Was lest ihr im Moment? . Buch-Lesetipps ...

vorgesternn beendet - ein echter TOP-TIPP !

Die stille Revolution

Autor: Manfred Gotthalmseder

hergestellt von / zu beziehen bei: 1-2-Buch.de (07/2011)

ISBN: 978-3-942594-05-9, Paperback, 232 Seiten, Preis: 12 €


Infos zum Autor:

Manfred Gotthalmseder, Jahrgang 1968, stammt aus dem Salzkammergut. Er studierte in Wien Malerei sowie das Lehramt für Psychologie, Philosophie (1998 Diplom in Philosophie bei Prof. E. Oeser) und Bildnerische Erziehung. Er ist unter anderem als Lehrer an höheren Schulen tätig. Sein Hauptinteresse gilt den Auswirkungen der gegenwärtigen Dominanz ökonomischen Denkens auf den Menschen, außerdem Gehirnforschung, Künstliche Intelligenz, was ist Geld? und nachhaltige Energie.

Einleitung:

Wie wird späteren Epochen einmal die heutige Gegenwart erscheinen? Ist sie der Niedergang einer großen Zeit des Wohlstandes der letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts? Oder steckt in ihr schon der Keim für etwas grundlegend Neues? Sind die Geisteshaltungen, welche die Grundlage einer neuen Epoche der Geschichte bilden, nicht immer schon im Untergang der alten vorhanden? Wenn dem so ist, so wäre es doch spannend, diese zu kennen. Viele unterschiedliche Tendenzen unserer Zeit werden irgendwann ihre gegenwärtige Widersprüchlichkeit verlieren und zu einem neuen Ganzen finden. Da die Umsetzung den Ideen stark hinterher hinkt, lässt sich manch kommender Umbruch heute schon erahnen.

Einige der in diesem Buch vorgestellten Konzepte stammen von mir, andere schienen wichtig genug, sie mit in dieses Buch zu nehmen. Aber wesentlicher als die einzelnen Erkenntnisse ist mir der rote Faden, welcher geisteswissenschaftliche, ökonomische und naturwissenschaftliche Modelle miteinander verbindet. Dieser entspringt natürlich meiner ganz eigenen Sichtweise.

Der Titel des Buches ergab sich daraus, dass wir heute einen Wandel unserer Gesellschaft beobachten können, der mit der Idee der Nachhaltigkeit begann, und sich nun von der Energiewende auch auf die Güterproduktion und Geldwirtschaft überträgt. Mit dieser Idee ergibt sich aber auch ein neuer Blickwinkel auf den Werdegang des Lebens. Die Evolution wird nicht mehr als Wettbewerb unter Einzelkämpfern gesehen, sondern wir erkennen, dass auf Dauer nur jene Arten überlebt haben, welche mit anderen ein nachhaltig symbiotisches System bilden konnten, in dem der Abfall der Einen zum Dünger der Anderen wurde. Auch die Entdeckung, dass soziales Verhalten für die meisten Arten überlebenswichtig ist, überträgt sich heute auf unser Verständnis von kulturellen Organisationsformen beim Menschen. Gleichzeitig beweist uns eine global agierende auf Wettbewerb aufgebaute Wirtschaft mit zu Dinosauriern aufgeblähten Konzernen, ihre zerstörerische, menschenverachtende Wirkung. Bürgerbewegungen fordern weitgreifende Reformen und im Internet verbreiten sich Ideen von völlig neuen Formen des sozioökonomischen Zusammenlebens. Während die Politik weitgehend versucht das alte System aufrecht zu erhalten, scheint es sich von unten still zu wandeln.

Die Erkenntnis, dass unsere heutige Lebensform die am wenigsten nachhaltige ist, stürzt uns Menschen ein weiteres mal vom Thron. Von Kopernikus aus dem Zentrum des Universums verstoßen und von Darwin unter die Tiere gereiht müssen wir meiner Ansicht nach nun auch noch den Status des erfolgreichsten Lebewesens der Erde in Frage stellen. Gleichzeitig bietet sich uns die Chance das erste Wesen zu sein, das Nachhaltigkeit bewusst anstrebt. So kann die stille Revolution dieser Zeit auch als ein neuer Schritt in der Bewusstseinsentwicklung des Menschen gesehen werden. Zu Beginn will ich deshalb eine Theorie von Julian Jaynes erweitern, wonach Bewusstsein ein historisch entstandenes Phänomen ist. Wenn wir diese Idee ernst nehmen, so können wir sie gleich auf den gesamten Zeitraum der Geschichte anwenden, so dass sich eine stetig wachsende Bewusstwerdung des Menschen und seiner Stellung im Kosmos ergibt. Die Stufen dieser Entwicklung gilt es begreifbar zu machen.

Letztlich münden die Überlegungen in das Bild, das der Mensch nach dem heutigen Stand der Erkenntnis von sich haben kann. Hier will ich die Funktion unseres Gehirns als Organ darstellen, das es uns ermöglicht, eine vorgestellte Zukunft zu erreichen. Im Gegensatz zu den Wirkungen, mit denen sich die Naturwissenschaft beschäftigt, welche in der Vergangenheit liegen, ist diese Wirkung aus der angenommenen Zukunft auf unser gegenwärtiges Handeln grundlegend für allen gesellschaftlichen Wandel. Aber diese Zugkraft ist abhängig von der Fähigkeit sich kollektiv auf Zukunftsvisionen zu einigen, die einander nicht widersprechen.

Diesem Ziel widmet sich der zweite Teil des Buches. Es herrscht weitgehende Einigkeit darüber, dass Energieversorgung und Warenproduktion von ihrer Konzeption her heute eine Einbahnstraße darstellen. Aus Ressourcen wird Müll, der unseren Planeten vergiftet. Aber inwiefern steht die Philosophie des Kapitalismus, welcher zufolge sich das System durch Angebot und Nachfrage selbst regeln sollte, einem Wandel im Weg? Ist nicht Knappheit oberstes Ziel eines solchen Systems? Wem könnte die Wirtschaft etwas verkaufen und wer würde für die Unternehmen arbeiten ohne Mangel? Sind Wasser und Luft verschmutzt und die Gesundheit und das Klima ruiniert, so ergeben sich daraus doch ungeahnte neue Märkte für Produkte, die wir heute noch gar nicht kennen. Es gilt also zu fragen, ob sich die Wirtschaft nicht eher in ihrem Sinne, anstatt im Sinne des Menschen selbst reguliert. Wie können wir erreichen, dass sie wieder für uns arbeitet und nicht umgekehrt?

Ist unsere Geldwirtschaft überhaupt nachhaltig? Ich will hier eine neue Interpretation des Geldkreislaufes vorstellen, wonach Kursgewinne am Finanzmarkt nichts anderes sind als eine dort stattfindende Inflation aufgrund zu hoher Geldmengen. Das Geld wandert durch den Zinseszinsmechanismus aus der Realwirtschaft in den Geldanlagemarkt ab, wodurch eine stets steigende Vermögenskluft zustande kommt. Ohne einen Wandel des Geldsystems hin zur Nachhaltigkeit ist jegliche Bemühung um soziale Ausgewogenheit zum Scheitern verurteilt, da es Geschäftsbanken die Möglichkeit gibt den Staat zu ihrem Schuldner zu machen und der Zinseszins die Schulden wachsen lässt. Da auch die politische Spitze dieser Gesellschaft ihr Vermögen am Finanzmarkt macht, und somit von diesem System profitiert, in welchem Geld immer dorthin fällt, wo schon welches ist, dürfen wir von Seiten der Politik nicht zu viel erhoffen. Am Beispiel der Energiewende ist zu erkennen, dass der Wandel auch vom Volk kommen kann. Gegenüber der Summe an Privatinitiativen erweisen sich die großen Energiekonzerne als träge und einfallslos. Könnte nicht auch in Sachen Geldwirtschaft eine Reform von unten erfolgen, indem die Summe der Kleinstanleger den Geldmarkt wandelt, wenn diese nur erst einmal verstehen, was abläuft? Freilich könnte der Staat als Gesetzgeber die Regeln denen Banken unterliegen ändern und einen Kollaps des Systems verhindern. Aber ist die Demokratie geeignet um solch einen Kraftakt zu vollbringen? Haben unsere politischen Führer überhaupt den Überblick darüber, welches Spiel der Finanzmarkt mit den Staatshaushalten treibt? Führen Wahlen denn dazu, dass jene geistige Elite eines Landes an die Macht kommt, die fähig ist das komplexe ökonomische System zu verstehen?

Mit dieser Frage schlittern wir in die kritische Betrachtung politischer Organisationsformen. Meiner Ansicht nach sind demokratische Wahlen nur dazu brauchbar, um dem Volk die Möglichkeit zu geben, seine Bedürfnisse zu definieren. Der Einzelne zeigt durch seine Stimme, welchen Themenfeldern seiner Meinung nach derzeit besondere Beachtung geschenkt werden sollte. Er definiert seinen Willen. Im Gehirn des Menschen sind es die momentanen Bedürfnisse, welche uns einen Willen verspüren lassen. Sie werden aber durch einen weitblickenden Verstand relativiert, der durch seine Fähigkeit zur Voraussicht auch zukünftige Bedürfnisse berücksichtigt. Diesem Vorbild folgend, müsste in einer idealen Regierung der Wählerwillen von wissenschaftlichen Forschergruppen aufgegriffen werden, die durch Computersimulationen den Einfluss bestimmter organisatorischer Veränderungen auf das ökonomische System errechnen. Nach wissenschaftlichem Vorbild würde Forschern, deren Simulationen sich in der Vergangenheit bewährt haben, mehr Einfluss zugesprochen.

Die Geschichte zeigt, dass Machtspiele nur Reichtum auf Kosten Anderer erzeugen. Auf lange Sicht waren es nicht neue Regierungsformen, sondern neue wissenschaftliche Erkenntnisse, welche zu Zeiten eines allgemeinen hohen Wohlstands geführt haben. Die übertriebene Ausnutzung der neuen Methoden hat freilich später neue Probleme hervorgebracht, vor allem weil sie nicht nachhaltig, also nicht als Kreisprozess konzipiert waren. Trotzdem ist es vor allem dem heutigen technologischen Kenntnisstand zu verdanken, dass derartig viele Menschen auf diesem Planeten leben können. Auch in der Entwicklungshilfe hat man inzwischen begriffen, dass den Menschen auf Dauer vor allem durch neue Erkenntnisse, wie zum Beispiel neue Anbaumethoden geholfen werden kann. So werden wir am Ende auf die Rolle der Bildung und die Rolle des kreativen Menschen in dem System zu sprechen kommen.

Ein gebildeter Mensch sollte eine Haltung zu der Frage einnehmen können, welche
Ziele eine Gesellschaft sinnvollerweise anzustreben hat. Heutige Schulbildung bietet zunehmend nur noch das Knowhow zum Erreichen von Zielen, lässt dahinter stehende Werthaltungen aber unhinterfragt. Eine Auseinandersetzung mit den Themen unserer Zeit, wie sie dieses Buch bietet, wird nach Durchsetzung der Bildungsstandards nicht einmal mehr im Philosophieunterricht stattfinden können. Dort wird man sich dann darauf beschränken auf einer ideellen Ebene, jenseits irgend welcher praktischer Konsequenzen, zu argumentieren. Dies ist politisch wohl auch so gewollt, denn auf diese Weise wird das vorhandene Wertesystem stets reproduziert.

Generell spaltet unsere Kultur die Bildung in viele Wissenschaftsgebiete auf, und so erweisen wir uns als unfähig die großen Zusammenhänge zu erkennen. Dabei steht Kultur als Träger kollektiven Wissens am Ende einer Kette von Organisationsformen des Lebens, die ein einziges großes Ziel verfolgen, das alles zusammenhält. Dieses scheint darin zu liegen, Lebensformen hervorzubringen, welche zu immer mehr Einsicht in diese Welt befähigt sind, um vorausplanend handeln zu können. Große Vordenker beweisen, dass auch ein Einzelner einen wesentlichen Baustein in dieser Entwicklung bilden kann, selbst wenn er in seiner Zeit unverstanden bleibt. Die Kultur vergisst wesentliche Gedanken nicht, sondern sie überdauern die Lebensspanne ihrer Schöpfer und einige werden zu Grundpfeilern neuer Epochen. So gesehen sollte es für jeden von uns Sinn machen, unser eigenes Denken zu pflegen und weiterzugeben, um geistig in dieser Welt zu bleiben.

Dieses Buch mag dabei helfen.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung 9

TEIL 1: DIE GRUNDLEGENDEN MENTALEN KONZEPTE VERGANGENER EPOCHEN 13

1 DER WANDEL DES BEWUSSTSEINS IN HISTORISCHEN EPOCHEN 14

1.1 Die bikamerale Psyche der Menschen in den alten Hochkulturen 15
1.2 Das Erwachen des Individuums und seiner eigenen begründeten Meinung in der Antike 17
1.3 Der Blick auf die "innere Welt" im Frühchristentum 19
1.4 Das Leidensideal der Gotik und das Schuften für den Selbstwert 22
1.5 Die Manipulation der Massen in der Renaissance 23

2 DER WISSENSCHAFTSGLAUBE DER NEUZEIT 24


2.1 Eine wissenschaftlich fundierte Ethik als Ziel der Aufklärung 27
2.2 Romantik als Widerstand der Sinnlichkeit gegen das Diktat des Verstandes 29
2.3 Die Entstehung erster sozialökonomischer Modelle aus Vernunft und Mitgefühl 31
2.4 Von der Naturverklärung zur Idee einer ökonomischen Selbstregulation 33

3 DAS BILD DES MENSCHEN AM BEGINN DES 20. JAHRHUNDERTS 35

3.1 Bereit für den Krieg 36
3.2 Die Idee von der Selbstregulation durch das Naturrecht des Stärkeren 38
3.3 Woher stammt der unauslöschliche Glaube an Selbstregulation durch Wettbewerb? 40
3.4 Die Basis unserer Kultur ist das Bild von uns selbst als Menschen 42

TEIL 2: DIE MENTALEN KONZEPTE FÜR EINE NEUE EPOCHE 44

4 NEUE WERTE SIND DER SCHLÜSSEL FÜR JEDE REFORM 44

4.1 Die Liste offener oder verdrängter Fragen unserer Kultur 48

5 DAS NEUE BILD DES MENSCHEN 49

5.1 Was ist die Aufgabe unseres Gehirns? 50
5.2 Was ist das Erfolgsrezept des menschlichen Gehirns gegenüber den Tieren? 52
5.3 Was bringt uns Kunst? 54
5.4 Wie simuliert man einen Lerntrieb bzw. Schönheitssinn in künstlicher Intelligenz? 55
5.5 Wie kommen die Dinge in den Kopf? 58
5.6 Unser Verhältnis zur Welt außerhalb unseres Kopfes 59
5.7 Wie erkennen wir komplexe Eigenschaften? 62
5.8 Was ist das Bewusstsein? 65
5.9 Wie mächtig ist der Geist? 69
5.10 Wie frei ist unser Wille? 73

6 UMBRÜCHE IM BEREICH DES SOZIALEN MITEINANDERS 77

6.1 Ist Moral mit dieser Definition des Willens vorstellbar? 77
6.2 Verantwortungsethik versus Gesinnungsethik 79
6.3 Der Wandel in der Einstellung zu Liebe und Partnerschaft 80
6.4 Woher kommt die männliche Lust am Zerstören? 85
6.5 Der neue Umgang mit anderen Kulturen 86
6.6 Ist die Wahrheit dem Menschen prinzipiell zumutbar? 88

7 DER NEUE BLICKWINKEL AUF SOZIALÖKONOMIE UND ÖKOLOGIE 90

7.1 Wie kommt es zum Geldwert 91
7.2 Ist unser Geldsystem nachhaltig konzipiert? 96
7.3 Ethische Notwendigkeit einer Vermögensumverteilung 116
7.4 Energiereform durch Einführung der Kilowattstunde als Währung 137
7.5 Die Ausbeutung der Ressourcen verlangt nach einer Strukturreformen der Demokratie 140
7.6 Nur Kreativität führt zu einer nachhaltigen Energieversorgung 143
7.7 Verschmutzung der Umwelt und wirtschaftliche Ausbeutung 156

8 DER WANDEL DER GEISTIGEN BASIS DES WIRTSCHAFTSSYSTEMS 170

8.1 Nicht die Wissenschaft sondern eine falsche Wirtschaftsphilosophie ist verantwortlich 170
8.2 Was kommt nach der Idee der Selbstregulation? 175
8.3 Was wir tun können, um im Sinne dieser Philosophie zu leben? 180
8.4 Bildung als "Erziehung zum eigenen Weg" ist die Grundlage allen Wandels 182
8.5 Schulreform aber wie? 187
8.6 Die Bildung der Menschen zu Trägern einer nachhaltigen Gesellschaft 192
8.7 Die Aufgabe der Philosophie im Umgang mit Werten 196
8.8 Wie vermehren wir geistige Werte? 197
8.9 Für und Wider von kollektivistischen Systemen 201

9 FRAGEN RUND UM DIE EINSTELLUNG ZUM LEBEN 203

9.1 Distanz zur Welt als Grundgefühl unserer Zeit 203
9.2 Eine neue Gelassenheit, die keiner Distanz bedarf 206
9.3 Was hindert uns, den Anforderungen offen gegenüberzustehen? 208
9.4 Schöpfer, Diener und Kämpfer 211
9.5 Gibt es einen Fortschritt in der Menschheitsgeschichte- und wenn, dann welchen? 212
9.6 Einige Irrwege haben andere Kulturen tatsächlich vermieden 215
9.7 Gibt es Rezepte, um glücklich zu sein? 221
9.8 Der Glaube an ein "geistiges in der Welt bleiben" 223
9.9 Jede Generation sollte ihre Werte selbst festlegen 225
9.10 Die Basis allen Wandels ist die Kreativität 228

klickt aufs Bild:

Manfred_Gotthalmseder_Die_stille_Revolution.jpg
 
das_gestaendnis.jpg
Bin jetzt auf Seite 150, und es wird immer besser. Schon nach den ersten 30 Seiten dachte ich: "He, wie soll das noch spannender werden, wenn man jetzt schon so viel weiss?" Was ich mir nach den weiteren 120 aber eingestehen musste: Es KANN definitiv NOCH spannender werden! :)

Es geht um einen farbigen, 27 jährigen Jungen, der eines Mordes beschuldigt wird, den er an einer weissen, jungen College Studentin begangen haben soll. Während er seit Jahren in der Todeszelle sitzt meldet sich eine Woche vor seiner geplanten Hinrichtung ein Zeuge bei einem Pastor, der ihm zu Protokoll gibt, dass er das Mädchen getötet habe und somit der falsche in der Todeszelle hockt. Der Pastor meldet sich daraufhin beim zuständigen Anwalt. Der zuständige Anwalt von Donté Drumm (der Häftling), Robbie, schiebt den Bericht des Pastors erst beiseite, weil er sich vor Meldungen kaum mehr retten kann. Die Zeit läuft jedoch und auf den Strassen droht Krawall zwischen Todesstrafe-Befürwortern, -Gegnern, angehörigen der Ermordeten und Angehörigen des farbigen Jungen.

Bin gespannt, wie's weiter geht...

Alles Liebe,

Limerick
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi

als angehende philosophie-studentin kann ich natürlich nicht unvorbereitet meine seminare besuche...

dann darf ich Dir an dieser Stelle dieses informative Buch empfehlen, welches locker ins Budget einer Studentin passen sollte. Habs vor kurzem selbst erst entdeckt und lese noch quer. Man zahlt so etwa 6-12€.. echt ein Schnäppchen für dieses umfassende Werk!!

Philosophie - Einführung in die Welt des Denkens

Autor: Karl Holzamer

Verlag: Bertelsmann (1961, 62..65.. )
oder
Pattloch Verlag (1990) ISBN 3-629-00548-9

484 Seiten, gebunden

Diese fundierte Philosophiegeschichte skizziert das Gesamtgebiet der Philosophie: Die hervorragendsten Denker werden vorgestellt und ihre Systeme in ihrem zeitgeschichtlichen Rahmen interpretiert.

Im Mittelpunkt der Ausführungen stehen die Sinnfrage der menschlichen Existenz und die Erkenntnismöglichkeit der Wahrheit. Philosophie und ihre Geschichte kann im eigenen denkerischen Nachvollzug in eine Anwendung zu einer persönlichen Lebensgestaltung münden.

Klappentext:

Gibt es Wege in die Welt des Denkens? Kann man Philosophieren lernen? Hilft uns die Philosophie, Probleme des Daseins besser zu verstehen? Angefangen von Sokrates und Platon bis zu Jaspers und Sartre fragten Denker: Was ist der Mensch und was ist der Sinn seines Lebens?

Wer philosophiert, ist um das Begreifen der Zusammenhänge, um das Wesen der Dinge bemüht. Damit ist eine Besinnung desMenschen auf sich selbst verbunden. Wir brauchen im Leben Maßstäbe und innere Richtlinien. Wahres Philosophieren zeigt das Maß der Dinge und fordert zum Mitdenken auf. Wie soll der Mensch dem Materialismus unserer Zeit begegnen, wie kann er der Lebensangst entgegentreten, sie bekämpfen und Zufriedenheit erlangen?

Asiatische Weisheitslehren und ein Abriss der Philosophie von Griechen und Römern bis zur Gegenwart führen in ihre Geschichte ein. Der Autor zeigt dem Leser auf diesem Wege die verschiedenen Formen des Denkens in den großen Kulturen der Menschheit. Die Philosophie des Schönen und der Ursprung aller Wissenschaften, Aufklärung, Weltbürgertum und Existentialismus offenbaren die Macht des Wissens. Die Beziehungen der Philosophie zum Weltgeschehen werden deutlich spürbar.

Mit verständlicher und überzeugender Sprache klärt der Autor die Fragen nach der Endlichkeit und Unendlichkeit, nach Leib und Seele. Schließen sich Glauben und Wissen aus? Erleben und Erkenntnis sind Wegweiser zum Philosophieren. Tiefes Denken ist grundsätzlich jedem möglich. Von diesem Grundsatz geht der Autor aus. Sein Anliegen spricht jeden fragenden, suchenden Menschen an. Weltdeutung und Weltbewältigung gehören ebenso hierher wie die Denksysteme der Logik, Erkenntnistheorie, Metaphysik und Ontologie.

Der Autor versteht es, philosophische Begriffe und Gedankengänge in einprägsamer und verständlicher Form darzustellen. Viele Fotos und schematische Abbildungen, ein Begriffslexikon und ein ausführliches Register erleichtern den Gebrauch des Werkes.

Karl_Holzamer_Philosophie.jpg..Karl_Holzamer_Philosophie_Pattloch.jpg
 
WEHRT EUCH!

Autor: Rainer Kahni - bekannt als Monsieur Rainer

Verlag: BoD Book on Demand bod.de

ISBN: 978-3-8423-7159-0, Paperback, 72 Seiten, Preis: € 4,90


Klappentext:

Eine unappetitliche Melange aus dem Kapital, den Medienzaren und deren Marionetten in den Parlamenten greift immer unverfrorener nach der Macht im Staate. Ihre Entscheidungen stoßen bei der Bevölkerung auf immer mehr Unverständnis. Groll und Unmut machen sich breit. Die Mächtigen machen sich Sorgen. Denn das Volk ist nicht so wehrlos, wie man überall besichtigen kann. Greift der Freiheitswille der Menschen bald auf Europa über? Der Ruf schallt durch die Lande: WEHRT EUCH!

Monsieur Rainer schreibt zeitgeschichtliche Dokumentationen und Politthriller, die auf tatsächlichen Ereignissen beruhen. Mit diesem neuen Buch schliesst er nahtlos an seine beissenden Sachbücher STAATSSTREICH VON OBEN ( 2006) und DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE ( Jan 2011) an. In dem kleinen Büchlein WEHRT EUCH steht alles, was der zornige Bürger wissen muss!

Monsieur Rainer verabscheut political correctness, die sich wie ein chronischer Ausschlag über die Wahrheit legt!

Vorwort:

IST ES HOCHVERRAT ?

Wenn sich die Abgeordneten des deutschen Bundestages standhaft weigern, den Artikel 146 des Grundgesetzes zu respektieren und den Bundespräsidenten auffordern, einen Konvent einzuberufen, der eine Verfassung ausarbeitet, die dem ganzen wiedervereinigten deutschen Volke zur Abstimmung vorgelegt wird?

Wenn nach einem objektiv verfassungswidrigen Wahlgesetz 150 Abgeordnete in den Bundestag einziehen, die in ihren Wahlkreisen abgewählt wurden? Sie sind jedoch über fragwürdig zustande gekommene Listenplätze der Parteien trotzdem in den Bundestag gekommen!

Wenn nach einem objektiv verfassungswidrigen Wahlgesetz der CDU 24 Überhangmandate zugesprochen werden, durch die eine Partei die Kanzlermehrheit erringen kann?

Wenn die Bundesregierung gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstösst, in dem sie geheim und am Parlament vorbei, die Genehmigung für die Lieferung von riesigen Mengen von Waffen und Munition in Krisenregionen genehmigt?

Wenn Die Bundesregierung, ohne das Parlament oder gar das Volk zu befragen, in geheimen Dokumenten Souveränitätsrechte Deutschlands an Dritte abtritt?

Wenn in Geheimabsprachen innerhalb weniger Stunden hunderte von Milliarden Euro an Steuergeldern zur Bankenrettung überwiesen werden, während in Deutschland 6,9 Millionen Billiglöhner und Hartz IV - Empfänger sich an den Suppenküchen der Wohlfahrtsverbände erniedrigen lassen müssen?

Wenn Deutschland als einer der wenigen Länder Europas mit riesigen Aussenhandelsbilanzüberschüssen die Volkswirtschaften von EU - Partnerländer ruiniert? Diese Handelsbilanzüberschüsse wären gar nicht möglich, wenn Deutschland, wie alle anderen EU - Länder, einen gesetzlichen Mindestlohn eingeführt hätte!

Wenn die Agrarindustrie mit 150 Milliarden Euro subventioniert wird, die Lebensmittelüberschüsse in solchen Mengen und zu solch niedrigen Preisen produzieren, dass sie sogar teilweise vernichtet oder, noch schlimmer, in fruchtbare Regionen Afrikas exportiert werden? Dort kann der Bauer gegen diese Preise nicht konkurrieren und verhungert elendig!

Wenn die Bundesregierung immer noch an dem mit dem Vatikan im Jahre 1933 mit dem III. Reich geschlossenen Konkordatsvertrag festhält und damit das Grundgesetz, das die Trennung von Kirche und Staat vorschreibt, objektiv verletzt? Deutschland ist somit zusammen mit Österreich das einzige Land der EU, das keine Säkularisierung durchgeführt hat.

Wenn die Bundesregierung die Gewaltenteilung zwischen Exekutive - Legislative und Judikative verletzt, in dem sie bis heute keine weisungsunabhängige Justiz schafft, wie es die Richtervereine seit Jahren fordern? Deutschland ist somit zusammen mit Österreich der einzige Staat in der EU, der seine Bundes - und Generalstaatsanwälte als politische Beamte einstuft, sie ernennt oder bei Insubordination entlassen kann!

Wenn der deutsche Bundestag als eine der wenigen Länder der Erde eine UN - Resolution nicht ratifiziert, die die Bestechung von Abgeordneten unter Strafe stellt?

Wenn der Repressionsapparat der Bundesregierung Trojaner auf die Rechner aller Bürger jagt, die deren gesamte Intimsphäre ausspähen?

Wir alle wissen nicht, wie Juristen ein solches Verhalten und eine dermassen skandalöse Missachtung der Rechte des Volkes subsummieren, doch wir Bürger wissen, was wir davon zu halten haben:

Ihr habt uns tausend Mal belogen!
Ihr habt uns tausend Mal missbraucht!
Wir trauen keinem mehr von Euch!
Haut ab!

Inhaltsverzeichnis:

Kapitel 1. Deutschland hat keine Verfassung
Kapitel 2. Deutschland ist keine Demokratie
Kapitel 3. Deutschland ist kein Rechtsstaat
Kapitel 4. Der Agrarwahnsinn
Kapitel 5. Was kostet die Meinung eines Politikers?
Kapitel 6. Die Komplizen der Despoten
Kapitel 7. Das Töten geht weiter
Kapitel 8. Die Totengräber Europas
Kapitel 9. Zeitenwende
Kapitel 10. Wie lange noch?
Kapitel 11. Die Bürger Deutschlands fordern eine Verfassung
Die deutsche Verfassung

eine Rezension zu diesem Buch: (Autorin ist mir persönlich bekannt)

"Das Buch des Autors Rainer Kahni "Wehrt Euch!" ist ein Vermächtnis an die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes.
Wir alle in Deutschland sollten das Vermächtnis erfüllen.

Rainer Kahni legt den Finger in die Wunde mit einer klaren sozialpolitischen Analyse des Ist-Zustandes in Deutschland. Und was wichtig ist - er zeigt uns allen einen Weg auf - für ein sozialeres besseres Deutschland, in welchem Chancengleichheit keine Worthülse mehr ist.

Folgen wir seinem Weg!!!

Wir alle sollten dafür sorgen, dass der Artikel 146 endlich richtig umgesetzt wird, wir müssen einen Verfassungskonvent beantragen.

Das Grundgesetz der BRD wurde unter besatzungsrechtlichen Vorgaben erstellt und den Bürgeriinnen und Bürgern der neuen Bundesländer einfach übergestülpt. Sie wurden nicht gefragt ob sie damit einverstanden sind.

Ich plädiere dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes eine Verfassung einfordern. Das Grundgesetz ist nur ein Provisorium!!!

Wenn das Souverän zum ersten Mal selbstbestimmt, eine eigene Verfassung mitschreibt und über einen Volksentscheid über diese abstimmt- ist das echte Demokratie, die da zum Tragen kommt.

Wir haben es in der Hand damit unsere Zukunft sozila gerechter zu gestalten, Chancengleichheit einzufordern und die öffentliche daseinsvorsorge auf sichere Füße zu stellen. Endlich könnten wir die das "Finanzkapital" an die Leine legen und dafür sorgen, dass Kommunen viel mehr Handlungsspielraum hätten und finanziell viel besser ausgestattet sind

Rainer_Kahni_Wehrt_Euch.jpg
 
Ich habe gerade "Harry Potter and the Half-Blood Prince" durchgelesen und jetzt muss ich für die Uni ein spanisches Buch lesen... ist ziemlich schwer geschrieben ("El Origen Perdido") Ich würde viel lieber den letzten "Potter" lesen... :(
 
Ich lese momentan von Kim Harrison - Blutdämon.
 
Vom Systemtrottel zum Wutbürger

Autoren: Eugen Maria Schulak und Rahim Taghizadegan

Verlag: Ecowin Verlag, Salzburg/A (1. Aufl. Sept. 2011)

ISBN: 978-3-7110-0017-0

gebunden, 156 Seiten, Preis: 19,95 €

Es ist Zeit!

Wir alle gehören dazu: tagaus tagein bewegen wir die Rädchen im System! Wir haben uns zu mediengelenkten Massenmenschen entwickelt, die dem Konsum und der Informationspflicht dienen. Wir alle sind „nützliche Systemtrottel“ – sagen die Philosophen Schulak und Taghizadegan.

Doch der Systemtrottel hat ausgedient und weicht mehr und mehr der allgemeinen Empörung und dem wachsenden Protestwillen. Dieses Buch tritt zunächst an, den Wutbürger in uns zum Leben zu erwecken. Es ist aber letztlich die Aufforderung, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen.

Die beiden Philosophen betreiben Aufklärung im besten Sinne – nicht mit erhobenem moralischen Zeigefinger, sondern auf amüsante und verständliche Weise.

Zwar ist der Ernst, der sich hinter der vordergründigen Satire versteckt, bitter, und die Schelte trifft jeden von uns. Doch die Entlohnung ist wertvoll und wegweisend, denn die beiden Autoren sorgen für frische Luft in unseren Köpfen und Platz zum Denken. Sie versprechen uns entfremdeten Seelen die Wiederaneignung des Lebens und machen Mut, die Befreiung aus dem Hamsterrad anzutreten! Philosophisch gesprochen: dies ist der Garten, den es zu bestellen gilt.

zu den Autoren:

Eugen Maria Schulak (* 31. Januar 1963 in Wien), Philosoph und realistischer Idealist. Er appelliert an das Gute im Menschen und an seine Fähigkeit, schlechte Ideen beiseitezulegen. Um in den Köpfen der Menschen für frischen Wind zu sorgen, gründete er die Philosophische Praxis in Wien. Hier kann, wie in der Antike, der „normale Bürger“ an der Philosophie teilhaben und mit dem Philosophen ins Gespräch kommen. Daneben ist Schulak Vorstand des Instituts für Wertewirtschaft, Departmentleiter an der Siemens Academy of Life und Lektor an der Universität Wien sowie an diversen Fachhochschulen.

Rahim Taghizadegan ist ein austroiranischer Wirtschaftsphilosoph, der weder an die heutige „Demokratie“ noch an den heutigen „Rechtsstaat“ glaubt. Als interdisziplinärer Vordenker beschäftigt er sich mit Ökonomie, Philosophie, Theologie und Geschichte und erforscht moderne Illusionen. Taghizadegan gründete das vollkommen unabhängige Institut für Wertewirtschaft (wertewirtschaft.org) in Wien, das sich der Erkenntnissuche und Wissensvermittlung widmet. Er lehrt unter anderem an der Wirtschaftsuniversität Wien und an der Universität Liechtenstein.


Rezension v. Winfried Stanzick / Ober-Ramstadt, Hessen (hab dessen Freigabe zur Veröffentl.!)

Nicht nur in den europäischen Vorstädten brodelt es. In London zieht der Mob plündernd durch die Straßen, in Berlin werden jede Nacht Autos angesteckt. In Dutzenden von Metropolen überall auf der Welt haben sich junge und alte Menschen zusammengetan zu einer Bewegung, die sie "occupy" nennen und die sich gegen die Macht der Banken und die Zerstörung einer irgendwie positiv gearteten Zukunft richtet.

Doch viele Menschen sagen sich: wir leben doch in der besten aller Welten. Noch nie ging es uns so gut. Wir haben eine Demokratie und einen Rechtsstaat, die Gaststätten sind voll, die Menschen werden immer fetter. So einen Wohlstand hat es doch noch nie gegeben in der Geschichte! Wo also kommt diese beispiellose Wut her, die da generationenübergreifend wächst?

Die beiden Autoren des vorliegenden Buches, die beiden Philosophen Eugen Maria Schulak, der in Wien eine philosophische Praxis betreibt und der Austroiraner Rahim Taghizadegan, der unlängst mit dem Buch "Wirtschaft verstehen" (FinanzBuch Verlag) Laien versuchte , die österreichische Schule der Ökonomie näher zu bringen, gehen davon aus, dass die Wut der Bürger in unseren Gesellschaften noch zunehmen wird. Auch deshalb, weil immer mehr Menschen erkennen, was die beiden schon lange ahnen bzw. wissen: unser unmenschliches und überbürokratisiertes System ist nicht mehr reformierbar. Das uns seit Monaten vorgeführte europäische Gerangel um diverse Rettungsschirme zeigt uns das exemplarisch. Es geht nur noch ums Geld, das die meisten nicht haben, bzw. ihnen noch genommen werden soll.

Die einzelnen Menschen laufen derweil wie in einem Hamsterrad. Dass der Burn-Out als Krankheit bei Frauen und Menschen krass zunimmt, kann als Beleg dafür gelten.

Ohne moralisch erhobene Zeigefinger entlarven die beiden Autoren den heutigen Menschen als einen angepassten Systemtrottel. Doch die vielen Proteste und die neuen soziale Bewegungen zeigen, dass der bald ausgedient haben wird. Doch nicht nur das: immer mehr Menschen ziehen sich aus ihrem Hamsterrad zurück, steigen aus, wechseln eine unbefriedigenden Arbeit, sind mit weniger Konsum zufrieden und beginnen ihren jeweils eigenen "Garten" zu bearbeiten und zu pflegen.

In insgesamt 10 Feldern zeigen die beiden Autoren die Zwänge und gleichzeitig die Möglichkeiten, diesen zu entkommen:

● Information
● Bildung
● Beruf
● Geld
● Sicherheit
● Gesundheit
● Umwelt
● Kultur
● Beziehungen
● Politik

Sie nennen es eine "Abenteuergeschichte", die keine Utopie sei. "Sie bezeichnet keinen unmöglichen Ort für unmögliche Menschen. Sie ist zwar unwahrscheinlich, doch wird sie Wirklichkeit durch Schritte, die klein genug für reale Menschen sind. Sie erfordert Unwahrscheinliches: Mut, Klugheit, Maß, Gerechtigkeit - Ideen, die so unwahrscheinlich sind wie das Wunder des Lebens und keine Spur weniger real."

Die eigene Ratlosigkeit nicht mehr hinnehmen, sondern als Ausgangspunkt nutzen für neues Denken und kleine Schritte hin zu einem selbstbestimmten Leben.

Vom_Systemtrottel_zum_Wutb%C3%BCrger.jpg
 
Mike Resnick - Jäger des verlorenen Einhorns

Fantasy - Detektivkrimi :)

Alex
 
Joseph Heller - Catch 22. Zum Dritten Mal, und ich vermute, ich fange erst jetzt langsam an, das Buch zu verstehen.

Irgendwann möchte ich Slavoj Zizek lesen und dabei nicht lachen.
 
Und ich schon wieder mit meinem Fantasy-Kram.
Ich lese gerade die erste Zwergen-Trilogie von Frank Rehfeld.

Ich bin sehr zwiegespalten.
Wenn man seit langer Zeit nur noch Fantasy von Markus heitz gelesen hat, dann ist Rehfeld Bildzeitung-Niveau. Zwar eine spannende, packende und kurzweilige Geschichte aber leider sehr detailsparend und lieblos verpackt. Auf die handelnden Personen wird kaum eingegangen, sie werden nichtmal wirklich beschrieben. Die Zwerge verhalten sich nicht wie Zwerge (ein Zwerg legt niemals ohne zu murren seine Waffen ab und gibt sie in fremde Hände) und zu oft denkt man sich "Ohje das hab ich bei Tolkien fast 1 zu 1 schonmal gelesen, nur besser..."

Mein Fazit also:
Nett zu lesen und unterhaltsam. Aber eher für die schnelle und niveaulose Unterhaltung zwischendurch.
 
Die Totengräber der Demokratie


Autor: Rainer Kahni gen. Monsieur Rainer

Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (Januar 2011)

ISBN-13: 978-3-8391-9822-3 , Taschenbuch, 476 Seiten, Preis: 27,90 €


Text auf Buchrückseite:

Die neue Protestkultur ist ein Ventil für ein eklatantes Demokratie-Defizit. Den arroganten Politikern ist jede Bodenhaftung und jedes Gespür für die Befindlichkeiten der Bürger abhandengekommen. Sie sind nichts anderes als Marionetten der unverschämtesten Lobbyisten.

Die jakobinischen Verfechter der Political Correctness und deren Multikulti-Wahn gehen den Bürgern auf die Nerven. Sie alle, und große Teile der Medien, die als Hofschranzen der Politiker die öffentliche Meinung manipulieren, haften auf Deutschland wie ein chronischer Ausschlag.

Sie alle sind die Totengräber der Demokratie!


Einführung: (mit frdl. Genehmigung des Autors)

In hunderten von Veröffentlichen habe ich auf ein gravierendes Grundproblem in Deutschland hingewiesen. Niemand geht darauf ein, niemand interessiert sich für die Ursachen der Politikverdrossenheit, für die Verachtung der Bevölkerung für viele Politiker, für die Unruhe in der Mitte der Bevölkerung. Es wird nur gejammert und gezetert. Deutschland ist keine Demokratie! Deutschland ist eine Parteiendiktatur. Stellen Sie sich doch alle einmal die Frage, was Sie als Wähler überhaupt entscheiden dürfen? Haben Sie das Recht, Ihre Abgeordneten direkt zu wählen oder sind nicht 2/3 aller Landes-und Bundestagsabgeordneten auf Parteienlisten abgesichert und kommen auch ohne ihre Stimme ins Parlament? Wählen Sie irgendeinen Minister, einen Ministerpräsidenten, einen Bundeskanzler, einen Bundespräsidenten, einen Generalbundesanwalt, einen Generalstaatsanwalt direkt? Haben Sie irgendeinen Einfluss auf die Wahl des Bundesverfassungsgerichtes? Gibt es Volksentscheide zu den existenziellen Fragen der Politik, wie den Afghanistan-Krieg, die Verlängerung der AKW-Laufzeiten, zur Abwahl von OB Sauerland, zu Stuttgart 21 ? Wenn Sie alle diese Fragen mit NEIN beantworten müssen, dann werden Sie alle feststellen, dass Sie gar nicht in einer Demokratie leben! Bevor noch irgendjemand in Deutschland gewählt wird, müssen diese Defizite der Demokratie beseitigt werden, sonst haben Sie denselben Salat wie vorher!

Wie konnte das alles soweit kommen ? Nach der fürchterlichen Katastrophe des Zweiten Weltkrieges setzten sich wohlmeinende und anständig gebliebene Männer und Frauen auf der kleinen Herreninsel im bayerischen Chiemsee zusammen und überlegten, welche Lehren aus diesem Desaster zu ziehen waren. Natürlich waren die meisten Mitglieder dieses ersten Verfassungskonvents noch im neunzehnten Jahrhundert geboren und geprägt durch die Erfahrungen des Kaiserreiches, der Weimarer Republik und des Dritten Reiches. All ihre traumatischen Erlebnisse brachten sie in diesen Konvent mit ein. Was dabei heraus kam, war bewundernswert.

Die Väter und Mütter des Grundgesetzes der neu zu gründenden Bundesrepublik Deutschland brachten eine Verfassung zustande, die es so auf deutschem Boden noch nicht gegeben hatte. Sie war gleichzeitig in alten Werten verhaftet und doch in vielen Punkten avantgardistisch. Diese Verfassung hat mit allen ihren Veränderungen und Ergänzungen der Bevölkerung der neuen Republik über einen Zeitraum von fünfzig Jahren ein Leben in Frieden und Freiheit beschert. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass die Initiatoren dieses Konvents, die Siegermächte, eigentlich keinen starken Bundesstaat haben wollten und ihren ganzen Einfluss geltend machten, um die Rechte der Länder zu stärken. Dies ist auch ein Teil der Ursachen für die heutige Blockade der ganzen Politik. Gleichwohl war dies die freiheitlichste Verfassung der westlichen Welt. Wo gab es das in der Geschichte Deutschlands jemals ?

Das heutige Problem ist die Verfassungswirklichkeit. In der täglichen Praxis ist diese gute Verfassung von Teilen der Bevölkerung, von Parteien, von Politikern, von Verbänden, von Gewerkschaften und allen möglichen Interessensgruppen in den Würgegriff genommen und bis zur Unkenntlichkeit vergewaltigt worden. Diese Republik wird nicht mehr von gewählten Volksvertretern regiert, sondern von Lobbyisten aller möglichen Lager. Sie halten sich die Politiker wie die Spielleiter der Augsburger Puppenkiste ihre Figuren und lassen sie auf der Bühne des Bundestages tanzen.

Wenn man allerdings die heutigen gewählten Volksvertreter mit den Vätern und Müttern des Grundgesetzes vergleicht, so wundert einen gar nichts mehr. Wer sitzt denn in den Parlamenten und wie kommen diese Leute überhaupt in solche Positionen ? Zunächst einmal sind die Parlamente mal voller und mal leerer, aber immer voller Lehrer. Also voll von Menschen, die von der Wiege bis zur Bahre versorgt sein und möglichst nie ein eigenes wirtschaftliches Risiko eingehen wollen, immer alles besser wissen und mit oberlehrerhaft erhobenem Zeigefinger den kleinen dummen Schülern, sprich Wählern zu befehlen gewohnt sind, wie es zu laufen hat und was man zu tun und zu lassen hat. Dabei hätten diese verbeamteten Besserwisser ausser in den Parlamenten niemals in ihren Berufen Positionen erreicht, die auch nur annähernd so hoch dotiert worden wären. Verliert so einer, was ja selten genug vorkommt, seinen Parlamentssitz, dann bleibt ihm nur die Wahl, in den Schuldienst zurückzukehren, wozu er keine Lust mehr hat, sich frühpensionieren zu lassen oder dem Arbeitsamt auf der Tasche zu liegen.

Sein täglich Brot durch irgendeine berufliche Tätigkeit zu verdienen, dazu ist so ein Ex - Parlamentarier in der Regel nicht bereit und auch nicht imstande. Manchmal versucht er auch, ein Buch zu schreiben, das dann aber kein Mensch lesen will.

Die zweite Spezies der Volksvertreter besteht aus Juristen, dagegen sind die Lehrer noch harmlos. Es packt einen das schiere Grauen, wenn man tagtäglich das Juristengeseich hören muss, das diese Parlamentarier absondern. Dazu muss man wissen, Juristen sind prinzipiell zu allem fähig und zu nichts in der Lage. Juristen wissen alles, sind in jeder Position verwendbar und haben meistens keinen blassen Schimmer von dem, was sie reden. Das aber kann der geneigte Zuhörer oft nicht erkennen, denn Juristen bringen in der Regel auch Ungereimtes mit ihren antrainierten rhetorischen Tricks derart geschickt unter die Leute, dass es richtig gescheit klingt. Was dabei allerdings herauskommt, sind Gesetze, die handwerklich so schlecht sind, dass sie, kaum haben sie das Licht der Praxis erblickt, entweder kein Mensch versteht, sie in sich widersprüchlich oder schlicht rechtswidrig sind. Dies ist auch der Grund für die ungeheure Gesetzesflut, die sich über die Steuerberater, die Richter und über die Verwaltung dieser Republik ergiesst. In der täglichen juristischen Praxis sind solche Juristen-Parlamentarier in der Regel nicht zu gebrauchen. Sie stehen zwar irgendwo auf dem Briefkopf einer Anwaltskanzlei, weil man sich dort viel von einem bekannten Namen verspricht. Die Anwaltskollegen sind jedoch froh, wenn sie von Besuchen dieser Parlaments-Juristen verschont bleiben. Mein Vater, selbst Jurist, beschrieb einmal die Karriereleiter eines Juristen: " Ist einer fleissig und gescheit, geht er in eine internationale Anwaltskanzlei. Scheut er den Arbeitsaufwand und das finanzielle Risiko, das eine solche selbständige Existenz mit sich bringt, wird er Richter. Hat er dort versagt, wird er Staatsanwalt, ist er auch dort nicht zu gebrauchen, wird er Gefängnisdirektor. Hat er als Knastchef eine zu hohe Fluchtquote, so wird er Kriminaldirektor und wenn alles nichts hilft, geht er in eine Partei und kommt in ein Parlament."

Wir haben also Lehrer und Juristen in den Parlamenten. Damit man aber auch versteht, warum diese Bundesrepublik Deutschland so gründlich an die Wand gefahren wurde, muss man die brisante Melange aus Inkompetenz und Dummheit in ihrem ganzen Ausmass darstellen. Nicht vergessen werden darf eine dritte Spezies von Politikern, die in den Parlamenten herumsitzt und jeden vernünftigen politischen Ansatz im Keim erstickt:

Es sind die Gewerkschaftsbonzen, die auf dem dritten Bildungsweg in ihren gewerkschafts-eigenen Schulen zu regelrechten Kadern herangezüchtet und dann über die eigene gewerkschaftsinterne Karriereleiter in die Parlamente geschickt werden. Von 251 SPD - Bundestagsabgeordneten sind 186 DGB - Mitglieder ! Bei der CDU/CSU sind es nur noch 10 Gewerkschaftsvertreter, bei Bündnis 90/Die Grünen sind es 13 und bei der FDP ist gerade mal ein Abgeordneter im Deutschen Gewerkschaftsbund organisiert. Diese Gewerkschaftsbonzen sind angetreten, um ihre zahlenden Mitglieder zu vertreten. Arbeitslose gehören dabei nicht zu ihrer Klientel, sondern Arbeitsplatzbesitzer. Also entlarvt sich doch das hohle Geschwätz von « sozialer Gerechtigkeit » von selbst. Arbeitslose sind nur dazu geeignet, um den gewerkschaftseigenen Speckgürtel um die Bundesanstalt für Arbeit mit Milliarden von Steuergeldern zu schmieren. Dabei entblöden sich die Veranstalter sogenannter Fortbildungsmassnahmen nicht, den Arbeitslosen auch noch den grössten Unsinn als Fortbildung zu verkaufen, als handele es sich bei jedem Arbeitslosen per se um einen Analphabeten.

Die Gewerkschaften haben sich zu viel Macht angeeignet, die ihnen überhaupt nicht zusteht. Sie vertreten nämlich lediglich 25 Prozent der arbeitenden Bevölkerung. Und diese Gewerkschaftsbonzen, die selbst nicht einmal dazu imstande wären, eine Currywurstbude auch nur eine Woche ohne Pleite zu führen, massen sich an, etwas von Volkswirtschaft zu verstehen und Regierungen, also Verfassungsorganen zu drohen. Wenn ein Gewerkschaftsbonze ein Unternehmen leitet, weiss man, wo das hinführt. Tolle Beispiele volks- und betriebswirtschaftlicher Kompetenz haben sie bei der Neuen Heimat, der BfG und der Coop abgeliefert. Schauen Sie sich einmal die Arbeitswelt in den gewerkschaftseigenen Betrieben an. Wenn ein mittelständischer Unternehmer so mit seinen Mitarbeitern umgehen würde, würde er zu Recht als Kapitalistenschwein und Ausbeuter bezeichnet werden.

Der Rest der Parlamentsmitglieder sind Beamte. Nicht zu vergessen sind auch noch ein paar Pfarrer und sonstige Interessenvertreter von Verbänden. Dass überhaupt Beamte in den Parlamenten sitzen, ist meines Erachtens an sich schon verfassungswidrig. Seit wann hat die Exekutive die Legislative zu unterwandern ? Umgekehrt wird ein Schuh draus. Die Legislative hat die Exekutive zu kontrollieren. Dies kann aber nicht funktionieren, wenn Mitglieder der ausführenden Organe bereits in den gesetzgebenden Versammlungen sitzen.

Der grösste Witz ist dabei, wie diese « Volksvertreter » überhaupt in die Parlamente kommen. Nicht etwa durch die freie und geheime Wahl der Bürger, wie es die Verfassung vorschreibt, aber nein, die meisten Parlamentarier werden in nicht demokratisch legitimierten parteiinternen Kungeleien auf sogenannte Landeslisten gesetzt, um dann dem Stimmvieh vorgekaut serviert zu werden. Und dann glaubt Klein Erna doch tatsächlich in ihrer Einfalt, sie hätte die Wahl. Schon heute sprechen Politiker verschämt von einer "repräsentativen" Demokratie, wohl wissend, dass dies ein Etikettenschwindel ist. Das bedeutet nämlich nichts anderes, als dass der "Souverän" einmal in vier Jahren zu einer sogenannten Wahl aufgerufen wird, dort sein Kreuzchen für irgendeine Partei macht und damit für weitere vier Jahre seine bürgerlichen Rechte an einen Abgeordneten offen abtritt. Was der dann mit der Stimme des Urnenpöbels anfängt, darauf hat der Wähler überhaupt keinen Einfluss. Das ist keine gute Demokratie, das ist keine schlechte Demokratie, das ist überhaupt keine Demokratie!

Da die heutigen Politiker durch ihre Ausbildung und ihre Abhängigkeiten gar nicht mehr in der Lage sind, ihrem verfassungsmässigen Auftrag, nämlich dem Regieren des Landes, nachzukommen, sondern nur noch ihre Interessen verteidigen, werden Beschlüsse heute nicht mehr in den vom Gesetz vorgeschriebenen Organen beraten und gefällt, sondern in zahlreichen eingesetzten Zirkeln und Kommissionen ausgekungelt. Diese Zirkel und Kommissionen sind durch nichts und durch niemanden demokratisch legitimiert. Sie sind nur noch der Ausdruck der totalen Hilflosigkeit der Verfassungsorgane.

Alle Entscheidungen der derzeitigen Kanzlerin sind nur dem schieren Machterhalt untergeordnet und daher für das Land verheerend. Wie dringend würden wir gerade jetzt die kühle Brillanz eines Helmut Schmidt und die Raffinesse eines Konrad Adenauers brauchen.

Flankiert wird diese Kanzlerin von einem Aussenminister, der völlig überfordert ist. Machtgierig, mit dem Hang zum Grössenwahn belastet, betreibt er eine Aussenpolitik, die keine ist. Zunächst einmal ist zu konstatieren, dass die Wahl Deutschlands in der UN-Weltsicherheitsrat rein gar nichts mit Herrn Westerwelle zu tun hat. Ergo ist sein Siegerlächeln fehl am Platze. Sein Gehabe ähnelt eher dem eines Kindskopfes, das eine Tüte Gummibärchen verschluckt hat. Deutschland hat weder das Geld, noch die politischen Ressourcen, noch die grundgesetzlichen Möglichkeiten, den Anforderungen an ein Mitglied im Weltsicherheitsrat gerecht zu werden. Nichts anderes als Grossspurigkeit führen die deutschen Politiker in ihrem Gepäck mit. Sie wollen, sechzig Jahre nach dem Untergang, endlich wieder auf der Weltbühne mitmischen, haben aber ausser acht gelassen, dass es ihnen dazu an innerer Stabilität fehlt. Dieses Land ist noch lange keine ausgereifte Demokratie, es ist eine Parteiendiktatur. Betrachtet man es von dieser Seite, dann müssten etwa 80% der Mitglieder aus der UNO ausgeschlossen werden und davon müssten 50% vor das Kriegsverbrechertribunal gestellt werden. Die UNO hat kein Geld, keine Macht, keinen Einfluss, sie hat noch nie einen Krieg verhindert. Im Zweifel belügen die Mitgliedstaaten das gesamte Gremium, wie weiland Colin Powell. Also, was soll Deutschland in diesem Panoptikum von "Weltparlament"? Angeben, grosse Reden schwingen, zahlen und bei internationalen Konflikten mitmischen. Es ist eine Bühne der Eitelkeiten. Genau das richtige für überambitionierte Politiker!

Man nehme sich ein Beispiel an Frankreich, das längst erkannt hat, dass das schmutzige Geschäft der Aussenpolitik nicht mit Ehrlichkeit, Anständigkeit und guten Absichten betrieben werden kann, sondern durch hinterhältiges Taktieren bei Wahrung der eigenen Interessen. Dazu gehören ein Stück Verlogenheit, Heuchelei, Zynismus und vor allem Realismus. So ist die Welt, sie ist schlecht, verlogen und unmenschlich. Wollen wir darin bestehen, so brauchen wir Aussenpolitiker von grosser Raffinesse und keine überambitionierten Amateure. Man hüte sich vor aufgeblasenen Angebern in der Politik. Wie sehnt man sich nach den Visionen eines Willy Brandt, der Fröhlichkeit und Klarheit eines Walter Scheel, der Loyalität und Klasse eines Heinrich von Brentano und vor allen Dingen nach der Gerissenheit eines Hans Dietrich Genscher. Gerade ihm wären solche handwerklichen Fehler in der internationalen Politik nicht unterlaufen.

Der Wirtschaftsminister scheint ebenfalls nicht ganz ernst genommen werden zu wollen. Mit oft schwerer Zunge versucht er volkswirtschaftliche Grundkenntnisse unter die Bevölkerung zu streuen. Die Qualität seiner Aussagen lässt sich leicht bemessen an seiner vehementen Verteidigung der unsinnigsten Subventionen, die jemals gezahlt wurden - einmal ganz abgesehen von all den sonstigen Schildbürgerstreichen dieser Regierung. Mit fast vier Milliarden Euro jährlich wird zum Beispiel der Steinkohleabbau im Land Nordrhein - Westfalen subventioniert. Das heisst, dass jeder Arbeitsplatz im Bergbau den deutschen Steuerzahler ca. 70.000 Euro pro Jahr kostet. Für die Hälfte des Geldes könnte man jeden Bergarbeiter ganzjährig in den Urlaub nach Mallorca schicken. Dabei braucht kein Mensch diese Kohle, denn ausländische Kohle wird zum halben Preis aus Kanada, Afrika und Polen importiert. Aber nein, es könnte ja Wählerstimmen kosten, wenn man diesen Wahnsinn beendet.

Die Liste der unsinnigsten Subventionen, für die dieser Wirtschaftsminister verantwortlich ist, lässt sich bis auf eine Summe von bis zu 150 Milliarden Euro jährlich verlängern ! Dazu kommen noch Milliarden von verschwendeten Steuergeldern, wie man jedes Jahr in den Berichten des Bundesrechnungshofes nachlesen kann. Für einen Grossteil dieses unglaublichen Skandals trägt der Wirtschaftsminister die Verantwortung. Hier geht es nicht mehr um Marktwirtschaft, hier werden nur noch unsinnige Steuergeschenke an plärrende Interessengruppen verteilt, die volkswirtschaftlich absoluter Wahnsinn sind. Oder welchen volkswirtschaftlichen Zweck sollen denn Steuerabzugsmöglichkeiten für die Filmindustrie in Hollywood haben ? Wussten Sie denn nicht, dass ohne die deutschen Subventionsmilliarden die amerikanische Filmindustrie schon pleite wäre ? Welchen Sinn haben denn der verminderte Mehrwertsteuersatz für die Hotel-Branche gemacht? Wo bitte, ist weit und breit auch nur im Ansatz die nationalökonomische Kompetenz eines Ludwig Erhard in Sicht ?

Und dazu kommt natürlich noch der Hauptmann der Reserve Niebel im Entwicklungshilfeministerium. Man braucht ja auch einen absolut ahnungslosen Ex-Generalsekretär der FDP, der immer noch glaubt, dass die Schecks für die Entwicklungshilfe der armen Bevölkerung der Drittweltländer zugute kommen und nicht auf den Genfer Privatkonten der jeweiligen Diktatoren landen. Wichtiger als jede erbärmliche Entwicklungshilfe wäre die Unterstützung der WTO, die verzweifelt versucht, den « armen « Ländern Weltmarktpreise für deren Produkte und Rohstoffe zu garantieren. Diese Länder sind nämlich gar nicht arm. Sie sind reich an Rohstoffen, die wir für ein Trinkgeld ausbeuten. Mit unsinnigen Subventionen unserer Agrarwirtschaft in Milliardenhöhe und Handelssperren schotten wir unsere Märkte von den Produkten der sogenannten Entwicklungsländer ab. Auch die Erlassung ihrer « Schulden » wäre eine grosse Hilfe für diese Länder. Sie haben ihre Schulden bei uns schon hunderte Male getilgt, was unsere Banken hier abschöpfen, sind die Zinsen der Zinsen der Zinsen für früher gewährte Kredite. Der leider ermordete ehemalige Chef der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, hat dies schon gefordert und ist dafür heftig von seinen Kollegen angegriffen worden. Es war der Gipfel der Dummheit der « RAF », so einen weitblickenden und verantwortungsvollen Banker umzubringen. Was für eine Schande für die angeblichen Weltverbesserer der « RAF ». Nichts war mit Idealen, nur Dummheit und Ignoranz ! Hier waren keine Revolutionäre, sondern hirnlose Verbrecher am Werk ! Ein paar davon sind heute noch so verbohrt, dass sie zu Recht immer noch in den Knästen sitzen.

Ein durchschnittlich intelligenter Mensch und Realist würde es im Amt des Entwicklungshilfeministers auf Dauer nicht aushalten. Alleine in Afghanistan sind 17 Milliarden US-Dollar an Entwicklungshilfe versickert. Man sollte einmal die Genfer Konten von Präsident Karsai und seinen Komplizen genauer überprüfen. Genau aus diesem Grunde ist der amerikanische Entwicklungshilfeminister zurückgetreten. Er hat das zynische Spiel einfach nicht mehr ausgehalten. Doch Hauptmann Niebel ist glücklich und merkt gar nichts.

Da gibt es noch eine Justizministerin (Juristin, was sonst), deren Namen kein Mensch kennt, denn durch irgendwelche originellen Einfälle ist sie noch nicht aufgefallen. Heute habe ich zufällig in der Zeitung gelesen, dass sie Leuthäuser-Schnarrenberger heisst. Sie verbreitet sich zwar über die Bewahrung der unabhängigen Justiz, es ist ihr aber offensichtlich noch gar nicht aufgefallen, dass es so etwas in Deutschland noch gar nie gab. Im Kaiserreich herrschte eine Klassenjustiz, in der Weimarer Republik eine diese zutiefst verachtende Justiz, im Dritten Reich eine Verbrecherjustiz, in den Anfängen der Bundesrepublik eine Wendehalsjustiz (bestes Beispiel: mein Vater!), in der Bundesrepublik eine von Bürokraten und Politikern gegängelte Justiz, die technisch und in der Ausbildung auf dem Stand von 1910 gehalten wird. Dabei ist die deutsche Rechtsprechung auf dem Hund gekommen und moralisch bankrott. Die tägliche Rechtspraxis zeigt die Verluderung der Justiz, die natürlich auch ein Spiegelbild der Gesellschaft ist. Hinterzieht einer Steuern, führt seine Firma in den Bankrott oder betrügt gar eine unvorsichtige Bank, dann gnade ihm Gott. Zwischen fünf und zehn Jahre Knast sind ihm sicher. Es ist bedeutend billiger, betrunken einen Menschen totzufahren, eine Frau zu vergewaltigen oder Kinder zu missbrauchen. Das Mitleid aller guten Menschen ist so jemanden sicher. Er kann auf die geballte Fürsorge der Sozialpädagogen, Psychologen, Gutachter und Richter hoffen und ist schneller wieder « resozialisiert » als ein Steuerhinterzieher. Es herrscht ein Abgrund an moralischer Verkommenheit in einer Justiz und Gesellschaft, wenn materieller Schaden schärfer geahndet wird als der mangelnde Respekt vor der Unversehrtheit der Seele und des Körpers eines Menschen.

Das geht auch auf Bismarcks Zeiten zurück. Wenn ein besoffener, arroganter Junker eine Magd vergewaltigte, so war das ein Kavaliersdelikt. Aber wehe, eine halb verhungerte Magd stahl dem Gutsherrn ein paar Kreuzer, dann war ihr das Zuchthaus sicher. Das Bürgerliche Gesetzbuch und deren wahrhaft empörende und weitgehend immer noch geltende, den Schaden an Sachwerten höher als den an Menschenleben wertende Rechtsprechung ist darüber hinaus ein Produkt der Gründerzeit nach 1871. Das Besitzbürgertum drängte auf extrem harte Strafen bei Eigentumsdelikten. Das ist bis heute so geblieben !

So etwas lernt man heute nicht mehr an deutschen Universitäten. Von humanistischer Bildung gibt es bei unseren Juristen keine Spur mehr. Rechtsgeschichte : Fehlanzeige. Stattdessen werden nur noch stupide Paragraphen auswendig gelernt ! Hier wäre eine lohnende Aufgabe für einen wirklich guten Justizminister. Ich habe keine Hoffnung, dass diese Quotenjuristin auch nur den blassesten Schimmer von der Realität hat. Wollen wir eine wirklich unabhängige Judikative, dann dürfen die Bundesanwälte und die Generalstaatsanwälte keine weisungsabhängige Beamten mehr sein, sondern müssen von den Parlamenten gewählt werden.

Dazu wäre Kurt Tucholsky nur eingefallen : « Das zufällig bestandene Abitur, den Professor bei der Prüfung ein bisschen verwirrt, der Erwerb eines Talars bei der Hans-Soldan-Stiftung, und aus Hänschen Blumenkohl wird der Stellvertreter Christi auf Erden »
Eine Justizministerin, die es zulässt, dass Mordverdächtige nach sechsmonatiger Untersuchungshaft auf freien Fuss gesetzt werden müssen, weil die Staatsanwälte keine Anklage zustande bringen und gleichzeitig Betrüger und Steuerhinterzieher jahrelange Untersuchungshaft über sich ergehen lassen müssen, hat alle Wertmassstäbe verloren und ist ihr Geld nicht wert.

Als Grüss-August musste jemand her ( Jurist, was sonst), der als möglicher politischer Gegner der Kanzlerin aus dem Wege zu räumen war. Es ist beschämend, wie dieses einst so angesehene Amt durch Intrigen, Kungeleien und Vetternwirtschaft heruntergewirtschaftet wurde. Das Amt des Bundespräsidenten an sich gibt machtpolitisch nichts her, wenn dann auch noch so ein staubtrockener Rechtsanwalt aus Hannover damit versorgt werden muss, weil man ihn sonst nicht los wird, dann ist das Ansehen dieses Amtes an seinem Tiefpunkt angekommen. Ausser Spesen nichts gewesen ! Ich möchte wetten, dass zwei Drittel der Deutschen gar nicht wissen, wer der Mann mit dem Ordensbändchen am Revers ist, der am Tag der deutschen Einheit die hohlen Phrasen im Fernsehen drischt. Man sieht ihn auch manchmal mit « betroffener » Miene auf Beerdigungen herumstehen. Dabei hat diese Republik schon sehr profitiert von der Weltläufigkeit eines Richard von Weizsäcker, von der Redlichkeit eines Gustav Heinemann, vom liebenswürdigen Humor eines Theodor Heuss.

Fazit, wenn keine Männer und Frauen mehr gefunden werden, die bei Begräbnissen, zu Weihnachten und bei sonstigen passenden und unpassenden Gelegenheiten mehr als nur leere Worthülsen verbreiten können, dann schafft das Bundespräsidentenamt ab.

Und wen haben wir heute als Marketingstrategen der Bundesregierung ? Welcher gute Journalist ist überhaupt bereit, die trostlose Vorstellung dieser Bundesregierung zu verkaufen ? Da bleibt auch nichts anderes übrig als zweite Wahl. Ein Mainzelmännchen vom Regierungs-Sender ZDF. Ein durchaus als Frauenliebling durchgehender Sprecher, der nichts weiss, von allen Informationen abgeschnitten zu sein scheint und ansonsten durch Abwesenheit glänzt. Einfach nur lieb reicht aber nicht. Wir brauchen Profis wie es damals ein Rüdiger von Wechmar oder ein Klaus Bölling waren. Die hatten noch Klasse.

Conclusio: Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist eine vorläufige Verfassung. Die Väter dieses Grundgesetzes haben ausdrücklich darauf bestanden, dass dieses Grundgesetz am Tage der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten einer Verfassung weichen m u s s, die dem ganzen deutschen Volke zur Abstimmung vorgelegt werden muss.

Dies wurde bewusst von den heutigen Politikern aus Angst vor dem Volk versäumt ! Denn in dieser endgültigen Verfassung hätten elementare basis-demokratische und plebiszitäre Elemente eingearbeitet werden müssen, die da wären:

… In die Parlamente des Bundes und der Länder ziehen nur direkt gewählte Abgeordnete ein.
… Die Grösse der Parlamente ergibt sich aus der Wahlbeteiligung
… Die Abgeordneten kommen für ihre Altersversorgungen selbst auf.
… Die Ministerpräsidenten der Länder werden direkt vom Volk gewählt.
… Der Bundeskanzler und der Bundespräsident werden direkt vom Volk gewählt.
… Der Generalbundesanwalt wird vom deutschen Bundestag gewählt, sämtliche Generalstaatsanwälte der Länder von den Landtagen.
… Als Dienstaufsicht für Richter und Staatsanwälte und Polizisten wird ein eigens zu schaffender Gerichtshof eingerichtet. Dieser Gerichtshof hat auch die Ermittlungshoheit im Falle von Dienstvergehen. Die Richter dieses Gerichtshofes haben Verfassungsrang und werden vom Parlament gewählt.
… Existenzielle Fragen der Republik sind durch Volksentscheide zu beantworten. Dazu gehören Militäreinsätze, Fragen der Energieversorgung und Grossbauvorhaben.

Das alles wird es nie geben! Gleichwohl muss es erlaubt sein, über die zahlreichen Defizite der deutschen Demokratie nachzudenken. Denn bis heute gilt nur eines: Arrogante, oft auch korrupte Politiker, die jeden Kontakt zum Bürger verloren haben, die unverschämtesten Lobbyisten, die jakobinischen Verfechter der political-correctness, die geradezu faschistoiden Gutmenschen mit ihrem Multi-Kulti-Wahn und grosse Teile der Medien, die sich als Hofschranzen der herrschenden Kaste lächerlich machen und oft eine permanente Zensur des Rechtes auf freie Meinungsäusserung ausüben, haften auf dem deutschen Staat wie ein chronischer Ausschlag !

Rainer_Kahni_Die_Totengr%C3%A4ber_der_Demokratie.jpg
 
vor ein paar Tagen zu Ende gelesen - sehr zu empfehlen:

Die Müllmafia: Das kriminelle Netzwerk in Europa

Autoren: Sandro Mattioli und Andrea Palladino

Verlag: Herbig (1. Auflage 9/2011)

ISBN-13: 978-3-7766-2665-0

gebunden, 256 Seiten mit 8 Abbildungen, Preis: 19,99 €

Müll löst sich nicht in Luft auf…


● 1979–1995 werden mindestens 39 Giftmüllschiffe mit teils hochradioaktiver Ladung im Mittelmeer versenkt.

● Ende 2008 wird gegen 258 Mafiaclans wegenschwerer Umweltdelikte ermittelt.

● 2011 werden 25 000 Tonnen mit Quecksilber und Kohlenwasserstoffen verseuchte Erde illegal nach Spanien exportiert ...

Spannend wie ein Thriller! Giftmüll - er wird vergraben, verschifft oder einfach im Meer verklappt. Hauptsache weg. Ein kriminelles europäisches Netzwerk aus skrupellosen Unternehmern, Geheimdiensten, Mafiosi, Politikern und Beamten sorgt dafür, dass diese Praxis der Entsorgung reibungslos funktioniert und von der Öffentlichkeit unbemerkt bleibt. Dass das Ganze auf Kosten von Menschenleben, Natur und Rechtsstaatlichkeit geht, kümmert bei diesem lukrativen Geschäft niemanden. Sandro Mattioli und Andrea Palladino folgen der Spur eines Skandals, der sie von einer kleinen Küstenstadt in Kalabrien in den Norden Italiens, von Deutschland nach Somalia und in die Büros des EU-Parlaments führt. Ein erschütternder Report über verbrecherische Machenschaften.

Klappentext

Jede Gesellschaft produziert Giftmüll – seien es radioaktive Abfälle, giftige Schlacken oder toxischer Industriemüll. Es gibt zwei Arten, dieses teure Problem loszuwerden: Man kann den kostspieligen legalen Weg wählen oder aber den scheinbar günstigeren illegalen und den Müll verschwinden lassen. Diese Aufgabe übernimmt in der Regel ein mafiöses Netzwerk, das im Geheimen agiert und dessen Strippenzieher sich gut bedeckt halten. Über undurchsichtige, aber höchst einträgliche Geschäftskanäle landet dann der Müll dort, wo er nicht sein soll: Er wird zum Bau von Schulen verwendet, in Naturparadiesen vergraben, im Meer versenkt oder einfach in den Ländern der Dritten Welt abgeladen.

Sandro Mattioli und Andrea Palladino haben sich auf die Spur dieser dunklen Machenschaften in Europa begeben. Im Fokus ihrer Recherche stehen vier mutige Menschen: Der Steuerberater Gianfranco Posa versucht herauszufinden, ob die Ladung eines vor der Küste gestrandeten Giftmüllschiffes im kalabrischen Hinterland vergraben wurde. Der polizeiliche Ermittler Natale de Grazia lässt sein Leben auf der Suche nach den Hintermännern der Müllverschiebungen. Die Journalistin Ilari Alpi wird in Somalia erschossen, weil sie aufdecken will, wo all der Müll, der die italienischen Häfen verlassen hat, gelandet ist. In der Schweiz, einem Kernland des Müllnetzwerkes, kämpft der Greenpeace-Aktivist Stefan Weber dafür, dass die EU umweltschädliche Entsorgungspraktiken endlich sanktioniert.

Ein packender Bericht über Geschäfte, die zum Himmel stinken.

Infos zu den Autoren:

Sandro Mattioli, 1975 in Heilbronn geboren, arbeitete bei der Stuttgarter Zeitung, bevor er 2008 als freier Journalist nach Rom ging. Gefördert durch ein Stipendium der Otto-Brenner-Stiftung recherchiert er seit 2009 intensiv in Sachen Müllmafia. Heute lebt er in Stuttgart.

Andrea Palladino, 1965 in Mailand geboren, ist freier Journalist für mehrere Tageszeitungen, darunter Il Messaggero, Il Manifesto und L Unità. Schwerpunkt seiner Arbeit: organisierte Kriminalität.

Die_M%C3%BCll-Mafia.jpg
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Michael Rauhut- Das Kunden-Buch, Blues in Thüringen

---------- Post hinzugefügt um 11:36:15 ---------- Letzter Beitrag war um 11:35:26 ----------

Michael Rauhut- Das Kunden-Buch, Blues in Thüringen

Kundenbuch_t.jpg
 
Robert Silverberg - Zeitpatrouille

Starkes Zeitreisebuch voller Paradoxa :great:

Alex
 
Bin gespannt, wie's weiter geht...
Ich bin Euch aufgrund meines Posts noch eine Antwort schuldig:
Ich hab' das Buch jetzt fertig gelesen und find's ziemlich ok. Für einen Justiz-Thriller find ich Grishams Geständnis ziemlich spannend, unterhaltend und nicht wirklich absehbar, wie das bei manch anderen so ist. Dem Buch halte ich zugute, dass man gleich nach den ersten 15 Seiten mitten im Geschehen drin ist und sich dieser Spannungsbogen bis in's letzte Viertel des Buches aufrecht erhält. Auch nachdem die Story ihre Wende nimmt, bleibt noch genügend Spannung vorhanden. Ausserdem stupft Grisham einige gesellschaftliche Tabuthemen sachte an, ohne dass die Botschaft plump wirkt. Ausserdem scheint vieles sehr gründlich recherchiert zu sein, was er bezüglich Gefängnisaufenthalt und Todesstrafe im Schlusswort auch speziell erwähnt.

Als unterhaltsame Lektüre durchaus zu empfehlen! :)

Alles Liebe,

Limerick
 
51bHc3r5LiL._SL500_AA300_.jpg
A Song of Ice and Fire: A Dance with Dragons

Teil 5 von George R.R. Martins Fantasyreihe über den Kampf um den Eisernen Thron.

Konnte es doch nicht mehr erwarten, bis die Taschenbuchversion rauskommt und habe mir den fetten 1200-Seiten-Wälzer gekauft. Das ist ein Buch, sag ich Euch. Bisschen unhandlich zu lesen.
Im Deutschen sind die Bücher jeweils auf zwei Bücher aufgeteilt, Teil 9 (also die erste Hälfte des eigentlichen Teil 5) kommt allerdings erst Mitte nächsten Jahres.

Habe Teil 5 nun halb durch, es ist in meinen Augen nicht ganz so gut die restlichen (Ausnahme: Feast for Crows), weiß aber trotzdem zu begeistern. Martin braucht in jedem Buch länger, um die eigentliche Handlung voranzutreiben und die ganzen Quer-Verstrickungen aufzubauen. Wenn es aber erstmal soweit ist, kommt in jedem Kapitel ein weiteres Aha-Erlebnis.
 
Das Lied von Eis und Feuer krankt am selben Virus wie das Rad der Zeit. Das Lied hat zu viele Strophen und das Rad zu viele Speichen. ;)

Alex
 
"Der Mann ohne Eigenschaften" von Robert Musil, schon seit Monaten,
leider funktioniert dabei mit weniger Aufmerksamkeit lesen eher nicht, da hat man dann überhaupt keine Freude daran... ;)
 
Anatomie der menschlichen Destruktivität

Autor: Erich Fromm

Verlag: DVA - Deutsche Verlags-Anstalt (1.Auf. 1974)
ISBN-10: 3-421-01686-0 …./ …. ISBN-13: 978-3-421-01686-7
gebunden, gebraucht in Antiquariaten oder Internetshops

oder als Taschenbuch

Verlag: rororo
ISBN-10: 3-499-17052-3 …./…. ISBN-13: 978-3-499-17052-2

576 Seiten, Preis 10,99 €

„Mit dem Buch «Anatomie der menschlichen Destruktivität» wird dem deutschsprachigen Publikum wohl das bedeutendste Werk des international bekannten Sozialpsychologen Erich Fromm vorgelegt – zugleich handelt es sich hier um einen der wichtigsten Beiträge zur Geistesgeschichte des Menschen, möglicherweise sogar um die Grundlage zu einer neuen Ethik.

Erich Fromm gelingt der schlüssige Beweis, daß es nicht die Aggression schlechthin gibt, jenen Begriff, der als Erklärung für alle Gewaltsamkeiten in unserer Gesellschaft dienen muß. Fromm unterscheidet vielmehr zwischen der biologisch angepaßten, defensiven Aggression und einer zweiten Form, «die nur für den Menschen kennzeichnend ist und die er nicht mit anderen Säugetieren teilt: seine Neigung zu töten und zu quälen, und zwar ohne Ursache, sondern als Ziel, das in sich selbst wünschenswert und lustvoll ist».

Fromm bezeichnet diese Art von Aggression als Destruktivität, und diagnostiziert sie als eine charakterbedingte Leidenschaft. Er bestreitet energisch die Theorie, daß die «böse» nicht zur Selbsterhaltung bestimmte Aggression dem Menschen biologisch-neurophysiologisch eingebaut ist. Damit bezieht Fromm einen der Aggressionstheorie von Konrad Lorenz diametral entgegengesetzten Standpunkt.

Da Fromm überdies, nach gründlicher Auswertung aller vorhandenen Forschungsergebnisse der Paläonthologie und Anthropologie, der Neurophysiologie und der Tierpsychologie, den Determinismus der Neo-Behavioristen um Skinner widerlegt, schafft er so eine dritte Position in der Aggressionsdiskussion.

Diese dritte Position wird besonders durch das Postulat der Freiheit gekennzeichnet. Wenn die «Destruktiviät» des Menschen weder ausschließlich durch Instinkte noch durch seine Umwelt determiniert, sondern charakterbedingt ist, so besitzt er die Freiheit, sich davon loszusagen. In der Sicht Fromms ist der Mensch von Natur auf Selbstentfaltung, Freiheit, Autonomie, Kooperation und Produktivität hin angelegt – nicht auf Zerstörung.

Fromm setzt sich in seinem Buch emphatisch für das Leben ein, das durch Sadismus und Nekrophilie, jene beiden von ihm definierten Hauptformen der Destruktivität, bedroht wird. Fromm glaubt daran, daß der Mensch noch für das Leben gerettet werden kann, dann nämlich, wenn die Bedingungen geschaffen werden – wir zitieren - «daß die Entwicklung des Menschen, jenes unvollendeten Wesens – wie es einzig in der Natur vorhanden ist – zum obersten Ziel aller sozialen Bestrebungen gemacht wird. Echte Freiheit und Unabhängigkeit und das Ende aller Formen ausbeuterischer Herrschaft könnten die Liebe zum Leben wirksam werden lassen, jene Kraft, die allein die Liebe zum Tod besiegen kann.»“

Zeitgeschichtlich besonders interessant an diesem Buch sind die Fallstudien über Himmler und Hitler.

Textauszüge aus dem Buch: hier bitte weiterlesen

Erich_Fromm_Anatomie_der_menschlichen_Destruktivit%C3%A4t_Tb.jpg
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben