[Bass] - Fender 1975 Jazz Bass Reissue Made in Japan, Ahorngriffbrett

von LP/SG-David, 16.09.07.

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  1. LP/SG-David

    LP/SG-David Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.09.07   #1
    Fender 1975 Reissue Jazz Bass, made in Japan

    Vorgeschichte:
    Wer mich und meine Reviews kennt, weiß dass es sich normalerweise um eher seltsame Stücke handelt, die nicht wirklich dem Massengeschmack treffen und eher was für Individualisten sind. In der Vergangenheit war ich eher ein Fender-Antagonist, was sich durch einen "Zwischenfall" vor rund einer Woche änderte.
    Da ich die andauernde Schlepperei meiner Vox-Bassanlage satt hatte, hab ich das Zeugs kurzerhand auf ebay verkauft und der Käufer beschloss die Sachen abzuholen.
    Alles schön und gut, der nette junge Mann reiste an, in seinem Gepäck ein etwas älterer USA-Precision Bass mit Flatwounds. Ich habe/hatte auf allen meinem Bässen immer Flatwounds und da die Fenders die ich bis dato spielte alle mit Roundwounds bespannt waren, konnte ich mit dem Sound nie so recht was anfangen und auch der lange Hals ohne Binding gefiel mir nie so recht. Doch der USA-Precision des ebayers hatte mit den Flats einen extremst genialen Sound, genau das was ich mit dem Höfner und dem Rivoli gesucht hab.
    Sofort nachdem der Käufer abreiste war für mich klar: Ein Fender muss her!
    Nunja, ich bin zwar Purist, aber Precisions gefielen mir noch nie, und auch der 62er Jazz Bass war nicht so recht meins.
    Dann erinnerte ich mich an einen ein 75er USA Jazz Bass, den ich im Februar gespielt hab und der mich sogar mit Roundwounds überzeugt hat.
    Also sollte es ein 75er werden, schon alleine wegen dem Halsbinding und den Blockinlays, die ich so liebe. Geddy Lee's hab ich auch schon 2 gespielt, allerdings hasse ich Lackierungen wo man das Holz nicht durchsieht und auch schwarze Blockinlays auf hellem Griffbrett gefallen mir nicht. Der USA-Jazz Bass war mir mit 1700€ zu teuer, und ich hab ja schon einmal, früher in diesem Jahr, mit dem Gedanken gespielt mir einen 75er aus Japan zu importieren. Also mal die Internet-Flohmärkte abgecheckt und ich wurde sogar in Österreich fündig:

    75er Fender Jazz Bass, made in Japan, Eschebody, natural, sehr guter Zustand, 580.-

    Also den Verkäufer eine Mail geschickt, Bilder erhalten, Zahlungsmodalitäten ausgemacht, Geld überwiesen und knapp eine Woche später, am Freitag, also Vorgestern, den Bass in Empfang genommen. Ich habe mir für 30€ Aufpreis vom Verkäufer Schallermechaniken draufbauen lassen, ein weiser Entschluss!

    Spezifikationen:
    -Korpus: Esche, einteilig mit wunderschöner Maserung
    -Hals: Ahorn mit Ahorngriffbrett, weißem Binding und weißen Blockinlays, sowie Trussrodzugang auf der Kopfplatte
    Mechaniken: Schaller
    Tonabnehmer: 2 Jazz Bass Singlecoils
    Elektronik: 2x Volume, 1x Tone, Witchhead Potiköpfe von mir nachgerüstet
    Farbe: Natur

    Spielgefühl:
    Ein vorweg: Ich habe die letzten 2 Jahre über fast außschließlich Shortscalebässe mit Pick gespielt, doch auf dem Fender fühlte ich mich trotz der langen Mensur sofort zuhause, ich mit den Fingern. Der Hals hat ein wunderbares Format, nich zu dck, aber auch nicht zu dünn, die Bünde sind sehr suaber abgerichtet und das Halsbinding ist ebenfalls sehr sauber gezogen.
    Der 75er Japan Jazz Bass ist trotz des normalerweise schweren Eschekorpus nur 3,8kg, ist super ausbalanciert und liegt am Körper wie eine zweite Haut, echt 1A

    Sound:
    Ich glaube den Sound eines Jazz Basses zu beschreiben ist hinfällig, jeder hat schonmal einen besessen oder zumindest gehört.
    Am Hals einen schönen runden Ton, an der Bridge sattes Knurren und beide zusammengeschaltet ergeben einen vollen Sound den man mit nichts anderem Erreichen kann. Außerdem sehr viel Sustain und eine perfekte Tonentfaltung/Ansprechsverhalten.
    Morgen müssten meine Flatwounds (Thomastik JF-344) kommen, ich werde danach noch einmal ausführlich berichten wie sich der Jazz Bass mit Flatwounds verhält.

    Verarbeitung:
    Nunja, ich bin pingelig :D
    Nichts ist perfekt und der Bass ist wirklich fast perfekt verarbeitet, die Bünde sind super abgerichtet, nichts wackelt, die Halstasche ist sehr sauber ausgefräst doch 2 Dinge sind mir aufgefallen:
    Im Bereich wo die rechte Hand beim spielen abgelegt wird, ist ein winziger Holzspan mit einlackiert, er ist wie gesagt echt winzig und in der Lackierung ist keine Unebenheit o.Ä. feststellbar. Der zweite Knackpunkt sind die Schlagbrettschrauben die teils wirklich schief eingeschraubt sind, man siehts zwar nicht aber das sollte trotzdem nicht sein.
    Nunja, nichts gravierendes, sonst ist der Bass echt top


    Fazit:
    Dieser Bass ist ein echter "Keeper", ich hatte zwar schon viele Gitarren aber dieser Jazz Bass und mein Höfner werden wohl dauerhaft bleiben.
    Der Bass klingt super, ist leicht, spielt sich wie Butter und auch die Verarbeitung ist wirklich toll, gut gemacht liebe Japaner!

    Hier ein paar Bilder des Basses, und ja, ich hab sie auch in Groß :D

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  2. palmann

    palmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.09.07   #2
    Hallo, die Fotos sind sehr breit, so dass man auf einem enfachen 1024x800er Laptop-Bildschirm zum Lesen des Textes immer hin und her scrollen muss. 800 Pixel Breite sollten normalerweise ausreichen.

    Danke.

    Gruesse, Pablo
     
  3. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.09.07   #3
    Das mit den Bildern ist in der Tat etwas störend, da sich das Textformat an die Bildbreite anpaßt und man insofern jeder Zeile hinterherscrollen muß. Wahrscheinlich würde es schon genügen, die Bilder beim Hoster um 90° gedreht abzulegen, zumal die meisten ja auch für Hochformatbetrachtung gedacht sind und das insofern auch das Anschauen deutlich angenehmer gestalten würde.

    Ansonsten nettes Review, wenn auch sicher Wenige wirklich neues erfahren werden, dafür ist das Teil doch zu bekannt. Aber schön ist er! ;)
     
  4. The Dude

    The Dude HCA Bassbau HCA HFU

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    Erstellt: 17.09.07   #4
    Ein wirklich schöner Bass, Glückwunsch!
    Zu den hellen Blockinlays sieht ein helles Pickguard sehr schnuckelig aus, dann wär's für mich persönlich rein optisch perfekt.

    Was mich interessieren würde:
    Wie sind die Halsmaße?
    Naja und natürlich ein, zwei kleine Soundsamples...:)

    Ansonsten ein schönes Review, weiter so!:great:
     
  5. LP/SG-David

    LP/SG-David Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.07   #5
    Hallo an alle und danke für die Blumen!
    Das mit den Bildern tut mir leid, mit einem 20"er fällt einem das nicht so auf und jetzt ists leider schon zu spät zum Editieren:(

    Soundsamples kommen wenn ich meine Flatwounds und meinen neuen H&K hab, zur Zeit hab ich leider keinen Bassverstärker, eine echte Tortur einen neuen Bass zu haben aber keinen Amp dazu :(

    Also ich hol mal schnell meine Schiebelehre und messe nach:
    Halsbreite: Sattel: 39mm, 12. Bund 57mm
    Halsdicke: Sattel 21mm, 12. Bund 23,5mm
     
  6. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.09.07   #6
    ich hatte auch gehofft, daß du die Bilder bei Imageshack drehen kannst (unter Beibehaltung der momentanen Bildadressen), dann bräuchtest du deinen Post gar nicht zu editieren.
     
  7. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 19.09.07   #7
    Hallo LP/SG-David,

    danke für den Review!
    Bilder sind zwar groß, aber toll! :great:

    In den 80ern spielte ich übrigens mit einem Bassisten, der so ein Ding im Original hat(te)!
    Allerdings dürfte er vielleicht sogar einen etwas frühreren (72er?) gehabt haben, denn sein Bass hat(te) im Unterschied zu deinem die normalen schwarzen JB-Potiknöpfe.

    3,8 kg ist wirklich extrem leicht! Der Fender aus den frühen 70ern dürfte um die 5 kg gewogen haben. Das Finish sah aber fast identisch aus.

    Gruß
    Andreas
     
  8. LP/SG-David

    LP/SG-David Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.07   #8
    Hmm das mit den Bildern und dem Drehen funktioniert leider nicht so ganz wie ich mir das vorgestellt hab, muss man dazu bei Imageshack angemeldet sein?

    Ich danke euch schon mal allen für die netten Worte und Bewertungen!
    @ Cadfael
    So ein originaler wäre (mal abgesehen vom Gewicht, weil bei 4,5kg hörts bei mir mit der Liebe auf) natürlich noch ein ganzes Stück besser, nur leider halt auch ein klein wenig teurer, nicht dass das für einen Schüler wie mich ein Problem wär, aber man will ja nicht protzen:p:o
    Meiner hat wie die 70er Modelle einen Eschenkorpus, der wohl stark mitverantwortlich für den Sound ist, und mit dem Gewicht hab ich wohl echt Glück gehabt, obwohl für mich, als verwöhntem 2kg Höfner-Spieler auch 3,8kg nicht wirklich leicht sind, aber alles in Butter.
    Übrigens: Dein Precision Review war mit dem ebayer mit ein Kaufanreiz für mich, sind zwar beides Precisions, aber das steht jetzt nicht zur Debatte ;)
     
  9. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 21.09.07   #9
    Hallo LP/SG-David,

    Mitte der 80er waren die 72er/75er Fender Bässe noch kein Kult, allerdings allgemein berüchtigt für die miese Qualität. Ich weiß nicht mehr wieviel unser Bassist für den Fender bezahlt hat, aber es war extrem wenig! :eek:

    Im übrigen stehe ich auf dem selben Standpunkt (obwohl ich kein Schüler mehr bin).
    Spätestens bei 1000 Euro wäre Schluss bei mir! Ich sehe nicht ein mehr auszugeben.
    Für 600 Euro würde ich so einen Jazz Bass wie Du ihn hast auch sofort kaufen!

    Gruß
    Andreas
     
  10. Tieftonsüchtiger

    Tieftonsüchtiger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.09.07   #10
    sehr edles ding und sieht so nagelneu aus!

    nur die drei-punkt-verschraubung...wieso wird dieser instabile mist immer noch gebaut? jetzt abgesehen von der winditsch-attitüde?
     
  11. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 22.09.07   #11
    Dieses Design-Schmankerl wird sich Fender konstruktiv leisten können. Das Kippmoment, wo imho die einzigen erwähnenswerten Kräfte durch den Saitenzug auftreten, liegt am offenen Rand der Halstasche - und da gibt es 2 Schrauben. Bei einem Umfaller könnte es allerdings einen Unterschied machen, je nach Auftreffbedingungen. Aber wer (wie unser Basser) weil er sich von seinem instabilen Vintage-Gitarrenständer nicht trennen kann, sein Instrument öfter umwirft, wird wahrscheinlich letztlich eh nur mit einem Neck-Through glücklich.
     
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