Als Anfänger mit Kopfhörer/Monitoring üben oder lieber ohne?

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Moin,

Ich versuche mir zu meinem Gitarrenspiel auch die Stimme als Instrument "freizuschalten". Bin ganz am Anfang und am rumexperimentieren in meinem kleinen Heimstudio...
Ich schwanke zwischen ein paar Ansätzen, wenn ich ausprobiere zu einem Stück eine Gesangsspur einzusingen
- Über einen eher offenen Kopfhörer den Track hören und die Stimme gar nicht monitoren...
- Mit dem offenen Kopfhörer auch die eigene Stimme monitoren (also Mischung aus Stimme selber hören und Stimme im Kopfhörer hören)
- Mit einem geschlossenen Kopfhörer die Stimme beim Singen monitoren

Die erste Variante fühlt sich am angenehmsten an, führt aber erst mal zu den inkonsistentesten Ergebnissen. Liegt aber vielleicht einfach an der mangelnden Übung bisher...
Die dritte Variante bringt konstantere ergebnisse, aber es fühlt sich so an als ob ich durch das monitoring zu sehr versuche auf meine Stimme zu achten und daher sozusagen den Kontakt zu der Musik verliere und das ganze irgendwie lebloser wird...

Gibt es da ein "Standardvorgehen", mit dem ich erst mal versuchen sollte klarzukommen oder ist es besser viel herumzuprobieren bis man etwas findet was passt?

Cheers!
Lars
 
Grund: Tippfehler
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scenarnick
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Variante 3 und Üben ist der Weg (ich gehe davon aus, Du legst Dir auch den Track auf den Kopfhörer im Sinne eines Monitor-Mixes). Ja, das mit dem Kopfhörer ist anfangs eklig und es scheint einen von der Musik zu entfernen. Das Gefühl geht mit Übung aber zunehmend verloren und Du fühlst Dich in das Setup ein. Vielleicht hilft es, wenn Du auf den Monitorweg etwas Hall legst, damit Du Deine Stimme nicht ganz trocken im Kopfhörer hast.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Vielleicht noch ein weiterer Gedanke, denn Du schreibst in der Überschrift "als Anfänger". Recording ist ne andere Disziplin als "Live" und gerade wenn man beginnt, mit Mikro zu singen, muss man auch erst mal den Teil des "Instruments" lernen. Ich habe anfangs viel mit nem Übe-Akustik-Amp (Laney A-Duo, später JOYO BSK-60) zu den Tracks per Mikrofon gesungen um überhaupt erstmal mit meiner "verstärkten" Stimme klarzukommen und die kennenzulernen.
 
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Neisgei
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- Über einen eher offenen Kopfhörer den Track hören und die Stimme gar nicht monitoren...
- Mit dem offenen Kopfhörer auch die eigene Stimme monitoren (also Mischung aus Stimme selber hören und Stimme im Kopfhörer hören)
- Mit einem geschlossenen Kopfhörer die Stimme beim Singen monitoren
Wie @scenarnick schon schreibt: üblich ist Variante 3. Aber nicht aus dem Selbstzweck heraus, sondern einfach, weil es Tontechnisch für die Aufnahme der beste Weg ist.
  • Ein Ziel ist es, sich gut zu hören beim Einsingen, sonst wirds schwierig eine gute Gesangsperformance abzuliefern für die Aufnahme.
  • Ein weiteres Ziel, kein reinbluten irgendwelcher Playbacks oder anderen Soundquellen in die Gesangsspur.
Somit sind wir automatisch bei Variante 3, weil damit am besten sichergestellt ist, dass nichts sonst ins Aufnahmemic reinkommt. Angenehm ist diese Variante tatsächlich nicht, ich singe auch lieber mit einem offenen Kopfhörer bzw. ganz ohne Kopfhörer. Aber aufnehmen geht so ja schlecht, wenn ich zu einem Playback singe. Deshalb ist die Variante 3 einfach unabdingbar für eine gute Aufnahmen, aber nicht die beste für das "Gesangserlebnis".
 
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Variante 3 und Üben ist der Weg (ich gehe davon aus, Du legst Dir auch den Track auf den Kopfhörer im Sinne eines Monitor-Mixes). Ja, das mit dem Kopfhörer ist anfangs eklig und es scheint einen von der Musik zu entfernen. Das Gefühl geht mit Übung aber zunehmend verloren und Du fühlst Dich in das Setup ein. Vielleicht hilft es, wenn Du auf den Monitorweg etwas Hall legst, damit Du Deine Stimme nicht ganz trocken im Kopfhörer hast.
Danke... und ja, deine Annahme ist richtig, ich hab' natürlich das, was schon vom Track da ist (oder einen Backing-Track mit dem ich übe) als Referenz auf dem Kopfhörer.
Das es sich mit etwas Hall etwas besser anfühlt habe ich auch schon gemerkt. Vor allem wenn man dafür sorgt, dass die Latenz klein genug bleibt :cool:
 
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Über welche Phase im Gesamtprozess reden wir?
Aufnahmeprozess?
Also hab entweder eine selbstgebautes Grundgerüst (Drums Bass Gitarre) von einem selbstgemachte Track und möchte dazu eine Gesangsspur aufnehmen oder ich habe einen Backingtrack um erst mal mit bekannten Material zu üben. Quasi als Simulation des Singens zum eigenen Track.

Oder meinst du Lernprozess? Sehr am Anfang. Ich hab nie dedizierten Gesangsunterricht gehabt. Habe ich auch erst mal nicht geplant. Ich wollte schauen was ich so halbwegs autodidaktisch hinbekomme. Ist auch eher für den persönlichen Spaß…
 
C
cfortner
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Kopfhörer sollten geschlossen sein, damit das Playback oder Monitoring, das Du über den Kopfhörer hörst, nicht ins Aufnahmemikro kommen (bluten, s. o.).

Deshalb sind geschlossene Kopfhörer wie in 3) unabdingbar für gute Aufnahmen.

Zum Üben kannst Du natürlich offene nehmen, wenn Du Dich besser fühlst, andererseits macht es Sinn, sich an 3) zu gewöhnen, zumal Du dann auch mit Inears gut klarkommen wirst.
 
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Eine Gefahr beim Einsingen eines noch ungewohnten Stückes über Kopfhörer liegt darin ihn eher zu laut zu machen. Darunter leidet die Intonation weil laut alles richtig klingt.
Ich singe den Song mehrfach komplett ohne KH bevor ich an die Aufnahmen gehe. Und ja, Hall hilft die ungewohnte Hörsituation zu meistern, alternativ nur ein Ohr im KH und die andere Seite frei lassen.
Die freie Seite vom KH muß aber neben das Ohr so an den Kopf, dass sie nicht fröhlich das Mikrofon bespaßt. Siehe oben erwähntes bleeding.
 
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Vielen Dank für die Hinweise. Auch wenn alles eigentlich ganz logisch ist, wenn man es sich erst mal klar gemacht hat: es gibt da so viele Variablen, da ist es schön, wenn man ein paar Orientierungspunkte von erfahreneren Leuten bekommt...
 
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