Bandmitglied verlangt plötzlich PA-Beteiligung. Meinungen?

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Hallo zusammen!

Gestern, zum einjährigen bestehen unserer Band, gab es von einem unserer Bandmitglieder ein Geschenk: er verlangt nach über einem Jahr Nutzung plötzlich eine Beteiligung für die PA. Der Betrag an sich ist fair, er entspricht in etwa anteilsweise dem Gebrauchtwert der Anlage. Zudem ist er mit unter 200 Euro auch nicht sonderlich hoch. Trotzdem hat das einen faden Beigeschmack für mich, da ich genau für dieses Bandmitglied diverse Fahrten zum Gitarrenbauer erledigt habe (der einfach ca. 30 km entfernt ist) und ihm immer wieder Kleinbeträge erlassen habe (z.B. ein Paket zu thomann zurück senden, für das es aufgrund des Betrages noch keinen Freeway-Aufkleber gibt u.ä.). Zugegebenermaßen hat er das nie verlangt, aber scheinbar geriet dies auch in "Vergessenheit". Davon abgesehen habe ich sehr viel Zeit und Energie in diese Band gesteckt und sogar privat dafür zurückgesteckt - wahrscheinlich sogar mehr als die meisten anderen - und finde es daher nicht wirklich gerechtfertigt den Betrag zu zahlen. Ich habe bisher versucht das zu klären, doch es kam immer zu eigenartigen Begründungen die an der Sache eigentlich vorbeigehen und absolut nicht darauf schließen lassen, warum er plötzlich Geld haben will. Finanzielle Gründe kann ich mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen.

Wie seht ihr das? Findet ihr so eine Beteiligung trotzdem gerechtfertigt?
 
Eigenschaft
 
...Wie seht ihr das? Findet ihr so eine Beteiligung trotzdem gerechtfertigt? ...
Ja ABER...

...aber :
*erstens nicht nachträglich
*zweitens nicht, ohne daß man vorab entscheiden konnte, ob man das will oder nicht

Sowas MUSS immer vorab besprochen und von den Betreffenden auch akzeptiert sein.
Ich (sehr persönlich!!!) würde nachträglich nichts bezahlen und würde mir die Freiheit nehmen zu überlegen, ob es mir in Zukunft wichtig genug ist oder nicht und die entsprechenden Konsequenzen ziehen.


Aber noch was ganz anderes:
Es ist irgendwie "unschön" jetzt jeden Kleinkram gegenzurechnen, unter Musikern ist das ein ewiger Kreislauf, alles was Du einbringst, kommt in irgendeiner Form über die Jahre auch wieder zu Dir zurück!
 
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Tjoa, wenn ihr euch alle in entsprechendem Umfang finanziell an der PA beteiligt, dann ist es hinterher auch nicht mehr seine, sondern die Anlage der Band. Wenn er die Band verlässt, bleibt die Anlage da und er bekommt noch seinen kleinen Anteil vom Restwert. Oder ihr seid euch einig, dass es seine persönliche PA bleibt und ihr sie nicht als Band kaufen wollt, dann muss er sich halt überlegen, ob er sie euch weiter nutzen lässt, oder ihr euch dann als Band eine eigene PA kauft. Wenn ihr weiter seine PA nutzt, wie ich es für die wahrscheinlichste Lösung halte nach aller Erfahrung, dann ist es schon völlig ok ihm auch mal von euch aus einen Verschleißobulus zukommen zu lassen, von jedem Mal nen Fuffi oder Hunni, oder man spendet ihm Einnahmen aus einem kleinen Gig, so machen es alle zusammen, und keiner kann sich rausreden dass er gerade kein Geld für sowas hätte. Kommt in der Regel gut, als gemeinsame Geste.
Das "Verlangen" einer Beteiligung halte ich jedenfalls für kritisch, eine freundliche Frage ob man mal über eine Beteiligung nachgedacht hätte wäre wohl meine bevorzugte Formulierung. Ihm dann aber alle möglichen Kleinposten hier und da vorzurechnen halte ich wie mein Vorredner ebenfalls für den falschen Ansatz, wenn es noch keine absurden Ausmaße angenommen hat. Maximal ihn daran zu erinnern, dass man ja auch schon viel für ihn getan hat, wäre wohl noch ok.
 
Ich kann solche Fragestellungen im Internet leider nicht immer ganz nachvollziehen.

- Dennoch, Ihr habt gemeinsam beschlossen eine Band zu unterhalten.
- Ihr seit entweder eine reine Interessengemeinschaft oder darüber hinaus auch noch befreundet (?)
- Ihr braucht eine eigene PA oder könntet darauf verzichten?
- Ihr anderen Bandmitglieder nutzt die PA eines Bandmitglieds bisher schon ein Jahr kostenfrei.
Der Inhaber möchte nun eine Beteiligung die anscheinend in der Höhe des Betrags auch angemessen ist.
- Er fordert den Betrag unter Androhung irgendwelcher Konsequenzen ein oder schmeißt er einfach mal die Idee locker in die Runde,
weil er es (ich auch) völlig legitim findet, daß für etwas das allen zugute kommt auch alle bezahlen sollen?

Andersrum:
Was gibt es für Möglichkeiten?
-Er geht und Ihr habt dann ein fehlendes Bandmitglied und keine PA mehr.
-Er bleibt und keiner zahlt einen Anteil an der PA - Konsequenz: Stimmung am Arsch.
-Er verkauft die PA woanders - Konsequenz: Ihr habt keine PA mehr und die Karten sind neu gemischt. Wenn Ihr ohne PA nicht auskommt
und sich nicht wieder ein Einzelner für die Anschaffung einer neuen PA bereit erklärt, müssen sowieso alle in die Tasche greifen.

Fazit: Wir können hier nicht beurteilen ob Ihr eine PA braucht oder nicht.
Meine persönliche Meinung zur Beteiligung: Völlig legitim.
 
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Nachträglich macht überhaupt keinen Sinn und ist so nicht i.O.
Könnte man zwar auch begründen (erstes Jahr schauen wie es läuft und wenn die PA dauerhaft für die Band ist dann sollte sich beteiligt werden) aber eben nur nach Absprache.
Und was ist wenn es nicht mehr läuft? Muss er dann wieder ausbezahlen, wenn er die PA mitnehmen will? Oder bleibt sie dann Bandeigentum und er wird ausbezahlt?
Das sind alles Dinge über die man sich zum richtigen Zeitpunkt Gedanken machen sollte, damit es genau nichtzu so dummen Situationen kommen muss.

Ich finde auch, dass man diesen Kleinkram nicht direkt gegenrechenen sollte aber ich finde es angemessen, dass man sich (vor allem als Empfänger von diesem "Kleinkram") so etwas bewußt macht.
Ich finde, dass da aber auch das richtige Gespür angebracht ist. Von mind. einem Mitglied unserer Band würde ich z.B. nie wieder etwas in dem Maße verlangen, da dieser in Form von Bier und Benzin schon so unglaublich viel in diese Band gesteckt hat...:rolleyes:

Ich denke aber, da ihr nun diese etwas verfahrene Situation habt muss mal alles auf den Tisch.
Warum will er das plötzlich? Hat er Geldnot? Warum wollt ihr nicht? Was gibt es für sinnvolle Lösungen, um sich wieder auf´s Wesentliche zu konzentrieren: Musik.
 
Ihm dann aber alle möglichen Kleinposten hier und da vorzurechnen halte ich wie mein Vorredner ebenfalls für den falschen Ansatz, wenn es noch keine absurden Ausmaße angenommen hat. Maximal ihn daran zu erinnern, dass man ja auch schon viel für ihn getan hat, wäre wohl noch ok.

Ok, da habt ihr natürlich recht. Es ist nicht sonderlich klug so vorzugehen. Ich wollte dies nur nicht komplett unter den Teppich kehren.
 
Meine persönliche Meinung zur Beteiligung: Völlig legitim.

Meine persönliche Meinung: völliger Quark. Solche Dinge muss zum Zeitpunkt der Anschaffung klären, wer im Nachhinein noch eine Beteiligung fordert hat imho nicht alle Latten am Zaun. Wir hatten mal einen ähnlichen Fall: In unserem Proberaum war ein ziemlich großes, selbstgebautes Holzpodest, auf dem unsere Lümmelecke mit Sofas, Fernseher und dem ganzen Zeug war. Die Materialkosten hatte eines unserer Bandmitglieder vorgestreckt, jedoch zu einer Zeit, zu der er mit einer anderen Band in dem Raum war und es unsere gemeinsame neue Band noch nicht gab. Nachdem wir also einige Monate mit ihm zusammen Musik gemacht hatten, verlangte er, dass wir die Kosten für das Podest mittragen sollten, da wir es ja auch ausgiebig nutzen würden. Letztendlich hatte er blos versemmelt, sich die Anteile seiner alten Bandmitglieder zu holen - die mittlerweile nicht mehr in diesem Raum probten und weggezogen waren.

Ich kann mir bei solchen Aktionen eigentlich nur an den Kopf fassen. Das nächste, was dann kommt, ist, dass jemand, der für seine eigene Band Aufnahmen macht, von seinen Bandmitgliedern fordert, ihm die Arbeitszeit zu bezahlen. Blenden solche Leute eigentlich aus, dass es völlig egal ist, welches Bandmitglied die Arbeit nieder legt? Wenn sich jemand einbildet, Abhängigkeiten schaffen zu können, um sich den Platz in der Band zu sichern, würde ich schleunigst dafür sorgen, dass demjenigen die Illusionen genommen werden. Man muss sich doch wohl darauf verlassen können, dass die bereitwillig gemeinsam geteilte Freizeit nicht an allen Ecken in Rechnung gestellt wird! Entweder, man will zusammen Musik machen, oder man lässt es. Wenn ich das Gefühl hätte, in meiner Band würde uns jemand solche albernen Steine in den Weg legen, würde ich ihn rauswerfen. Punkt.
 
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so wie Du das schilderst, wurde vorher keine beteiligung vereinbart. dann finde ich es nicht in ordnung nachträglich etwas zu verlangen. ausnahme wären eventuelle reperaturen. ich würde, obwohl er anscheinend nicht geneigt ist darüber zu reden, höflich aber bestimmt weiter bohren, und eine plausible, nachvollziehbare begründung verlangen. kommt die nicht, würde ich nichts geben. mag für die band zwar erst mal spannungen bedeuten, andererseits wißt ihr als band dann aber auch woran ihr seid, und was sie den einzelnen wert ist.

die idee die PA als band abzukaufen finde ich recht gut, wenn er denn da mitspielt.

sicher, daß er nicht doch vielleicht in finanziellen schwierigkeiten steckt ? an die große glocke hängt man das gewöhnlich auch nicht. nicht mal unbedingt seinen freunden gegenüber.

gruß
 
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Meine persönliche Meinung: völliger Quark.
So halt halt jeder seine Meinung.
Beteiligung bedeutet für mich übrigens, ich bin dann prozentualer Mitinhaber der PA.;)
Über den Stil der Unterhaltung innerhalb der Band hat sich der TE noch gar nicht ausgelassen.
 
Beteiligung war wahrscheinlich der falsche Ausdruck im ersten Post - zumindest ich habe das als "Miete" verstanden...

...deshalb ist es ja auch in Ordnung für die Nutzung was zu verlangen, was heute angeschafft wird, ist morgen nur noch die Hälfte wert - warum sollte das ein Einzelner tragen?
Für den Proberaum wird ja auch anstandslos Miete bezahlt.

Es wird ja wohl niemand gezwungen was zu mieten das er nicht haben will - muß er sich halt andere Musiker suchen.
 
Beteiligung war wahrscheinlich der falsche Ausdruck im ersten Post - zumindest ich habe das als "Miete" verstanden...

Jeder(!) Antwortpost hier im Thread beinhaltet das Wort beteiligt/Beteiligung - und gemeint soll "Miete" sein?
Wenn dem tatsächlich so ist, dann führt das alles ad absurdum - meine Antwort in Post #4 erkläre ich dann als ungültig und bin hier raus.:rolleyes:
 
Beteiligung war wahrscheinlich der falsche Ausdruck im ersten Post - zumindest ich habe das als "Miete" verstanden...

...deshalb ist es ja auch in Ordnung für die Nutzung was zu verlangen, was heute angeschafft wird, ist morgen nur noch die Hälfte wert - warum sollte das ein Einzelner tragen?
Für den Proberaum wird ja auch anstandslos Miete bezahlt.

Es wird ja wohl niemand gezwungen was zu mieten das er nicht haben will - muß er sich halt andere Musiker suchen.

Miete macht ja noch weniger Sinn. Als Gitarrist nutze ich die PA nicht. Wenn da der Sänger ankäme und von Mietbeteiligung sprechen würde könnte ich ja auch sagen, dass mein Amp und meine Gitarren auch beim Proben an Wert verlieren...wer zahlt mir das?
Sicher wird die PA oft anders gesehen als das Restequipment aber ich hatte schön öfter Sänger, die ihre eigene Anlage mitbrachten. GIlt für mich dann als Sänger-Equipment und dafür zahle ich nicht.
Aktuell ist es anders, da haben wir die PA sowieso vom Bandgeld bezahlt. Und wer die Band verlässt hat Pech gehabt. (haben wir so vereinbart.)
 
...Aktuell ist es anders, da haben wir die PA sowieso vom Bandgeld bezahlt ...
dann haben Dich Deine Kollegen aber schwer beschissen - Du hast was gekauft (anteilig), was Du gar nicht brauchst!


Insgesamt sind da schon grundlegende Dinge zu klären, braucht die Band als Ganzes eine PA?
Wenn nein - kein weiterer Gesprächsbedarf.
Wenn ja - wird die PA von der Band gekauft, oder wird die PA von der Band geleast, oder wird die PA von der Band gemietet? Ein Fall unter mehreren ist, daß der Vermieter Bandmitglied ist...

Wenn jetzt der Gitarrist keine PA braucht ist er unter Umständen in der falschen Band?!
 
Naja, so ganz stimmt das nicht mehr, bin nämlich jetzt auch Sänger...
Außerdem macht es als Bandanschaffung dann Sinn, wenn man immer seine Sänger wechselt:D, die können ja nicht immer gleich ne PA mitbringen. Und wir nutzen die PA im aktuellen Raum auch sehr vielseitig (Musik und billige Pornos vom Laptop kommen über die PA doch besser;))
Außerdem wollen wir perspektivisch auch wieder die Bassdrum abnehmen.

Aber wir müssen jetzt auch nicht so viel absprechen, ich mache Mucke mit den Jungs (dem harten Kern) jetzt 15 Jahre, da ist sowieso alles egal, da wurde schon der letzte Cheeseburger brüderlich geteilt.
 
Das kann man doch alles in einem vernünftigen Ton, ruhig und klar anbringen. Auch, dass es einen "schalen Beigeschmack" hat nach Monaten mit Forderungen zu kommen und man darf auch sagen, dass man für denjenigen auch schon einiges getan hat (was Geld gekostet hat) und ihn dann fragen wie er das findet, wenn man das jetzt gegen rechnen würde.

Gut finde ich das Statement in Bezug auf Abhängigkeiten schaffen. Das darf nicht sein. Aber ebenso legitim ist die Forderung auch im nach hinein Beteiligungen zu fordern, wenn vielleicht plötzlich alle in der Band die PA nutzen und vorher aber nichts dazu gezahlt haben.

Grundsätzlichich ist jeder Musiker für sein Equipment selbst verantwortlich - erst mal, es sei denn man einigt sich auf eine andere Vorgehensweise. Also wenn weitere Mitglieder die PA nutzen müssen, müssen sie sich beteiligen, auch im nach hinein.

Wenn Du mit der PA nix zu tun hast, dann würde ich nicht bezahlen, es sei denn das Equipment ist danach Bandeigentum.
 
Insgesamt sind da schon grundlegende Dinge zu klären, braucht die Band als Ganzes eine PA?
Wenn nein - kein weiterer Gesprächsbedarf.
Wenn ja - wird die PA von der Band gekauft, oder wird die PA von der Band geleast, oder wird die PA von der Band gemietet? Ein Fall unter mehreren ist, daß der Vermieter Bandmitglied ist...

Ja, bei uns nutzt die ganze Band die Anlage. Also das Bandmitglied, das die Forderung stellt, ist Eigentümer der Anlage. Er hat sie vor meinem Eintreten gekauft.

Ich habe nun auch nochmal über die Sache nachgedacht und finde es unfair, dass mir zum Eintritt in die Band die Frage nicht gestellt wurde. Damals war der Standpunkt, dass er keine Beteiligung will. Es wurde so direkt nie ausgesprochen, aber als sich einige Monate danach ein Drummer vorstelle, wurde ihm gesagt, dass er sich nicht in die Anlage einkaufen muss, als er sich extra danach erkundigte.
Wenn ich Anfangs gefragt worden wäre, hätte ich die Option gehabt die Beteiligung und somit auch den Eintritt in die Band anzunehmen oder eben abzulehnen. Derzeit kann ich im Grunde genommen nur zwischen "Zahlen" oder "Potential für Ärger" wählen. Für mich hat sich das Thema im Grunde sowieso erlegt, da ich schon seit etlichen Wochen darüber nachdenke mir eine Auszeit zu gönnen (aus persönlichen Gründen, es hat nichts mit der PA zu tun - auch wenn mir das vielleicht keiner glaubt ;) ), und mein Entschluss steht nun fest.

Trotzdem Danke für Eure Meinungen bisher! Es hat mich in meiner Sichtweise durchaus bestärkt und mir wurde auch bewusst, dass es in dem Fall nichts nützt etwas gegenrechnen zu wollen.
 
Also wenn weitere Mitglieder die PA nutzen müssen, müssen sie sich beteiligen, auch im nach hinein.

Genau das halte ich für einen Denkfehler. Eine Band funktioniert doch nur, weil alle gemeinsam die Ressourcen nutzen können, die erforderlich sind, um am Ende das Produkt, die fertige Musik, erschaffen zu können. Aus dieser Perspektive nutzen auch alle die Gitarre des Gitarristen, weil ohne sie die Band eben nicht so klingen würde, wie sie klingt. Alle nutzen den Bassamp des Bassisten, weil ohne ihn die ganze Band ohne Bass auskommen müsste, und eben nicht nur der Bassist selber. Dementsprechend finde ich es auch seltsam, zu behaupten, es müssen sich alle an der PA beteiligen, die sie benutzen. Sobald im Proberaum eine PA vorhanden ist, wird sie doch ohnehin von allen benutzt - was ist es doch für ein Vorteil, wenn man auf einmal seine Mitmusiker hören kann :D aber muss man das jetzt jedem in Rechnung stellen? Ich finde nicht. Die Entscheidung, eine PA anzuschaffen, wird entweder von einem einzelnen getroffen, oder von allen gemeinsam. Sobald die Anschaffung aber gemacht wurde, kann ich mMn nicht noch Anteile der anderen verlangen. Sonst könnte ich gleich anfangen, jedes Sofa, jeden Teppich und jede Stehlampe mit Nutzungsgebühren zu versehen.
 
Also ich kann einigen Meinungen hier nicht folgen. Wenn ich als Band arbeiten will, brauche ich gewisses Equipment, und das kostet Geld. Wenn der Gitarrist sagt, ich brauche keine PA, und der Bassmann auch, soll doch der Sänger die PA kaufen, da er ja am wenigsten zu investieren hat. Aber in der Realität will dann der Keyboarder über die PA verstärkt werden, und bei Live-Auftritten wird dann letztlich doch die Bassdrum abgenommen, wenn nicht sogar die Gitarren. Wenn das für den einen oder anderen der Grund ist, nicht Background zu singen, weil ja auch dieses Mikro über die PA verstärkt werden müsste, ist das in meinen Augen schon wieder kontraproduktiv. Also meine Meinung - ohne PA geht's nicht.
Ihr scheint eine zu haben - welch Glück. Dass sich alle daran beteiligen, ist doch klar. In welcher Form auch immer das passiert, ist eine andere Sache.
Im Grunde könnt Ihr doch nur froh sein, wenn eine PA nicht erst angeschafft werden muss, sondern sogar schon vorhanden ist. Wenn sie nun auch von allen benutzt wird, ist es durchaus fair, dass sich alle daran beteiligen, auch im Nachhinein. Denn durch ständige Benutzung wird sie nicht besser, schon gar nicht, wenn sie auch transportiert und live benutzt wird.
Die PA im Nachhinein der Band jetzt zu verkaufen, ist die eine Sache, wobei wenn der Preis fair ist und alle sind einverstanden, warum nicht. Dann gehört sie allerdings auch der Band, und jeder der aussteigt, müsste ausgezahlt werden, bzw. jeder der neu dazu kommt, müsste seinen Obulus entrichten. Unter Umständen schwierig zu handhaben.

Man kann sich jetzt darüber unterhalten, ob jeder den gleichen Beitrag in die PA beisteuert, denn die Keyboarder sind sowieso schon mal gearscht, weil die am meisten für Equipment ausgeben müssen, und auch noch ständig up-to-date bleiben müssen. Der Drummer und/oder Bassist/Gitarrist kauft einmal, und kann damit locker 20 Jahre ohne große Soundeinbuße spielen. Mit einem 20 Jahre alten Keyboard brauch ich nirgendwo mehr auflaufen, es sei denn ich mache Musik, wo Vintage Zeugs gebraucht wird.
Bei so einer unterschiedlichen Beteiligung wird's aber schon wieder schwierig, weil auch das nur schwer gerecht zu handhaben ist. Letztlich kann man ja auch als Drummer ein Drumset für 5000 Tacken kaufen, auch bei anderen Instrumenten ist ja nach oben kaum ne Grenze.
akt ist: Jeder sollte in etwa das gleiche investieren müssen, sonst ist das unfair. Denn bei den Gagen wird am Ende doch wieder in gleichen Teilen ausgezahlt.

Wir machen das schon immer anders:
Jeder hat nen Teil zur PA beigesteuert, der eine ein Pult, der nächste Endstufen, ein anderer Boxen, und noch jemand anderes Licht. Da diese Dinge unterschiedlich viel kosten, kauft der Sänger das teuerste Teil, der Keyboarder das kleinste, so dass am Ende jeder in etwa gleichviel insgesamt investiert hat. Hier kann man sogar persönliche Umstände berücksichtigen, wie das z.B. einer einen gut bezahlten Job hat, ein anderer arbeitslos. Soviel Kollegialität sollte drin sein.
Im Moment fahren wir allerdings so, dass die PA fast komplett unserem Drummer gehört. Der bekommt bei jedem Gig eine Miete für die PA. Dafür transportiert er die sogar und lagert sie auch ein. Auf- und Abbauen tun wir das natürlich gemeinsam. Hier gibt's am wenigsten Stress

PS: Vielleicht wäre es sinnvoll, zu klären, ob die PA im Fall des TE nur für den Proberaum genutzt wird, oder auch für Live-Auftritte. Hier sehe ich noch einen kleinen Unterschied.
 
Der Sänger könnte sich ja auch ne Aktivbox zulegen und darüber singen. Dann könnte er auch auf die PA verzichten. Dann wäre die PA theoretisch nicht da und spätestens dann würden alle, die eine PA brauchen diese auch finanzieren. Inklusive Sänger.

Also what´s up? Schlimmstenfalls müssen die, die auf die PA angewiesen sind, diese unterhalten, weil besser wird sie wie erwähnt durch die Nutzung ja auch nicht.
Wenn das Ding plötzlich mal den Geist aufgibt, wer zahlt dann die Rechnung? Ist es dann "dem Sänger sein Teil, somit ist er dafür verantwortlich"? Das wäre auch nicht fair.

Aber ich seh schon ich hatte in meiner Exband ähnliche Auseinandersetzungen nach dem Motto sollen die zahlen, die das Geld haben und so kann es ja auch nicht laufen, nur weil ich durchs Malochen entsprechend Kohle habe andere dadurch mit zu finanzieren. ALLE müssen sich bemühen und das wird in unserer Gesellschaft leider erstmal durch Geld gegen gerechnet.
Ich sehe das so: man muss in einer Freundes- sowie in einer Interessengemeinschaft auf angemessene Art über seine Situation und seine Einstellung reden. Wenn ich eben halt wirklich pleite bin, muss ich das den anderen auch klar machen. Man kann nicht erwarten das sich der andere einfach so in die Situation des gegenüber rein versetzt, egal um was es geht, und quasi "erspürt" was bei dem Anderen jetzt Sache ist. Ich kümmere mich nur um den Dreck vor meiner Türe und nicht um den der Anderen, weil ich das auch gar nicht kann. Aber man kann über alles reden.

Ich kann den Typen der die PA angeschafft hat durchaus verstehen, vielleicht kann er sich nicht geschickt genug ausdrücken. Wenn ich das Teil beschafft hätte und nach und nach jeder da sein Kabel rein steckt, würde ich mir auch denken "Hallo?" Einfach so geht´s halt auch nicht. Aber auch dann hilft nur reden. Vielleicht hätte er das richtig angehen sollen nach dem Motto Wahrnehmung - Wirkung - Wunsch ;) Also auf die Art: ich sehe ihr benutzt meine PA jetzt ebenfalls. Ich habe da ja auch prinzipiell nichts dagegen, weil seit dem unser Sound besser ist. Aber ich habe sie erstmal alleine finanziert und wenn wir alle sie benutzen, sollte sie uns auch gemeinsam gehören und wir sollten gemeinsam die Verantwortung für unseren Besitz übernehmen - hört sich jetzt ziemlich geschwollen an, aber bringt halt auf den Punkt um was es geht. Gemeinsame Verantwortung für den gemeinschaftlich genutzten Besitz. Denn, nochmal die Gegenfrage - wer zahlt die Rechnung sollte das Ding mal kaputt gehen?

Macht halt klar, dass das Ding danach der Band gehört und gut. Wenn nichts geschieht oder kein Kompromiss gefunden und am Ende gestritten wird, ist damit dem Zusammenhalt auch nicht gedient und um den geht es doch letztendlich.

Edit will noch sagen:

Es gibt halt unterschiedliche Typen. Die einen steuern Dinge und Bemühungen leichter - uneigennütziger bei als andere. Deswegen ist die Haltung desjenigen aber nicht verkehrt der sagt, ich will dass meine Bemühungen von allen getragen werden, weil der Typ sich verarscht vorkommt wenn er das Gefühl nicht los wird ausgenutzt zu werden.

Let´s talk about stuff, baby - let´s talk about U and me - let´s talk about money, band and property ... *lalala* ;) :great:
 
Zuletzt bearbeitet:
Sowas muss man bei der Anschaffung klarstellen. Einfach nachträglich einfordern ist nicht in Ordnung und würde ich mir auch nicht gefallen lassen. Andererseits ist es dann auch sein gutes Recht, wenn er unter den Umständen die PA nicht weiter zur Verfügung stellt. Deswegen solltet ihr euch einfach zusammensetzen und das einfach in Ruhe abklären. So schwer ist das Problem nicht zu lösen und hier im Forum wird das sowieso keiner für dich erledigen können...
 

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