Artgerechte Haltung einer Martin HD 28 / Luftfeuchtigkeit

von Ichaufloesung, 20.05.20.

  1. Ichaufloesung

    Ichaufloesung Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.20   #1
    Hallo,

    meine erster Beitrag, seid freundlichst gegrüßt, ich hoffe das Thema ist hier richtig.
    Ansonsten bitte ich darum entsprechend zu verschieben.

    In kürze wird eine Martin HD 28 bei mir einziehen und die Vorbereitungen laufen.
    Meine Vorgängergitarre war eine Yamaha FG720, die mich viele Jahre lang begeleitet hat.
    Das Ding brauchte man nur in die Ecke stellen und alle paar Monate mal den Staub abklopfen.
    So klang sie allerdings auch ;-).
    Daher bin ich auch etwas naiv an den Neukauf rangegangen. Noch einmal und dann richtig war die Devise und die soll jetzt auch bis zu meinem Lebensende "reichen", so ist zumindest der Plan.
    Sich so eine "teure" Gitarre kaufen ist nicht "schwer", sie bei guter Gesundheit zu halten schon eher.

    Mir ist klar, dass das Thema schon des öffteren durchgekaut wurde und ich hab mich auch reichlich belesen.
    Martin empfiehlt 50% Luftfeuchtigkeit und 21 Grad stabil.
    Lt. meinen Recherchen sind wohl 45% - 65% noch akzeptabel tollerierbar.
    Ich würde mich trotzdem über eure Meinungen zu meiner individuellen Situation und meinen "Plänen" freuen. Mein Ziel ist es sie zwischen 45 und 55% zu halten.

    Wir wohnen im Norden, die Luftfeuchtigkeit ist hier eher hoch.
    40 % hab ich in diesem Winter nur einmal kurz unterschritten. Das ggf. zu kompensieren sollte kein Problem sein.

    Eher fällt es mir schwer, die meiste Zeit im Jahr, die Luftfeuchtigkeit unter 60 % zu halten. 50 % sind fast schon utopisch, das werde ich im Wohnraum nicht dauerhaft schaffen.
    Weiterhin trainiere ich auch bei mir im Wohnzimmer. Da ich ziemlich viel Mensch bin steigt da temporär die Luftfeuchtigkeit, für ne Stunde, auf knapp unter 70 %.
    Zwar hab ich einen Luftentfeuchter, den ständig laufen zu lassen ist allerdings ziemlich nervig, obwohl er kein Schlechter ist. (laut, dauert lange)

    Mein Plan ist daher die Gitarre im Koffer zu lagern und dort ein eigenes Ökosystem zu schaffen.
    Ich möchte einen WLAN fähigen Feuchtigkeitssensor im Koffer deponieren, die Feuchtigkeit hauptsächlich über ein Planet Waves PW-HPK-01 Humidipack regulieren und zusätzlich noch Silicabeutel einsetzen um einen Teil des Wassers damit zu binden, damit sich das Humdipack nicht super schnell voll saugt. (da ja normalerweise mehr Feuchtigkeit rein gehen wird, als raus)

    Soweit erstmal meine Pläne.


    Habt Ihr vielleicht noch Ideen, Tipps oder Anmerkungen was ich hier noch besser machen könnte?

    Für die Mühe bereits jetzt vielen Dank.

    Grüße
     
  2. fpmusic22

    fpmusic22 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.20   #2
    Herzlichen Glückwunsch zu Deiner neuen Gitarre. Als ich meine erste Martin Gitarre hatte, hab ich mich im Martin Forum angemeldet: https://umgf.com/ . Und da fleissig mitgelesen. Da hab ich dann auch Spass an noch anderen Martins bekommen.
    Zur Luftfeuchtigkeit: Ich wohne auch im Norden und mach nichts bestimmtes, ausser im Winter, wenn die Heizungsluft wirklich trocken ist eine selbstgebaute Plastikdose mit Löcher und einem feuchten Schwamm darin in den Koffer zu legen. Ansonsten bewahre ich meine Gitarren auch immer im Koffer auf und hole sie nur zum Spielen raus.
    Viel Spass mit Deiner HD-28!
     
  3. Maijunge

    Maijunge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.20   #3
    Glückwunsch zu deiner tollen Gitarre.

    Ja, minimum 45 maximum 65 % ist die Empfehlung von Martin Guitars.

    Für die Aufbewahrung im Koffer benutze ich einen Schallloch-Befeuchter, den ich zwischen D und G-Saite reinstecke.
    Zusätzlich lege ich zur Kontrolle ein digitales Hygrometer in den Koffer, meine Gitarren haben im Koffer stabile 55 % Luftfeuchte.

    Edit: digitale Hygrometer arbeiten ziemlich genau und haben gegenüber den analogen Hygrometer den Vorteil, dass man sie nicht regelmäßig neu kalibrieren muss.

    Einen Sensor zur Kontrolle halte ich persönlich für nicht dringend erforderlich.
     
  4. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.20   #4
    Als bekennendes Nordlicht habe ich hier auch die meisten meiner Instrumente im Koffer, teilweise über Jahre nicht geöffnet, andere stehen auf dem Ständer. In Jahrzehnten (wir wohnen jetzt 20+ Jahre in dem Haus) keine Probleme. Wenn die Luft zu feucht ist, leidet der Klang, aber - jedenfalls hier im Haus, wir sind nicht im Tropenhaus des Zoos - nicht das Instrument.
    Nachtrag: Die einzige "Technik", die wir einsetzen: Im Heizungswinter stehen mal 2 Blumentöpfe im Wohnzimmer oder etwas Wäsche wird hier zum Trocknen aufgehängt. Kein Sensor, keine Befeuchter, keine Trockner. Auch nicht an den anderen Familienwohnsitzen, bei denen noch ein paar Instrumente stehen.
     
  5. andiu

    andiu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.20   #5
    45-65% hat noch etwas Sicherheitsspielraum.
    Bei mir sind es, gerade im Winter, oft unter 40%, manchmal nur 35% wenn die Sonne reinscheint ( > relative Lufteuchtigkeit) Für Extreme habe ich einen Luftbefeuchter der in die Richtung der Gitarrenecke bläst und die Feuchtigkeit (da steht ein Hygrometer) knapp über 40% hält. (für den ganzen Raum reicht es nicht) Im Sommer aber um die 45%-65% je nach Wetter.
    Meine Gitarre sieht noch aus wie am ersten Tag ;) obwohl sie nicht in ihrem Koffer liegt.
    Was rw erwähnt, kann ich bestätigen: Wenn es mal sehr feucht wird, ( 60% +) wird der Klang der Gitarre deutlich dumpfer. Das gibt sich schnell wieder wenn die Luft trockener wird. Also alles im grünen Bereich.

    Einen Sensor mit App oder so wirst du wohl nicht benötigen. Das Mikroklima in einem Koffer ist sehr stabil und ändert sich kaum. Wenn du, wovon ich ausgehe, spätestens alle paar Tage mal die Gitarre rausholst reicht es aus, einen Blick aufs Hygrometer zu werfen. Aber im Zweifel wirst Du eh jeden Tag spielen wollen.

    Achja, Glückwunsch zur Martin ;)
     
  6. Ichaufloesung

    Ichaufloesung Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.20   #6
    Vielen Dank für eure Glückwünsche. Ja, ich bin ganz schön happy.
    Das ist ein ziemlich heftiges Upgrade. Die Alte hatte ich noch für 260 € im Frankfurter Gitarrenladen (nähe Bahnhof) gekauft.
    Dann mach ich mir mal nicht zuviele Sorgen ;-)
    So einen "Lochbefeuchter" hab ich mir auch gekauft um ggf. gegenregulieren zu können, wenn es doch mal sehr trocken wird.

    Die soll natürlich, wenn möglich, jeden Tag ein bisschen an die frische Luft.
    So ein "kleiner" zusätzlicher Übungsmotivator.
    Die Alte hat mir dann doch schon lange keinen Spaß mehr gemacht (dumpfer Klang und teilweise zu schwer zu greifen), hab die letzten 2 Jahre mehr Egitarre geübt.
     
  7. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 20.05.20   #7
    Vielleicht mal ein wenig Kontext:
    Solche Angaben zur Luftfeuchtigkeit beziehen sich immer auf längere Zeiträume. Das Holz braucht lange um Feuchtigkeit aufzunehmen oder abzugeben.
    Wir reden hier eher in Spannen von mehrere Tagen/Wochen.
    Das bedeutet mal da kurzfristig vom Sport 70% zu haben oder nach dem Lüften nur 30% ist überhaupt kein Problem.
    Kritisch ist es eigentlich nur, wenn (z.B.) in der Heizperiode mal mehrere Monate deutlich unter 40% sind. Dann könnten sich Risse im Holz bilden.
    Der umgekehrte Fall: zu hohe Luftfeuchtigkeit ist weitestgehend unproblematisch. Das ist eher so, dass die Gitarren dann dumpfer klingen, aber in Normalfall wird da nichts substantiell beschädigt.

    Generell: Das ist immer noch eine Gitarre. Sie wird nicht explodieren, wenn mal die Luftfeuchtigkeit außerhalb des empfohlenen Bereiches liegt.
    Die Dinger halten durchaus einiges aus. Und bevor sie kaputtgehen, merkt man normalerweise, dass irgendwas nicht okay ist. Dann fangen z.B. an die Bundstäbchen etwas überzustehen (weil sich das Holz etwas zusammenzieht und das Metall nicht).
    Also keine Panik hier. Man darf natürlich eine Gitarre pflegen, aber die meisten werden auch ohne Pflege absolut gedeihen.
    Die Faustregel ist: Wo sich ein Mensch wohl fühlt, fühlt sich auch eine Gitarre wohl.
    Ich empfehle eine Wetterstation, die längerfristig die Luftfeuchtigkeit trackt. Da kann man dann den Verlauf sehen.
    Luftbe- und -entfeuchter braucht man eher in extremen Situationen.
    Also: ein bisschen ein Auge drauf haben, aber man braucht eine Gitarre nicht wie ein rohes Ei behandeln. Die Dinger sind lackiert, der Feuchtigkeitsaustausch dauert lange und in den meisten Fällen ist es relativ unkritisch.
     
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  8. Ichaufloesung

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    Erstellt: 20.05.20   #8
    Alles klar, danke für die Einschätzung.
     
  9. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.20   #9
    Ich hab´ der ausführlichen Beschreibung von Disgracer wenig hinzuzufügen.

    Eine Gitarre fühlt sich am wohlsten wenn sie frei in einem ordentlichen Ständer an einem Ort steht der keine direkte Sonneneinstrahlung hat und ausreichend Abstand zum nächsten Heizkörper. Dann nimmt man sie auch öfter mal zur Hand.

    Koffer sind für ungeliebte Instrumente und für den Transport.

    Schalllochbefeuchter sind eher schädlich als nützlich. Nicht selten bilden sich Schimmelpilze in ihnen. Mein Rat wäre so etwas nicht zu benutzen, auch wenn Du ihn nun schon gekauft hast.

    Ansonsten wünsche ich auch viel Spaß mit der Martin!

    P.S.: Ich halte die Yamaha auch für eine sehr gute Gitarre. Wenn sie dumpf ist und sich schwer spielen lässt stimmt mit der irgendwas nicht. Da könnte sich ein Besuch beim Gitarrenbauer durchaus lohnen um wieder Spaß mit ihr als Zweitgitarre zu haben.
     
  10. Ichaufloesung

    Ichaufloesung Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.20   #10
    Hm jo, danke für den Tipp.
    Ich hatte allerdings den Eindruck, dass Sie von Anfang an erstaunlich schwer im ersten Bund zu bespielen war.
    Damals hatte ich allerdings noch keine Vergleichsmöglichkeiten.
    Kann natürlich sein, dass da von Anfang an was nicht gestimmt hat. Oder es ist einfach nur meine Wahrnehmung.
    Nee, einen Schallbefeuchter hab ich garnicht gekauft, das war wohl missverständlich.
    Nur zwei solche MN300 Guitar Humidifier um im Notfall die Giattarre direkt befeuchten zu können. (nur falls es wirklich mal länger trocken ist)
    Bezüglich der Aufbewahrung werde ich aber wohl trotzdem die Koffer- Lösung präferieren.
    Erstens weil ich Sie nicht ständig in 60 - 65 % Luftfeuchtigkeit stehen lassen will (und damit wären wir ja bei einem Effekt über Tage oder gar Wochen, es sei denn ich lass ständig den Luftentfeuchter laufen), zweitens weil Martin das einfach zur Aufbewahrung so empfiehlt.
    Mein Plan war allerdings Sie offen hinzustellen, hab sogar schon einen neuen Ständer dafür.
    Naja, mal sehen, vielleicht wechsel ich auch einfach mal. ;-)
     
  11. Maijunge

    Maijunge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.20   #11

    Kommt ganz darauf an, welchen Schalllochbefeuchter man benutzt und wie man den benutzt.
    Ja, bei falscher Anwendung können sich Schimmelpilze bilden.

    Im Koffer aufbewahrte Gitarren sind auch nicht generell ungeliebte Gitarren, würde ich so pauschal nicht sagen aber jedem seine Ansicht.

    Ansonsten stimme ich deinen Post und den von Disgracer zu 100 % zu.
     
  12. Ruhr2010

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    Erstellt: 20.05.20   #12
    Wir leben hier offensichtlich in einer klimatisch begünstigten Region, denn ich kann mich den zur Gelassenheit ratenden Beiträgen von @Disgracer und @Bassturmator nur anschließen.

    Zu einem anderen Kommentar möchte ich mich aber doch äußern:
    würde ich gern anders formulieren: "Digitale Hygrometer haben den Nachteil, dass man sie nicht kalibrieren kann."

    Ich habe hier ein Exemplar, dass immer weiter in Richtung Elektroschrott driftet und mir bleibt nichts anderes übrig, als laufend meinen gedanklichen Korrekturwert mittels eines kalibrierten Haarhygrometers nachzuführen. :facepalm1:
     
  13. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 20.05.20   #13
    Ergänzende Gedanken:
    Gitarren im Koffer aufzubewahren ist keine schlimme Sache und es gibt genug Gründe dafür das zu machen: kleine Kinder, Haustiere, Platz in der Wohnung etc
    Je nach Koffer kann sich natürlich darin ein "Mikroklima" entwickeln, so dass man da z.B. gucken muss, wenn man Gitarre und Befeuchter in einen Koffer tut. Das sollte man nur machen, wenn man z.B. eine trockene Gitarre wieder aufpäppeln will.
    Ansonsten findet ja generell auch immer ein Luftaustausch statt, wenn man den Koffer aufmacht. Also nach dem Motto "jetzt sind es sei zwei Wochen 70% Luftfeuchte hier im Raum, packe ich die Gitarre mal in den Koffer.." Das funktioniert halt nicht, weil der Koffer halt auch 70% Luftfeuchte hat, wenn er da rumsteht.
    Ich hab aber auch tatsächlich meine Meistergitarre einen Großteil der Zeit im Koffer. Die anderen stehen in so nem Multigitarrenständer, da will ich die nicht umbedingt reinstellen, weil man da doch ab und zu man gegenstößt..
    Es gibt aber weder gegen die Aufbewahrung im Koffer noch gegen einen Ständer irgendwelche guten Gründe. Beides geht ganz prima. Nur nahe einer Heizung sollte man vermeiden.

    Zu Hygrometern:
    Bei digitalen Dinger gehe ich eh immer von plusminus 10% aus. Viel genauer sind die Teile eh nicht.
    Haarhygrometer hatte ich, aber keine Lust das permanent nachzujustieren. (Ich bezweifle übrigens auch, dass man da eine lineare Korrelation findet kann: Also nur weil das Haarhygrometer 40% anzeigt und das digitale 50%, heißt das nicht, dass man da vom digitalen einfach immer nur 10% abziehen muss. Die Abweichungen können je nach Luftfeuchte unterschiedlich groß sein. 100% Luftfeuchte zeigen sie mit Sicherheit beide gleich an ;-)
    Ich würde das einfach immer längerfristig im Auge behalten und gucken ob sich Mensch und Gitarre wohl fühlen.
    Beispielsweise aktuell empfinde ich es bei mir als angenehm, aber eher etwas trocken als zu feucht. Das spiegelt sich auch ganz gut in meinem Messgerät wieder.
    Bildschirmfoto 2020-05-20 um 23.21.14.png
    Sollte das da länger unter 40% liegen würd ich mal Wäsche im Wohnzimmer trocknen lassen. (Also mitm Trockner so halb vortrocknen und dann den Rest da abhängen lassen)
    Wenn man das aber ein wenig im Blick hat, nen paar Blumen im Zimmer, Bücher die Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben etc, kommt man eigentlich selten in die Verlegenheit.
    Ich besitze sogar einen Luftbefeuchter, nutze den aber seit meinem Umzug eher selten. Die alte Wohnung war relativ schlecht isoliert, da waren die Schwankungen extremer. Hier hab ich den höchstens mal ne Woche an und käme problemlos auch ohne aus. Ist eher für's Wohlbefinden.
     
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  14. Ruhr2010

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    Erstellt: 20.05.20   #14
    Um das hier nicht zu weit abdriften zu lassen:
    Glaub mir mal einfach, dass ich mich mit Kalibrierungen, auch Mehrpunktkalibrierungen, von Messgeräten und den dafür notwendigen mathematischen Grundkenntnissen hinreichend auskenne.
    Das gilt auch und insbesondere für das hiesige Thema Klimamessgeräte inkl. Hygrometer. Diese Erfahrung transferiere ich schlicht auf die hier im privaten eingesetzten Messinstrumente und komme damit gut zurecht.
    Anstelle professioneller Klimatisierung (ðT +/- 1K, ðrF +/-3%) setze ich daheim allerdings auch auf nasse Wäsche (vertrocknen ist da eher kontraproduktiv) zum Befeuchten und keinerlei entfeuchten im Sommer. Wie schon oben gesagt: Schadet nix. Also machste auch nix. :-D

    Nicht mal das. ;-)
     
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  15. Ichaufloesung

    Ichaufloesung Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.20   #15
    Guten Morgen,

    ich find das mit dem "Abdriften" gar nicht mal schlimm, man kann ja ruhig bisschen debattieren und ich schätze die Möglichkeit Erfahrungen auszutauschen.

    Danke auch für die Warnung mit dem "Lochbefeuchter" :-D
    Ich werde sehr vorsichtig damit umgehen, ihn nur bei sehr niedriger Luftfeuchtigkeit einsetzen und auch nur leicht mit destiliertem Wasser anfeuchten. (es ist mehr so eine Absicherung für den Notfall)
    Da schätze ich das Risiko für Schimmelbildung doch eher als gering ein, hab bisher auch keine Dokumentation von diesbezüglichen Erfahrungen mit dem Produkt gefunden, was nicht heißt, dass keine existieren. Das Ding einfach Nass machen und in die Gitarre klatschen ist garantiert nicht sinnvoll, keine Frage.


    Dass die Werte von solchen Haushalts-Hydrometern mit Vorsicht zu genießen sind, ist auch klar.
    Angeblich soll mein digitales Hydrometer zwischen 40 und 70% eine Abweichung von 3 % haben und außerhalb 6% oder so, hatte ich zumindest gelesen.
    Ob es stimmt keine Ahnung. Wahrscheinlich eher unwahrscheinlich ;-)
    Der neue Sensor soll zumindest, lt. irgendwelchen Tests, sehr genaue Ergebnisse liefern. Der wird wahrscheinlich Freitag kommen, dann probiere ich bisschen rum, steh halt auf son Spielzeug.

    Heute Morgen hat zumindest der Sensor vom Luftentfeuchter etwa den selben Wert angezeigt wie das Hydrometer. Der ist aber nur zu gebrauchen wenn der Auffangbehälter leer ist und der Luftentfeuchter stundenlang nicht betrieben wurde. Alles andere verändert das Messergebnis gravierend.

    Beides hab ich mir überhaupt nur zugelegt, da ich letzten Herbst mein Wohnzimmer in einen Schwamm verwandelt hatte.
    Innerhalb von 2 Tagen hat der Luftentfeuchter 6 Liter Wasser aus meinem Wohnzimmer gezogen, das war echt schräg. (55 m2 Wohnung)


    Schönen Feiertag
     
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