Frage zu alten Rockinger Strotkasten

Knallcharge
Knallcharge
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Ich oute mich jetzt einfach mal als Fan von Rockinger Strats.
Diese bekommt man gebraucht oftmals günstig und sind dann wertstabil.
Darüber hinaus sind die qualitativ top.

Derzeit habe ich einige wenige Fragen dazu.
Vielleicht weiß die Schwarmintelligenz etwas dazu.
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Wann wurde dieses Logo verwendet?
Wurde das Logo bei Bausätzen oder / und bei Gitarren aus deren Fertigung, die es einmal gab, verwendet?
Welche Tonabnehmer wurden zu der Zeit verwendet?
Wie waren diese Tonabnehmer qualitativ?
 
Hi,

bin ja ein alter Fan der Firma - meine Rockinger aus einem (selbst zusammengestellten, das war damals noch möglich) Bausatz ist bis heute für mich der Maßstab in Sachen Strat. Würde ich gegen keine CS tauschen, was zugegeben natürlich nicht jedem so gehen muss. Damals waren Dinge wie 22 Medium Jumbos, Vintage-mäßiges Shaping des Korpus, korrektes Stahl-Tremolo und Klemm-Tuner sonst nur für horrende (DM-)Summen zu bekommen. Und das Halsprofil ist für mich einfach super-bequem, weder zu modern noch zwanghaft "je fetter, desto Vintage". Heute werden die ihre Hälse schätzungsweise auch nur noch zukaufen, die alte Hannover-Produktion war aber schon 1a.

Jedenfalls war das Logo in der Form Ende der 80er/Anfang 90er eingeführt worden, ich wüsste aber nicht, dass es je auf fertigen Gitarren aufgetaucht wäre. Die hatten zwar damals meist nicht mehr nur den anfänglichen Rockinger-Schriftzug in einfacher, an den Fender-Font angelehnter Schreibschrift, sondern das R-Logo, aber eben in Kombination mit dem kompletten Namen und ohne Oval außen rum. Ich glaube eher, dass man dieses Decal für die Kopfplatten erst später in den 90ern dazu bestellen konnte, wenn man einen Hals kaufte. Zu der Zeit waren fertige Gitarren schon nicht mehr im Programm, meine ich. Ab Werk waren auf die Hälse jedenfalls keine Logos aufgebracht, die meisten haben sich ja ein Fender-Logo besorgt. Ich auch... :embarrassed:

Was die PUs betrifft, so dürfte es sich schon damals um das St-RAT-Set gehandelt haben, ganz klassische SCs mit drahtigem, brillanten Klang und mittlerem Output, mWn mit etwas heißerem BridgePU, tendenziell eher 60s- als 50s-mäßig. Der Atze Rockinger hatte ja immer eine Vorliebe für die kernigen Rock'n'Roll-Sounds mit Twang und Draht, also weder seidige Bluessounds noch Heavy Metal, sondern eher so Stones und British Invasion bis AC/DC. Bei HB ist das ganz ähnlich, der "PAF-Ect" ist da auch auf der brillanten, straffen Seite des Spektrums.

Hat relativ lange gedauert, bis für Strats dann auch andere Sets angeboten wurden, wie der Texas Twister. Darf man den Angaben glauben, sind diese PUs im Grund unverändert geblieben. Das Rezept war damals auch neäher definiert worden und daher reproduzierbar, der Atze nannte das "Printer-Wound". So wie ich das verstanden habe, wurde dafür wohl ein damaliger Nadeldrucker oder sowas umgerüstet, um neben den Umdrehungen der Spule auch die Zuführung des Drahtes zur Verteilung auf der Spule programmieren zu können, also nix "handwound".

Qualitativ kann ich nichts negatives über die PUs sagen, außer dass sie natürlich brummen :D. Was mich also eher nicht zum Experten macht, denn ich spiele seit Jahrzehnten vorzugsweise Noiseless-PUs, erst von Fender, dann die Areas. Das Rezept ist bei Rockinger jedenfalls ganz klassisch, es werden also keine Abkürzungen wie Kunststoff-Spulenkörper oder gar Barrenmagnete genommen, sondern Pappe, A5-Stabmagnete und der klassische Wickeldraht. Und so klingts dann halt auch, innerhalb der üblichen Variationsbreite, aber immer klassisch.

Gruß, bagotrix
 
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Ich meine mich zu erinnern, dass die 5-Minute-Kits in den 2000er und/oder 2010er Jahren dieses Logo hatten.
Mein 2001 gekauftes Kit hatte es noch nicht, es tauchte später im Katalog auf.
 
Die Parts von Rockinger haben mich auch schon früher nie enttäuscht.
Daraus konnte man relativ günstig astreine Gitarren bauen, die vielen US Dingern in nichts nachstanden. Das Logo würde ich auch zeitlich ähnlich einordnen wie Bagotrix.

Auf die "fertigen" Gitarren aus dem Umfeld Rockinger/Göldo, wie z.B. die Diego, oder danach die Roger Strat und Tele Modelle sind wirklich gut gemacht. Alles Andere ist ja immer Geschmacksache. Ich selbst fand die aber auch klanglich eigentlich immer klasse. Bei den Pickups habe ich damals keine größeren Fragen gestellt. ;-) War halt ein Pickup für eine Strat. :D

Von den Roger Modellen habe ich auch fix noch ein Strat und eine Tele aus dem Rest der letzten 40 oder 50 Modellen, die ein Händler aufgekauft hatte, ausgesucht und gekauft. Die habe ich beide noch.

Die Roger Tele ist sogar mit unter meinen Top5 und das jetzt auch schon wieder seit vielen Jahren.
 
Danke für eure Hilfe.
Habe soeben die Mail an Rockinger gesendet.
Die Seriennummern (11125 und 11128) lassen vermuten, dass die Bretter fast zur gleichen Zeit das Licht der Welt erblickt haben.
Anbei ein Bild der Bretter, welche ich für genial erachte.
IMG_20260106_052511.jpg


Die Antwort ist da:

Hallo
so wie es aussieht, sind das sogenannte "Ready to play Kits", die von uns spielfertig gemacht wurden. Hergestellt wurden die Gitarren zwischen 2007 und 2012. Die Bodies bestehen aus American Red Alder und die Pickups sind diese hier:
https://www.rockinger.com/parts/pic...s/rockinger/675/rockinger-st-rat-pickups?c=81
Viele Grüße ...
 
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