Bühnentaugliche Midi-Steuerung – wie einrichten?

bogar
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Hallo zusammen! Ich habe einen Marshall aus 1994, ein Microverb 4 und ein Roland Stage Piano, die alle drei Midi-fähig sind, und möchte Programme / Presets auf einfachstem Wege auf der Bühne abrufen können.

Was ist das Einstiegs-Equipment, das man für den Bühneneinsatz verwenden kann? Die Steuerung sollte möglichst eine übersichtliche Bedienung wie Logic Pro / Garage Band haben, oder?

Womit kann ich starten und wie hoch ist die ungefähre Mindest-Investition?

IMG_9200.jpeg
 
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Das geht mit den bei "euch" Gitarristen (bin selbst keiner) üblichen MIDI-Leisten à la Behringer FCB1010 oder mit jedem Handy oder - komfortabler - mit einem Tablet. Ein Handy oder Tablet braucht noch ein MIDI-Interface.

Wenn alle 3 Geräte MIDI-Daten bekommen sollen, musst du entweder
vom Sender in Gerät #1 und von dessen MIDI-THRU-Buchse in Gerät #2, von dessen THRU in Gerät 3 gehen, entweder mit Kabeln (würde ich so machen) oder auch per Funk (würde ich nicht machen)
vom Sender in einer MIDI-THRU-Box gehen, von deren mehreren MIDI-OUT-Buchsen du in Gerät 1, 2 und 3 gehst

Wenn du nur Programmwechselbefehle senden willst, wird das ja vermutlich nicht extrem zeitkritisch sein. Vorher solltest du mal schauen, ob du auch Bank-Select-Befehle senden willst.

Ich persönlich würde ja ein Tablet nehmen, das ja auch für Notizen, Noten oder Mixer-/Lichtsteuerung verwendet wird/werden kann bzw. evtl. sowieso vorhanden ist. Die gängigen Notenanzeige-Apps können alle Programmwechselbefehle beim Aufruf eines Stückes senden. Für wie viele Stücke willst du das Setup denn einrichten? Das würde ich mir vorher mal überlegen, denn z.B. MIDI-Fußleisten sind im Speicherplatz begrenzt, Tablets was diese Anwendung angeht eher nicht.
 
Was hast Du denn bereits, bzw. möchtest du denn nutzen? Du erwähnst Logic Pro und Garage Band. Hast Du bereits ein Macbook oder iPad? Wie willst Du die Geräte verbinden btw. sind sie schon per Midi verbunden?
 
Was hast Du denn bereits, bzw. möchtest du denn nutzen? Du erwähnst Logic Pro und Garage Band. Hast Du bereits ein Macbook oder iPad? Wie willst Du die Geräte verbinden btw. sind sie schon per Midi verbunden?
Hi, gute Fragen! Ich habe mich in Logic Pro bisher noch nicht eingearbeitet. Habe es vor Jahren einmal getestet, aber bisher nicht gekauft. Garage Band nutze ich zum Aufnehmen, Schneiden und Abmischen, sowohl auf dem iMac Pro (Bj. 2018 / "Studio"-Situation am Arbeitstisch), auf dem MacBook Pro (M1 Chip, Bj. 2022 / zum Aufnehmen "on site" , finde ich praktischer und sicherer als das iPad Pro) als auch auf dem iPad Pro (2018). Noch ist nichts Richtung Midi vorhanden, kann / muss also von Null starten.
 
CME WIDI Thru6 BT


Als Interface zum zum Rechner

Dann drei MIDI-Kabel, eins zum Roland Stage-Piano (falls das einen MIDI-Eingang hat, ein Kabel zum Alesis, und ein Kabel zum Marshall

the sssnake SK366-5-Red Midi


Dann noch den Rechner, und die Software.

Zum Ausprobieren würde ich einfach mal das Stage Piano als Midi-Controller nehmen, dann braucht man nur zwei MIDI-Kabel

Stage-Piano MIDI-Out -> Alesis MIDI-In -> Alesis MIDI-Out -> Marshall MIDI-In

Falls Dein Marshall ein 6100 ist ... Du kannst Da über MIDI nur die Kanäle auswählen und ggf. die Boost-Funktion. Stell den Mashall pro Preset so ein, wie er sein soll, schicke einen MIDI-PC# und drücke dann die Store-Taste. Dann stellt sich Dein Marshall immer so ein, wenn Du diese PC# zum Marshall schickst.
 
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Das geht mit den bei "euch" Gitarristen (bin selbst keiner) üblichen MIDI-Leisten à la Behringer FCB1010 oder mit jedem Handy oder - komfortabler - mit einem Tablet. Ein Handy oder Tablet braucht noch ein MIDI-Interface.
ok …
Für wie viele Stücke willst du das Setup denn einrichten? Das würde ich mir vorher mal überlegen, denn z.B. MIDI-Fußleisten sind im Speicherplatz begrenzt, Tablets was diese Anwendung angeht eher nicht.
Ich dachte so an ca. 8 verschiedene Settings. Mehr kann ich mir im Moment eh' nicht merken, und ich will keine 1:1 Covers mit allen Effekten und "korrektem" Sound spielen (dafür soll man sich bitte die Originale anhören), sondern mehr die Kontrolle über meinen eigenen Sound haben, ohne mir alle möglichen analogen Reglerstellungen am Marshall oder die Nummern aus 200 Settings beim Microverb merken zu müssen.
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Zum Ausprobieren würde ich einfach mal das Stage Piano als Midi-Controller nehmen, dann braucht man nur zwei MIDI-Kabel

Stage-Piano MIDI-Out -> Alesis MIDI-In -> Alesis MIDI-Out -> Marshall MIDI-In
Das Stage Piano werde ich nur sehr selten einsetzen (ist mein Neben-Instrument für ein paar Parts spezieller Songs). Die Gitarre ist mein Haupt-Instrument (wir spielen in der Besetzung, g, voc, bg und dr und haben eigentlich keine Keyboard-basierten Songs, es ist eher gitarrenbetonter Hard Rock). Aber zum Ausprobieren würde ich erstmal den Marshall und den / das Alesis per Midi ansteuern wollen. Wie sollte / könnte ich dann sinnvoll verkabeln?
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Falls Dein Marshall ein 6100 ist ... Du kannst Da über MIDI nur die Kanäle auswählen und ggf. die Boost-Funktion. Stell den Mashall pro Preset so ein, wie er sein soll, schicke einen MIDI-PC# und drücke dann die Store-Taste. Dann stellt sich Dein Marshall immer so ein, wenn Du diese PC# zum Marshall schickst.
Perfekt! Richtig erkannt (trotz entferntem Marshall Logo und abgeklebter Unterzeilen am Reglerbrett)!

Aber zu meinem Verständnis: Kann ich mit dem 6100 / oder meinem 6101 über Midi nur die drei Kanäle wählen, die ich eh' über den analogen Footswitch anwählen kann? (Dann wäre Midi ja überflüssig (?))
 
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Aber zu meinem Verständnis: Kann ich mit dem 6100 / oder meinem 6101 über Midi nur die drei Kanäle wählen, die ich eh' über den analogen Footswitch anwählen kann? (Dann wäre Midi ja überflüssig (?))
MIDI bei der 6000er Serie dient nur der Kanalumschaltung. Die Kiste hat keine Motorpotis, um die Reglerstellungen per MIDI zu verändern oder so. Sinnvoll ist MIDI ggü. dem analogen Fußschalter dennoch, denn der Marshall empfängt alle 128 PC-Befehle und kann denen jeweils einen seiner drei Kanäle zuordnen. So kann man mit einem Fußtritt den Kanal plus Effekteinstellungen anderer MIDI-Geräte umschalten anstatt mehrere Taster betätigen zu müssen. Stell' Dir live mal vor von Clean mit Kompressor und Chorus zu verzerrt mit Zerrer und Delay - zwei Effekte abschalten, Kanal umschalten und zwei andere Geräte anschalten... bis man fertig ist, ist das Gitarrensolo rum. lol

domg
 
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Du kannst über MIDI beim 6100/6101 Marshall nur die drei Kanäle auswählen (Gain, Volume oder die EQ-Einstellungen werden nicht gespeichert, sondern sind von den Poties abhängig). Beim Boost, oder Mode bin ich mir nicht sicher, das musst Du im Handbuch nachlesen. MIDI ist insofern nicht überflüssig, da Du mit der 4-Kabelmethode über einen externen Effektmulti auch die Gainstruktur (mit wieviel Pegel du in den Amp reinfährst und wie laut du aus dem Amp-Effekt send des Amp weiter arbeitest) einstellen kannst und dann da noch zusätzlich die Kanäle auswählen kannst.
 
Mode/Boost/Bright und Co ist leider nicht fernsteuerbar... also ohne Bastelei zumindest...
 
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Sinnvoll ist MIDI ggü. dem analogen Fußschalter dennoch, denn der Marshall empfängt alle 128 PC-Befehle und kann denen jeweils einen seiner drei Kanäle zuordnen. So kann man mit einem Fußtritt den Kanal plus Effekteinstellungen anderer MIDI-Geräte umschalten anstatt mehrere Taster betätigen zu müssen.
Klingt vernünftig! Also bleibe ich dran an dem Thema.
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… da Du mit der 4-Kabelmethode über einen externen Effektmulti auch die Gainstruktur (mit wieviel Pegel du in den Amp reinfährst und wie laut du aus dem Amp-Effekt send des Amp weiter arbeitest) einstellen kannst und dann da noch zusätzlich die Kanäle auswählen kannst.
Also verstehe ich das richtig? Ich kann die Pegelstärke des Signals am Eingang des Marshalls per Midi anwählen und auch die Pegelstärke des Effekt Send anwählen? Und könnte somit für bestimmte ausgewählte Sounds die Pegel von Marshall und Alesis Microverb (zueinander passend) voreinstellen und dann aus der betreffenden Bank aus dem Speicher abrufen?

Kleine Bitte: Was ist mit der 4-Kabel-Methode gemeint?
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Wie sieht so ein Midi-Fußpedal aus, wenn ich z. B. von meinen (zur Zeit) acht gewünschten Soundeinstellungen ausgehe?
 
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Das Stage Piano werde ich nur sehr selten einsetzen [...] Aber zum Ausprobieren würde ich erstmal den Marshall und den / das Alesis per Midi ansteuern wollen. Wie sollte / könnte ich dann sinnvoll verkabeln?
Welches Stage Piano ist das genau? Kannst du die Bedienungsanleitung verlinken?
Zum Ausprobieren kannst du dir ein simples MIDI-Kabel nehmen und Stage Piano MIDI OUT->Marshall MIDI IN verkabeln. Dann wechsele mal die Programme am Stage Piano. Dabei werden voraussichtlich Program Change-Befehle gesendet, die dann am Marshall Funktionen auslösen könnten.
Du kannst auch Stage Piano MIDI OUT->MicroVerb 4 MIDI IN ausprobieren und schauen, wie das MicroVerb auf gesendete Programmwechsel reagiert.

Hol dir auf jeden Fall ein MIDI-Interface, um auf dem Rechner sehen zu können, was an MIDI-Daten genau hin- und her geht.

Aber zu meinem Verständnis: Kann ich mit dem 6100 / oder meinem 6101 über Midi nur die drei Kanäle wählen, die ich eh' über den analogen Footswitch anwählen kann? (Dann wäre Midi ja überflüssig (?))
Naja, der Vorteil ist halt schon, dass du dann die Kanäle von außen auswählen kannst, und den extra Footswitch-Tastendruck nicht brauchst. MIDI fügt ja keine neuen Funktionen zu einem Gerät hinzu, sondern macht nur das ansteuerbar, was ein Gerät eh schon kann.
 
Du kannst eine programmierbare Signalstärke implementieren, wenn Du an den Marshall Effektgeräte hängst, die das können. ;-)
Beim Microverb bin ich da jetzt überfragt... ist ja auch schon ein älterer Knochen.

Richtig chic wäre natürlich ein Multieffektgerät im Bodentreter-Format, das MIDI kann und einen Einschleifweg besitzt. Hat man ein Teil weniger rumfliegen, bzw. spart sich noch weitere, denn das Alesis alleine bringt's für Gitarrenanwendung auch nicht, weil keine Zerrer/Kompressoren soweit ich mich erinnere...

4-Kabel-Methode bedeutet, daß man Effekte, die seriell geschaltet werden sollen, wie z.B. Booster/Zerrer vor den Verstärker bekommt und Modulations-/Delay-/Halleffekte, die parallel geschaltet werden sollen, hinter die Vorstufe des Amps.
Ergo: Gitarre - Multieffektgerät In - Multieffektgerät Send - Amp In - Amp Send - Multieffektgerät Return - Multieffektgerät Out - Amp Return.

domg
 
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