Boden richtig entkoppeln, aber wie?????????

E
emaer
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
28.07.12
Registriert
03.09.09
Beiträge
23
Kekse
0
<LI id=post_1>Hi Leute!

ich brauch mal euren Rat! Es geht um die richtige Entkopplung des Bodens in einem Raum-in-Raum-System. Der Raum befindet sich auf:

einer Holzbalkendecke bzw. Spanplattendecke,
auf dieser Decke wurde schwimmend Gussasphalt gegossen, welcher wiederrum fein mit Nivelliermasse gespachtel wurde.

Wie entkoppel ich den Boden am Besten? Ich habe zwei Ideen.

1. punktuell:

ich mach mir ein Konstrukt aus Latten. Diese Latten werden punktuell auf Rohrisolation oder Stryrodurklötze gelegt um eine Entkopplung zu erreichen. Den Hohlraum zwischen den Latten würde ich noch mit Trittschalldämmwolle von Heraklith (Heralan TPE 130kg/cbm) füllen. Auf die Latten kommen dann 18er OSB-Platten, die auf die Latten geschraubt werden, aber die Dämmwolle nicht berühren um evtl. einen Plattenschwinger-Effekt zu erreichen.

2. vollflächig

ich lege einfach komplett den Boden mit der Heralan TPE-Wolle aus und darauf die OSB-Platten.

Oftmals habe ich gelesen, dass Entkoplungen meist puntkuell wie in Punkt eins durchgeführt werden, während ich auch auf Aussagen gestoßen bin, die sagen, dass man die Entkopplungsschicht (Feder) 100% Lückenlos unter die Belagsschicht (Masse) bringen muss um den besten Effekt zu erzielen. HABT IHR ERFAHRUNGEN, WAS NUN BESSER IST?

Wär echt riesen geil, wenn ihr mir was empfehlen könnten bzw Erfahrungen ausspuckt

Grüße Gemüse!
 
mika
mika
HCA - Raumakustik
HCA
Zuletzt hier
14.02.18
Registriert
19.10.04
Beiträge
1.035
Kekse
3.920
Ort
Mexico, Queretaro
Ja, ich habe weitreichende Erfahrung auf dem Gebiet Schwingungsisolierung. Das ganze ist nicht so ganz leicht und deine angedachte methode wird den schallschutz wahrscheinlich verlechtern, und dazu noch die akustik im Raum negativ beeinflussen.
ich bin momentan aber ebi einem Kunden, kann also jetzt nichts dazu schreiben, das benötig etwas mehr zeit.
Derweil könntest du schonmal weiter wichtig informationen zusammentragen die zur zielbringenden Planung notwendig wären.

1. das momentane Gewicht der Bodenkontruktion in kg/m²
2. was ist darunter? keller.....
3. maximal zulässige Bodenbeslatbarkeit pro m²

cheers
Mika
 
E
emaer
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
28.07.12
Registriert
03.09.09
Beiträge
23
Kekse
0
Hey Mika! Danke für die Antwort. Es handelt sich bei dem "Rohbau" um die oberste Etage eines im Hinterhof befindlichen Hauses. Drunter ist zwar auch ein Raum, welcher momentan leer steht und irgendwann später vermiet werden soll als Werkstatt, Schrauberhalle, Büro, Atellier, irgend sowas. Der Raum den ich zur Verwendung hab ist ca. 80qm groß. Es soll ein Tonstudio eingebaut werden mit einem Regieraum und zwei Aufnahmeräumen. Gewichtsangaben des Bodens kenne ich leider nicht, genauso wenig wie die Tragkraft. Es ist eine Balkendecke, teilweise auch mit Stahlträgern verstärkt. Darauf wurden Spanplatten gelegt (bin der Meinung 25mm stark). Darauf ist ne Gussaphalt-Schicht von ca. 3-4cm und eine Spachtelmasse im Durchschnitt 5-10mm dick. In diesen Raum werde ich eine Raum-in-Raum-Konstruktion bauen nach allen Vorschriften, die man da beachten soll :) nur halt die Frage, wie ich den Boden am besten entkoppel, daaaa bin ich mir halt nich ganz so sicher.
 
mika
mika
HCA - Raumakustik
HCA
Zuletzt hier
14.02.18
Registriert
19.10.04
Beiträge
1.035
Kekse
3.920
Ort
Mexico, Queretaro
Ohne die maximalbelastbarkeit und das momentane Rohgewicht des Bodens ist es nicht möglich einen Raum in Raum konstruktion zu planen und zu bauen.
Es ist absolut notwenig einen Statiker zu rate zu ziehen, der offiziell eine Aussage über die Bodenbelastbarkeit macht.
Hier werden sehr große lasten später getragen werden müssen.
Eine Raum in Raum konstruktion ist alles andere als Leicht zu realisieren, und wer nicht genau kalkuliert und rechnet schiesst sich mit garantie ein eigentor, und verlechtert die situation noch. im schlimmsten fall tötet er menschen, weil die Decke einstürzt.

Also Bodenaufbau GNEAU klären, und anhand von materialdatenblättern das rohgewicht pro m² rausfinden und eine Statiker die maximale bodenbelastbarkeit prüfen lassen.
ERST DANN können wir weiter reden !!!!!!!

cheers
Mika
 
E
emaer
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
28.07.12
Registriert
03.09.09
Beiträge
23
Kekse
0
ok! hab verstanden. ich kümmer mich drum. werd versuchen alles an infos zu bekommen, die nötig sind. danke trotzdem erstmal! bis später ;)
 
E
emaer
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
28.07.12
Registriert
03.09.09
Beiträge
23
Kekse
0
So... habe folgende Info von meinem Vermieter bekommen:

Die momentane Traglast der Decke beträgt 250 kg/m². Das lässt ja nun nicht so viel Spielraum. Wie schwer die Decke ist, lässt sich nur schätzen. 50 kg/m² Gussasphalt, ca. 10 kg/m² Nivelliermasse plus Spanplatte 25mm V100 ca. 15 kg/m² wären gesamt ca. 75 kg/m². Unter mir der Raum wird irgendwann mal als zur gewerblichen Nutzung frei. Heißt, irgendwer wird unten Geräusche machen, die nicht unbedingt bis oben durchdringen sollten. Wär ja bissl kacke für ordentliche Aufnahmen.
 

Neue Themen

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Oben