Aprilscherz: Stopp den Staubsaugereffekt beim Akkordeon

maxito

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Kennt ihr das auch?:

Ihr macht euer Akkordeon auf um eine Kleinigkeit zu richten und findet im Akkordeon jede Menge Staub?
..und natürlich lagert sich der Staub genau da ab , wo er am wenigsten hin soll und wo er am meisten stört...

... Und wenn ihr euer Akkordeon abstellt, findet ihr ruck zuck auf dem Zelluloid sofort Staub der sich dort anlagert:

IMGP5117r.jpg

-> sieht man zuerst gar nicht richtig.. aber er ist drauf!
Und sobald man wieder spielt wird der mit eingesaugt und einmal drinbleibt der drin und sammelt sich an.. immer mehr!

Das muss aber nicht sein!

Der Efekt dass der Staub sich überhaupt ablagert, liegt daran dass sich das Akkordeon mit seiner Kunststoffoberfläche elektrostatisch auflädt und dann für Staub wie ein Magnet wirkt. ... Und stellt man das Akkordeon ab, zieht es sofort Staub an, lagert den dann außen ab und sobald man wieder spielt saugt man das alles ein ... und das Akkordeon funktioniert wie ein musikalischer Staubsauger.

-> Dagegen kann man aber ganz leicht Abhilfe schaffen:


IMGP5118r.jpg

Die Lösung:

Einfach das Akkordeon elektrisch erden und die elektische Aufladung ableiten, sobald ihr das Akkordeon abstellt.

Dazu braucht man nur ein Kabel an einen (metallischen ) Balgverschlussriemen anschließen und das mit einer Schraubzwinge am anderen Ende verbinden
Und die Schraubzwinge klemmt man z.B an die metallische Heizung oder ein Heizungsrohr oder Wasserrohr in der Wohnung, klipst das andere Ende in die Schnappniet für den Balgverschluss - und fertig!

IMGP5113r.jpg

- fertig -

Die elektrische Aufladung die durch Reibung an der Kleidung während des Spiels auf dem Akkordeon erzeugte, wir sofort abgeleitet und das Akkordoen ist elektrisch entladen
... und keine elektrische Aufladung... kein Staubmagnet, ... kein Straubmagnet.. kein Staub im Akkordeon!

-> problem gelöst!


Und das Ganze nimmt keinen Platz weg und kann locker in den Akkordeonrucksack gestopft werden und ist damit überall mit dabei und kann auch unterwegs einfach verwendet werden.

IMGP5119r.jpg

... Und ab sofort sieht s in eurem Akkordeon sauber aus und Funktionsstörungen durch Staub in der Mechanik gehören der Vergangenheit an!


:great: 😎
 
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Gut, daß ich nur Holzakkordeons habe, die laden sich nicht auf.
Aber zur Sicherheit stell ich sie einmal pro Woche auf meinen Hildegard Orgon Akkumulator, damit die Töne sich wieder mit der Erdfrequenz harmonisieren

Gruß,
Jonny
 
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Und was ist bei Vollmond?
 

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  • #4
Und was ist bei Vollmond?
Bei Vollmond ist die Anziehungskraft aufgrund der Größe des Mondes etwas größer .. aber bei genügend großer Dimensionierung des Erdungskabels kann das locker kompemnsiert werden! :great:



Gut, daß ich nur Holzakkordeons habe, die laden sich nicht auf.
aber auch die sind in der Regel lackiert... und die Lacke können sich genau so elektrostatisch aufladen!
 
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[...]

aber auch die sind in der Regel lackiert... und die Lacke können sich genau so elektrostatisch aufladen!
Deshalb bieten zB. Brandoni und Victoria (Poeta) auch Akkordeons an, welche nicht mit konventionellen Akkordeon-Lacken lackiert sind. (keine Schleichwerbung an dieser Stelle!) Wer ganz sicher gehen möchte vermerkt im Bestelltext noch das auf Klarlack verzichtet wird und ölt die rohe Holzoberfläche daheim selbst.
003595-189265.jpg

(Quelle https://www.akkordeoncentrum.de/public/akkordeon-bilder/600/003595-189265.jpg)
 
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Guter Tip @maxito! Das ist schon eine wichtige Sache.

Ich habe für diese Zwecke seit genau einem Jahr (zufällig 1.4.2025) eine Erdungsantenne, die leitet mit etwas Glück zudem die meisten falschen Töne ab.
Man muss aber drauf achten, dass man nicht in der Nähe einer Magnetfeldlinie ist. Ging mir einmal bei einem Open-Air-Auftritt so. In dem Fall müsste man sich umpolen, oder notfalls das Akkordeon umdrehen.
 
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Off Topic: im Atex Bereich werden Kunststoffteile leitend gefertig, dann würde das mit der Erdung sogar funktionieren.
 
Probier es einfach mal aus. Der sogenannte "gesunde Menschenverstand" täuscht sich da leicht.

Dein Taschentuch ist übrigens rausgefallen.

aber auch die sind in der Regel lackiert... und die Lacke können sich genau so elektrostatisch aufladen!
Ließe sich vermmutlich durch Antimagnetlack in den Griff kriegen, oder?
 
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Super Tipp!
Aber damit das gut funktioniert, muss man darauf achten, dass der Kunststoff elektrisch leitfähig ist. Logisch, sonst bringt die Erdung nicht viel. Also besser vorher messen oder - um ganz sicher zu gehen - das Akkordeon mit einem Kupferspray einsprühen!
 
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  • #10
das Akkordeon mit seiner Kunststoffoberfläche elektrostatisch auflädt
So weit richtig: Isolatoren laden sich bei Reibung elektrostatisch auf.

Hier wird die Ladungstrennung technisch raffiniert:

1775033147108.png



Einfach das Akkordeon elektrisch erden und die elektische Aufladung ableiten
Das ginge, WENN das Gehäuse elektrisch leitend wäre, wenigstens ein bischen.

Nun gehst Du aber oben von einem isolierenden Gehäuse aus ... was so dann nicht funktioniert, SOLANGE Du die Oberfläche nicht irgendwie leitend machst, etwa durch bestäuben mit und verteilen von Graphitpulver (Gruß an die helle Kleidung), o.Ä.

1775033632595.png

(Leitungsband unerreichbar <-> kein Elektronentransport <-> kein Stromfluss)



Neugier: Falls Du einmal ein Ohmmeter zur Hand hast, würden mich gemessene Widerstände bei vorsichtig angelegten Messspitzen interessieren, z.B. bei Abständen von 1 cm, 3 cm und 10 cm, gern an 2 - 3 Stellen, wobei die Finger KEINE der leitenden Spitzen berühren (sonst misst Du Deinen veränderlichen Durchgangswiderstand). Danke
 
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  • #11
Off Topic: im Atex Bereich werden Kunststoffteile leitend gefertig, dann würde das mit der Erdung sogar funktionieren.

Vielleicht ist das der Grund, warum die Stimmung und die Gemüter relativ schnell explodieren sobald man irgendwo mit dem Akkordeon auftaucht? :gruebel:
 
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  • #12
(Leitungsband unerreichbar <-> kein Elektronentransport <-> kein Stromfluss)
das ist so nicht ganz richtig, beim Überschreiten der Datumsgrenze auf den 1.4. können Valenzband und Leitungsband kurzzeitig die Energielevels tauschen und ein Abfluss ist möglich. Das folgt daraus, dass die Elektronen ihren Spin ändern, Spinänderung liegt begründet im Zeitpunkt, wenn Präzession von Erde und Sonne vektoriell parallel ausgerichtet sind, was in den letzten 1000 Jahren immer am 1.4. der Fall war. Maxitos Methode funktioniert also nicht immer. Alternativ Akkordeon mit Kupfer bedampfen: abisoliertes Kupferkabel in wasserkocher mitkochen und Akkordeon in die Nähe stellen.
 
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  • #13
das ist so nicht ganz richtig, beim Überschreiten der Datumsgrenze auf den 1.4. können Valenzband und Leitungsband kurzzeitig die Energielevels tauschen und ein Abfluss ist möglich.

Jein. Ich darf dazu mein Physikbuch von JWG zitieren:

"Vale! Vale!
Manche Strecke,
dass, zum Zwecke,
Trone fliesse
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergiesse."

:D
 
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  • #14
[...]Falls Du einmal ein Ohmmeter zur Hand hast, würden mich gemessene Widerstände bei vorsichtig angelegten Messspitzen interessieren, z.B. bei Abständen von 1 cm, 3 cm und 10 cm, gern an 2 - 3 Stellen[...]
Unabhängig von der Messdistanz zeigt der Widerstandsmesser Overload an. Also technisch unendlicher Widerstand.
Vermutlich wurden früher einfach bessere Lacke verwendet als heutzutage?
An den Zierstreifen sind es bei meinem Musikinstrument 0,2Ohm/cm und an den Balgecken 120 milliOhm/cm. Daher beim Staubsaugereffekt durchaus die Zierstreifen und Balgecken nicht vernachlässigen. Der genannte Wert bezieht sich auf silberfarbene Zierstreifen an denen sie gemessen wurden. Für Goldfarbene -wie sie bei den Golen vorkommen- gelten sicher andere Werte.
 
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  • #15
Vermutlich wurden früher einfach bessere Lacke verwendet als heutzutage?
es kommt darauf an, woher Dein Instrument stammt. Ich nehme an, es ist kein altes Instrument aus dem Ruhrgebiet? Im Ruhrbiet war ja früher alles mit leitendem Kohlestaub bedeckt, bereits Babies waren bei der Geburt leitend.

An den Zierstreifen sind es bei meinem Musikinstrument 0,2Ohm/cm und an den Balgecken 120 milliOhm/cm.
Hast Du auch den Widerstand gemessen zwischen den Tönen c und gb? Somit liesse sich der Staubabsorptionskoeffizient abschätzen.

Daher beim Staubsaugereffekt durchaus die Zierstreifen und Balgecken nicht vernachlässigen.
Deswegen haben Staubsauger auch keine Zierleisten.
 
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  • #16
[...]Ich nehme an, es ist kein altes Instrument aus dem Ruhrgebiet?[...]
Richtig. Sondern Trossingen. Da ist Graphit- oder Kohlestaub nicht so verbreitet.
[...]Hast Du auch den Widerstand gemessen zwischen den Tönen c und gb? Somit liesse sich der Staubabsorptionskoeffizient abschätzen.[...]
Der Widerstand wurde an der obersten (in Spielrichtung) Zierleiste gemeßen. Also grob zwischen F-G. Gleiches gilt auch für die @Balg -ecke.
 
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  • #17
Die Lösung ist doch ganz einfach: Den Balg immer schön geschlossen lassen. Dann gelangt kein Staub ins Innere, und keine störenden Geräusche nach draußen… :engel:
 
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  • #19
An den Zierstreifen sind es bei meinem Musikinstrument 0,2Ohm/cm und an den Balgecken 120 milliOhm/cm. Daher beim Staubsaugereffekt durchaus die Zierstreifen und Balgecken nicht vernachlässigen. Der genannte Wert bezieht sich auf silberfarbene Zierstreifen an denen sie gemessen wurden. Für Goldfarbene -wie sie bei den Golen vorkommen- gelten sicher andere Werte.
bei der Messmethode an Golas ( Golen?) angewandt sollte ein hochwertiges Messgerät verwendet werden, da die Zierteile echt vergoldet sind .. einfache Messgeräte sind das nicht gewohnt und bekommen da leicht nervöse Zuckungen, was gerne zu falscher Ablesung führt - an solchen Instrumenten sollten für die genannte Messung die Messgeräte mindestens von Fluke sein!
 
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  • #20
na - ihr habst s gemerkt ... das Ganze war ein Aprilscherz!

In Wirklichkeit funktioniert das so leider nicht!

Liegt zum einer daran, dass Zelluloid sich gar nicht so wirklich elektrostatisch empfindlich verhält - was auch gut so ist, denn als Artverwandter der Schießbaumwolle ists definitv besser wenn das Zeug nicht auch noch dazu neigt sich elektrisch aufzuladen und Funken zu schlagen....

Und auf der andere Seite, wenn s den so wäre, dann würde der lokale Anschluss gar nichts nutzen... den aufladen tut sich s als Kunststoff ja nur, wenn die elektrische Leitung sehr schlecht ist .. und dann fließt auch keine statische Aufladung in Richtung des Kabelanschlusses ab...Dann wäre das kabel auch nutzlos.

Und selbnst wenns denn so wäre, dann wü+re es für die Staubansammlung im Akkordoen egal... Denn die elektrische ladung sammelt sihc an der Außenfläche und läuft aufgrund der elktrischen Gesetze nicht ins Innere ( Stichwort Faraday´scher Käfig) Nur dass ladung die man im inneren einbringt , und die nach außen abfließt uund sich dort sammelt lassen sich diese klassischen Effekte wie in Post #10 gezeigt überhaupt erzeugen.

Würde sich also Staub aufgrund elektrostatischer Aufladung außen anlagern dann hätte der überhaupt keinen Grund sich weiter nach innen zu bewegen...denn er bliebe a dort wo sich die Aufladung befindet.. also außen!

Ich hoffe ihr habt einen angenehmen 1. April gehabt :hat:
 
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