Bündigfräsen eines Bodys - was muß man beachten?

von Joa, 19.05.07.

  1. Joa

    Joa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.07   #1
    Hallo,

    wollte meinen Telebody nun Bündigfräsen, aber:

    da ich schon von einigen Fast - Unfällen gelesen und gehört habe,
    möchte ich Euch mal fragen, wie man unbeschadet sich selbst und den Body
    von einer Katastrophe fernhält.

    Tips, die ich schon zu meiner eigenen Sicherheit gelesen habe, sind:

    - gegen die Faser, der Fräser soll sich ins Material selbst reinziehen.
    - ganz langsam und ohne Gewalt den Fräser bewegen.
    - nie den vollen Fräsvorhub nutzen oder eben ganze Dicke des Bodys bündig fräsen, da hier zu hohe unkalkulierbare Kräfte walten.
    - Schablone und Body ausreichend befestigen

    Gibts da noch mehr, was man beachten muß?

    Grüße,
    der Joe
     
  2. NightflY

    NightflY Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.07   #2
    Wenns hartes holz ist, die fräse mal abkühlen lassen, sonst verliert sie ihre härte und so auch ihre schärfe...
    LG
    NightflY
     
  3. Don Rollo

    Don Rollo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.07   #3
    Mit welcher Maschine und mit welchem Fräser bist Du denn zugange?

    Allgemein gilt: Am besten immer wenig Material auf einmal weg nehmen. Beim Fräsen nicht zu langsam vorgehen oder gar stehenbleiben. Sonst gibt es Brandflecke und die wollen dann mühsam wieder rausgeschliffen werden. Die Fräse macht die Arbeit - wenn Du viel Kraft aufwenden musst, gehts zu schnell und wenn Du zu langsam unterwegs bist, wird das Holz braun. Aber keine Angst, man bekommt recht schnell ein Gefühl für die Geschwindigkeit.

    Zur Sicherheit: Für alle Arbeiten am Fräskopf gilt: Stecker raus. Immer darauf achten, dass der Fräskopf fest im Futter sitzt. Und ganz ganz wichtig: Schutzbrille tragen!. Da fliegt eine Menge Holz mit ziemlich hoher Geschwindigkeit durch die Gegend. Gehörschutz ist auch eine gute Idee, zumindest wenn Du drinnen arbeiten solltest.

    Ansonsten: Gut Holz und gutes Gelingen der Bilder für den Baubericht:)
     
  4. *JEAN*

    *JEAN* Don Jean Guitars

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    Erstellt: 19.05.07   #4
    nun ich fahre 2 mal um den body.... d.h. ich verwende eine schablonehülse ..damit kommt ich bis zu 2mm ran an die definitive form! dies hat auch der vorteil das du sehen kannst wie sich das holz verhält...
    die letzten 2mm dan mit dem bünigfräser an die schablone ... geht dan eigentlich razfaz und alles passt :great:
    lass dir zeit ...das mit dem zuviel holz aufs mal wurde erwähnt.. also säge die form so gut wie möglich mal aus ( bandsäge oder stichsäge)
     
  5. Intoxicate

    Intoxicate Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.07   #5
    Besorg Dir eine Schleifwalze!
    Ist die Sicherste Art und weiße den Body bündig zu bekommen ohne ausreißer, Abplatzer.

    [​IMG]

    [​IMG]
     
  6. LoneLobo

    LoneLobo Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.05.07   #6
    Das Problem is, dass gscheite Robosander sakrisch teuer sin ^^
    Ganz davon abgesehn dass man dafür auch noch nen sinnvollen Tisch braucht, Freihand braucht man da nich anfangen :)

    [e] Ansonsten stimmts natürlich, Robosander sin geniale Dinger.
     
  7. Joa

    Joa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.07   #7
    Hallo,

    nach so vielen Gitarrenbauprojekten im Forum habe ich schon fest damit gerechnet, daß der Thread nicht untergeht - prima.
    Apropo Bilder zur Beweisführung, daß die Tele nicht aus'm Laden stammt: da muß ich dann noch ne Kamera besorgen, Leute. Nicht, daß ich Euch einen vom Pferd erzähle.
    Nee, ich möchts ganz gerne selber das Projekt in Bildern festhalten, und da sollte ich jetzt schon mal damit anfangen, denn die Umrißzeichnung ist schon auf dem Body Blank.
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------

    -- Robosander: das mit den Schleifwalzen habe ich mir auch schon überlegt - kann man die sogar in der Fräse einspannen? (Auf dem Foto ist eine Standbohrmaschine abgebildet - richtig?)

    -- Wenn ich fräse, muß ich erst einen Fräser mit oben angebrachtem Kugellager besorgen. ich habe hier nur welche mit Kugellager unten (wozu braucht man die eigentlich?)

    -- Ich hab nen Bosch POF 1100 AE mit 6 bzw. 8 mm Spannzange zur Verfügung.

    Gruß,
    der Joe
     
  8. s!d

    s!d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.07   #8
    Öhm... also mein Bauhilfe ist seit Jahrzehnten Schreiner und er empfiehlt absolut nicht, gegen die Faser zu fräsen weil es dabei gerne mal zu Absplitterungen kommen kann... generell kenne ich keine Arbeit die ich an meiner Gitarre gemacht habe, die gegen die Faser war...
    Wäre mir echt neu.

    Gruß,

    s!d
     
  9. Joa

    Joa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.07   #9
    @S!d: Gegen die Faser: oh, stimmt, das muß nicht sein - habe ich verwechselt mit >>gegen das Fräserdrehmoment arbeiten<<

    Gruß,
    Joe
     
  10. s!d

    s!d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.07   #10
    Ah ja,das geht schon eher, das stimmt :D
     
  11. LoneLobo

    LoneLobo Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.05.07   #11

    Ein Robosander, der auf vielleicht 5-8000 Umdrehungen ausgelegt ist, wird sich freuen wenn du den in ne Fräse mit 30.000 Umdrehungen einspannst :D

    Das wars was ich meinte mit dem passenden Tisch und so.
    Man braucht nen guten Ständer für Bohrmaschine oder nen "echten" Robosander-Tisch.

    Und die Fräser mit unten/obenliegendem Kugellager braucht man einfach für irgendwelche Bündigfräsarbeiten. Die braucht man beide immer ma wieder. Beim Gitarrenbau halt vielleicht net unbedingt, aber man macht ja auch mal alles mögliche nebenher.
     
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