Im Zeitalter der immer mehr fortschreitenden Digitalisierung mag es durchaus verlockend sein, für alles und jedes kleine oder große Problemchen, Wehwehchen, jedes noch so randständige Vorkommnis eine App oder so zur Verfügung zu haben. Und wer ärgert sich nicht, wenn immer noch banale Vorgänge z.B. in Verwaltungen in überkommener umständlicher analoger Manier erledigt werden müssen (Stichwort "Fax"), wo doch längst online-Lösungen vorhanden sind die implementiert sein sollten, mit denen alles rasch und ach so bequem abgehandelt werden kann (jedenfalls für alle Digital-Kundigen).
Ich würde aber dagegen halten "gemach, gemach", in der "alten" analogen Welt war nicht alles schlecht und blöd.
Und das hier angesprochene Problem der mangelnden Übe-Disziplin sehe ich nach wie vor vorwiegend in der analogen Domain angesiedelt.
Ein klärendes (analogen!) Gespräch mit der Schülerin/dem Schüler (bzw. je nach Alter den Eltern) dürfte da praktisch immer mehr bringen, als eine App wie die eingangs vorgestellte.
Wer etwas lernen will, muss in dem Zusammenhang auch lernen sich bzw. sein Lernen auf irgendeine Weise zu strukturieren, und die ganz altmodische "Disziplin" ist meiner Meinung nach auch durch nichts zu ersetzen.
Damit will ich nicht abstreiten, dass es einzelne gibt, denen so eine App helfen mag, wie auch immer. Aber Lernen fand durchaus auch mit großer Effizienz in den "analogen Zeiten" statt.
Und ist Lernen nicht eigentlich ein ganz analoger Prozess qua der Funktionalität unseres Gehirns?
So richtig will mir der Nutzen so einer App jedenfalls nicht einleuchten