Durchsetzungskraft und Druck aus der Endstufe. Was macht was aus ?

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Razorburst
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Wo kommt euerer meinung nach die durchsetzungkraft eines gitarrensounds her ? für mich war die endstufe bisher immens wichtig. da habe ich röhrenendstufen vorzug gegeben. demletzt habe ich meinen studio preamp und einen sansamp nochmal mit meiner kitty hawk endstufe (2x 60W) gespielt. das war sonst schon immer in vielen bands durchsetzungsfähig und ich spiel sowieso mit viel mitten. jetzt hat mich aber tatsächlich so ein rack mit rocktron velocity 300 endstufe fasziniert. ich hatte die endstufen nämlich nie so im vergleich aber die velocity hat wirklich gut druck gemacht und hat auch leise gedreht die höhen nicht so bedämpft wie die kitty hawk die erst ab 9-10 uhr mit dem leben anfing.

rocktron velocity 100 oder die marshall valvestate endstufen und paar transistoramps (zum beispiel von line 6 randall oder peavey) wurden von der kitty hawk jedoch immer gnadenlos überfahren. ich kenne zwar einige amps aber viel gegeneinander zu vergleichen war nie so mein ding. was macht eine durchsetzungsfähige endstufe aus ?
 
Eigenschaft
 
Ich kann noch sagen das die Endstufen Leistung nicht immer dem entspricht was drauf steht. Warum sollten 100Watt "Röhre" lauter z.B. sein als bei einer Transenendstufe. 100Watt sind 100Watt.
 
Hey.
Meines Wissens nach ist es so mit der Lautstärke:
Ein Röhrenverstärker gleicher Leistung ist einfach lauter als ein Transistor-Amp. Als Faustformel gilt, soweit ich weiß, dass man bei einer Transe etwa doppelt soviel Watt braucht um auf gleiche Leistung zu kommen, sprich, ein 50W Röhrenverstärker ist etwa so laut wie ein 100W Transistorverstärker.
So ganz genau hab ich die Zahlen nicht im Kopf, bin mir jedoch sicher, dass es da (nicht unwesentliche) Unterschiede gibt.
Verbessert mich wenn ich falsch liege :great:
MfG

Edit: Ich merk grad, dass es OT is. Ich werd mich später nochmal zum Thema melden. ;)

Hab grade mit nem Kumpel gesprochen und er meinte wieder was anderes: "Meines Wissens nach is der Faktor etwa 10. Sprich 5 Watt Röhre kann man mit einem 50 Watt Transistorverstärker gleichziehen."
 
mir ist schon oft genug aufgefallen das eine röhrenendstufe nicht lauter ist als eine transistorendstufe. die volume regelung vieler röhrenendstufen reagiert meistens nur absolut kacke da denkt man auf kleinsten einstellungen das ma ja schon mächtig laut ist während hinter 11 uhr nichts mehr kommt außer sättigung wo die transistorendstufe dann aber schön weiterzieht. trotzdem landete ich immer bei röhrenendstufen weil die durchsetzungskraft in einer band mit den transistorgetrieben nicht so sehr da war. da sind echt gute sounds die miteinander klappen sollten untergegangen. das was die velocity 300 abgeliefert hat war aber was ganz anderes. durchsetzungskräftig und drückend. mein fireball war auch nicht das durchsetzungsfähigste oder bestklingenste aggregat trotz vollröhrenkonstruktion. es geht nicht um lautstärke sondern um die durchsetzungsfähigkeit. ich denke das kann man schon trennen.
 
Woher willst du wissen das Röhre lauter ist? Hast mal beim Röhrenamp gemessen wie viel Leistung der hat und dann einen Transenamp und geschaut ob die Angaben wirklich stimmen?
 
Woher willst du wissen das Röhre lauter ist? Hast mal beim Röhrenamp gemessen wie viel Leistung der hat und dann einen Transenamp und geschaut ob die Angaben wirklich stimmen?
Darum ging's grad gar nicht.
Nun aber btt. Das würd mich auch interessieren.
;)
 
Hey.
Meines Wissens nach ist es so mit der Lautstärke:
Ein Röhrenverstärker gleicher Leistung ist einfach lauter als ein Transistor-Amp. Als Faustformel gilt, soweit ich weiß, dass man bei einer Transe etwa doppelt soviel Watt braucht um auf gleiche Leistung zu kommen, sprich, ein 50W Röhrenverstärker ist etwa so laut wie ein 100W Transistorverstärker.
So ganz genau hab ich die Zahlen nicht im Kopf, bin mir jedoch sicher, dass es da (nicht unwesentliche) Unterschiede gibt.
Verbessert mich wenn ich falsch liege :great:
MfG

Edit: Ich merk grad, dass es OT is. Ich werd mich später nochmal zum Thema melden. ;)

Hab grade mit nem Kumpel gesprochen und er meinte wieder was anderes: "Meines Wissens nach is der Faktor etwa 10. Sprich 5 Watt Röhre kann man mit einem 50 Watt Transistorverstärker gleichziehen."

das glaub ich ehrlich gesagt nicht. das is doch eher auf das phänomen zurückzuführen dass eine röhrenendstufe einfach anders funktioniert. die meisten die ich gespielt habe da wurde es etappenweise lauter und erst mit einem höheren lautstärkegrad wurde der sound richitig "durchgelassen". außerdem übersteuern die teile. ich glaube nicht das sich das mit der lautstärke irgendwas gibt solange beide endstufen sauber clean bleiben müssen. die velocity 300 lief auch nur über einen kanal mit der hälfte der leistung und das bei einer kleinen einstellung.
 
Na doch, woher kommt es sonst das man für die Lautstärke einer Röhre die doppelte Leistung eines Transistorenamps braucht? Und die Lautstärke hat ja auch einen Einfluss auf die Durchsetzungskraft
 
Hey.
Meines Wissens nach ist es so mit der Lautstärke:
Ein Röhrenverstärker gleicher Leistung ist einfach lauter als ein Transistor-Amp. Als Faustformel gilt, soweit ich weiß, dass man bei einer Transe etwa doppelt soviel Watt braucht um auf gleiche Leistung zu kommen, sprich, ein 50W Röhrenverstärker ist etwa so laut wie ein 100W Transistorverstärker.
Unlogisch. Paradox. Watt ist Watt. Und Watt = Leistung.
 
es geht nicht um lautstärke sondern um die durchsetzungsfähigkeit.

Und damit geht's einfach darum, welche Frequenzen in der Endstufe weniger stark verstärkt werden und welche vielleicht besonders gut verstärkt werden. Inweifern das dann Durchsetzungsvermögen frei macht, hängt natürlich auch zu großen Teilen vom Umfeld ab: Wenn dein Frequenzfenster, in dem sonst keine Instrumente stark vertreten sind, zB in den höheren Mitten von 800Hz bis 2kHz liegt und deine Kitty Hawk, in diesem Bereich auch noch schön stark auf der Brust ist, während sie in tieferen Frequenzen nicht viel Kraft vergeudet, haste natürlich gewonnen. Wenn jetzt nen fieser Synthimensch kommt, der sich genau in deinem Frequenzfenster breit macht, haste wiederrum schlechte Karten. Vielleicht ist dann in den unteren Mitten und den oberen Höhen noch was frei für dich, was allerdings Endstufe XY besser kann, als deine Kitty Hawk...

Es bringt in den seltensten Fällen etwas irgendwelche soundlichen Feststellungen einer bestimmten Komponente zuzuschreiben. Warum klingt Strat anders als Paula - Ja klar! Weil hat halt nen Ahornhals Erlekorpus und nicht beides aus Mahagoni mit Ahorndecke! Dabei vergisst man ganz gerne, die völlig andere Konstruktion, was Brücke, Hals-Koprus-Verbindung, Holzstärke, Art und Position der Tonabnehmer, Kopfplatte, Mensur, blablablabla angeht ;).
Es handelt sich immer um ein sehr komplexes System. Erst recht, wenn es nicht mehr nur um ein Instrument, sondern um Bandsound geht. Von daher ist deine Frage so, wie du sie stellst wahrscheinlich leider zum scheitern verurteilt..

MfG

Edit: @aZjdY
Na doch, woher kommt es sonst das man für die Lautstärke einer Röhre die doppelte Leistung eines Transistorenamps braucht?
Auf Leistungsangaben kannst du ehrlich gesagt nen Feuchten Kehricht geben. Die stimmen in den seltensten Fällen mit der Realität überein.
Aber nehmen wir mal an, dass wir zwei Endstufen mit identischer Leistung von 50W (bei sagen wir mal 10% Klirr) haben, die eine Röhre, die andere Transe. Nun drehen wir beide soweit auf, dass sie beide 10W leisten. Das klappt soweit super und beide sind gleichlaut, jetzt drehen wir sie synchron langsam weiter auf und stellen mit entsprechendem Messinstrumentarium fest, dass die Endstufe langsam anfängt klirr zu erzeugen, wovon man aber nocht nicht wirklich etwas hört. Die Transistorendstufe bleibt in der Zeit Clean. Irgendwann fängt allerdings auch die Transistorendstufe an zu klirren, das hört man ziemlich schnell und es klingt scheiße. Sagen wir mal, wir sind jetzt bei den angegeben 50W Leistung mit 10% Klirr. Die Transistorendstufe wirst du dir mittlerweile nicht mehr anhören wollen und drehst sie soweit runter, bis sie nicht mehr clippt. Die Röhrenendstufe klingt immernoch ziemlich Clean, evtl mit ganz leichten Verzerrungen, die man allerdings (je nach auslegung der Endstufe) auch als Wärme im Sound interpretieren kann. Die Röhrenendstufe klingt nun lauter (du hast ja eben die andere auch runtergedreht um sie wieder Clean zu bekommen). Beide Endstufen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht an ihrer Leistungsgrenze. Allerdings clipt die Transistorendtufe halt immer stärker, was erstens immer beschissener klingt und zweitens auch langsam gefährlich für sie wird. Die Röhrenendstufe fängt nun langsam immer stärker an zu zerren, was je nach Auslegung der Endstufe recht gut klingen kann. Natürlich ist sie mittlerweile um einiges lauter als die Transistorendstufe zu dem Zeitpunkt, wo man sie sich noch gut anhören kann.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Deswegen haben Transen ja auch teilweise 300 Watt. Damit sie eben erst später anfangen zu clippen. Oder?

MfG
 
Eigentlich eher, um auch bei hohen Speaker-Impedanzen noch betrieben werden zu können. Von den 300W @4Ohm bleiben z.B. an einer 16Ohm Box weniger als 100W übrig.
Eine 50W Endstufe wäre also an einer 16Ohm Box völlig unbrauchbar.

Das Klirren ist überhaupt kein Problem, wenn man nur ein bischen seinen Kopf benutzt. Aber viele minderbemittelte Hersteller sind der Meinung, wenn die Röhrenendstufen fröhlich mit ihren 5-10% Klirr noch klingen, kann man das bestimmt mit Transistorendstufen genauso machen. Kann man eben nicht.
Marshall sind solche Kandidaten. Die Endstufe des MG100DFX knackt die 10% schon bei 80W, deswegen kann man den auch nicht laut drehen, ohne dass es nach Kretze klingt.
 
Nun,
50 Watt am Ausgang sind 50 Watt - sonst nichts.

Röhrenverstärker komprimieren, wenn sie verzerren (wenn der Klirrfaktor steigt ..). Das empfindet man als lauter.

Transistorverstärker dürfen nicht verzerren, sonst gehen die Speaker kaputt oder sogar die Transistorendstufe. Da wird nichts verzerrt im Klangkanal. Die Zerre beim Transistor-Amp ist ein Fake, wird künstlich erzeugt.

Aus dem Wiki:
Vermutlich aufgrund des gutwiligen Übersteuerungsverhaltens und der aufgrund des höheren Innenwiderstandes der Röhrenverstärker ausgeprägteren Eigenresonanzen der Lautsprecher ist folgende Faustregel verbreitet: Gleiche Ausgangsleistung: Röhre klingt doppelt so laut wie entsprechende Transistorleistung. Allerdings ist dabei zu beachten, dass der Lautstärke-Eindruck (Lautheit) nur subjektiv zu beschreiben ist, mit steigender Ausgangsleistung nur etwa logarithmisch ansteigt und überdies von der Frequenz abhängt. Ein 100-Watt-Verstärker wird nicht doppelt so laut empfunden wie ein 50-Watt-Verstärker.
 
Hi,

Marshall sind solche Kandidaten. Die Endstufe des MG100DFX knackt die 10% schon bei 80W, deswegen kann man den auch nicht laut drehen, ohne dass es nach Kretze klingt.

Dann ist eben die Leistungsangabe falsch. Üblicherweise gibt man die Leistung der Endstufe an, bei der sie noch nicht übermäßig verzerrt.


Transistorverstärker dürfen nicht verzerren, sonst gehen die Speaker kaputt oder sogar die Transistorendstufe. Da wird nichts verzerrt im Klangkanal. Die Zerre beim Transistor-Amp ist ein Fake, wird künstlich erzeugt.

Was heißt denn "künstlich erzeugt"? ;)
Entweder das Signal wird verzerrt oder eben nicht. Entscheidend ist da eher die Art der Verzerrung. Künstliche Verzerrung möchte ich aber mal sehen...

Grüße,
Florian
 

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