Bässe aufbrechen?

von Executed, 29.02.16.

  1. Executed

    Executed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.16   #1
    Hallöchen,

    bin durch einen zufälligen Facebooklink auf diesen Artikel gestoßen und habe mich gewundert, dass ich von dieser Methode der Bassbehandlung noch nie gehört habe. Angeblich viel effektiver als reine Basstraps..?

    Ist das ein geheimer trick der Studiodesigner, oder was steckt dahinter? :D Hat das jemand von euch vielleicht sogar schon ausprobiert? Oder kann das jemand wissenschaftlich ein bisschen beleuchten?

    Liebe Grüße
    Daniel
     
  2. Rubbl

    Rubbl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.16   #2
    Der Trick dabei sind wohl eher die 60 cm (?) tiefe Mineralwolle. Die in der Grafik noch schön aufgezeichneten ominösen 12 Grad werden ich dem Bild zum Bau kaum eingehalten. Vielleicht bringen die Platten tatsächlich etwas, aber den Hauptteil macht das Dämmmaterial.
    Ich glaube auch nicht dass das Rockwool ausgerechnet sehr tiefe Frequenzen reflektieren soll, warum?
    Ich bin aber kein Experte dazu und mag mich täuschen.

    edit: Ich hab mal was zu den "hangers" gelesen, die offensichtlich praxiserprobt effektiv sein sollen. Der Witz dabei ist, dass es noch keine wissenschaftliche Erklärung geben soll, warum das so ist.
     
  3. mika

    mika HCA - Raumakustik HCA

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    Erstellt: 29.02.16   #3
    Hallo
    Habe mir das eben mal angeschut.
    Also diese sogenannten Waveguides haben keinen Einfluss auf die tiefen Frequenzen. Diese beugen sich einfach drumherum. Waveguides machen Sinn bei Mitten und Höhen. Im Bassbereich weniger.
    Ich habe diese Methode selbst nie getestet, könnte mir aber vorstellen, dass die MDF Platten mit der Dämmwolle dazwischen wie eine bedämpfte Membren funktionieren, und somit etwas an Bassabsorption hinzufügen.
    Ob man hier Rockwool, oder Isover nimmt, sollte egal sein, denn nicht die Rohdichte sondern der Strömungswiederstand ist, was die akustischen eigenschaften ausmacht. Normale Rockwool, und Isover TP1 zb haben bei den exakt selben akustischen eigenschaften sehr unterschiedliche Rohdichten. Sprich: Rockwool ist viel schwerer als Glasswolle, macht aber genau das selbe.

    Aber vielleicht mag ja mal ein DIY`ler einen vergleich machen.
    Erst in einem Raum ohne Dämmwolle messen, dann mit NUR Dämmwolle in den Ecken, und dann nochmal mit diesen "Waveguides" zusätzlich.

    Wäre sicherlich interessant zu sehen.
    cheers
    Mika
     
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  4. Bert4

    Bert4 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.16   #4
    Es hat schon seinen Grund warum da keine einzige Messung zu sehen ist.

    Ich habe den Typen angeschrieben.

    Warum er es nicht messtechnisch festgehalten hat.
    Wie er auf die Erkenntnis kommen mag, dass es sich hier um eine "fortgeschrittene" Bassfalle handelt usw.

    Keine Reaktion seinerseits.

    Beim zweiten anschreiben habe ich meine Erkenntnisse dazu hinterlassen.
    (Wie es Mika hier beschreibt)
    Genauso habe ich ihm vorgeschlagen, wenn er Messungen macht, ich ihm eventuell bei der Interpretation helfen kann.

    Wieder keine Antwort.

    Wenn jemand eine neue Idee hat und diese auch umsetzt, finde ich es mehr als Begrüßungswert.

    Wenn dann allerdings ohne irgend einem Nachweis (in keiner geringsten Form ! )
    ein Mensch glaubt, dass er das was fortgeschrittenes gemacht hat und trotz anschreiben
    keinerlei Reaktion zeigt, würde ich dieser Seite keine Sekunde mehr schenken.




    lg Bert
     
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  5. ThomasT

    ThomasT HCA Akustik HCA

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    Erstellt: 12.03.16   #5
    Das könnte das Prinzip der Basshangers sein.
    Wesentlich ist die Mineralwolle.
    Ich will aber nicht ausschliessen, dass die Platten was bringen. Allerdings die Winkel sind Käse. Für ein Basswelle sind auch Winkel quasi gerade. Also nicht existent.

    30kg/m³ versus 15kg/m³ sind nicht so kriegsentscheidend. Die Reflexionen sind gering.

    Schall im Bassbereich ist im Raum kein Strahl mehr. Es sind Muster von (stehenden) 3D-Wellen.
     
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