Alles Leise und undifferenziert... wie sieht eine sinnvolle Abfolge aus?

Mr. Pickles
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Servus zusammen.

meine Aufnahmen sind immer mega leise, obendrauf klingen sie auch oft dumpf und wenig differenziert.

aktuell gehe ich immer so vor:
Gitarren aufnehmen, ab ins Plugin
dann hier und da etwas unkontrolliert EQ drauf
aufs beste hoffen.

klar ist, dass das so nix besonderes wird, ist eher für Demozwecke an die Bandmitglieder gedacht

was aber so ein ding ist:
eine Professionelle Aufnahme und meine unterscheiden sich wenn sie den gleichen Peak Level haben sehr deutlich von der empfundenen Lautstärke.

jetzt ist die Frage:
- wie bekommt man mehr "Lautstärke" rein?
- Passiert das beim Mix, oder Master?
- gibts vielleicht ne "Checkliste für Idioten" wie man schnell und einfach ein halbwegs akzeptables Ergebnis hinbekommt, also sowas wie standard High/low cutfür Gitarren, EQ empfehlungen, empfehlungen für Kompressor usw. die man einfach dumm wie ein Affe reinhämmert und dann zumindest etwas besser fährt?

DAW ist Reaper, musikrichtung Metal
 
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Hast du evt ein paar Hörproben von dir?

Empfundene Lautstärke und Peak Level sind zwei unterschiedliche Dinge. Das ist ein ziemlich großes Thema, dass du da angehst.
Der Wikipedia Artikel zum sogenannten Loudness War ist ganz aufschlussreich und erklärt die ganz groben Zusammenhänge zwischen Lautheit und Wahrnehmung durch den Hörer:

Generell wird die Lautstärke erst am Ende, also beim mastering auf das finale Level angehoben.
Such mal bei YouTube nach Tutorials fürs mastering. Reaper enthält eine Menge kostenlose Plugins wie Limiter und Multi-Band-Kompressor, mit denen man schnell gute Ergebnisse erzielt.
Ansonsten gibt es diverse kostenpflichtige Plugins (Ozone, ...), die das alles mehr oder weniger automatisch machen.
Hier ein aktueller Beitrag auf Amazona dazu:
 
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Das Hauptproblem bei Amateurmixen ist oft eine schlechte Balance, und das die Drums und der Bass schXxxe klingen,
und die Drums und der Bass sind gerade bei Rock und Metal irrsinnig wichtig damit es nach was klingt. die Gitarrren alleine für sich sind da oft weniger das Problem. und genau das ist woran man als "produzierender" Gitarrist schauen muß, das man die Fokus auf das gesamte setzt und nicht so sehr auf die Gitarrren.

zu geringe Lautstärke ist weniger ein Problem, weil man das am Ende mit einem Limiter an die Grenzen bringen kann, aber es gibt halt auch hunderte, wenn nicht tausende Punkte gibt, wo man schauen muß.

Wenn dich das Thema interessiert und du auch gewillt bist, Zeit dafür zu inverstieren, kann ich dir die ELearning Plattform "Nailthemix" nur ans Herz legen.
mein Review dazu ist schon etwas in die Jahre gegangen, aber im Prinzip hat sich da nicht groassartig was verändert, ausser das es noch umfangreicher und vielseitiger geworden ist, aber achtung, das ist jetzt nichts was mal in einem Nachmittag erledigt ist
 
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Subjektive Lautheit beinnhaltet alles Mögliche. Angefangen beim Arangement, der Instrumentierung, das richtige Lautstärkeverhältnis zwischen den Instrumenten, aufgeräumte Frequenzen, Obertöne, Dynamik…
Für sich alleine sind diese Punkte nicht sehr wirksam, aber wenn jeder dieser Punkte eine Kleinigkeit an subjektiver Lautheit bringt, bringt die Summe aller Punkte zusammen sehr viel.
Das Mastering wird oft überschätzt. Der Mix muss bereits vor dem Mastern sehr „dicht“ sein, ansonsten hast du keine Chance den Mix wirklich laut zu bekommen.

Hast du mal ein Beispielmix von dir?
 
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Hast du evt ein paar Hörproben von dir?
hab gerade nix zur hand, reiche das aber baldmöglichst nach.

Generell wird die Lautstärke erst am Ende, also beim mastering auf das finale Level angehoben.
ok, das ist schonmal eine Hilfe, denn ich bin bisher immer überhaupt nicht im Klaren zu welchem Zeitpunkt man was macht.

aktuell setze ich nach Zufallsprinzip irgendwo kompressoren und limiter um zumindest irgendwie die Lautstärke ein wenig anzuheben, oft klingts dann kacke, ist aber auch irgendwo logisch.

Das Hauptproblem bei Amateurmixen ist oft eine schlechte Balance, und das die Drums und der Bass schXxxe klingen,
was meinst du genau mit Balance? das EQing und Panorama der einzelnen Instrumente?


Hast du mal ein Beispielmix von dir?
ich mach sobald ich dazugekommen bin mal einen Beispielmix.


Frage vorab: ist es legitim schon im Mix mit Kompressor/Limiter oder sonstigen dynamikwerkzeugen zu arbeiten, oder sollte man sich das komplett für den Master aufheben?
 
Das ist legitim und meist auch notwendig. Die einzelnen Spuren sollen ja „ voll“ da sein.
Gesang, Drums, Bass, Bläser, alles geht schon in den einzelnen Spuren in einen Kompresdor.
Aber Vorsicht: Nicht kaputt komprimieren.
Das hat aber eher was mit der Dynamik zu tun
Die Balance heißt, dass man im Mix versucht, ein ausgewogenes Klangbild hinzubekommen. Da hilft dann die Automation erheblich.
Final im Master ist dann nur noch sehr wenig Kompresdion, nur um den Song etwas zusammen zu kleben.
Die Lautstärke macht dann eigentlich der Limiter ganz am Ende.
Vereinfacht gesagt.
 
Hmm meinst du vielleicht "Kompression" und "Kompressor"? Oder ist das etwas ganz was neues, praktisch ein Kompressor neueste Generation?
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Frage vorab: ist es legitim schon im Mix mit Kompressor/Limiter oder sonstigen dynamikwerkzeugen zu arbeiten, oder sollte man sich das komplett für den Master aufheben?
Ich sag mal ja. Aber wie so oft ist es wichtig die richtige Dosis beim Einsatz der Werkzeuge zu finden.
So finde ich es wichtig, dass man dem Mastering Tool die Arbeit nicht zu schwer macht, weil irgendein Instrument die innere Struktur des Mixes stört.
z.B weil der Bass zu laut ist, kann es passieren, dass der die Bassdrum verdeckt. Dann macht man die lauter und dann steht die wieder im Mix vom Pegel her unnötig vorne. Ein Summenkompressor schiebt aber alles zusammen, wenn die hervorstehende Bassdrum der bestimmende Faktor für den Kompressor ist, dann drückt der halt den ganzen Mix zusammen also wird das wohl zu pumpen beginnen. Eine Variante das zu vermeiden, ist mit der Bassdrum als Trigger den Bass per Ducker etwas wegzudrücken, wenn die Bassdrum spielt. Dann hört man die Bassdrum auch wenn sie nicht aus dem Mix hervorsteht.

So in etwa kann man auch mit anderen Instrumenten arbeiten. Ich arbeite beim Mix gerne zeitweise mit sehr geringen Abhörpegeln, damit ich gut raus hören kann, was im Mix hervorsteht. Einfach immer leiser machen, bis nur mehr das prominenteste Instrument übrig bleibt. Dann schau ich mir das an, wenn es zu sehr hervor sticht.
 
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Ich bin ein Vertreter von: "So gut wie möglich, schon von Beginn an."

Wichtig ist, dass Dein Pegel am Input erst einmal stimmt. Es geht dabei darum, dass das Signal in der DAW so sauber wie möglich und so angepasst (Pegel)
eingespielt wird, dass im Pre Fader Modus, das ist das Eingangssignal Deiner Spur vor dem Volumen Fader, nicht übersteuert. Richtwerte hier sind z.B. -10, -12 oder -18dB bei Faderstellung (im Mixer) von 0.

Das Gesamtvolumen der Session kannst Du mit einem Limiter z.B. um 5 dB in der Stereo Summe anheben, dann hört man alles lauter, wenn man es braucht.

Um eine Gitarre "lauter" zu bekommen, kann man in der Mischung die Volumenregler bemühen. Geht es um die empfundene Lautheit (Crest Factor) verändert man das Verhältnis von Peak zum RMS-Pegel,
indem man den RMS-Pegel anhebt. Das ist jedoch die zweite Wahl, weil es besser ist, ein konsistentes Signal von Anfang an zu haben. Deine Gitarre sollte also schon am Anfang so gut klingen wie möglich,
um im Mix zu bestehen.

Mit etwas Erfahrung weiß man, dass der Mix nach dem Mastering oft anders klingt. Das liegt daran, das z.B. ein Limiter (der auch ein Compressor ist), leise Anteile hervorhebt und oft viel mehr Höhen
dazukommen oder die Transienten schwächer werden. Wenn man es nicht begrenzt, reagiert der Limiter hauptsächlich auf die Bässe, aber das führt zu weit.

Maßnahmen um den RMS anzuheben wären auch Verzerrungen (Saturierung) und Clipping. Bevor man dabei nicht wirklich weiß, was man tut, sollte man das nicht unbedingt machen. Bei Gitarren hilft
meistens schon die Verzerrung des Amps und dass man die Gitarre ein zweites Mal aufnimmt, beide Spuren dann hard panned (Links/Rechts).
 
Hmm meinst du vielleicht "Kompression" und "Kompressor"? Oder ist das etwas ganz was neues, praktisch ein Kompressor neueste Generation?
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Hmmm....Du kennst den Kompresdor nicht? Du solltest von vorne anfangen.....die neue KI-Waffe im Mix und Master.

Nee, natürlich den Kompressor. So ist das, wenn man am Handy tippt.
 
Sei nicht traurig. Tontechnik gibt es als Beruf, wo Leute ganz lange lernen und danach noch viele weitere Jahre rumtun, bis das mal so tut daß man beim hören nicht mehr weinen muß. Daß du das nicht so im Griff hast ist A) völlig normal B) kein Grund zur Schande
Ich muß mir auch nicht selber den Blinddarm rausnehmen können. Mach du das, was dir Spaß macht und streß dich nicht mit Dingen, die dich streßen. Da gibt es andere Leute, die können das.. macht mit Leuten zusammen auch noch mehr Spaß. Und wenn du viel Zeit verbrennen willst, guck Youtube-Tutorials. Da haben dann wenigstens die Kanalbetreiber Klickzahlen, auch wenn gern mal nicht so viel dabei gelernt wird. Wieder: zusammensetzen mit Freunden und der einze zeigt dem andern, wie dies und das so geht. Ist schneller. Macht mehr Spaß. Man kann dabei Bier trinken. Der antwortet vielleicht sogar auf deine Fragen und reagiert auf deine Situation.
 

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