Bauweise und oder dem gleichen Instrument) kaum, bis gar kein Unterschied zu hören... Vielleicht noch am ehesten beim Unterschied zwischen Knochen und Stahl... am Amp ist davon nichts mehr zu hören....
 
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Ist hier zur Zeit ja teilweise schlimmer als im Kindergarten. :embarrassed: :bad:
hmm....ja irgendwie schon,ist irgendwie eine Gratwanderung aber z.T. auch unterhaltesam,wenn man gerade nichts anderes zu tun hat.
Ist jetzt wieder ein Thema wo um Meinungen gebeten wird bzw. eine Diskussion gewünscht ist und sich zumindest mir bei Querlesen der Eindruck aufdrängt das eigentlich schon vor dem Eröffnen des Themas die "richtige" Antwort feststeht.
Dann das ständige verlangen von Beweisen....ja was denn für welche und wozu wenn die "beweiskraft" den Beweisen eh abgesprochen wird.
Leider ist schon der Threattitel ein wenig ungenau....Klangrelevanz von Gitarrensätteln.
Das wirft doch Stufenweise mehrere Frage auf.
Hat der Sattel (bei korrekter Kerbung) überhaupt Einfluss auf den Klang?
-> wenn nein -> Thema erledigt, können alle ein Bier trinken gehen
-> Wenn ja:
Hat der Sattel auch Einfluss auf den Klang wenn gegriffene Saiten gespielt werden?
-> wenn nein -> Thema jetzt erledigt, Zeit für Bier,Kaffee,Tee je nach belieben
-> wenn ja:
Hat das Material aus dem der Sattel ist,Einfluss auf den Klang?
-> wenn nein -> Thema abgehakt
-> wenn ja :
Jetzt kann man darüber diskutieren wie stark und warum und wieso.

Das Problem was ich hier oftmals beobachte, das jeder andere Rahmenbedingungen für sich festgelegt hat und natürlich bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen auch weitere Annahmen hinfällig werden.
Das ist in etwa so wie wenn ein Metzger mit einem Veganer Stufe 4 (ich esse nichts was einen Schatten wirft) darüber streitet ob man bei einem Schweineschnitzel Wiener Art herusschmecken kann, ob das Schwein nördlich oder südlich der Elbe aufgewachsen ist.
Da der Veganer gar kein Schwein essen würde ist die für ihn richtige Antwort "nein".
 
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Alle "Verbesserungen" des Gitarrensounds durch Maßnahmen wie z.B. andere Sättel, anderes Tailpiece, Feststellschrauben am Tailpiece etc. pp. und was es da noch alles an sinnvollen oder sinnlosen Zubehör gibt, sind (wenn sie denn überhaupt eine gravierende Klangveränderung bewirken) einzig und allein für das Ego des Players, denn diese feinen, kleinen Soundverbesserungen wird nie ein Zuschauer bemerken. Auch weil in der Regel in der Livesituation nicht mehr feststellbar und auch weil es den "normalen" Zuhörer nicht interessiert. Den interessiert der Gitarrist höchstens beim Solo oder wenn er von der Bühne fällt.

Trotzdem ist es aber natürlich legitim für sich den bestmöglichen Sound zu suchen und/oder mit Hilfsmitteln zu erzeugen - macht ja wohl jeder. Aus dem gleichen Grund kaufen sich einige ja auch Gitarren, die jenseits der 8.000,00€ Klasse liegen.:)

Gruß
 
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Bei der gegriffenen Saite kommt dagegen so gut wie keine Energie mehr am Sattel an. Soweit Schwingungsenergie bis zur Kopfplatte hin dringt (und das tut sie, wie man unschwer feststellen kann, indem man sich diese nach dem Anschlag unplugged an den Knochen hinter dem Ohr drückt), geschieht dies über den Umweg des Halses.

Will jetzt nicht widersprechen, aber nochmal nachhaken. Ist das wirklich exakt so?

1. Wird ein Kapo angebracht, klemmt es mit seitlich wirkender Kraft hinreichend ab, um die Länge der schwingenden Saite zu verkürzen. Die Seite schwingt im Bereich zwischen Kapo und Sattel kaum mehr seitlich (mimimalst vielleicht noch). Beim Sattel kommt also keine bis wenig Schwingungsenergie durch seitliches Auslenken direkt an. Die Auflagepunkte sind verschoben.

2. Die Zugkräfte aber, welche aufgrund der Spannung der Saite wirken, werden durch das seitliche Niederdrücken der Saite auf den Bund nicht gänzlich aufgehoben. Die Auflagepunkte sind hier nicht gänzlich verschoben. Dies wäre ja nur der Fall, wenn die Saite mit so einer Wirkung abgeklemmt würde, wie es ein Klemmsattel leistet. Nicht seitliches Auslenken selbst, aber die dadurch verursachte längsseits in sich schwingende Energie könnte deshalb noch beim Sattel ankommen und vom diesem teilweise zurück gegeben werden? Eine kleine Wechselwirkung...

((3. Daß auch bei abgeklemmter Saite immer noch die ganze Gitarre schwingt, und die Schwingungen weiterhin auch über den Sattel auf die Saiten einwirken, mag vielleicht die allergeringste Relevanz haben. Liegt zumindest nahe, dass hier keine entscheidende Einwirkung liegt.))

Bleibt natürlich immer noch die Frage, ob das noch hörbare Relevanz hat. Hier kommt man wohl aus dem Spekulativen nicht raus. Und da gibt es nun mal zwei Meldungen. Manche behaupten Ja, andere Nein. Man könnte ja mal beiden Glauben schenken und subjektive Faktoren vernachlässigen. Womöglich ist dieser minmale Unterschied im Schwingungsverhalten bei der einen Gitarre bemerkbar und geht bei der anderen unter? Welche Schwingungen braucht es denn für z.B. für hohe Obertöne u.s.w.?

Nach dem Gesagten erscheint es zudem nicht sonderlich spekulativ, davon auszugehen, dass es um Nuancen geht. Die Aussage des etwas reißerischen Threadtitels scheint etwas relativiert.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich neige auch dazu, zu sagen dass der hörbare Einfluss nur bei den Leersaiten ist.

Was aber auch nicht unbeachtlich sein muss, je nachdem was man spielt
 
Zuletzt bearbeitet:
((3. Daß auch bei abgeklemmter Saite immer noch die ganze Gitarre schwingt, und die Schwingungen weiterhin auch über den Sattel auf die Saiten einwirken, mag vielleicht die allergeringste Relevanz haben. Liegt zumindest nahe, dass hier keine entscheidende Einwirkung liegt.))
Wenn doch, dann müssten aber schon auch die Mechaniken, das Pickguard, der Halsstab, etc. auch Auswirkungen haben. ;) :)
 
Wenn doch, dann müssten aber schon auch die Mechaniken, das Pickguard, der Halsstab, etc. auch Auswirkungen haben.

Ja! Man muss das Ganze nur noch raushören.

Nicht zu vergessen das Material des Pickguards!

Als permanente Avantguard, die ich nun mal verkörpere, bin ich gegen solche Lästerein immun. Erst verhönen sie dich, dann warnen sie besorgt vor dir, und dann bejubeln sie dich.:D
 
bin ich gegen solche Lästerein immun.
Das hat nichts mit Lästereien zu tun. Meine Aussage bezieht sich auf eine Aussage von dir. Und bei deiner Aussage wäre es logisch, das von mir genannte Teile auch Einfluss auf den Klang hätten. Immerhin machen die wahrscheinlich schon jeweils einzeln mehr Gewicht (Masse) aus als der Sattel. Dementsprechend müssten sie das Schwingverhalten auch mehr beeinflussen.

2. Die Zugkräfte aber, welche aufgrund der Spannung der Saite wirken, werden durch das seitliche Niederdrücken der Saite auf den Bund nicht gänzlich aufgehoben. Die Auflagepunkte sind hier nicht gänzlich verschoben. Dies wäre ja nur der Fall, wenn die Saite mit so einer Wirkung abgeklemmt würde, wie es ein Klemmsattel leistet. Nicht seitliches Auslenken selbst, aber die dadurch verursachte längsseits in sich schwingende Energie könnte deshalb noch beim Sattel ankommen und vom diesem teilweise zurück gegeben werden? Eine kleine Wechselwirkung...
Der Punkt klingt für mich dahingehend logisch, dass der Sattel in dem Fall eine ähnliche Wirkung auf den Klang hätte wie der Saitenhalter an der Brücke.
 
Bleibt natürlich immer noch die Frage, ob das noch hörbare Relevanz hat. Hier kommt man wohl aus dem Spekulativen nicht raus. Und da gibt es nun mal zwei Meldungen. Manche behaupten, Ja, andere Nein
Eben...zum einen ist es nicht klar ob man es überhaupt hören kann, da in dem Gesamtsystem so viele Faktoren gibt.
Schraubhals oder eingeleim? Sind die Schrauben zu lasch, genau richtig,zu fest angezogen (bei Schraubhals), Hat die Gitarre ne feste Brücke,klassisches trem,FR,Bigsby usw.,werden die Saiten durch den Body gezogen oder nicht usw.
Unzählige Faktoren wo das Material der einzelnen Bauteile noch garnicht mit in Betracht gezogen wurde.
Das nächste Problem ist, bei denen die einen Unterschied (egal bei was) hören ob dieser Unterschied wahr genommen wird weil man ihn wirklich hört, oder weil man weil weiß das Teil XY verbaut wurde und es halt anders klingen muss.
Wobei "anders" ja auch keine Aussage über besser oder schlechter zulässt. Was ja generell eine schwer zu treffende Aussage ist.
 
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