[Bass] - Fender Japan 62-83US Jazz Bass

von griznak, 01.03.08.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. griznak

    griznak Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.08.05
    Zuletzt hier:
    21.11.13
    Beiträge:
    314
    Ort:
    Potsdam
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    849
    Erstellt: 01.03.08   #1
    Hi Leute,

    habe hier mal nen kleines Review von meinem neuen Schatz geschrieben. Das sind die ersten Eindrücke, da ich ihn leider noch nicht in der Band testen konnte. Aber ehrlich gesagt weiß ich schon was mich erwartet, da ich ja nicht als erster nen JB in ner Band spiele ;)



    Review Fender Jazz Bass 62-83US VWH

    Features:

    - Erlekorpus
    - Ahornhals
    - Palisandergriffbrett
    - verchromte Hardware
    - passiv (2x Volumen, 1x Höhenblende)
    - 2x Fender USA Vintage Singlecoils
    - 864mm Mensur
    - Preis ca. 470 EUR


    Verarbeitung/Konstruktion:

    Der Fender kommt aus den Werken in Japan und wurde sehr sauber verarbeitet, wie man es von den Instrumenten aus Japan mittlerweile kennt. Die Lackierung wurde sauber ausgeführt und es sind keine Nasen oder andere Unebenheiten zu finden. Der Hals ist gerade und sitzt genau in der Halstasche am Korpus, wo er durch 4 Schrauben und einer Ankerplatter am Platz gehalten wird. Auch die Bünde und der Sattel sind sauber in den Hals eingelassen worden. Um den Halsspannstab einzustellen muss man den Hals abmontieren und dann mit einem Kreuzschlitzschraubenzieher die Krümmung am unteren Ende des Halses einstellen. Weiter oben an der Kopfplatte sind auch keine Mängel an der Lackierung oder den Mechaniken feststellbar. Diese sind ordentlich verschraubt worden und funktionieren tadellos. Dasselbe gilt auch für die Brücke, das Schlagbrett (3-lagig) und die Metallplatte auf der die Potis sich befinden. Auch bei den Fräsungen der Pickups lässt sich nichts zu meckern finden.

    Fazit:
    Ein komplett gut verarbeiteter Bass, der mir wieder einmal beweist, dass die Japaner sich darin verstehen sauber zu arbeiten. Egal in welche „Ecke“ man guckt man kann keine Mängel finden.


    Handling:

    Der Bass wiegt etwas um die 4,5 kg und pendelt sich in der waagerechten vor dem Bauch ein. Die Kopflastigkeit liegt an der bekannten Anordnung der Mechaniken auf der Oberseite der Kopfplatte. Dennoch ist diese nicht so schwerwiegend als dass man sie nicht durch einen breiteren Gurt wegkriegen würde. Der Korpus schmiegt sich gut an den Körper an auch der Hals fühlt sich sehr angenehm in der Greifhand an. Der Hals hat eine „klassische“ C-Form und wird zum Kopf hin zunehmend schmaler, was sehr angenehm ist für den Saitenwechsel in den tieferen Lagen. Der Jazz Bass lässt sich bequem bespielen und man kann bis zum 19. alle Bünde gut erreichen. Lediglich beim 20. Bund muss man sich aufgrund des kantigen Korpus-/Halsüberganges anstrengen die A- und E-Saite zu erreichen. Aber die braucht man ja zum Glück nicht so oft. Dank der gut abgerichteten Bünde kann man eine tiefe Saitenlage erreichen und braucht so wenig Kraft aufbringen um die Töne zu greifen, was die Voraussetzungen für eine schnelles Spielen bietet.

    Fazit:
    Ein angenehmes Spielgefühl ist auf diesem Bass allemal garantiert und auf dem Hals darf es auch gerne mal etwas schneller zur Sache gehen. Man könnte sagen ein alter Freund schmiegt sich an einen an, wenn man sich den Bass umhängt. Er lädt förmlich zum bespielen ein, der gute Jazz Bass.


    Sound:

    Der Grundsound des Jazz Bass ist mittig. Und davon gibt es reichlich zu bewundern. Wenn man den Hals-PU alleine fährt, bekommt man ein schön knurrendes Tiefmitten-Gewitter. Und der Bridge-PU liefert eher ein knackiges Staccato an Hochmitten. Selbstverständlich liefern beide Tonabnehmer auch Bässe und Höhen, aber die mitten dominieren einfach bei beiden Tonabnehmern. Übrigens ergeben beide PUs zusammen ein wunderschön rockigen Sound, der je nach Belieben durch die Höhenblende aggressiver oder „zamer“ gemacht werden kann. Eigentlich muss man diesen Sound nicht näher beschreiben, da er sehr oft bei mehreren Bands vorkommt.

    Fazit:
    Am Ende bleibt eigentlich nur zu sagen, dass der Jazz Bass ein sehr vielseitiges Instrument ist, da man durch das mischen der Tonabnehmer und das einstellen der Höhen sehr viel Sounds produzieren kann, die sich für fast jede Stilistik eignen.


    Zusammenfassung:

    Ich habe lange darüber nachgedacht ob ich mir einen Jazz Bass kaufen soll, da ich sehr zufrieden mit meinem ATK 300 war. Aber ich muss sagen, der JB liefert echt den Sound, den ich schon immer haben wollte. Und ich wusste nicht mal das ich auf der Suche danach war! Es ist wirklich ein AHA!-Erlebnis diesen Bass in den Händen zu halten und auf ihm Töne zum Leben zu erwecken.
    Durch die Lieferung aus Japan und die Kosten für Mehrwertsteuer und Zoll, war der Bass zwar nicht billig aber wirklich ein Schnäppchen im Vergleich zu Reissues aus Übersee. Ich bin froh, dass ich mir dieses Schmuckstück gekauft habe und kann ihn nur weiterempfehlen.


    P.S.: Sorry für die Bilder aber die sind noch vom Verkäufer bei eBay.
    Und hier ist noch ein Link zu zwei Soundfiles. Die anderen beiden Soundfiles sind mit nem ATK 300 (mit La Bella Flats) aufgenommen, kann man also mal vergleichen :D

    www.myspace.com/derchristiansens
     

    Anhänge:

  2. I'm_Google

    I'm_Google Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.08
    Zuletzt hier:
    11.08.14
    Beiträge:
    1.377
    Ort:
    Bodenseeregion
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    5.267
    Erstellt: 02.03.08   #2
    Sehr geiler Bass, gutes Review - gefällt mir :great:
    Ist die Halsrückseite lackiert? Weil auf Bild Nr. 3 sieht man auf dem Kopf eine Reflektion (?).
     
  3. map

    map Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.05.06
    Zuletzt hier:
    17.11.16
    Beiträge:
    871
    Ort:
    Graz
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    2.529
    Erstellt: 03.03.08   #3
    Hallo,

    schönes Review zu einem tollen Bass. Ich besitze ebenfalls einen Japan Jazz 62, jedoch ohne die USA PU's und kann hier deine Eindrücke nur bestätigen. Handling/Verarbeitung Top, Sound mittig/ausgewogen. Ich möchte meinem im laufe des Jahres noch einen Drop D Tuner und eine BadassII Brücke spendieren, dann ist er (für mich) perfekt.

    Viel Spaß mit dem Jazz, der ist aber ohnehin vorprogrammiert!

    lG map
     
  4. Moulin

    Moulin Fender Vintage & Reissue Bass HCA HFU

    Im Board seit:
    02.09.07
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    6.907
    Ort:
    Ruhrstadt
    Zustimmungen:
    2.159
    Kekse:
    38.787
    Erstellt: 06.03.08   #4
    Hallo Gritznak,
    darf ich fragen, wieviel Du insgesamt für den Bass bezahlt hast? Hattest Du Schwierigkeiten mit Zoll usw.?
     
  5. griznak

    griznak Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.08.05
    Zuletzt hier:
    21.11.13
    Beiträge:
    314
    Ort:
    Potsdam
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    849
    Erstellt: 07.03.08   #5
    Hallo Leute,

    sorry für die verspäteten Antowrten auf eure Fragen, aber ich war ne Weile nicht online :)

    @I'm Google: Ja, die Halsrückseite ist lackiert. Allerdings muss ich sagen, dass es mich nicht stört an dem Bass. Ich bleibe nicht kleben am Hals oder fühle mich sonst irgendwie beeinträchtigt beim spielen.

    @map: Danke sehr, den Spaß werde ich habe bzw. habe ich. Ich könnte den Sound wirklich stundenlang hören *träum* :D

    @Moulin: Der Bass hat mich umgerechnet 464,- EUR gekostet. Versand waren 96,- EUR, Zoll 20,54 EUR und Mehrwertsteuer 109,91 EUR. macht zusammen rund 690,- EUR. Das ist nicht gerade wenig für mich als Student ;)
    Aber wie bereits im Review geschrieben, bei Thomann kostet so ein RI aus den Staaten etwas um die 1600,- EUR!
    Mit dem Zoll gab es eigentlich keine Probleme. Was halt nur sehr ärgerlich war, ist die Berechnungsweise des Zolls. Da der Bass mit dem Flugzeug kam (so konnte man nicht genau feststellen wann die EU-Grenze passiert wurde), wurden die kompletten Versandkosten auf den Warenwert gerechnet, davon dann 3,7% Zollwert errechnet. Dieser Zollwert kam nochmal auf Warenwert und Versand drauf. Und von dieser Summer wurden dann erst 19% Mehrwertsteuer errechnet. Ich finde das echt nicht toll, aber so ist das leider :(

    Insgesamt bleibt mir noch zu sagen, dass ich den bass mittlerweile in der Band gestest habe und ich wirklich 100% von ihm überzeugt bin und er sogar mein heiß geliebten ATK in den Backstagebereich verdrängt hat ;)
    Ausserdem bin ich gerade am Saiten testen. Heute habe ich die galli rockstars draufgezogen und wenn die runtergespielt sind, probiere ich die DR sunbeams. Resultate folgen, falls es interessiert :)

    Und wer mal in Magdeburg ist, kann den Bass gerne bei mir antesten! ;)
     
Die Seite wird geladen...

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
mapping