[Bass] - Squier by Fender Vintage Modified Jazz Bass Fretless

von Fidel, 02.06.08.

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  1. Fidel

    Fidel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.08   #1
    Hi Leute, hier mein erstes Review-> Kritik wird gerne genommen.

    Vorab:
    Es handelt sich um so ein Gerät. Ursprünglich wollte ich ihn auf Anregung von Cadfael im Musikladen in der Nachbarstadt kaufen, aber die hatten Lieferprobleme und deswegen habe ich ihn da wieder abbestellt um dann doch einen bei Thomann zu bestellen. In der Zwischenzeit hatte T ihn auch um 20€ von 298,- auf 278,-€ reduziert.
    Fast hätte ich jedoch dasselbe Problem gehabt wir im Musikladen, denn ein Tag nach meiner Bestellung hatte Thomann ihn nicht mehr auf Lager. Lange Rede, kurzer Sinn, heute ist er bei mir angekommen.

    Vielleicht sollte ich auch noch erwähnen, dass dies mein erster Fretless Bass ist und ich noch nie einen vorher in der Hand gehabt hab, deswegen hab ich keine Vergleichswerte, ich kenn eben nur "normale" Bässe und Aufnahmen von Fretless Bässen (Jaco...) und wollte es selber mal testen, einerseits als Klangerweiterung bei manchen Stücken, andererseits zur Technik- und Gehörbildung.

    Verarbeitung:
    Als erstes habe ich natürlich erstmal geguckt, ob auch alles an seinem Platz ist usw. Schnell wurde klar, dass alles gut verarbeitet ist, die Potis sitzen bombenfest, das Kabel steckt sicher in der Buchse, die PU Fräsungen sind ordentlich gemacht, das Gerät ist astrein lackiert-> ich habe nichts zu meckern :). Einstellarbeiten (Saitenhöhe usw.) waren natürlich trotzdem erforderlich.

    Optik/Material:
    Positiv:
    + Der Bass ist relativ leicht, etwas leichter als mein Ibanez SR 300
    + Die Sunburst Lackierung sieht ziemlich gut aus.
    + Die Potis arbeiten recht gut, knacken tun sie nicht, sie könnten etwas feinfühliger sein, man hat mehr so einen an/aus Effekt, aber da ich eh immer Vollgas gebe ist das nicht weiter schlimm.
    + Die PUs sind echt klasse, da brummt nichts, egal ob einer alleine an ist oder beide. Aber ich hab auch keine Leuchtstoffröhren oder ähnliches bei mir im Zimmer. Wahrscheinlich brummen sie dann demnächst auf der Bühne, wenn grad leise gespielt wird, aber Spaß beiseite ;).

    "Negativ":
    irgendwas muss ja auch nicht so gut sein, sonst kauft niemand mehr Bässe für 1000€+ :great:.
    - Die Maserung des Holzes (Agathis) sieht nicht so dolle aus
    - Die Mechaniken würde ich nicht gerade als hochwertig bezeichnen: Sie lassen sich relativ schwer drehen, aber mit dem Tropfen Öl gings schon direkt besser.

    Irgendwo müssen die ja auch sparen, sonst würd das Gerät nicht unter 300€ kosten, da das aber das einzig "negative" ist, kann ich auf keinen Fall meckern.
    Auf den Fotos kann hoffentlich einigermaßen erkennen, wie das Ding aussieht.

    Zum Griffbrett:
    Es besteht aus Ebonol, eine Art künstliches Ebenholz, das auch fast genauso aussieht.
    Beim ersten Spielen mit den Werkssaiten (k.A., Fender soundso denk ich) hinterließen Bendings aber direkt erste Spuren. Ich hab die Saiten auch dann direkt gegen D'Addario EXL160 getaucht, weil die Werkssaiten doch recht rau/drahtig waren und ich keinen unnötigen Schaden anrichten wollte.
    Andererseits sind die die Markierungen im Griffbrett so schlimm auch wieder nicht, fühlen kann man die selbst mit dem Fingernagel nicht, sie sind also nur ganz oberflächlich.

    Bespielbarkeit:
    Die ist echt gut, ein Ebonol ist vielleicht nicht jedermans Sache unter den Fingern, aber ich finds nicht schlimm. Durch die Bundmarkierungen ist auch das "Finden" der Töne ziemlich einfach - ich hatte es mir schwerer vorgestellt einen anständigen Ton auf einem Fretless rauszubringen, aber dazu später noch mehr. Der schlanke Hals liegt auch sehr angenehm in der Hand, aber ich glaube, dass ist Jazzbass-typisch (hatte bisher nur selten einen in der Hand).

    Soweit zum Vorgeplänkel:
    Sound:
    Hier hab ich zum ersten Mal gemerkt, wie wichtig der Spieler bei der Tonproduktion ist. Beim normalen fretted E-Bass hält man einfach seinen Finger auf den Bund und der Ton kommt, aber beim Fretless ist es auch entscheidend wie man den Ton greift: presst man die Saite ziemlich fest gegen das Griffbrett hört man einen Ton, der fast genauso wie bei einem normalen Bass klingt, lässt man der Saite dagegen etwas mehr Raum/greift nicht so fest zu, hört man den Ton richtig schön aufblühen. Für die Fretlessbasser unter euch ist das vermutlich ein alter Hut, aber ich fands schon spannend^^.

    Das Aufblühen des Tones gibt's vor allem auf der d ung g Saite in der höheren Lagen, das ist echt fantastisch. Generell kann man viel mehr durch die Bundlosigkeit machen, Vibratos und Slides kommen viel besser etc.
    Aber ich will ja keine allgemeine Beschreibung des Fretlesssounds geben, sondern ein Review schreiben, also zurück zu meinem Bass.

    Viel von dem, was ich hier erzähle, kann man auch in den Soundsamples hören.

    Neck-PU: Damit klingt der Jazzbass sehr warm und das Aufblühen des Tones kommt am besten zu Geltung, find ich.

    Beide PUs: der Ton ist sehr rund, weniger kernig.

    Bridge-PU: Sehr obertonreich, perfekt für jegliches Flagolettspiel, außerdem bietet er den meisten Biss.
    Ist alles etwas schwer zu erklären, also am besten mal in die Samples reinhören.

    Gesamt gesehen ist der Klang wirklich ziemlich gut, für ein 300€ Brett.

    Fazit:
    Empfehlen kann ich den Bass auf jeden Fall, vor allem an Leute wie mich, die einfach mal ein bisschen Fretless spielen wollen, aber keine Unsummen dafür ausgeben möchten. Die Bundmarkierungen sehen zwar nicht so schön aus, aber sie helfen ungemein für die ersten Töne , vor allem wenn man, wie ich, schon vorher immer auf sauberes Greifen geachtet hat statt irgendwo zwischen den Bundstäben zu greifen.
    Ich werde den Bass auf jeden Fall direkt auf den nächsten Auftritten austesten und ein paar Lieder damit spielen, schließlich sehe ich den Fretless in ertser Linie als Effekt.
    Einzig, nun ja, negativ, obwohl das eigentlich schon zu hart ist, sind die Meachniken, ich überlege, ob ich die mal auswechsle, hab aber keine Ahnung wie teuer sowas ist. Und ihren Job tun sie ja, es wackelt nichts, sind nur eben nicht so leichtgängig.

    Also: rein in den Laden und man ein wenig fretless spielen ;)!

    mögliche Erweiterungen:
    - wie gesagt: Mechaniken
    - ganz evtl. mal neue PUs, falls ich mal welche höre, die mich umhauen
    - vielleicht übermale ich, wenn ich schon besser kann, die Bundmarierungen oder töne sie zumindest ab, damit die nicht so ins Auge stechen.
    - demnächst werde ich das Ding mehrmals aus dem Fenster und gegen meinen Verstärker werfen, vllt auch mal ins Schlagzeug...
    ... hauptsache es sieht irgendwann aus wie Jacos ;).

    Zu den Anhängen:
    Die Samples habe ich zwar über meinen Amp gespielt, aber ohne EQ und dann über den Line-Out in den PC. Der Ton ist also genauso, wie er aus dem Bass kommt, am EQ lassen sich da noch viel mehr Sachen mit dem Klang machen. Sie sind eh nicht so dolle, ein bisschen Geschrammel, vllt erkennt der ein oder andere ja was daraus ;).

    die Samples:
    Neck-PU
    Bridge-PU
    beide PUs

    falls einer ne bessere Idee hat, wie man die online parken kann, bin gerne bereit was zu ändern!!



    Ich hoffe, es hat Spass gemacht!!

    mfG Florian

    Mike Porcaro jr. hat mir noch ne Möglichkeit aufgezeigt meine Samples ins Internet zu stellen, wär nett, wenn einer der Mods das bei mir mir reineditieren könnte!

    http://boomp3.com/listen/cfqb3nt/brige-pu
    http://boomp3.com/listen/f0lc1e1/beie-pus
    http://boomp3.com/listen/bz0kajt/neck-pu

    mfG Florian
     

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  2. rocking-xmas-man

    rocking-xmas-man Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.08   #2
    Jo! schönes Review! Gefällt mir, aber die files wären wo anders besser aufgehoben. Vorläufig vielleicht bei www.hostarea.com, wenngleich die vorhaltezeit da nur n halbes jahr beträgt. theoretisch ginge des auch als Anhang, aber da müsstest du die eben packen.
     
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