Absorber / Bassfallen aus Schafwolle?

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SNUMeN-Gary

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Hallo Zusammen,

Bei Hofa gibt es neuerdings Absorber und Basstraps gefüllt mit Schafwolle.
https://hofa-akustik.de/?utm_medium...ign=2019-08-15-de&utm_content=link#aktion2019

Das hört sich ja ganz interessant an und irgendwie könnte man damit auch sein Öko Gewissen beruhigen, aber kann das wirklich etwas taugen? Sonst hätte man das doch schon öfter gehört dass das in Studios verwendet wird und nicht nur Basotect oder diverse Glas/Stein/Hanf-wollen

Grüße
Gary
 
Signalschwarz

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Auch Schafwolle wird einen gewissen Strömungswiderstand aufweisen und somit als Absorberfüllmaterial in gewisser Weise taugen.

ABER es gibt zwei Probleme:

- Als Naturmaterial weist sie keine einheitliche Dichte auf. Diese müsste man erst in einem aufwändigen Prozess herstellen - und das wird so unwirtschaftlich sein, dass das niemand macht.

- durch die uneinheitliche Dichte kann man nicht generell bestimmen, wie hoch der Strömungswiderstand und in Folge der frequenzbezogene Absorptionsgrad ist. Auch HOFA kann das nicht und somit ist deren Produkt ebenso wie deren Bassfallen in die Kategorie Augenwischerei und Mumpitz einzuordnen.

Ist natürlich nur meine persönliche Meinung. :)
 
Jakari

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Schafwolle, auch wenn es Signalschwarz vielleicht nicht wahrnehmen will, hat ziemlich gute Dämm bzw Absorbierende Eigenschaften.
Sie muss nur vernünftig "gestopft" d.h. komprimiert werden.
Es gibt auch die Möglichkeit, k.A. wie das HOFA regelt, Verbundmaterialien zu verwenden.

Als kleine Info um zu verdeutlichen:
Schafwolle, und Rossharr (Pferdeschweif) wurde früher als Absorbirende Füllschicht in Gambesons gestopft.
Ich habe früher auch Freikampf (historische Feldschlacht Vollkontakt) gemacht, und kann aus Erfahrung sagen, dass selbst Schläge mit einer Dänenäxt verdammt stark absorbiert werden.

Mein 2. Proberaum war mit ganz alten Matratzen abgedämmt. Und darin war, tada, Schafwolle.
Der Raum war klinisch so trocken, darin konntest Du Chips zerbröseln und hattest den reinen "crunch" :-D

Will sagen:
Wenn Schurwolle bzw Schafwolle vernünftig verarbeitet wird, ist das definitiv ein sehr gutes Dämm Material.
 
lightsrout

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Schafwolle, auch wenn es Signalschwarz vielleicht nicht wahrnehmen will, hat ziemlich gute Dämm bzw Absorbierende Eigenschaften.
Das hat Signalschwarz auch nicht bestritten.

Die Hofa Basstraps sind eigentlich ein Witz für das Geld. Ein bisschen Dämmmaterial, Draht und Stoff, dazu noch innen hohl. Da braucht man urviele davon um auch nur ein bisschen was zu verändern. Basstraps lieber selber bauen!
 
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Signalschwarz

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Schafwolle, auch wenn es Signalschwarz vielleicht nicht wahrnehmen will, hat ziemlich gute Dämm bzw Absorbierende Eigenschaften.

Ich habe nicht geschrieben, dass keine absorbierende Wirkung vorhanden ist, jedes luftdurchlässiges Material weißt diese auf.


Sie muss nur vernünftig "gestopft" d.h. komprimiert werden.

Wenn Schurwolle bzw Schafwolle vernünftig verarbeitet wird, ist das definitiv ein sehr gutes Dämm Material.

Ja, und dieses "vernünftig" ist, wie ich geschrieben habe, der Knackpunkt um ein standardisiertes Massenprodukt mit einheitlichen Eigenschaften zu produzieren. Einen auf Schafwolle basierenden Absorber, der kommerziell vertrieben werden soll, herzustellen, ist halt was anderes als die Schafwolle in irgendwelche Fugen und Ritzen zu stopfen, wo es relativ egal ist, ob die Wirkung Schwankungen unterworfen ist.
 
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Jakari

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Ja, und dieses "vernünftig" ist, wie ich geschrieben habe, der Knackpunkt um ein standardisiertes Massenprodukt mit einheitlichen Eigenschaften zu produzieren. Einen auf Schafwolle basierenden Absorber, der kommerziell vertrieben werden soll, herzustellen, ist halt was anderes als die Schafwolle in irgendwelche Fugen und Ritzen zu stopfen, wo es relativ egal ist, ob die Wirkung Schwankungen unterworfen ist.

Da gibt es keinen Knackpunkt.
Es gibt seit längerer Zeit "normierte" bzw standardisierte Absorber. Da wird nichts gestopft oder gepresst.
Das war nur ein Beispiel.

Für Dämmung wird die Wolle gewaschen, entfettet, danach kardiert und als Vlies weiterverarbeitet. Das ist eine Variante wie solche Absorber gefertigt werden.

Dass das Material an Sich weniger bekannt ist (zumindest als Akustikdämmmaterial) liegt am recht geringen Marktanteil, der bei knapp 0,5 % liegt.
 
sir stony

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Ja, und dieses "vernünftig" ist, wie ich geschrieben habe, der Knackpunkt um ein standardisiertes Massenprodukt mit einheitlichen Eigenschaften zu produzieren. Einen auf Schafwolle basierenden Absorber, der kommerziell vertrieben werden soll, herzustellen, ist halt was anderes als die Schafwolle in irgendwelche Fugen und Ritzen zu stopfen, wo es relativ egal ist, ob die Wirkung Schwankungen unterworfen ist.
So dramatisch ist das aber nicht. Künstlich erzeugte Filz/Wollstrukturen haben letzten Endes ebenso chaotische Strukturen, auch wenn diese gleichmäßiger daherkommen. Die Schafwolle wird ja nicht so verklebt und verfilzt verwendet wie sie von den Tieren runtergeschoren wurde. Das Material wird gewaschen, maschinell gekämmt und auf eine durchschnittliche Dichte gebracht, die dann auch akustisch eine gleichmäßige und berechenbare Wirkung hat. Auf das Volumen gesehen sind das ja hunderttausende von einzelnen Haaren, da spielt es in der Praxis keine Rolle ob da nun ein paar Knötchen mehr oder weniger in einer Ecke sind als in der anderen. Schallwellen sind schließlich auch keine Laserstrahlen. Und wenn du uns erzählen willst dass du ernsthaft glaubst sowas heraushören zu können... nee. So verrückt bist du nicht.
 
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SNUMeN-Gary

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Also grundsätzlich schwierig zu sagen? ... :D
Müsste man einfach mal testen mit Messungen aber für einfach mal Testen ist es fast ein bisschen viel Geld
 
lightsrout

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Ein anderes Argument wäre da die Feuerresistenz. Immerhin stellt man sich ja schon eine Menge davon ins Zimmer.
 

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