Akustikbass / EQ Einstellung Live

miwe

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Hallo,

ich habe folgendes Problem:

Ich muss einen Akkustikbass mit Tonabnehmer abmischen.
Egal was ich mache, ich produziere nur "Brei". Es wummert, ich schaffe es nicht Präsenz zu kreieren.
Bei E-Bässen hingegen stellt sich die Probematik nicht.

Was sind sonvolle Einstellungen am EQ? - Was sollte ich als Startgrundlage nehmen?
Was mache ich mit dem EQ am Bass? Wie stellt Ihr den ein? Neutral?
Bringt der Einsatz eines Kompressors in Hinblick auf diese Problematik etwas?

LG Michael

P.S. Lieben Dank an das Forum - ich habe hier schon viele Tipps bekommen.
 
mix4munich

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Ich muss leider zuerst ein paar Rückfragen stellen - dieses Problem könnte nämlich viele Ursachen haben, und diese muss man zuerst einmal finden. Bitte beschreibe daher folgendes:
- was für ein Bass ist das, Hersteller & Modellbezeichnung?
- was für ein Tonabnehmersystem oder Mikrofon benutzt Ihr da?
- wie sieht der weitere Weg vom Instrument zur Anlage aus? bitte gib bei jedem Gerät auf dem Weg den Hersteller und die Modellbezeichnung an
- in was für eine Anlage geht der Bass?

Danke sehr!
 
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EDE-WOLF

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Es gibt solche "ultralowbudget" A-Bässe, die meinem Empfinden nach einfach ganz ganz gruselig klingen. Da ist gar nicht mal sooo viel rauszuholen. Insgesamt ist ein Akustikbass auch ein kritisches Instrument.
Von daher:
In der Tat: Erstmal Fragen beantworten, dann schauen wir weiter...
Abor vorab: einen unartikulierten dröhnbass mit einem Kompressor verbessern zu wollen geht erstmal nicht ;)
 
miwe

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Hallo zusammen,

Den Typ des Basses suche ich mal raus - kommende Woche Dienstag zur Probe.

Der Bass geht direkt in einen Behringer XR-18, Lautsprecher / PA ist eine Marlies MK2. Subwoofer sebst ist sehr Moderat eingestellt, steht bei 50 Prozent - bei anderen Instrumenten stellt sich das "Dröhnproblem" nicht.
 
Mfk0815

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Nun ja, die Anlage ist jetzt nicht gerade hochwertig zu nennen. Da kann es dann schon alleine dadurch zu diversen Problemen kommen.
Was du machen kannst ist erst mal die dröhnfrequenz rauszubekommen , mit dem RTA bzw Spectrograph vom XR18 geht das recht einfach. Diese solltest du dann recht großzügig aber mit hohem Q-Faktor raus ziehen. Einen Kompressor würde ich nicht einsetzen. Wenn dann eher einen Expander oder gar ein Gate. Denn oft neigen solche Instrumente zum koppeln wenn man sie gerade nicht spielt. Generell würde ich bei dem Instrument eher einen schlankeren, präsenteren Sound einstellen
Als zusätzliche Maßnahme solltet ihr prüfen ob der Bass nicht durch andere Instrumente, Trommeln, Keyboards, Gitarren, überdeckt wird. Die Grundregel lautet dass man für die einzelnen Instrumente ihn ihrem angestammten Frequenzbereichen platz schaffen muss. Also wenn der Bass dabei ist dann Keys und Gitarren aus den Bassfrequenzen raus ziehen.
Des weiteren kannst du ja auch mal die Aufstellung der Boxen prüfen. Wenn die ungünstig stehen, Sub im Eck z.B, oder Raummoden auftauchen, dann wirds auch schwieriger.
Es kann auch dazu kommen dass das Dröhnen nicht direkt vom Bass sonder quasi über mehrere Ecken entsteht. Z.B kann es sein dass bei einem Gesangs-Mikro zu viel Bass durch geht, was man aber bei der Stimme so nicht mitbekommt. Aber der Bass, der über die Anlage ins Mikro spielt, wird dadurch zusätzlich verstärkt und schon dröhnt es wieder. Schalte daher einmal alle Mikrofone aus und checke dann den Bass. Wenn der sauber ist nimmst du Mikro für Mikro wieder dazu bis es dröhnt. Dann hast du auch diese mögliche Ursache gefunden.
Du siehst, es kann viele Ursachen haben auch Kombinationen davon. Es ist eben nicht leicht, zumal es meist eher schwer ist;-)
 
miwe

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Hi,

das die Anlage nicht hochwertig ist, ist mir durchaus bewusst - aber bei Kleinkünstlern die das nur als Hobby betreiben ist das Geld eben knapp - zumahl bei den Gigs keinen "Unsummen" herumkommen, die eine Investition in bessere Technik ermöglicht.
Den Bass bei den Keys / Gitarren habe ich bereits erheblich reduziert, beim Gesang sowiso. Der SUB steht unter einem Hochtöner, in Kombination mit einer Distanzstange relativ frei. Ich werde deine Tipps mal ausprobieren. Lieben Dank dafür.
 
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... Der Bass geht direkt in einen Behringer XR-18, ...

Hat das XR-18 hochohmige Eingänge? Diese werden oft als "Hi-Z" bezeichnet, das steht für hohe Impedanz. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass der Bass einen relativ hochohmigen Ausgang hat, das Pult dagegen einen recht niederohmigen Eingang. Dadurch passieren zwei Dinge mit dem Sound: (1) es wird leiser, da es sich um einen Beinah-Kurzschluss handelt und (2) die Resonanzfrequenz des Instrumentes bzw. des PickUps verschiebt sich nach unten, der Sound wir dumpf und dröhnig.

Falls dies zutrifft, wäre die Lösung, eine aktive (!) DI-Box zu nutzen, die haben einen sehr hochohmigen Eingang. Gute Geräte sind da z.B. die Palmer PAN-02, davon habe ich selber drei oder vier im Einsatz. Natürlich gibt es noch andere gute, und manche dürften günstiger sein als die Palmer. Aktive DI-Boxen müssen mit Phantomspeisung versorgt werden.

Habe grade nachgesehen, das XR-18 hat zwei von diesen HI-Z-Eingängen. Ob man das Feature jetzt extra aktivieren muss, weiß ich nicht, aber Du solltest den Bass in jedem Fall in einen der ersten beiden Kanäle am Pult einstecken.
 
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chris_kah

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Hat das XR-18 hochohmige Eingänge?
Ja, Kanal 1 und 2 sind Hi-Z
Da läuft bei uns in der Probe der passive Bass drüber (oder meiner, wenn ich mal selber der Reihe nach im Playbackverfahren etwas aufnehme).
Man muss nichts dafür umstellen.

Beim Typ des Basses ist vor allem die Frage: ist es ein Kontabass mit Abnehmer (Stegabnehmer oder Mikrofon) oder ist es ein Akustikbass, der wie eine etwas überdimensionale Gitarre aussieht? Kontrabässe können nämlich ganz schön kritisch sein, vor allem in irgendeiner Raumecke. Da dröhnt schnell mal was.

Ein Rezept wurde schon erwähnt: Resonanzen schmalbandig rausziehen (so mache ich das bei uns beim Cajon - die kritischen 60 Hz werden ganz schmal rausgezogen). Eine andere Möglichkeit ist, mit der Position des Subwoofers und der Position des Bass-Spielers + Instrument etwas zu spielen.
 
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Hi,

also der Bass hat einen Aktiven Abnehmer (er braucht eine Batterie) - oder bin ich da auf dem Holzweg? Ist dann trotzdem eine DI-Box sinnvoll / zweckmässig?
Der bass ist eine "grosse Gitarre" :D
Ich habe ein Bild gefunden - weiss aber nicht ob das hier weiterhilft da man wenig erkennt.
 

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bei "Kurzstrecke" brauchts keine DI-Box.
Eigentlich brauchts gar kein zusatztool...
Es gilt dann eben wirklich wie schon gesagt die dröhnfrequenzen per EQ wegzuziehen. Und nochmal auf die klangregelung vom Bass achten. Die erstmal "flat" lassen...
 
Ruhr2010

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Ich habe ein Bild gefunden - weiss aber nicht ob das hier weiterhilft da man wenig erkennt.

Zumindest reicht es um Saiten zu zählen und das Markenlogo zu erkennen. Ich schließe daraus, dass Euer Bassist eine Baton Rouge Gitarre spielt. ;-)
 
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*lacht*.... Sch.... falsches Bild..... Morgen kommt das richtige :D Scheisse bin ich doof :D
 
miwe

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Hi,

hier die richtigen Bilder. Ich würde ja den EQ ausschalten wollen. Wie seht ihr das? Die Bassistin war nicht da, und wie ihr sehr hat die gute Frau den Bass auch wieder voll aufgedreht. Völlig sinnlos....
 

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nasi_goreng

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Hi,
wenn die Frau am Bass sich nicht am Sound stört und somit nichts dagegen unternehmen will, finde ich es auch sinnlos.
 
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miwe

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Das Problem ist: Die Frau will lauten Bass - ich hingegen Prägnanz und Betonung... eben eine schicke Bassline. Wenn es vorne klingt wie "Brei" findet Sie das gut - ich aber nicht.
 
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Da solltet ihr mal auf ein Bier oder ein Glaserl Wein gehen;-) Zumal ich weiß dass der Bassbereich sich erst nach einigen Metern richtig gut entwickelt und man daher als Bassist gut beraten ist sich an einen eher schlankeren Sound zu gewöhnen.
Ich hatte übrigens auch mal einen Bassisten in einer von mir betreuten Pop Cover Band der hat auch einen sehr, hmm, bassbetonten Sound, sprich das was er mir geliefert hat, war hauptsächlich im Bereich unter 400 Hz. Der hat mit Inear gespielt. Ich habe dann den Kanal gesplittet (X32) und einmal mit viel, richtig viel Bass auf seine Inear geschickt und den anderen Kanal schlanker gestaltet. Beim dritten Job hat er dann schon ein halbwegs brauchbares Signal geschickt weil er ja am Bass dem, was ich ihm geschickt habe, gegengeregelt hat. Manch einer will halt ausgetrickst werden;-)
 
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Probier es doch mal mit EQ Bypass und falls gedrückt Bass Boost raus.
 
miwe

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Hi, werde ich probieren - notfall muss ich das Teil mit Sekundenkleber fixieren *lacht*... die Bassistin ist da leider nicht sehr zugänglich.
 
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Die Schalter brücken, sonst fehlt Ihr die taktile Rückmeldung. :D
 

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