[Bass] - Rickenbacker 4001C64

von Heike, 25.06.08.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 25.06.08   #1
    Rickenbacker 4001C64

    Baujahr 2002 (Produktion ab [2002 -?], ersetzt den 1984 - [2001 -?] produzierten 4001V63)

    URL: https://www.musiker-board.de/vb/reviews/www.rickenbacker.com


    Konstruktion:

    (1) Hölzer und Finish: durchgehender Hals aus Ahorn mit flachem D Profil (bei gesunder Stärke und wohlabgerundeten Kanten, Spiegefühl eher vintage als modern) und 33¼" Mensur (Weite am Sattel liegt mit 1 5/8" = 41.3 mm zwischen Fender Jazz mit 1.50" = 38 mm und 4003 mit 1 11/16" = 42.9 mm), mehrteilige Korpusseiten aus Ahorn (welche Subspecies -?), Kopfplattenseitenteile aus Walnuß (welche Subspecies -?), Griffbrett aus westafrikanischem Padouk ~ Vermilion (pterocarpus soyauxii) mit 10" Radius (Einlagen in Form größerer Punkte aus Perlmutt anstelle von Dreiecken wie bei späteren Modellen der Serien 4001 und 4003); Cherry Sunburst ("Fireglo") High Gloss Finish bis auf Griffbrett mit klarem High Gloss Finish (kein Binding wie bei späteren Modellen der Serien 4001 und 4003).

    Die Laminate sind aufgrund bester Auswahl der Holzstücke schwer zu sehen, der Hals ist 5-teilig, die Seiten 3-lagige "Hippie Sandwiches". Als Korpusdicke messe ich 3,3 cm (zum Vergleich: ein Jazzbass ist 1¾" =4,5 cm stark), die Rückseite ist 1,8 cm stark, die mittlere Lage 0,7 cm, die Decke 0,8 cm. Der Hals ist 7 cm breit, das Mittelstück 1 cm, die restlichen Streifen je 1,5 cm.

    Holzauswahl (incl. Reifung durch sehr gute Ablagerung) und Verarbeitung zwingen einem schon davon zu reden, daß dieser Bass ein typisches Produkt einer der wenigen Werkstätten auf diesem unseren Planeten ist, in denen handwerkliche Perfektion in nichts weniger als Kunst übergeht. Mit 2.04 kg (4.5 lbs) hat der Bass eine durchaus gesunde Masse für einen ebenso gesunden Ton (immerhin genau dieselbe wie ein Warwick Dolphin Pro I 4-String des Jg. 2004 — und dessen Hals und Korpus bestehen aus Amazaque...).

    (2) Hardware und Werkssaiten: Vintage Repro Mechaniken, Sattel und Saitenreiter aus Bakelit, Vintage Brücke mit Dämpfern; Rickenbacker 95511 Roundwound NikL (.045 - .055 - .075 - .105).

    Sehr schön bespielbar wie in der Tonbildung auch die niedrigen und schmalen, aber ungemein stabilen Bünde.

    Die Auswahl der Hardware ist nicht lediglich als Konzession an Sammler und unverbesserliche Nostalgiker zu verstehen, sondern trägt tatsächlich zum typischen Rickenbacker-Ton bei (wie ex negativo schon in den späten 1970er Jahren so mancher zu Tode modifizierte 4001 leider beweisen mußte). Nichtsdestoweniger muß man einen Sinn für das Handling entwickeln, sonst wird dieser Pfegling schnell zu heikel, weil das Setup ungebührlich Unlust bereitet. Insbesondere können falsches Halsrelief (wie auch falsche Saitenwahl) zu ungenügender Resonanz auf der E-Saite und damit einem "toten" Sound führen.

    Ebenso legt Rickenbacker sehr viel Wert auf die Entwicklung von für ihre Instrumente optimierten Saiten. Dieser Satz ist sehr gut ausgeglichen und tatsächlich eine ideale Wahl für die verfeinerte Tonkultur des 4001C64. Nichtsdestoweniger hat dieses Instrument das Potential von mit den von Sir Paul auf seinem bevorzugten Black Nylon Tape Wounds über Flat- und Groundwounds bis zu Nickel- und Stahlroundwounds (klassisch für letztere die von u.a. Geddy Lee und Chris Squire benutzten Rotosound Swing Bass) excellente Ergebnisse zu liefern.

    (3) Elektronik: Toaster Top PU in Halsposition, Horseshoe PU in Stegposition, 3-fach PU-Wahlschalter, pro PU je 1 passive Lautstärken- und Tonblende (und nein: keine Stereoelektronik wie bei späteren Modellen der Reihen 4001 und 4003).

    Der Bass ist (wie schon sein Vorgängermodell 4001V63) eine detailgetreue (bis auf einen verbesserten Halseinstellstab, den modernen Horseshoe PU und eine erst 2005 wieder eingeführte Kondensatorschaltung) Custom Shop Kopie des 1964 Sir Paul McCartney übergebenen Instrumentes, das einen Rechtshänderhals auf einem Linkshänderkorpus hatte, weswegen dem nun vorliegenden Rechtshänder-Standardmodell ebenfalls ein reversed headstock angepaßt wurde. (Das Modell 4001C64S enthält von Sir Paul veranlaßte Modifikationen: Nullbund, abgeschliffene Korpuskanten und Mattfinish).

    Der Bass liefert schon trocken einen höchst verfeinert kultivierten Ton mit extrem viel (!!) "Holz" bei allerbest definierter Artikulation und perfekt gleichmäßiger Ansprache von den tiefsten bis in die höchsten Lagen, macht spieltechnisch alles mit von Pizz und Pick (wofür ich allerdings ein engeres string spacing bevorzugte) bis zu Slap und Tap — würde also auch horribile dictu mit völlig linearen PUs extrem gut klingen. Nichtsdestoweniger tragen die Vintage PUs (spätere Modelle der Reihe 4001 besaßen schon die bis heute auf der Reihe 4003 zu findenden einfacheren Konstruktionen, die mehr Output haben und leicht aggressiv "knallig" klingen können) zum einzigartigen Charakter dieses Instrumentes bei, und obschon es sich bei beiden PUs um Single Coils handelt, hat man dank bester Abschirmungsarbeit keine Probleme mit Nebengeräuschen. Auch bei Slaps & Pops erzeugen diese PUs keine unangenehm harschen peaks.

    Man beachte bitte auch, daß es sich bei dem "Hufeisen" um keine bloße Abdeckung zur Abschirmung handelt (wie bei späteren Modellen der Reihen 4001 und 4003), sondern um einen integralen Bestandteil der Konstruktion, der nicht entfernt werden kann und darf. Allerdings unterscheidet sich der moderne vom alten Horseshoe dadurch, daß die neuen magnetische Pole haben, die den Metallschuh, der über die Saiten geht, magnetisieren. Die alten Schuhe waren selbst magnetisiert.

    Die Elektronik ist äußerst effektiv und vielseitig. Empfehlenswert u.a. folgende Einstellungen:

    • Der Steg-PU alleine klingt vollaufgedreht reichhaltig, dabei trocken, mit bester Definition und Attack.
    • Der Steg-PU alleine mit nach Jazzbass-Manier leicht zurückgenommener Lautstärke und Ton liefert Treble-PU Sounds, die die meisten Jazzbässe auf die Ränge verweisen.
    • Beide PUs jeweils vollauf liefern den typischen leicht hohlen Rickenbacker-Sound, da der Horseshoe den Toaster Top overpowered.
    • Beide PUs, Hals-PU mit zurückgenommenem Ton, Steg-PU mit leicht zurückgenommener Lautstärke, ergeben einen weiteren 4001-typischen Ton mit großem Anwendungsbereich.
    • Nun bin ich noch nie eine große Freundin von Hals-PU Sounds gewesen, da sie mir bislang zu schwammig waren, muß aber konzedieren, daß die des Rickenbacker zu den besten dieser Art gehören. Ggf. sogar für Oldschool Motown Sounds zu gebrauchen.

    Durch Einspielen verbessert sich der Sound noch weiter, gerade in den holzigen Mitten, erreicht eine feine, "akustische" Qualität ähnlich gut eingespielten Kontrabässen oder Klassikgitarren.


    MODIFIKATIONEN:

    (1) I.Ggs. zum Vorgängermodell 4001V63 enthält die Elektronik 3 statt 2 Kondensatoren, wobei der mit dem Steg-PU-Volumen-Poti verbundene Bässe ausmagert, um einen aggressiveren Sound zu erzielen. Auf den 4003 Modellen ab 2006 läßt sich dieser Kondensator optional über einen Push-Pull-Pot aktivieren, was ein m.E. äußerst sinnvoller Upgrade ist. Desweiteren ließ ich auf den Hals-PU-Volumen-Poti eine push/pull-Funktion zur seriell/parallel-Umschaltung der beiden PUs legen. Die Erweiterung des Klangspektrums durch beide Modifikationen ist nichts weniger als dramatisch zu nennen. Wie zu erwarten, klingt die Serienschaltung lauter, druckvoller, tiefbassiger, aber auch weniger transparent, hat also eher etwas von einem Humbuckercharakter.

    (2) Um die Darstellung von Bässen und das Sustain zu optimieren, sowie die Einstellung zu erleichtern, wurde eine Hipshot Rickenbacker Replacement Bridge 5RK400 C (Ausführung in chrome-plated brass) installiert. Auch dies brachte eine dramatische Verbesserung von Klang wie Handling.

    (3) In Verbindung mit o.g. Modifikationen (1-2) verwende ich Alembic CX-3/40L (.040 - .060 - .080 - .100) Saiten, was einen reichhaltigen Sound mit genügend Bässen, kultivierten Brillanzen und élégantem "Draht" ergibt.
     
    gefällt mir nicht mehr 3 Person(en) gefällt das
  2. mobis.fr

    mobis.fr Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.02.06
    Zuletzt hier:
    2.05.15
    Beiträge:
    608
    Zustimmungen:
    9
    Kekse:
    1.163
    Erstellt: 25.06.08   #2
    für genauere und weitere informationen würd ich noch gerne auf das konkurrenz forum verweisen. dort finden sich ricksüchtige zusammen. (ich selbst besitze einen v63 und bin dort auch vertreten)


    anonsten kann ich noch sagen, dass der rick ein hervorragendes instrument ist, dass leider viel zu wenig beachtung bekommt. das liegt zum einen daran, dass es nicht so beworben wird wie ein fender und zum anderen auch an der relativ geringen stückzahl. die rickenbacker werden noch in einem "kleinen" betrieb größten teils von hand gefertigt. ausserdem wird gegen kopien sehr hart vorgegangen.


    @heike: bilder und soundsample wären natürlich noch nett :)
     
  3. bullschmitt

    bullschmitt Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.01.05
    Zuletzt hier:
    7.12.16
    Beiträge:
    3.466
    Ort:
    zwischen Kölsch und Alt
    Zustimmungen:
    35
    Kekse:
    4.531
    Erstellt: 25.06.08   #3
    ... ganz nett und ausführlich .......... aber mir fehlt wenigstens ein Bild :o
     
  4. Heike

    Heike Threadersteller HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 25.06.08   #4
    Tut mir leid, aber als Techniklegasthenikerin habe ich keinen blassesten, wie ich das machen sollte :(

    Für die Produktionsmenge braucht man ja dann auch keine Werbung machen.

    Das mit den Kopien bezieht sich auf die Formgebung, da waren die schon so richtig unleidlich, selbst wenn der Klang so gar nicht überzeugte.

    Man könnte aber natürlich eine abgewandelte Form nehmen, aber die Schlüsselfaktoren aus der Grundkonstruktion übernehmen. Das könnte schon gelingen. Fragt sich nur, ob es dafür einen Markt gäbe.
     
  5. map

    map Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.05.06
    Zuletzt hier:
    17.11.16
    Beiträge:
    871
    Ort:
    Graz
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    2.529
    Erstellt: 25.06.08   #5
    Wenn du möchtest schick mir die Bilder, ich stell sie dir rein.
     
  6. Heike

    Heike Threadersteller HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 26.06.08   #6
    Danke, aber es ist noch viel schlimmer :rolleyes: Ich kann gar nicht fotografieren, habe noch nie in meinem ganzen Leben eine Kamera mein Eigen genannt... :eek: Mag sein, daß mir einerseits was entgeht, andererseits hab' ich wohl ein etwas gestörtes Verhältnis dazu :p Und obendrein noch ziemlich schlechte Augen.
     
  7. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    23.07.04
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    16.297
    Ort:
    Elbeweserland
    Zustimmungen:
    1.666
    Kekse:
    54.570
    Erstellt: 26.06.08   #7
    isses der?
    [​IMG]

    dann ist deine angabe padouk beim griffbrett aufschlussreich wg. der doch recht intensiven rotfärbung. auf der rick-site steht leider nur der übliche "rosewood"/leguminosen-sammelbegriff :(.
    auch wenn keine soundsamples dabei sind, liefert´s mir eine gute vorstellung und macht appetit. scheint ein besserer 4001 zu sein, nicht nur wg. dem truss-rod ;). ich gehe davon aus, es ist dein eigener?
    beim gewicht hast du dich wohl vertippt (4,5 lbs statt kg)? ;)
     
  8. I'm_Google

    I'm_Google Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.08
    Zuletzt hier:
    11.08.14
    Beiträge:
    1.377
    Ort:
    Bodenseeregion
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    5.267
    Erstellt: 26.06.08   #8
    Laut Herstellerseite, scheint es der zu sein - Farbe gefällt mir nicht aber sonst top!

    Ich habe die ganze Zeit überlegt, das kann doch nicht sein. Da wird von 2kg erzählt, und dann von einer gesunden Masse - Heike, tut mir Leid, aber dein Bass ist Magersüchtig!
    2kg, soeviel wiegt doch der ''Horseshoe'' :D
     
  9. Heike

    Heike Threadersteller HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 27.06.08   #9
    Ach, diese Schiet-Mathe-Legasthenie! Wenn man schlecht schreibt, so wird einem das ja großzügig verziehen :rolleyes: Ich hab' versucht, die Herstellerangabe (die war doch in lbs? Jetzt bin ich vollends verunsichert) in kg umzurechnen. Ich geb's auf.

    Selber gewogen habe ich mal die neue Brücke, lag so um die 650 g, falls ich's nicht wieder versiebt habe.

    À propos de... Das wäre das einzig interessante Détail sich mal anzukucken, weil dadurch mehr Platz zwischen Hufeisen und Saitenreitern freigegeben wird. Vorher war an 3-Finger-Anschlag da nicht zu denken, jetzt geht's schon. Auch Plecken macht da jetzt erst wirklich Spaß, weil man die Hand noch bequemer drauflegen kann, und die Masse sorgt eben dafür, daß es auch an der sonst eher schon drögen Stelle pfundig genug klingt.

    Ja, das ist ganz eindeutig auch die afrikanische Sorte, die mehr ins rötliche als braune geht (auch wenn die trotz etwas Schutz durch die Lackierung noch mit den Jahren nachdunkeln wird) und diese weißen und dunklen "Äderchen" hat. Das ist natürlich so allgemeinhein schon ein absolutes Lieblings-Tonholz (gigantische Bässe, absolut natürliche Mitten und Höhen), und gerade hier setzt das dem Ahorn erst die Krone auf.

    Definitiv. Die hatten die Masche mit den Custom Shop Rebuilds (wie z.B. Fender) ja schon seit langem drauf.

    Yup.
     
  10. I'm_Google

    I'm_Google Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.08
    Zuletzt hier:
    11.08.14
    Beiträge:
    1.377
    Ort:
    Bodenseeregion
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    5.267
    Erstellt: 27.06.08   #10
    Ich helfe dir: 10 lbs = 4.5 kg :gruebel:
    Doch, müsste stimmen :great:
     
  11. Heike

    Heike Threadersteller HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 28.06.08   #11
    Danke :) Das steht doch (inzwischen -?) auch so auf deren Website. Hamwerwiederwasdazugelernt(TM).

    Aber eigentlich ist das für einen Viersaiter schon ganz schön viel.
     
  12. Heike

    Heike Threadersteller HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 03.07.08   #12
    Addenda Miscellanea

    Tja, der Nachteil davon, Mod a.D. zu sein, ist nicht mehr in geschlossenen Threads editieren zu können, der Vorteil ist, es nicht mehr zu müssen :D Also hier noch ein paar Anmerkungen mehr:

    (1) ad Rickenbacker4001C64 (hierin):

    Pic zur Illustration des erweiterten Spielraumes :D zwischen Pferdeschlappen und Lahmer Lende.

    (2) ad Washburn XB-600 (aber warum unterschlägt mir die SuFu die im Frühjahr '05 eingestellte Review?)

    Pic zur Illustration des mit Mahagoni- statt Ahornstreifen verfüllten Palisandergriffbrettes

    Nach Fretless-Konvertierung liefert dieser Bass in Verbindung mit Thomastik-Infeld Jazz Flat sehr feine, pastöse Klänge. Diese Modifikation hebt die Qualitäten hervor, die ohnehin am besten ausgeprägt waren (und der anderen sich zu begeben fiel nicht schwer).

    (3) ad Thomastik-Infeld Jazz Flat

    Was ich inzwischen einsetze ist das Set JF346 long scale 34" medium (.033 - .043 - .056 - .070 - .100 - .136) auf einem Fretless mit der klassischen Holzkombination Erle/Ahorn/Palisander. Zunächst war mir etwas unwohl, zeitigt diese Saite doch noch wesentlich ausgeprägtere Synergieffekte als die meisten anderen. Allerdings stellte sich dann heraus, daß hier ihr pastöser Charakterzug voll zur Geltung kommt.
    M.E. ein weiterer Pluspunkt ist, daß die Saite sehr exakt in der Intonation ist. Vielleicht sogar mehr als alles andere, was ich je auf einen Fretless gespannt hatte. So machen "Vierteltöne" wirklich Spaß. Das mag zwar unvorteilhaft sein, wenn man notorisch schlecht intoniert, aber vielleicht hilft es anderen, besser zu intonieren, wenn sie sich besser hören können.
     

    Anhänge:

Die Seite wird geladen...

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
mapping