Anfänger mit Framus - Zither

von pueblo, 27.02.16.

  1. pueblo

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    Erstellt: 27.02.16   #1
    Tach zusammen!

    Kürzlich hockte ich im Österreichurlaub in einem Wiener Beisl und habe einem Zitherspieler zugehört. Der schmierte da göttlich so Kaffeehausmusik-Zeug zusammen und ich war hin und weg.
    Habe dann gleich sehr günstig eine Framus - Zither erstanden, 32 Saiten, Münchner Stimmung. Sie ist relativ unbespielt und sieht ziemlich neu aus. Die Mensur ist genau 43,9 mm.
    Momentan such ich dringend nach etwas Unterricht, aber die meisten sind zu weit entfernt von mir. Ich hab x-Jahre Konzertgitarre drauf, spiel so Latin/Bossa/Flamenco.
    Nützt aber alles nix, die Zither ist irre fordernd. Daher hab ich so ein paar Anfängerfragen and die wenigen Zitherspieler hier:


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    [​IMG]


    1. Saitenspannung, Bundstäbe

    Neue Zithersaiten sind ja recht teuer, daher war es mir wichtig für die ersten Schritte, erstmal ein günstiges und besaitetes Instrument zu erstehen.
    Die vorhandenen sehen gut sauber und beschlagfrei aus. Was mich als Konzertgitarrenspieler aber echt umgehauen hat: Die benötigte Kraft zum niederdrücken der Saiten!
    Kann man hier mit den grünen nylonumsponnenen Saiten von Bergfee noch was rausholen? Vielleicht andere Marke?

    Die Saitenhöhe im 12. Bund ist bei 8mm. Die Bundstabhöhe bei 5mm. Ist das soweit OK?

    Slides zu spielen grenzt an Folter, die Bundstäbe sind sehr scharfkantig. Muss das so sein?


    [​IMG]
    2. Daumenring und Spiel

    Solche Teile habe ich vorher noch nie benutzt aber es waren 3 Stück mit dabei.
    Momentan bin ich damit extrem unbehände und treffe meist nichtmal die richtige Saite, geschweige denn finde ich eine angenehme Anschlagstechnik.
    Wenn die Spielspitze senkrecht zur Saite steht hab ich den angenehmsten Klang. Mit flacherem Zupfwinkel klingt es blechern und mein Daumen rutscht auf die Saite.

    Ich habe verschiedene Größen, die mit einer gravierten 3 passt mir am besten, auch eine Nummer 7 ist ganz angenehm wenn ich den dickeren Bügel etwas herumbiege. Hab mir zusätzlich noch alles bestellt was geht, um mal durchzutesten. Vor allem von der Marke Geipel.

    Meine Frage ist: gibt es da noch speziellere Zitherringe?

    Ich brauche eine recht lange Spielspitze, da mein Daumen in der Mitte recht dick ist und ich manchmal unabsichtlich damit die Saite dämpfe.
    Dummerweise verhake ich mich mit einer langen Spielspitze oft. In normaler Handposition befinde ich mich zupfend über dem Bund 20/21. Ist das so richtig?
    Sollte der Daumen gestreckt sein?


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  2. moniaqua

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    Erstellt: 27.02.16   #2
    Hi pueblo,

    dann viel Spaß mit Deiner Zither :) Wo biste denn her?

    Najanu, mich hat es letztens umgehauen, was Gitarreros so für ihre Saiten löhnen. :)

    Du spielst mit Nylonsaiten auf der Gitarre? Dann wirst Du Dich umstellen müssen. Zither ist härter, ist einfach so.

    Ähm, also, ich hab meine Zither noch nie gemessen :eek: Ich miss morgen mal nach.
    Die schauen auf dem Bild eigentlich gar nicht so scharfkantig aus? Kann ich so nicht beurteilen; ich komme damit zurande, slide allerdings auch nicht wirklich oft.
    Ja. Ich habe letztens die Firma Schiling angeschrieben, deren Wechselringe sollen gut sein. Hab allerdings im Moment noch keine Antwort, ich werd da mal anrufen. Wollt ich eigentlich schon gestern machen :rolleyes:
    Die, die Du auf dem Foto hast, spiele ich auch (vermutlich), glücklich bin ich damit nicht.
    Uff. Das so anhand der Beschreibung sagen... Schau Dir mal Lisa-Maria Schwarz und Florian Stölzl an, die haben eine gute Handhaltung imho. Magdalena Pedarning spielt auch nicht schlecht; sie hat nur scheinbar noch die alte Handhaltung gelernt, wo der kleine Finger auf dem Steg ruht. Günstiger ist es, wenn der kleine Finger mit dem Ringfinger mitgeht.

    Hast Du denn eine Zitherschule?
     
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  3. pueblo

    pueblo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.16   #3
    Hab mir den Wechselschlagring gleich mal bestellt. Der schaut echt praktisch aus!
    Werd mir noch neue Bergfeesaiten fürs Griffbrett besorgen, da überleg ich ob ich nicht zur Wiener Stimmung wechsel.
    Was spielst du denn? Bei der WS hab ich ein nahes oktaviertes g'. Der Sinn hinter dem doppelten a' der MS, erschliesst sich mir noch nicht ganz.
     
  4. moniaqua

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    Erstellt: 28.02.16   #4
    Ich spiele Diskantzithern in der Münchner Stimmung; ich habe eine uralte kleine Zither ähnlich wie Deine Framus und eine einfache Luftresonanzzither von Wünsche. Demnächst wird noch eine E-Zither dazu kommen, die ist schon in der Mache :) Die hat dann bei den Begleitsaiten noch zusätzlich das as'.

    Die gebräuchliche ist an sich die Münchner Stimmung und darauf sind die meisten Schulen und Zithernoten auch ausgelegt, soweit ich das blicke. Ich brauche schon beide a-Saiten wenn ich mehrstimmig spiele, z.B. auf der äußeren das e'' und auf der inneren dazu das c'', auf der d-Saite dann das g'. Was ich an der Wiener Stimmung gar nicht verstehe ist die Oktavierung der Bass-Saiten, da sehe ich nicht recht einen Sinn dahinter. Wenn ich tiefe Saiten brauche, kann ich doch die Kontrasaiten nutzen und der Quintenzirkel ist unterbrochen. Ich finde die g'-Saite auch etwas unmotiviert in der Luft hängend; alles andere ist in Quinten aufwärts gestimmt und plötzlich kommt der Bruch mit dem g' und der Oktave daher und danach ein Quartsprung abwärts?! Seltsam.

    Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob man so einfach eine Wiener Stimmung auf einer Münchner Zither machen kann. Es sind doch etwas andere Spannungsverhältnisse in den Begleitsaiten. Ich hab allerdings Wiener Stimmung noch nie gespielt, theoretisiere hier also :)
     
  5. pueblo

    pueblo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.16   #5
    Die bronzenen Spielringe von Geipel sind angekommen und ich kann sie echt empfehlen. Übe momentan Skalen, um flüssiger auf dem Griffbrett zu werden. Ab und zu ein paar Akkorde dazugezupft, funktioniert auch ganz gut. Mit dem Ringfinger in den mittleren Bässen liegend, eher noch nicht so. Brauche vielleicht eine Empfehlung für eine gute Zitherschule in Wort und Bild.
     
  6. moniaqua

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    Erstellt: 04.03.16   #6
    Puh, Zitherschule... Ich habe nach der von Adalbert Albrecht gelernt, die ist aber etwas ältlich und angestaubt. Moderner wäre die von Peter Suitner. Da finde ich die Bilder allerdings auch nicht so übermäßig toll, ob das für's Selbststudium reicht? Die anderen Schulen (außer dem Darr, der gleich noch angestaubter ist als der Albrecht) kenne ich nicht.

    Gibt es wirklich keinen Zitherlehrer in erreichbarer Nähe? Zither autodidaktisch lernen stelle ich mir äußerst schwierig vor.
     
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