Bandmaster Reverb: Neuer SR Ausgangsübertrager - sinnvoll?

von QOTSA_Lover, 19.01.20.

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  1. QOTSA_Lover

    QOTSA_Lover Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.20   #1
    Hey Zusammen

    Hab mal eine Frage zu meinem 72er Fender Bandmaster Reverb TFL5005.
    Der Amp wurde von mir mit den typischen DIAZ Mods ala 64er Vibroverb gemoddet.

    Jetzt habe ich (eigentlich auch unabhängig von den Mods) gelesen, dass die OTs der Bandmaster, Vibrolux, Tremolux kleiner sind als die des zB Super Reverb.
    Mit einem SR Output Transformer sollen die Amps mehr Punch bekommen, schnelleres Attack und mehr Clean Headroom.

    Jetzt wäre meine Frage ob sich dieses Upgrade lohnt und wie sich vor allem die Bässe dadurch verhalten. Ich mag eigentlich sehr sehr tighte Amps.
    Werden die Bässe durch den größeren OT tighter und definierter oder einfach nur NOCH mehr?

    Generell ist es beim Bandmaster aktuell so, dass er ab 5 am Volume nicht mehr Punch und Druck bekommt sondern eher weicher und zahmer (sweeter) wird.
    Genau das Gegenteil hätte ich jedoch gerne. Hätte gerne mehr Bollern, Punch und Headroom bei gleichzeitig präziseren oder besser sogar tighteren, definierteren Bässen.


    Kann mir jemand sagen, ob sich da der größere OT bezahlbar machen würde?
    Danke und viele Grüße
     
  2. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

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    Erstellt: 20.01.20   #2
    Hi!

    Ich habe selbst einen Bandmaster Reverb und mag den Amp gerade WEGEN seines "sweeten" Sounds ;)

    Ob der Austausch des Trafos sinnvoll/zielführend ist weiß ich nicht - aber "sehr sehr tight" passt einfach nicht so gut zu einem Röhren-Gleichrichter...
    Ich hatte kürzlich einen bf Bandmaster (ohne Reverb und ohne Gleichrichteröhre) bei mir, und der war schon deutlich "tighter" - gefiel mir aber nicht so gut ;)

    Vielleicht wäre ein anderer Amp geeigneter für dich...


    cheers - 68.
     
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  3. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.01.20   #3
    Bin da bei @68goldtop
    Du kannst einen Amp immer so weit modden, dass er Dir irgendwann passt, hier würde ich aber auch eher über einen anderen Amp nachdenken.
     
  4. Stratspieler

    Stratspieler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.01.20   #4
    Ein größerer OT ist es i.d.R. nicht nur alleine. Da sollte man auch ggf. ins Netzteil rein, um deren Elkos anders zu dimensionieren - was aber wiederum abhängig ist vom Leistungsvermögen des Netztrafos, sowie den Dimensioierungsvorgaben der Gleichrichterröhre. Vor einiger Zeit hatte ich einen alten BF Bandmaster zur Reparatur. Klingt recht eigenständig und gerade dieses "sweety" oder "sagging" zeichnet diesen Amp aus, finde ich. Das mag nicht jeder und auch der Besitzer hat ihn dann letztendlich wieder verkauft, da er eigentlich einen etwas dynamischeren Amp mit mehr "Bumms" erwartete.

    Kurz: ich würde nichts modden. Deine Erwartungen klingen eigentlich schlicht und einfach nach der alles durchschlagenden Wucht eines Marshall JTM45 RI. :great:
     
  5. QOTSA_Lover

    QOTSA_Lover Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #5
    Danke für eure Rückmeldung.

    Also der Silverface Bandmaster aus den frühen 70ern ist ja sehr nahe am Super Reverb dran. Da braucht es nur ein paar Bauteile und das Ding ist Spot on ein Super Reverb. Auch von den Spannungen intern läuft er jetzt nahezu exakt auf Super Reverb Niveau.

    Der Amp hat nen SS Gleichrichter aktuell, Normal channel entfernt, Tremolo Disconnect mod und und und... Klingt also schon deutlich knalliger wie ein Bandmaster in der ursprünglichen Form. Jetzt wäre halt die Frage ob ein neuer, größerer OT noch das Sahnehäubchen ist oder ob der Amp dann einfach noch mehr Bässe bekommt. Spiele den Bass auf 2-3 und das ist absolut mehr wie ausreichend in einer voll besetzten Band.

    Gruß
    Tom
    --- Beiträge zusammengefasst, 20.01.20, Datum Originalbeitrag: 20.01.20 ---
    Zur Sicherheit gerade nochmal geguckt. Der Netztrafo ist der 022806 der lt. Classic Tone auch im Super Reverb verbaut war.
    Der Amp ist also im Moment quasi ein Super Reverb mit kleinerem OT.
     
  6. bluesfreak

    bluesfreak Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.01.20   #6
    Ein größerer AÜ hat halt mehr Eisen und dadurch später in der Sättigung. Je nachdem wie weit der AÜ ausgefahren wird kann sich das schon bemerkbar machen aber es hängt (wie @Stratspieler schon erwähnt hat) auch viel vom Netzteil ab. Allerdings hat meineswissens der SR AÜ Primär 2 Ohm (außer man hat eine Upgrade Type) während der Bandmaster AÜ 4/8/16 Ohm hat... Wenn Du ganz dick gehen willst könntest Du ja nen TwinReverb AÜ (wie zB Hammond 1750WR oder ClassicTone 40-18113) verbauen, der hat zwar Primär nur 2k Sekundär 4/8 aber das würde dann bei absichtlicher Fehlbelegung am AÜ 4k sowie 2/4Ohm ergeben....
     
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  7. QOTSA_Lover

    QOTSA_Lover Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #7

    Danke dir! Das hilft mir sehr.
    Wie würdest du bei einem größeren OT die Auswirkungen auf die Bässe sehen? Mehr/weniger und/oder "tighter"/"präzieser"?

    Hatte ich ehrlich gesagt schon überlegt mit dem Twin AÜ aber ich denke der SR wäre dann wahrscheinlich best of both worlds in meinem Fall. Die goldene Mitte quasi :)
     
  8. bluesfreak

    bluesfreak Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.01.20   #8
    Ich muss hier jetzt spekulativ werden weil
    1. ich jetzt nicht weiß ob Du hier einen sauberen, tiefstgestimmten "Schrugg" suchst oder einfach Stabilität in den Bässe
    2. die bisherigen AÜ Upgrades die ich in der Hinsicht durchgeführt habe immer mit einer Änderung im Netzteil her gingen (zB Blues Jr, TO-22 AÜ + Verdoppelung erste Siebstufe, dito bei HRDLx) und da wurde es merkbar stabiler im Bass, wenn man es sowas als "tighter" definieren mag kommt das etwa hin. Aber ich muss anmerken dass diese Amps für Rockabilly modifiziert wurden und sie werden eigentlich nur clean gespielt aber der Ton steht dann halt sauberer und fasert nicht aus.
    3. der einzige so aufgewertete Amp der eigentlich nur im Zerrbetrieb läuft ein DSL war (der aber vom ClassicTone Trafo sehr profitiert hat) und für so 90er Jahre Metal herhalten muss

    Allerdings muss ich auch sagen dass man vor allem bei alten JMPs schon merkt dass da dickere Trafos drinnen sind, wer mal die Wucht eines 1959er abbekommen hat und dann mal so einen 900er oder 5150 dagegen feuern lässt der weiß was ich meine...von HiWatts und Konsorten will ich erst gar nicht reden...
     
  9. QOTSA_Lover

    QOTSA_Lover Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #9
    Besten Dank :)

    Nein, ich suche keinen Drop-Irgenwas "Schrugg" sondern einfach sehr definierte Bässe ala Sayce, SRV, Davey und Co.
    Die typischen Fender-Bässe können mit Zerrpedal schonmal zu viel des Guten werden. Open-Air null Stress, aber in kleinen Clubs bzw. im Proberaum drückt es mir vor lauter Bass die Fensterscheiben raus.
    Dass die Bässe weniger werden denke ich jetzt nicht unbedingt. Könnte mir aber von deinen Ausführungen gut vorstellen, dass sie sauberer und präziser kommen und somit etwas tighter daherkommen.

    Ich denke ich werde es ausprobieren. Der Einbau ist easy und der Preis überschaubar. Billiger wie ein neuer Amp allemal.
    Wenn nicht, dann spiele ich wieder meinen alten Super Lead :tongue:
    --- Beiträge zusammengefasst, 20.01.20, Datum Originalbeitrag: 20.01.20 ---
     
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  10. QOTSA_Lover

    QOTSA_Lover Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.20   #10
    Kurzes Update falls jemand mal Ähnliches vor hat.

    Habe den OT heute eingebaut. Vorerst mal nur 2&4 Ohm verkabelt und den 8 Ohm isoliert und bei Seite gepackt.
    Da ich einen 820R und 100R Widerstand im NFB habe, habe ich den NFB wie beim Super an 2 Ohm gehängt.

    Somit ist der Bandmaster jetzt eigentlich mehr ein Super mit folgenden Mods:
    - 2k7 an den Kathoden von V2A/B
    - V2B Kathode mit .68uf Bypass Cap statt 25uf
    - Gleichrichter SS Adapter
    - Normal Channel entfernt (über 220k Mix-Resistor)
    - und zusätzlich Trem-Disconnect Mod spendiert


    Alle Änderungen außer den OT hatte er schon vorher. Was hat sich nun verändert mit dem SUPER OT?

    - Der Amp klingt wirklich komplett anders
    - Im Clean-Betrieb war der Amp vorher weicher, braver und für mich einfach langweilig
    - Jetzt Knallt er Clean wie die Sau. Er ist aber auch wirklich cleaner.
    - Die Bässe sind wenn überhaupt nen Tick mehr aber dafür viel definierter, präziser und klarer. Man könnte schon "tighter" dazu sagen.
    - Der Amp hat durch die Mods jetzt Kraft, Punch und Leistung wie die sau, mehr attack und nen strafferen runderen Bass. Da wir uns gerade in den Aufnahmen zur neuen CD befinden ist das super wie es ist, aber live macht mir das Teil gerade ANGST!!! Es ist sowas von Arschlaut da kommt selbst mein Plexi ins Schwitzen.


    Für mich hat sich der Umbau bis jetzt rentiert. Habe aber auch erst ne halbe Stunde rein clean damit gespielt.
    Damit es Leute gibt, die den kleinen OT cooler finden und mehr auf diesen weichen, braven Cleansound stehen kann ich absolut nachvollziehen.
    Wer jedoch diesen SAYCE, SRV, SHAW DAVIS, etc. Punch sucht und ne sauschnelle Ansprache haben möchte, sollte sich die Mühe unter Umständen machen.

    Diese OT ist vom TAD. Der aus Illinois mit Paper Bobbins. Denke also mal, dass der ursprünglich von Classic Tone kommt.
     
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  11. crazy-iwan

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    Erstellt: 24.01.20   #11
    Klingt nach nem Laney AOR. Mannoman, das wäre auch einfacher gegangen :evil:
     
  12. QOTSA_Lover

    QOTSA_Lover Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.20   #12
    Der Bandmaster steht aber schon zu Hause rum... Irgenwas anderes nicht...
    Außerdem Laney... :igitt:

    Spaß :great:
     
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  13. bluesfreak

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    Erstellt: 24.01.20   #13
    Freut mich zu hören :)
    Lag ich mit meiner Einschätzung doch nicht so daneben....
     
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