Compressor für EMX 5000-20

von Ballynacally, 05.02.08.

  1. Ballynacally

    Ballynacally Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.08   #1
    Hallo Forum!
    Ich schlage mich schon seit geraumer Zeit in den verschiedensten Foren rum, doch bin ich bislang nicht weiter gekommen.
    Wir machen rein akkustische Musik: Geige, Accordion, Percussion, Banjo, Gitarre und Gesang. Wir mischen uns ab mit einem EMX 5000-20 und sind damit bisher immer zufrieden gewesen. Wir würden nun ganz gern unsere Dynamik etwas aufpeppen, durch den Einsatz von Compressoren etc.
    Ich bin mir allerdings überhaupt nicht schlüssig darüber, wie wir das Ganze praktisch am sinnvollsten umsetzen, bzw. welchen Compressor wir wie einsetzen sollten.
    Zum einen ist da die Frage: Wieviele Kanäle sollte der Compressor haben? Sollte jedes Instrument einen eigenen Eingang benutzen oder reicht es die über die Summe abzugreifen. Gleiches gilt für den Gesang.
    Soweit ich mich richtig eingelesen habe, kann man beim EMX zum einen über die Inserts rein gehen, bzw. zum anderen über P.Amp und Effect send...
    Also kurz um: Welchen Compressor würdet Ihr uns empfehlen und wie könnten wir diesen technisch in unser EMX integrieren?
    Vielen Dank
    Ede
     
  2. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.02.08   #2
    Kompressoren werden im Insert des jeweiligen zu kompriemiernen Signals verwendet oder im Insert einer Subgruppe betrieben.
    Willst du eine Stereo-Subgruppe komprimieren brauchst du 2 Kanäle, bei einem einzelnen Insert reicht ein Kanal.
    Kompressoren in der Summe halte ich außer in Ausnahmefällen für nicht sonderlich sinnvoll.

    Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass du mal ein bisschen was von Kompressoren gehört hast und jetzt halt mal überlegst wie man so ein Teil verwenden kann.

    Evtl. kann es bei euch Sinn machen z.b. den Gesang zu komprimieren, evtl auch die Percussions komplett über eine Subgruppe oder evtl. auch die Akku-Glampfe

    ABER

    Kompressoren im Insert erhöhen die Feedbackgefahr wenn das Instrument auf einem Monitor gebraucht wird.

    Bevor du dir einen Kompressor kaufst solltest du dir also überlegen ob du mit umgehen kannst, wozu du ihn brauchst (welche Instrumente) und wie er funktioniert (Schau mal in der FAQ-Sektion, da gibts einiges dazu)

    Gerne verwendete Modelle:

    DBX 166XL, 1066XL (NICHT den 266XL)
    DBX, Drawmer

    Geräte mit regelbaren Attack/Releasezeiten sind vorzuziehen (wenn man weiß was man macht)
     
  3. Ballynacally

    Ballynacally Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.08   #3
    Hallo! Cool! Endlich jemand der was von der Materie versteht!!:great:
    Ich habe mal ein wenig mit einem Compressor von Boss an meiner Gitarre rumprobiert und war sehr über die Dynamik begeistert. Und ich habe anderen Bands ein wenig in ihre Technical Rider geschaut, aber das nötige Fachwissen fehlt mir da leider immer noch.
    Ich versuch das Ganze mal klarer zu deuten.
    Also wir machen traditionelle irische Folklore.
    Zu komprimieren gäbe es da folgendes:
    4 gesangskanäle
    1 Gitarre, 1 Geige, 1 Accordion, 1 Banjo, 1 Bodhran(Percussion) also 4 Kanäle
    Die Frage ist halt: Wie setzt man hier nun am besten compressor ein? Jeden Kanal einzeln oder kann man evtl. welche zusammenführen?
    Es gibt ja die Möglichkeit z.B. über die Fa. Thomann Effektgeräte etc. zu bestellen dann zu testen und wieder zurückzugeben. Das würde ich auf jedenfall mal machen, aber dafür müsste ich halt genauer wissen was für ein Compressor für uns in Frage kommt bzw wieviele und wie ich diesen in unser EMX integriere.

    Nochmals Danke für Deine Antwort
    Viele Grüße Ede
     
  4. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 06.02.08   #4
    Sehr brauchbar sind z.B. diese beiden Modelle, da braucht man auch
    nicht viel probieren, die Dinger tun's:

    http://www.musik-service.de/Drawmer-DL-441-prx395727343de.aspx
    http://www.musik-service.de/dbx-1066-prx9073de.aspx

    Ja, ja, man kann auch alles zu Tode komprimieren und der Musik
    somit jegliche Dynamik und Lebendigkeit rauben.
    Ich bin da eher zurückhaltend und würde erstmal nur vorsichtig
    den Lead-Vocals mit ein wenig Kompression auf die Sprünge helfen.
    Ich glaube nicht, das es notwendig ist, die Instrumente auch noch
    durch einen Kompressor zu schicken.

    Ansonsten gilt hier: Versuch macht klug, pauschale Rezepte gibt's
    hier nicht.
     
  5. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.02.08   #5
    ein bisschen was ;-)

    Hmm Dynamik bei einem Kompressor? Der Kompressor macht ja eher das Gegenteil, er reduziert die Dynamik. Was in Ridern steht ist immer ein bisschen mit Vorsicht zu genießen. Viel hilft Viel gilt hier nur sehr bedingt.

    Ja und Nein. Wenn du was Zusammenführst musst du immer bedenken, dass da alle Signale komprimiert werden, d.h. wenn du alle Instrumente über eine Subgruppe komprimierst und das Banjo ist an einer Stelle zu laut so wird das Gesamtsignal komprimiert und das Banjo bleibt immer noch zu bleibt im Vergleich zum Rest.

    Wie Witchcraft schon sagte. Sinn kann es machen bei den LeadVocals (Achtung wegen Feedbacks, am besten den Kanal per Y-Kabel splitten so dass du auf den Monitoren kein komprimiertes Signal hast.
    Beim Rest hängt es mir zu stark vom jeweilgen Musiker ab als dass ich hier eine Empfehlung geben könnte.
     
  6. sekru

    sekru Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.08   #6
    Hallo,

    ich will auch mal meinen bescheidenen Senf dazu geben.
    Nutze einen EMX 3000 in Verbindung mit dem Behringer MDX-2600. (Der Behringer kostet nur einen Bruchteil von den anderen Vorschlägen).

    Generell zum Thema Kompressor:
    Ich bin Fan von einer kompression gerade bei den Sängern! Singe selbst nur ungern ohne. Die Stimmen bekommen mehr Durchsetzungskraft und können in ihrem Dynamikumfang "gebändigt" werden. Je nach Sänger ist das Gold wert (wenn hohe Passagen zu laut gesungen werden, ...).
    Das Feedback Problem wurde schon erwähnt...

    Zum Behringer:
    Ja, Behringer is billig, bei weitem nicht so gut, wie die teureren Teile, hat längere Schaltzeiten, rauscht mehr ...
    Aber: Für den live-Einsatz und speziell für die Stimmen reicht er sowas von aus und erfüllt seinen Zweck.
    Anders sieht es aus bei Percussion und anderen Instrumenten. Da hab ich bei meinem Kompressor schon selber komische Dinge gehört. Weiß nicht, ob es an mangelnder Erfahrung liegt...

    Offen bleibt natürlich noch die Frage: Gibt es jemand, der so ein Ding auch sinnvoll einstellen kann? Mit Anschalten und läuft schon ist da meiner Meinung nach nix.

    Zum Mixer: Bin grad nicht ganz im Bilde, wieviele Inserts der EMX 5000 hat. Meiner hat nicht in allen Kanälen inserts - sollte man bedenken.

    Hoffe, ich konnte helfen?
    sekru
     
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