Allergie macht der Stimme zu schaffen

von StayTuned, 28.04.06.

  1. StayTuned

    StayTuned Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.06   #1
    Hi Leute,

    ich hab mal ne Frage an alle Sänger hier in Forum!

    Ich hab leider Gottes 2 saisonelle (gräser, Birken) und eine ganzjährige Allergie (Hausstaub). Derzeit sind die Sympthome so schlimm dass ich Probleme beim singen bekomme! Die Sympthome ähneln denen einer Erkältung.

    Die Frage ist... habt ihr irgendwelche Tricks/Mittelchen um den Hals von diesem Kratzen zu befreien? Bestimmte Tees oder Bonbons die Milderung versprechen!
    Mainprobs sind Luft (nase teils zu) und Hals (Kratzen; Probs beim "shouten" und in kräftigern Abschnitten)!

    Durch den langen Winter ist es dieses Jahr leider so schlimm da alles gleichzeitig blüht!
    Antiallergika nehm ich schon, klarer Weise!

    Thx für eure Tipps
     
  2. Philo

    Philo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.06   #2
    Wichtig ist, dass du die Stimme gerade in der angeschlagenen Situation nicht überstimmst, sonst sitzt du noch länger da und kannst nicht singen *Zeigefinger*

    Fraglich ist, wie weit Bonsches, Tee und so denn überhaupt helfen, weil die Stimmbänder ja nicht durch die Speiseröhre laufen.

    Wegen der Luft, vielleicht irgendwelche äeterischen Öle, Dampfbäder, :evil: Nasenspülung mit Salzwasser:evil:

    Auf Dauer ist das wichtigste aber, die Stimme nicht über zu strapazieren und bei lauten, hohen Teilen auszusetzen, was nicht geht geht nicht
     
  3. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 28.04.06   #3
    Frag' doch mal einen homöopathisch versierten Apotheker, ob ihm was einfällt. Ich hatte da mal super-Pastillen gegen Reizhusten.
     
  4. StayTuned

    StayTuned Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.06   #4
    erstma thx für die schnelle antwort!

    nein ich versuch zu schonen aber die proben muss ich durchziehen! sind bissl im zeitdruck. ich versuch aber net zuviel zu machen und hör auf wenn ich merk dass es zuviel wird!

    ja schon klar aber es geht darum den gesamten hals zu beruhigen und somit au den reizhusten bissl zu dämpfen.
     
  5. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.06   #5
    eine ehemalige Schülerin meiner Frau (inzwischen als Sängerin ins Profilager gewechselt - hauptsächlich Studiojobs), hatte schon als 12-13 Jährige furchtbare Probleme mit dem Heuschnupfen und ähnlichen Allergien, da war nicht nur die Stimme weg, auch die Augen fast zu und asthmatische Anfälle.

    Die hat mit etwa 20 Jahren komplett die Ernährung umgestellt, tierisch-eiweißfreie Vollwertkost, keinen Kaffee, kein Teein, keinen Alkohol, kein Nikotin (von Gigs mal abgesehen - als Passivraucherin). Ab dem darauffolgenden Jahr war sie absolut beschwerdefrei - anhaltend (inzwischen dürfte sie 28-30 sein).

    ...und vor ein paar Tagen habe ich HR-Fernsehen einen Bericht gesehen von einer jungen Mutter, die hat auch durch Nahrungsumstellung (totaler Verzicht auf Kohlenhydrate) ihre Allergien losgeworden - nur dürfte es problematisch sein diese Art "Mangelernährung" sinnvoll auszugleichen...?! Oberes ist auf alle Fälle wesentlich gesünder!
     
  6. StayTuned

    StayTuned Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.06   #6
    also alkohol trink ich sogut wie keinen... rauchen au seit 4 monaten nicht mehr!

    eiweisfreie ernährung hätt ich a problem da ich ins studio geh und eig. von eiweis lebe! lol

    ansonsten achte ich sehr auf meine ernährung!

    Möcht hier keine grundsatzdiskussion über ernährung anfangen aber ;O)
    es ist leichter und gesünder carbfrei zu leben als umgekehrt!!!
    siehe anabole diäten - z. b. hier www.bbszene.de

    bei mir sind es def. nicht die lebensumstände die mir gerade zu schaffen machen!! ;O)
     
  7. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.06   #7
    wer spricht von eiweißfrei?? ...nur halt kein tierisches Eiweiß, schon gar kein denaturiertes!

    es gibt genügend pflanzliche Eiweiße, z.B. ist in rohem Getreide fast alles drin was der Mensch braucht.
     
  8. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 28.04.06   #8
    Tatsächlich - und das meine ich überhaupt nicht spöttisch, zynisch oder verarschend - würde ich es auch ruhig auch mal mit einer Psychotherapie o.ä. versuchen.
     
  9. IcePrincess

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    Erstellt: 29.04.06   #9
    Jetzt hab' ich in meiner Medikamentenkiste nachgeschaut: Das Zeugs nennt sich "Bryonia D3". Sind so kleine Tablett'chen und mir haben sie sehr gut geholfen. Ich hatte damals auch einen etwas unspezifischen Reizhusten. Ich denke, es ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Aber frag' den Apotheker lieber noch mal, nicht dass ich mich mit der Potenz vertan habe.
     
  10. StayTuned

    StayTuned Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.06   #10
    @iceprincess
    thx ich wer mal bissl infos einholen

    @antipasti
    ???
     
  11. silent

    silent Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.06   #11
    antipastis Tip ist sehr wertvoll und sollte nicht missverstanden werden. Damit kann man viel bewirken, auch wenn es für jemanden der sich mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt hat etwas seltsam klingt.

    lg silent
     
  12. Masterstroke

    Masterstroke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.06   #12
    Entscheide Dich : Die rote oder die blaue Pille. :)
     
  13. killercat

    killercat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.06   #13
    Hallo,

    hab zur Zeit genau das gleiche Problem. Nase ist frei, aber Hals.... vor allem bei lang ausgehaltenen Tönen kratzt und scheppert das...und es juckt am Gaumen und in den Ohren... und der nächste Gig steht vor der Tür...Mist! Mist! Mist!!!!:mad:

    Ich versuch es zur Zeit folgendermaßen: Keine Antiallergika, weil sich bei mir dadurch die Schleimbildung dermaßen verringert, dass ich mir die Stimme total kaputt schieße, vor allem beim shouten.
    Morgens und abends Nasendusche mit Salzwasser , jeden Abend Haare waschen und homöopathisches Heuschnupfenmittel DHU, zur Zeit stündlich fünf Tropfen. Vor allem das darin enthaltene Luffa D4 soll gut gegen Reizungen im Kehlkopfbereich sein.
    Kann noch nicht sagen obs hilft. Am schlimmsten ist meiner Meinung nach auch der psychische Faktor. Man weiß ganz genau, wie bescheuert es ist, auf ganz noramle, harmlose Pollen über zu reagieren und man kanns nicht abschalten und auf die schnelle schon gar nicht. Ich denke ich werde mal ne Eigenblutbehandlung machen. Kenne Leute die sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben...aber jetzt akut hilfts mir ja auch nicht.

    zur Eiweiß/ Kohlenhydrat- Diskussion würde ich mal anmerken: Sowohl die roten, als auch die blauen Pillen, aber zeitlich getrennt und alles in Maßen. Überwiegen sollte Obst und Gemüse... aber jedem das seine. Ich gaube nicht, dass es DIE richtige Ernährung gibt, aber wer sich nur von Fertigfutter ernährt (so wie ich :() darf sich wohl über Allergien nicht wundern.

    Viele Grüße,
    Cat

    Ich hoffe, ihr habt noch ein par Tips auf Lager....
     
  14. StayTuned

    StayTuned Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.06   #14
    ich checks um ehrlich zu sein immer noch nicht! gehts da nur mir so? ich dacht ich hab ne allergie?! war mir sogar relativ sicher! ;O)
    @silent u. antipasti
    Könntet ihr da euren Standpunkt bissl erklären?
     
  15. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 29.04.06   #15
    Es ist ganz einfach und überhaupt nicht böse gemeint...

    Ich mach es mal ganz kurz

    Obwohl es Birkenpollen, Milben, Hausstaub und allerelei Viehzeugs schon sehr lange gibt, exitistiert diese Überempfindlichkeit von so vielen Menschen noch nicht so lange.

    Erst seit 15-20 Jahren plagt es die Leute so schlimm. Und warum hat der eine jede Allergie, die man haben kann, und der andere merkt nichts davon.

    Damit will ich nicht sagen, dass die Krankheit nur eingebildet ist. Aber an dem Punkt, wo eine Beschwerde die Lebensqualität stark einschränkt, sollte man nichts unversucht lassen. Wir hatten mal einen Akkordeonspieler mit einer Birkenpollenallergie. Folge: die wurde irgendwann so schlimm, wir konnten acht Wochen nicht proben, weil er die Wohnung nicht verlassen konnte. Ich bin der Meinung, dass ein paar herumschwirrende Dinger uns nicht so viel anhaben sollten. Und dass besonders chronische Beschwerden oft einen psychosomatischen Hintergrund haben, ist schließlich auch nichts Neues. Sei es Angst, mangelnde Oriantierung, fehlende Anerkennung ... egal was - gibt tausend Sachen

    Ist ja auch nix dabei. Irgendwie hat ja heute jeder leicht einen wech.

    Die Diagnose "Allergie" ist immer sehr schnell ausgesprochen und muss für alles herhalten. Beispiel: Ich bin mal wegen eines schlimmes Schnarchproblems zum HNO. Diagnose: Hausstaub-Allergie. Neue Bettdecken sollten gekauft werden für 500 Euro. In Wahrheit hab ich einfach nur zuviel gesoffen.
     
  16. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 30.04.06   #16
    Äh, sorry, aber wenn man sobald man draußen steht sofort verquollene Augen hat, niest, tropft wie ein Wasserhahn, Ausschlag bekommt, vielleicht noch Husten muss oder absolute Atemnot kriegt, dann kann ich dem doch nicht sagen, dass das alles Einbildung ist und nicht übertreiben soll!! Wenn ein Nussallergiker etwas unwissentlich mit Nüssen isst, kriegt er trotzdem Ausschlag! Besonders mit Asthma ist auch überhaupt nicht zu spaßen und muss ernst genommen werden!

    Warum die Menschen damals nicht so oft an Allergie litten, ist weil sie oft Kontakt mit den Allergenen hatten. Heute leben die meisten von uns in der Stadt und haben als Kind nicht so viel Kontakt zu den Allergenen. Das Immunsystem verwechselt die harmlosen Pollen mit eindringenden Keimen und wehrt sich sofort mit Schleimbildung, Niesen und Husten. Wie sehr man allergiebereit ist, ist auch genetisch veranlagt. Im Laufe des Alters kann sich die Allergiebereitschaft ändern. Als Kleinkind war ich allergisch gegen Bananen, heute nicht mehr. Stattdessen bin ich plötzlich gegen Kiwis allergisch.

    Ich selbst bin auch Allergiker (+Neurodermitis) und empfehle jedem der es nicht mehr aushalten kann die Desensibilisierung/Hyposensibilisierung. Die Behandlung läuft im Herbst/Winter über 3 Jahre. Und es hat sich bei mir deutlichst gebessert! Ansonsten weiter Nasenspray und Augentropfen. Wenn es gar nicht geht, dann Kortisontabletten oder -spritze. Dann hat man endlich seine Ruhe. Sollte man aber wirklich nur machen, wenn man erheblich drunter leidet.
     
  17. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.06   #17
    Allergie + Neurodermitis, das sind die großen Sammelkisten der Schulmedizin, wenn sie nicht weiterwissen!! Max Otto Brucker nennt da sehr genau Roß + Reiter, aber alle seine Wege sind unbequem und langwierig, aber hilfreich - sehr im Gegensatz zur Schulmedizin, die fast ausschließlich die Symptome behandelt, weil ihnen der Gesamt-Überblick fehlt durch immer feinere Spezialisierung!
    in Bruckers System paßt erstens die Ernährung, zweitens der psycho-somatische Aspekt, beide sehr viel entscheidender, als die Menschheit wahrhaben will - und ihnen von der "Maschinen-Medizin" suggeriert wird!
     
  18. StayTuned

    StayTuned Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.06   #18
    thx an alle etz kapier ich das auch!
    ich weiss etz net ob des auf mich zutrifft aber des komische ist!
    die zeit hab ich beruflich schon viel stress und die allergie is dieses jahr au schlimmer als sonst! ich mach mir mal gedanken... thx @ all
     
  19. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 30.04.06   #19
    Die Ursachen und nicht die Symptome bekämpfen - das ist leichter gesagt als getan. Ist die Allergie erstmal ausgebrochen geht das nicht so einfach mit dem Ursachen bekämpfen. Ich hab auf jeden Fall noch nie was von einer Gentherapie oder Behandlung gehört, das dem Immunsystem klar macht, dass Pollen, Tierhaare und Nickel harmlos sind.
    Die Desensibilisierung gewöhnt den Körper ein wenig an die Allergene. Deswegen zeigt sich bei vielen Leuten eine langfristige Besserung. Natürlich wirken Nasenspray, Augentropfen und Kortisontabletten nur kurzfristig, aber trotzdem nützen sie einem Sänger mehr, wenn er im Frühling einen OpenAirAuftritt hat und Hals und Nase zu sind.

    Was man gegen Allergie vorbeugend machen kann, ist z.B. das Kind viel im Freien spielen zu lassen, richtige Ernährung um den Körper zu stärken. Wenn das Kind trotzdem irgendwann wegen einer Blume husten muss, wäre eine Desensibilisierung angebracht, damit es gar nicht erst zum Asthma kommt. Jeder Mensch sollte vernünftig atmen können.

    Selbstverständlich gibt es schwarze Schafe, die aus einer Mücke einen Elefanten machen. Ein Arzt hat einem Bekannten von mir gesagt, er hätte Hausstauballergie. Und das obwohl drei Allergietests negativ ausfielen. Ein paar Wochen später wars einfach weg, er hatte nur lange Schnupfen.
    Wenn man aber einige Allergietests gemacht hat, sie positiv ausfallen und man merkt, dass man jedes Jahr eine feuchte, juckende Nase bekommt wenn eine bestimmte Pflanzenart Pollenflug hat, wenn man jedes Mal wenn man einen Apfel isst, Ausschlag bekommt, bei jedem Wespenstich droht zu ersticken, kann man sich schon ziemlich sicher sein, dass das wirklich eine Allergie ist.

    Ach, mir fällt zur Ernährung noch folgendes ein! Viele Allergiker sind gegen Inhaltsstoffe in der Nahrung allergisch. Wenn man seine Ernährung umstellt, umgeht man diese allergiebereitenden Dinge. So esse ich keine (histminreiche) Schokolade mehr, so komme ich nicht mehr damit in Kontakt und ist auch ohne Allergiker zu sein gesund. Meine Cousine ist gegen fast alle Früchte allergisch, also isst sie mehr Gemüse. Auch gesund.

    Naja, da können wir uns lange drüber unterhalten. Wenn es aber eine Gentherapie gibt, die auf jeden Fall Heilung verspricht bin ich sofort dabei! :D Bis dahin sprüh ich mir während der Gräserpollensaison weiterhin die Nase, damit ich all die anstehenden OpenAirAuftritte ohne Hatschi ins Mikro zu niesen überstehe! :great:
     
  20. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 01.05.06   #20
    Bitte die Posts richtig lesen.
    Um genau dieses Mißverständnis zu umgehen, habe ich extra dazugeschrieben, dass ich nicht behaupte, dass die Beschwerden Einbildung sind...


    ... es geht mir darum, die möglichen psychosomatischen Ursachen nicht zu unterschätzen. Die Mittelchen kann man ja trotzdem nehmen.

    Wie Lite-MB bereits sagte und wie ich es bereits in meinem anderen Post beschrieb: die Diagnose ist schnell gemacht und die Therapieform schnell verschrieben: Laut HNO-Arzt hatte ich ne HAusstauballergie. Meine Symptome (ständig verkrustetes Blut in der Nase, Extrem-Schnarching, Dauerverschleimung der Atemwege) sind verschwunden, nachdem ich meinen ungeliebten Job aufgegegeben habe und weniger Grund zum Saufen hatte.

    Ansonsten hatte ich in mein Leben nie irgendwelche Beschwerben - und früher lebte ich seeeehr ungesund.

    ... zu dem hat Staytuned ja mittlerweile sogar eingeräumt, dass es in Stressituationen schlimmer ist als sonst.

    Es hängt ja auch davon ab, wie stark die Einschränkungen im Alltag werden. Wenn alles geritzt ist dadurch, dass ich keine Äpfel mehr esse, dann: scheiß auf die Äpfel...

    Aber bevor jemand sein Leben lang für mehrere Wochen - Monate im Jahr "kaltgestellt" ist, viele Berufe einfach nicht ausüben kann, sein Hobby aufgeben muss, weil er überhaupt nicht mehr aus dem Haus darf, andauernd zum Arzt rennen muss und auf irgendwelche Mittelchen angewiesen bin, kann man ja auch mal was anderes versuchen... irgendwann mal..
    Wie gesagt, die Beschwerden sind ja keine Einbildung. Aber die - ich nenn mal etwas übertrieben - "unzufriedene" Seele schafft sich die nötige Aufmerksamkeit häufig über den Körper. Wie sie das tut, lässt sich wohl nicht beeinflussen... das erklärt vielleicht im Ansatz die von Dir beschriebene, sehr merkwürdige Eigenschaft, dass sich das Allergieverhalten ändern kann: mal ist es die Nuss, Jahre später die Banane.
     
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