Bitte Tipps zum Start: Verstärker oder andere Lösung zum üben zuhause

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Hallo!
Ich bin absoluter Anfänger. Zu meiner neuen Gitarre Yamaha Pacifica 311H habe ich mir einen Verstärker Marshall MG15-GR mitbestellt. Beides ist unterwegs und sollte noch diese Woche bei mir ankommen. Nun bin ich mir beim Verstärker (habe knapp EUR 100 dafür bezahlt) inzwischen sehr unsicher. Ich habe praktisch in jedem Zimmer irgendeine Form von Aktivlautsprecher für meinen Musikkonsum bzw. Digitalpiano. Alle Lautsprecher besitzen freie Line-Eingänge (Chinch oder Miniklinke). Gibt es ein Gerät, welches das Gitarrensignal entsprechend aufbereitet, so dass man die Gitarre an den vorhandenen Lautsprechern betreiben kann? Ich lege wert auf einen sauberen, unverzerrten Klang. Also brauche ich überhaupt einen eigenen Verstärker für die Gitarre? Und falls ja: Würde ich wesentlich besser fahren, wenn ich den kleinen Marshall gleich zurückschicke und stattdessen einen etwas teureren Verstärker (ca. EUR 200) kaufe? Wg. der aktuellen Situation ist Ausprobieren im Laden nicht möglich.
Danke für eure Tipps!
 
Eigenschaft
 
Um die Gitarre an die Aktivlautsprecher zu bekommen, brauchst Du noch einen Vorverstärker, da es ansonsten ein Problem mit Pegel und Impedanzen gibt. Sofern es sich bei den Aktivlautsprechern um handelsübliche Consumerprodukte handelt, wirst Du die Lautsprecher früher oder später abschießen, da der Dynamikumfang "roher" Musiksignale ungleich größer ist, als abgemischte Produktionen. Über einen "Modelling-Preamp" lassen sich beide Probleme weitgehend entschärfen. Dazu bekommst Du damit die Möglichkeit, viele unterschiedliche Sounds für dich zu testen und mit Effekten zu spielen. Macht einerseits viel Spaß, hält andererseits aber davon ab, sich eine solide Basis für die Spieltechnik zu erarbeiten.

Von daher: bleib bei dem Amp, wenn der allein fürs Üben daheim ist. Planst Du bereits jetzt Bandeinsatz, dann ist die Kiste zu klein.
 
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Um die Gitarre an die Aktivlautsprecher zu bekommen, brauchst Du noch einen Vorverstärker, da es ansonsten ein Problem mit Pegel und Impedanzen gibt.
Kannst du mir beispielhaft ein Produkt nennen? Und auch eines für einen "Modelling-Preamp"?

Sofern es sich bei den Aktivlautsprechern um handelsübliche Consumerprodukte handelt, wirst Du die Lautsprecher früher oder später abschießen, da der Dynamikumfang "roher" Musiksignale ungleich größer ist, als abgemischte Produktionen.
Es handelt sich im schlechtesten Fall um die Raumfeld Stereo Cubes und im besten Fall um den Studio-Lautsprecher Nubert nuPro A-300.

Von daher: bleib bei dem Amp, wenn der allein fürs Üben daheim ist. Planst Du bereits jetzt Bandeinsatz, dann ist die Kiste zu klein.
Es ist für den Verstärker kein Band-Einsatz geplant. Das Üben daheim sollte in sehr guter Klangqualität möglich sein. Sonst macht es vermutlich wenig Spaß.
 
Hallo @elektrisch, ich hab deinen Thread aus dem Einsteigerbereich in den Verstärkerbereich verschoben, da er hier hineinpasst. Ich habe auch den Threadtitel etwas an deine Fragestellung im Eingangspost angepasst.

mfg stoffl - für die Moderation
 
Kannst du mir beispielhaft ein Produkt nennen? Und auch eines für einen "Modelling-Preamp"?
Modelling:
Preamp (auch mit Modelling):


Auch wenn ich beide verlinkten Geräte für deutlich Erwachsener halte als die Marshall MGs, sie müssen ordentlich eingestellt werden.
Ein erfahrener Gitarrist hat n Schimmer davon welcher Regler für was ist, aber ein Einsteiger kann schnell mal mit Sounds und Möglichkeiten überfordert werden.

Entscheiden musst Du :)
 
Du könntest auch ein Audiointerface nutzen z. B. das Focusrite Scarlett. Das nutze ich.


Wenn du dort die Gitarre einsteckst und in die Line In die Boxen dann hättest du das cleane Gitarrensignal auf deinen Speakern.
Ich nutze das momentan so i. V. m. 2 JBL Monitors zum Gitarre üben.

Dazu nutze ich noch auf dem PC BIAS FX (gibt aber auch etliche weitere digitale Ampsimulationen), womit ich das Signal verändere. Sozusagen hat man quasi kein Amp mehr sondern es ist full digital.
Man brauch natürlich immer noch PC, Laptop, soweit ich weiß geht es auch mit Ipad.

Die Frage ist ist sowas realisierbar für dich oder nicht.
Mir persönlich macht das mehr Spaß/Laune als mein Modelling Amp.

VG
 
Ich lege wert auf einen sauberen, unverzerrten Klang. Also brauche ich überhaupt einen eigenen Verstärker für die Gitarre?
ganz klares Ja!
gitarre und amp zusammen ergeben erst das instrument.
der verstärker gestaltet den sound, die eigenschaft der verstärkung erschafft den gewünschten sound erst.
das ist der unterschied zu Hifi.

ein amp gibt das gitarrensignal nicht objektiv richtig oder falsch wieder, sondern jeder amp ist am sound an sich beteiligt ist und soll das auch sein.
deswegen klingt fender clean ja anders als marshall clean.

das ist nicht die frage von gut oder schlecht bzw. richtig oder falsch, sondern das meine ich mit "der verstärker gestaltet den sound".
 
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Danke schonmal für alle Antworten.
Du könntest auch ein Audiointerface nutzen z. B. das Focusrite Scarlett. Das nutze ich.
Wenn du dort die Gitarre einsteckst und in die Line In die Boxen...
Du meinst Line Out, oder? Und in der Produktbeschreibung steht "symmetrisch", meine Aktivlautsprecher haben alle keine symmetrischen Eingänge... Im Falle der Studiomonitore würden S/PDIF weiterhelfen, die hat der Scarlett aber nicht.

...dann hättest du das cleane Gitarrensignal auf deinen Speakern.
Ich nutze das momentan so i. V. m. 2 JBL Monitors zum Gitarre üben.
Ich möchte es einfach halten und mit einem Gerät zwischen Gitarre und Aktivlautsprechern auskommen.
Wenn man den Klang am Gerät noch regeln könnte (ohne PC), dann wäre es perfekt.

Dazu nutze ich noch auf dem PC BIAS FX (gibt aber auch etliche weitere digitale Ampsimulationen), womit ich das Signal verändere. Sozusagen hat man quasi kein Amp mehr sondern es ist full digital.
Man brauch natürlich immer noch PC, Laptop, soweit ich weiß geht es auch mit Ipad.
Das ist für mich nicht interessant, da zu kompliziert.
 
Ein sehr günstiger Modelling Preamp und die günstigste Art und Weise die ich benutze um aus der Gitarre in Aktivboxen zu gehen https://www.thomann.de/de/zoom_g1on.htm

Für clean und ggf etwas Hall dazu reicht mir das wunderbar.

Ich nutz das wenn ich ganz kurz mal am Schreibtisch (oder im Schlafzimmer :eek:;)) ein wenig rumdudeln möchte, z.B. auch zum playalong aus dem Handy.
Halte ich für ein prima Anfänger Gerät, der preis ist echt heiss und Du kannst später immernoch einen ordentlichen Verstärker kaufen wenn Geld dafür da ist.
 
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Ein sehr günstiger Modelling Preamp und die günstigste Art und Weise die ich benutze um aus der Gitarre in Aktivboxen zu gehen https://www.thomann.de/de/zoom_g1on.htm
+1 für den Zoom G1 wenn es gut und günstig sein soll. Das Gerät hält auch ziemlich lange durch mit Eneeloop Akkus. Damit kannst da also wirklich sehr praktisch um die Zimmer ziehen. Die Soundgüte ist jetzt nicht Referenzklasse aber zum üben reicht es allemal.

Der weiter oben genannte GE150 ist wahrscheinlich etwas bedienfreundlicher weil er für jede Effektsektion einen direkten Wahlschalter hat. Kostet aber auch etwas mehr.

Bei beiden Geräten musst du erstmal bei den Presets alles ausschalten was da an Effekten eingestellt wurde oder neue Presets anlegen bei dem du vorerst nur eine Ampsimualtion + Delay (und/oder Hall) einstellst. Bei cleanem Sound vielleicht auch noch einen Kompressor.

Eine andere Möglichkeit: https://www.thomann.de/de/mooer_radar.htm
Ein Speaker-Simulater der deinen Gitarrenlevel auf Line-Level bringt und noch mit einem Sound anreichert der einen Gitarrenlautsprecher simuliert. Wäre auch eine Möglichkeit um rein Clean zu spielen, in diesem Fall dann auch ohne Vorverstärker. Allerdings vermute ich mal, dass dir dann etwas Hall oder auch mal ein Kompressor fehlt. Außerdem braucht der Radar auch ein Netzteil.

Falls du aber dann doch nicht über deine Line-In-Lösungen spielen willst und einen transportablen Verstärker bevorzugst, kannst du dir mal diese Geräte anschauen:
https://www.thomann.de/de/yamaha_thr5.htm
https://www.thomann.de/de/vox_adio_air_gt.htm
https://www.thomann.de/de/vox_mini5_rhythm.htm

Ein ganz anderer Ansatz wäre ein mobiler Mehrspurrecorder mit eingebauten Gitarreneffekte:
https://www.thomann.de/de/boss_micro_br_br80.htm
Den spielst du dann wieder über deine Line-In-Möglichkeiten und bietet dir weitere Möglichkeiten.

Wollte dich nich verwirren mit der hier beschriebenen Vielfalt. Ich finde es nur einfach wichtig sich klarzumachen, wie das Gitarrenspielen in nächster Zeit aussehen könnte. Ziemlich bald willst du dich vielleicht selbst begleiten und willst vielleicht einen Looper nutzen (da spielst du z.B. ein paar Akkorde drauf und das Gerät wiederholt es in Endlosschleife und du kannst dazu eine Melodie dudeln). Oder du möchtest Backing Tracks zu deinem Gitarrenspiel verwenden. Es macht da schon Sinn etwas nach vorne zu schauen um abschätzen zu können ob das Gerät was du dir anschaffst auch mittelfristig das richtige für dich ist. Übertreiben allerdings sollte man die Vorausschau auch nicht, mann muss ja schließlich irgendwo anfangen. Es gibt halt Lösungen die offener für Erweiterungen sind und eher geschlossene "Systeme".

Der andere Punkt ist auch noch, herauszufinden was dir mehr liegt. Der eine arbeitet gerne mit Software, der andere hat lieber einen klassischen Amp mit wenig Knöpfe, ein weiterer liebt es in die Tiefen der Menüstruktur eines Multieffektes abzusteigen. Die Lösung ist nicht immer für alle gleich und liegt darin, dass herauszufiltern was dein Gitarrenspiel voranbringt.

Aus diesen Gründen habe ich hier etwas mehr geschrieben. Es schadet nicht einen Schritt zurück zu machen um das Ganze zu überblicken bzw. die verschiedenen Möglichkeiten kennenzulernen und in einem persönlichen Bezug zu setzen. Andernfalls kann es leicht passieren, dass man öfters kauft...
 
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Ich habe mir gerade den Zoom G1on bestellt. Ob ich den Marshall dennoch behalte, entscheide ich noch. Danke Euch allen für Eure wertvollen Hinweise!
 
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