(A-Git) Wiedereinstieg - Das Drama

Wenn ich den Rat richtig verstehe, bedeutet er, man nutzt den Hebel zwischen linker Hand und Bauch; man drückt quasi den Hals "in die Hand".
Etwas längere Erklärung:
Man berührt die Gitarre an drei Punkten:
1) Sie liegt auf dem Bein auf (in der klassischen Haltung sogar an zwei Punkten)
2) Der rechte Arm berührt die Gitarre am Korpus
3) Die Finger berühren die Gitarre am Hals (meistens)

Mit 1 und 2 lässt sich schon ein recht stabiles System schaffen, nur der Hals kann sich noch vor und zurück bewegen.
Wenn du jetzt einen Barré-Griff spielst, kannst du mit den Fingern der linken Hand am Griffbrett "ziehen" und gleichzeitig mit dem rechten Arm gegenhalten.
Das ist eine recht einfache (weil synchrone) Bewegung und man braucht auch gar nicht viel Kraft.
Aber unsere Arm-Muskeln sind einfach um Größenordnungen stärker als unsere Finger. Insofern ist das für die Arme eine minimale Bewegung, während es für die Finger schon sehr anstrengend ist, die gleiche Kraft zwischen Daumen und den anderen Fingern aufzubringen.

Generell braucht man weder viel Kraft noch Anstrengung oder Ähnliches um Gitarre zu spielen. Der Daumen ist mehr ein lockerer Fixpunkt zum Führen als sonstwie ins Spiel involviert (außer man spielt Akkorde, wo der Daumen über das Griffbrett greift).
Wenn man sich dieses Video von Marcin Dylla anschaut, gibt es eine ganze Reihe an Stellen, wo er (kleine) Barré-Griffe hat und während er den Griff hält, einfach den Daumen hinter dem Hals los lässt und umsetzt. Z.B. bei ~1:10 oder eine ganze Reihe ab 2:30:

View: https://www.youtube.com/watch?v=U0Z56kWNVfs

Üben bis die Finger bluten. Ohne Schmerzen bildet sich keine Hornhaut.
Das hier ist einfach totaler Unsinn.
Du hast z.B. jede Menge Hornhaut an deinen Füßen, ohne da jemals Schmerzen gehabt zu haben.
Hornhaut entsteht von ganz alleine, wenn man öfter spielt und nicht viel badet.
Ich empfehle jedem sofort aufzuhören sobald irgendetwas weh tut. Das hat auf lange Sicht einfach gar keinen Sinn.
Ich kenne tatsächlich ein paar Leute, die geübt haben, "bis die Finger bluten". Also im wahrsten Sinne. Die durften dann mehrere Monate Pause einlegen, bis das wieder verheilt war.
Einfach eine absolut dumme Idee.

Leider sind wirklich viele deiner Tipps mit "sehr unbrauchbar" noch freundlich umschrieben. Auch deine Ausführungen oben.. kann ich nur raten komplett zu überlesen. Kaum etwas davon hat irgendeinen didaktischen Wert oder führt irgendwie nennenswert zum Erfolg. Eher im Gegenteil dürfte das die meisten entweder verwirren oder vor die Wand rennen lassen..
 
Als ich mich ans Klavier gesetzt habe, dachte ich: Ich fange jetzt an, dann kann ich in 10 Jahren leidlich spielen, falls mir doch noch ein Flügel zufliegt.
Gitarre kann man ca. nach 2-3 Jahren hinreichend gut spielen. Plus/minus 1 Jahr.
Nach oben gibt es kein Limit. Lernen ist endlos.

Es gibt Menschen, die nehmen alles "Wortwörtlich". Finde ich schlimm. Mir bitte nichts unterrichten. Absurder geht es nicht.
MEINE Finger haben nie geblutet. Oder doch? Ich glaube, Keith Richards hatte das gesagt, vielleicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für MICH war der Durchbruch, die Finger in umgekehrter Reihenfolge aufzusetzen: 4-3-2-1. Viele Gitarrenlehrer werden sagen, das ist ein Rat des Teufels, weil der Zeigefinger den WICHTIGSTEN Ton greift. DER muss passen, der Rest ist sekundär.
Verstehe ich nicht... :unsure: Weshalb greift der ZF den"wichtigsten Ton"?

Der "eigentliche" Griff ist doch der den du mit den Fingern 2 bis 4 greifst. Der Zeigefinger 1 ist dann "nur noch" der "Kapo".

Fazit: ich setze auch erst 2-4 auf (Reihenfolge ist variabel), der ZF kommt erst dann (falls nicht (Arpeggio/Picking) dort der zuerst klingende Ton sein soll) (Ich hadere nicht mit dem Vorgehen, sondern mit der Begründung)
 

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