Ein großes Reverb-PlugIn für mich

Uhu Stick
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Hallo Community,

ich benötige mal Input zu Reverb Plugins für das Musik-Mixing.

Ich bin seit mehreren Jahren mit dem TAL Reverb 2 und 4, sowie dem Valhalla Supermassive und Vintage Verb unterwegs. Als Freeware Reverbs finde ich die auch sehr gut.

Aber: Da ich Reverb nun doch sehr häufig einsetze – im Grunde ja bei jeder Spur die nicht Bass heißt – und ich merke, dass ich Resultate erziele, die man nicht wirklich einem zahlendem Publikum vorsetzen sollte, besteht bei mir der Wunsch ein leicht zu bedienendes, vernünftiges Reverb-PlugIn zuzulegen. (Meine DAW ist Reaper.)

Mir schwebt da etwas vor,
- das mit wenigen Klicks „mixfertige“ Reverbs produziert.
- das für das Musikmixing ausgelegt ist.
- das a) über die gängigen Reverbarten (Plate, Hall, Cathedral, Room) verfügt und b) darüber hinaus auch gerne eigene Kreationen besitzt.
- das den Arbeitsprozess möglich einfach und schnell macht.
- das Schlagzeug, Vocals, Gitarre gleichermaßen bedient. (Also etwas das breit gestreut ist und kein Single Trick Pony ist)

Irgendwelche detailgetreuen Nachbildungen „legendärer“ Reverbs sind mir völlig schnurz. Meine Musikrichtungen gehen von classic Rock, über die großen Rockproduktionen der 70er/80er, bishin zu Metal.

Mein gesetzter Preisbereich liegt bei 100€. +/- (Darf mehr sein, muss aber nicht.)
Nun bin ich bei den ganzen Onlineseiten mit ihren Werbebeschreibungen reichlich überfordert.

Welche PlugIns denkt ihr kommen hier für mich in Frage?

Danke für eure Hilfe und Grüße :hat:
 
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Hier einige Links zu IMHO sehr guten Reverb-Plugins in deinem Preisrahmen:

LiquidSonics - Reverberate | Convolution Reverb for VST and AU

Wichtig: Kaufe Plugins nur im Sale - fast alle Hersteller haben mehrmals im Jahr Sales, wo du richtig sparen kannst.

hier sind zwei Sale Suchseiten:

Und übrigens...ein guter Hall geht auch auf dem Bass ;)
 
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Danke dir für die ganzen Vorschläge!

Ja das mit dem Kaufen hab ich mir vorgenommen im November am Schwarzen Freitag zu machen. 😁
 
sowie dem Valhalla Supermassive und Vintage Verb unterwegs. Als Freeware Reverbs finde ich die auch sehr gut.
Vintage Verb ist freeware ??? ... da liegt wohl eine Verwechselung vor. ;)
Nebenbei: das dürfte tatsächlich das sein, was deiner Vorstellung am nächsten kommt.

Der Name ist allerdings irritierend:
es werden zwar stilistisch sehr, sehr ähnliche Versionen von „Klassikern“ angeboten, aber für jeden Algorithmus stehen immer Varianten von original bis modern zur Verfügung.
(deren Einstellungen jeweils kurz auf dem Bildschirm erläutert werden - guter Grundkurs)

Da musst du schon sehr spezielle Vorstellungen haben, wenn das nicht reichen sollte.
(ich habe alle Valhalla Reverbs und von Relab Rev6000 und QuantX, kenne Sonsig und LX480 als Demo)

Selbstläufer sind das aber alle nicht... man sollte schon eine Idee haben, wie man was an einem Reverb einstellt, und genau das geht mit Vintage Verb besonders einfach.
(will sagen: es geht nicht um richtig oder falsch, sondern darum die klangliche Idee auf Track/Mix-Ebene umzusetzen)
 
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Wie wäre es damit?

Perfect for rapid workflows and lower budgets, Seventh Heaven is the perfect distillation of Seventh Heaven Professional. Erfüllt eigentlich alle Kriterien. Das ist soviel ich weiss identisch mit dem Steven Slate Plugin. Das ist ja auch von Liquidsonic.

Mein got to reverb von denen ist Cinematic Rooms. Das klingt einfach geil. Etwas umfangreicher zu handhaben als Seventh Heaven und auch teurer. Der Name kann in die irre führen. Im Cinema gibt es schliesslich alle Sound die man sich vorstellen kann die gerne etwas Hall haben wollen. Der Name klingt so nach grossem Orchester. Geht aber für alles.

Im Vertrieb bei Liquidsonic Tai Chi, auch als Light für günstiger zu haben. Überaus flexibel. Da sollte man dann aber schon auch gewillt sein mal das Manual zu lesen..... (;
 
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… 400,- $ für ein Reverb-Plug sind allerdings stramm. ;) Falls ich darf, würde ich mich gerne mit einer Frage „dranhängen“:

Gibt es hier Erfahrungen aus der eigenen (!) Praxis mit hochwertigen Hall/Reverb-Plugins für die Bereiche
(i) Orchestermusik und
(ii) Elektronische Musik (Richtung Vangelis)?

Aktuell verwende ich die internen Plugins von Logic Pro sowie das Plugin „Raum“ (https://www.native-instruments.com/de/products/komplete/effects/raum/), wüsste allerdings gerne, ob es - bei einfacher Bedienbarkeit - noch etwas akustisch Hochwertigeres gibt.

Das Plugin soll sowohl für jedes einzelne Instrument verwendbar sein als auch innerhalb des finalen Mixings. Es soll auch stärkere Effekte gut beherrschen, z. B. ein extremes Nachhallen einer Snare Drum in die Tiefe des Raumes sowie stark hallende „Klanggebilde“, wie man sie z.B. von Vangelis kennt.
 
Waves H-Verb für 40 USD ist sehr ordentlich. Du solltest dich zusätzlich auch mit Delay beschäftigen. Dazu gibt es auch gute YT Tutorials.
Es muss nich immer Hall sein, um Räumlichkeit zu erzeugen. Ein Delay kann den gewünschten Effekt ggf. Erzeugen, ohne dass eine Hallfahne zuviel diffusen Klang erzeugt.
 
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Das ging ja blitzschnell - danke euch! :)

H-Verb klingt interessant, und für § 40,- lässt sich nicht viel falsch machen. Spaces II von EastWest hatte ich schon in Betracht gezogen - und tue es nun erneut.
 
:hat: Noch ein paar Spezialisten für sehr lange Hallfahnen:
ADAPTIVERB, SpaceBlender und Bloom.
Diese eignen sich für die richtig großen Sachen und Spezialeffekte.
Gerade Adaptiverb ist eine super Kreativmaschine (y)
 
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Ich verwende hauptsächlich den Hofa IQ-Series Reverb. Der ist zwar etwas außerhalb deiner Preisrange, aber dafür der vielseitigste Reverb den ich kenne. Da braucht man nichts anderes mehr.
Das sind im Prinziep vier Faltungs- und drei algorithmische Reverbs unter einer Haube mit sehr vielen Bearbeitungsmöglichkeiten die man nach belieben mischen kann. Muss man aber nicht!
Auch sehr gut, finde ich den SSL Native FlexVerb. Ich würde den vielleicht auch als etwas "färbender" beschreiben und habe ich immer gerne auf der Snare benutzt - der kann aber natürlich mehr und klingt auch auf Gesang top.

Der Hofa passt aber besser zu deinem Kriterium, dass man mit wenigen Klicks fertige Sounds hat. Viel mehr als der FlexVerb und auch sehr gute Presets, da braucht man nicht mehr viel machen. Wer will, kann die Sounds aber sehr stark verbiegen und rumexperimentieren. Beim SSL hat man bei weitem nicht so viele fertige Sounds. Die Presets sind da aber gute Startpunkte und die Sounds auch sehr hochwertig.

Der dritte Reverb den ich regelmäßig verwende ist Arturia Rev-PLATE. Das ist, wie der Name schon sagt, nur eine Plate Simulation, aber eben eine sehr gute.

Neu in meinem Arsenal sind der SSL GateVerb und SSL PlateVerb. Da habe ich aber noch keine Erfahrungen mit, nur hohe Erwartungen.
 
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Den Strymon BigSky gibt jetzt als VSt.
 
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Gibt es hier jemand, der den AIR Studios Reverb von Spitfire Audio verwendet?

Air Studios Reverb (Spitfire Audio)

Die Testberichte sind (natürlich) positiv und die Videos sehen interessant aus. Mich interessieren dennoch Erfahrungen aus der persönlichen Anwendung, weiter die Frage, ob der Essentials-Version etwas Essenzielles fehlt. ;)

Bisher verwende ich überwiegend ChromaVerb und Spaces II (EastWest Sounds). Das klingt alles ganz ordentlich, aber die gezielte dreidimensionale Platzierung von Instrumenten im Raum gelingt mir häufig noch nicht optimal. Genau das scheint eine Stärke des AIR Studios Reverbs zu sein.

IMG_9288.jpeg


Erfahrungen?
 
Mir hat mal jemand vorgeführt was er so mit Vienna Symphonic Library anstellen kann und ich war schwer beeindruckt.

..edit: UPS.. gerade gesehen dein Budget...
 
Ich hatte das mal ausprobiert, Und seither nicht mehr verwendet. Es ist gedacht für Orchester Arrangements. Dafür mach es tagen. Für alles andere nun ja.

Ich hatte die light version. War mal bei was dabei. Und zum um es zu erwähnen, 3d Audio geht wenn schon dann nur bei Immersive Audio. Dafür braucht es aber dann auch eine entsprechende Abhöre. Sieht mal in die Specs des Plugin ist sicher das einer der Unterschiede. Basic Stereo, Pro Immersive.
 
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Danke dir. Mir geht es in der Tat um die Platzierung von Orchesterinstrumenten. Mit „3D“ meine ich „lediglich“ die räumliche Anordnung - also z.B. dass man (mit Kopfhörer) hört, dass ein Bläser hinter dem Streicher sitzt. In den Audio-Demos und im Walkthrough ist das teilweise gut hörbar.

Das muss natürlich mit „normalem“ Stereo funktionieren, sonst bringt es mir nichts. Surround-Technologien verwende ich nicht.
 
Mein erster Eindruck der Essential-Version ist durchwachsen bis ordentlich:

Wichtig ist, dass das Eingangssignal möglichst trocken ist, damit man es ordentlich platzieren kann. Ironischer Weise funktioniert der AIR Studios Reverb deshalb gerade nicht gut mit manchen Spitfire Audio-Libraries, die bereits mit einem deutlichen Raumhall-Anteil aufgenommen wurden. Insbesondere auffällig ist das bei dem Spitfire Symphony Orchestra. Gut, wenn das Instrument bereits in der Lyndhurst Hall aufgenommen wurde, dann braucht man den betreffenden Reverb auch nicht mehr unbedingt.

Was gut funktioniert ist die Verwendung mit trockenen Signalen anderer Instrumente, die man gerne im AIR Studio-Gesamtbild des Orchesters platzieren und integrieren möchte. Die Presets sind dann zumindest teilweise gut brauchbar und in den wichtigsten Parametern veränderbar.

Ob das Ergebnis nun akustisch ordentlich, gut oder spektakulär klingt, dazu fehlt mir das Ohr (bzw. die lange Erfahrung mit Reverbs).
 
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Ironischer Weise funktioniert der AIR Studios Reverb deshalb gerade nicht gut mit manchen Spitfire Audio-Libraries, die bereits mit einem deutlichen Raumhall-Anteil aufgenommen wurden.

Bist Du sicher? Ich habe einige Spitfire Libraries. Die haben unterschiedliche Mikro Settings die man wählen kann. Und damit hat man die Wahl von direkt bis room. Manche Presets haben auch noch Reverb mit drin das man aber abschalten kann.

Falls interessiert. es gibt noch Virtual Sound Stage. Unterschied zu anderen Lösungen, das macht nur early reflections. Per Send auf einen Hall an dem man early reflections abschalten kann wird das dann der Raum. Hatte früher richtig Geld gekostet. Jetzt umsonst.
 
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… Die haben unterschiedliche Mikro Settings die man wählen kann. Und damit hat man die Wahl von direkt bis room. Manche Presets haben auch noch Reverb mit drin das man aber abschalten kann.
Alles dem Grunde nach korrekt. (y) Trotzdem sind die Instrumente überwiegend mit einem mehr oder minder starken Hallanteil aufgenommen. Selbst wenn man das „direkteste“ Mikro wählt und (soweit vorhanden) den Reverb abschaltet, bleibt ein Rest „Hall“ im Sample.

Das ist nicht dramatisch, klar. Aber ich meine durchaus, dass es die Verwendung des AIR Studio Reverbs beeinflusst - z.B. wenn man das Instrument im (virtuellen) AIR Studio nah an den Mikros platzieren möchte. Zumindest mit einigen Instrumenten aus dem Spitfire Symphony Orchestra tue ich mich innerhalb es AIR Studio Reverbs bisher schwer.

Wahrscheinlich sitzt das Hauptproblem aber, wie so oft, vor dem Bildschirm.
 

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