Rabulistik (von
lateinisch rabere „toben“ bzw.
rabula „marktschreierischer Advokat“) ist ein
abwertender Begriff in der
Bildungssprache für rhetorische „Spitzfindigkeiten“ oder „
Wortklauberei“.
[1] Als
Rabulist wird laut
Duden jemand bezeichnet, der in „spitzfindiger, kleinlicher, rechthaberischer Weise argumentiert und dabei oft den wahren Sachverhalt verdreht“.
[2]
Die Rabulistik dient dazu, in einer Diskussion unabhängig von der Richtigkeit der eigenen Position recht zu behalten. Erreicht wird dies durch
Sophismen, verdeckte
Fehlschlüsse und andere rhetorische Tricks wie das Einbringen diskussionsferner Aspekte,
semantische Verschiebungen, etc. Die Grenzen zur Täuschung, Irreführung und Lüge sind dabei fließend.