Der Akzent in der (englischen) Sprache und seine (Un)Wichtigkeit

von moniaqua, 22.12.19.

?

Akzentfrei sprechen ist mir ... wichtig

  1. gar nicht

    8 Stimme(n)
    21,6%
  2. ein bisschen

    7 Stimme(n)
    18,9%
  3. schon ziemlich

    16 Stimme(n)
    43,2%
  4. unheimlich

    6 Stimme(n)
    16,2%
  1. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.12.19   #1
    Hallo Ihr Lieben,

    in https://www.musiker-board.de/posts/8901800/ läuft gerade mal wieder eine heiße Diskussion um Akzente und akzentfrei singen.

    An mich ist das hier am Board (und übrigens nur hier :) ) ja auch schon herangetragen worden. Und irgendwie fasziniert es mich. Ich war oder habe
    • ein paar Monate in Frankreich gelebt. Denen war mein Akzent schnurz.
    • ein paar Jahre in Amerika gelebt. Denen war mein Akzent schnurz. Gelegentlich gab es eine Frage "What nice accent is this?" Sie fanden ihn charmant.
    • Urlaub in England/Irland gemacht. Ihr ahnt es, denen war mein Akzent schnurz.
    • einige Texte auf Englisch gelesen. Denen war mein Akzent schnurz.
    • Texte auf Italienisch gelesen. Den Hörern war mein Akzent schnurz.
    • irischen und southern slang gefaked, andernorts. Da wurde kein Akzent angemerkt, trotz Vorwarnung meinerseits. Die fanden das ok bis sogar gelungen.
    Es scheint ein deutsches Phänomen zu sein, möglichst akzentfrei eine Fremdsprache sprechen zu wollen. Und ich verstehe es nicht. Warum ist es (Euch) so wichtig? Oder, ist es überhaupt allen so wichtig (dazu eine Umfrage)? Und, welchen der vielen englischen Akzente soll ich wählen? Oxford, walisischen, schottischen, irischen, southern slang, New Yorker, hispanic, indisch-Englisch, ...? Manchmal kommt es mir in den Diskussionen so vor wie "Klein Michel stellt sich die Sprache vor und will sie so haben" (nicht böse gemeint). Was ist da der Hintergrund? Ich für mich bin Deutsche, die halt mit deutschem Akzent ggf. englisch singt, weil das Lied auf englisch ist. Ich habe gar nicht den Anspruch, akzentfrei zu singen. Verständlich bitte ja, aber wozu akzentfrei? Natürlich versuche ich, die Aussprache möglichst gut hinzubekommen und bei Sprachen, die ich nicht kenne, dazu frage ich auch schon mal Muttersprachler. Aber warum darf ich, überspitzt gesagt, nicht klingen wie eine Deutsche, die Englisch spricht?

    Ou. Oettingers Englisch finde ich tatsächlich etwas peinlich. Weniger wegen des Akzents, wobei der tatsächlich teilweise so krass ist, dass es unverständlich wird. Sondern weil es wirklich an Filser erinnert, was das Verständnis nicht eben bessert. Kenne ich aber auch anders herum - ein englisches Deutsch, wo ich mir auch denke, "Jung, nach 30 Jahren Deutschland könnte das aber doch besser klappen".
     
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  2. Tremar

    Tremar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.19   #2
    Ich habe mit "schon ziemlich" abgestimmt. Allerdings glaube ich, man müsste hier sehr genau fassen, was mit "Akzent" gemeint ist. Bei der Aussprache bin ich nahezu vollständig kompromisslos. Die muss bei (irgendeinem) native durchgehen, sonst hat man gefälligst mehr zu üben. Dasselbe gilt für Satzstrukturen, wobei das natürlich nur ein Problem ist, wenn man selber textet. Alles, was innerhalb einer "Muttersprachler Region" als Regiolekt identifiziert würde, ist dagegen imho akzeptabel, Soziolekt nur als Stilmittel... :D
     
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  3. nasi_goreng

    nasi_goreng Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.19   #3
    Hi,
    ich finde es gibt schon einen Unterschied zwischen Sprechen und Singen bezüglich Akzent.
    Ich hab Leute mit einem starken deutschen Akzent kennengelernt, die sich aber vom Wortschatz und der Grammatik dermaßen gut ausdrücken konnten. Ich finde ein Akzent hat Charme und man darf ruhig hören wo man herkommt.

    Wenn jemand hingegen beim Singen einen zu starken Akzent hat, dann finde ich besteht die Gefahr, dass es unprofessionell oder sogar Schülerbandmäßig rüberkommt.
     
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  4. moniaqua

    moniaqua Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.12.19   #4
    Danke für den Hinweis.
    Der Duden sagt "bestimmter Tonfall, Aussprache, Sprachmelodie". Diese unterscheiden sich in verschiedenen Sprachen und man merkt daran, wenn nicht Tonfall etc. der Zielsprache übernommen wird, wenn einer Ausländer ist. Wiki beschreibt das recht schön:
     
  5. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.12.19   #5
    EDIT: Isch 'abe für "gar nischt" göschtimmt.

    Es gibt sogar noch eine aktuellere Hörprobe mit dem Thema. Und da ich bei beiden der erste war, der das Thema angesprochen hat, fühle ich mich ein wenig angesprochen und will ich mich auch gern dazu äußern.

    Nein - mir ist es nicht wichtig und ich gebe mir selbst auch keine Mühe, akzentfrei englisch zu sprechen, weil ich mir dabei albern vorkäme. Ich spreche ganz normales, etwas eingerostetes Schulenglisch

    Es geht bei den erwähnten Beispielen aber um Hörproben von Songs, was eben eine eigene Baustelle ist.

    Es ist mitnichten der Fall, dass ich speziell auf die Aussprache achte, wenn ich mir eine Hörprobe anhöre. Eigentlich achte ich auf gar nichts besonders.

    Ich erwähne die Aussprache nur dann, wenn ich sie bemerke. Wenn sie mir aufffällt. Es ist also umgekehrt: Nicht ich bin penibel und aufmerksam bezüglich der Aussprache, die Aussprache zieht meine Aufmerksam auf sich oder eben nicht.

    Eine Gesangsperformance hat nun mal viele mögliche Bewertungsparameter: Intonation, Technik, Stabilität, Ausdruck und ja - eben auch Artikulation. Alles, was mir auffällt, erwähne ich. Ein Akzent kann dabei durchaus auch charmant sein und positiv auffallen. Auch das würde ich erwähnen.

    Bei Gloria und bei dem User Eckii90 ist es mir nun mal eher störend aufgefallen. Bei unzähligen anderen Usern ist mir nichts dergleichen aufgefallen, obwohl ich nicht wirklich weiß, ob deren Aussprache wirklich gut ist. Ich gehe davon aus, dass jeder von uns Nicht-Natives Merkmale aufweist, die ein Native hören würde. Ich kann aber nur berücksichtigen, wenn mir als jahrelangem Musik-Konsument häufig englischsprachiger Popmusik etwas auffällt. Und das war jetzt zufällig in zwei bis drei Fällen nacheinander der Fall.
     
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  6. Real-JJCale

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    Erstellt: 22.12.19   #6
    ...da ich heute Morgen einen Beitrag über von Sternberg hörte, verweise ich mal auf Marlene Dietrich, die einen "grauenhaften" Akzent -sowohl im Englischen, als auch im Französischen besaß- und dennoch eine respektable Weltkarriere hingelegt hat...

    btw.: ... wenn ich Öttinger Englisch sprechen höre, ist das "Komik" par excellence.

    Ich denke, es kommt immer auf den Einzelfall an... (deswegen habe ich auch nicht abgestimmt)

    LG
    RJJC
     
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  7. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.19   #7
    das sind die Kernaussagen...

    Auch ich finde z.B. das Latino-Englisch in vielen Songs "charmant" und es wird wohl auch des Öfteren von "Nativs" als Stilmittel eingesetzt.

    Tatsächlich wird aber unsere (Hobby) Musik i.d.R. von Deutsch-Natives gehört, und da wir alle Jahrzehntelang englischsprachige Musik konsumiert haben, fällt uns, auch bei mangelten englischen Sprachkenntnissen, sofort der Geman-Style auf, oftmals eben auch in "Tonfall und der Sprachmelodie", und das assoziiert bei mir eben oft ein "Falsch".

    Ein "deutscher" Tonfall mit englischen Worten klingt, vermutlich ausschließlich für Deutsche Muttersprachler, einfach nur verkehrt. (uncharmant).
     
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  8. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.12.19   #8
    Wenn ich spreche, möchte ich verstanden werden. Oft genug muss ich Englisch sprechen, weil ich sonst nicht verstanden werde. In solchen Fällen müssen die Anderen meine Aussprache in Kauf nehmen.

    Würde ich aber vor einem - auch virtuellen - deutschsprachigen Publikum selbstgeschriebene(!) englische Texte vortragen, wäre das (u.A.) eine Aussage der Art "Ich kann das, was ich zu sagen habe, am besten in Englisch ausdrücken".

    Dann liegt die Latte höher...

    "Vortragen" soll bewusst auch Nichtgesungenes abdecken. Wer stellt sich schon hin und trägt selbstgeschriebene englische Gedichte vor, wenn Deutsch die Muttersprache ist?
     
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  9. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.12.19   #9
    Oder Hilde Knef, die große Erfolge in Cole Porters "Silk Stockings" feierte.

    Nun war es aber auch bei denen nicht so, dass es niemand gemerkt hatte. Ihre Rollen wurden ganz gezielt so gesetzt, dass eine gute amerikanische Aussprache nicht notwending oder sogar nicht mal gewollt war. NIcht mal viel Gesangstalent war notwendig.

    Wenn jemand hier im MB ein paar Top-40-Popsongs postet, tut er/sie das nicht unbedingt mit dem Ansinnen, später mal russiche GeheimagentInnnen in amerikanischen Musicals darzustellen.

    --- Beiträge zusammengefasst, 22.12.19, Datum Originalbeitrag: 22.12.19 ---
    Malrene Dietrich hätte aber auch nicht in einem Musikerforum gefragt, ob sie singen kann. Und hätte sie es tun können, hätte ihr wahrscheinlich niemand als Karriere als Sängerin vorausgesagt.

    Marlene oder Hilde war es wahrscheinlich piepegal, ob sie einen Akzent hatten oder singen konnten, solange sie einen Job hatten. Diesen Ehrgeiz haben MB-User, die nach Feedack fragen, heutzutage meist nicht. Du wollen halt unbedingt wissen, wie ihr Gesang bei anderen ankommt.
     
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  10. Bell

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    Erstellt: 22.12.19   #10
    Auch Nicos Englisch klingt in meinen Ohren grauenhaft, trotzdem hatte sie mit ihren Songs Erfolg - weil sie sich, zu einer anderen Zeit zwar, aber doch ähnlich wie die Dietrich, als kühle blonde Deutsche verkaufen konnte. Da "erwartet" das Publikum doch nahezu einen markanten deutschen Akzent.

    Ich dachte immer, mein Englisch sei mehr als passabel. Bis meine englische Freundin (sie ist aus Norfolk) einmal sagte: "You speak English with a strong Spanish accent". Ich dachte, mich trifft der Schlag.
    Ich habe noch eine englischsprachige Freundin, sie ist aus Australien und findet mein Englisch ganz ok. Einen deutschen Akzent hört auch sie nicht bei mir, eher einen leicht südländischen. Sie selbst hat den charmanten Aussie-Tonfall.
    Beim Sprechen ist das alles ja auch kein Problem, man kann sich verständigen. Aber beim Singen .... siehe oben. Entweder man legt es aus marketingtechnischen Gründen gleich darauf an, sich als der/die Deutsche zu präsentieren, dann darf man diesen harten Akzent vor sich her tragen... ansonsten finde ich persönlich das nicht so schön.
    Ich weiss nicht, wie gut es mir gelingt, aber bei englischsprachigen Songs versuche so zu singen, dass ein native speaker nicht merkt, wo ich herkomme, oder glaubt, ich könne sehr gut Englisch.
     
  11. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.12.19   #11
    Du dachtest auch, die kannst hochdeutsch :rofl:

    Scusa ..
     
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  12. Frank-vt

    Frank-vt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.19   #12
    Die Umfrage sollte lauten "akzenfrei singen".
    Wobei ich bei Antipasti bin. Kann ohnehin keine englischen Akzente einschätzen, aber wenn es selbst in meinen Ohren komisch klingt, dann muss da irgendwas nicht stimmen.
    Singe selbst fast nur in englisch, obwohl meine Kenntnisse nicht so dolle sind. Aber habe eine Tochter, die Fehler berichtigt ;) Hatte nur 4 Jahre max 2 Stunden die Woche englisch. Da haben heute 5.-Klässler schon mehr Stunden gehabt. Wenn ich allerdings manche auch nach 10 oder 12 Jahren Schule höre, dann kriege ich das Grausen.
    Akzent hin oder her, wenn man in Englisch singt, sollte das schon ordentlich klingen. Und wenn man das öffentlich postet, dann muss man auch mit Kritik umgehen können. Es bringt einem selber nichts, wenn man beleidigt ist (Richtung "in meinen Umfeld sagen alle, wie toll doch mein Englisch ist"), sondern es als Ansporn sehen, das zu verbessern.
     
  13. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.12.19   #13
    Ist halt die Frage. Im Titel spricht @moniaqua eindeutig vom Sprechen, im Text zwar von beidem, aber ebenfalls überwiegend vom Sprechen. Für mich sind das aber zwei grundverschiedene Fragen. Ob ich oder mein Gesprächspartner radebrechen, ist mir völlig jacke, solange man sich versteht. Demenstprechend habe ich mein Kreuzchen gemacht.
     
  14. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.19   #14
    Naja, ist doch generell so, dass jedeR so sie/er will in seiner Muttersprache auch kleinste Nuancen wahrnimmt. Ob jemand aus Köln oder dem Sauerland kommt, erschließt sich sehr oft unmittelbar. Oder Hamburg und München usw.
    So ist das auch im Englischen. Wenn ich mir so manche Schotten anhöre, kommen die einem bayrischen Englisch doch schon recht nah. Und bei bildungsnahen irischen Menschen klingt es oft eher nach amerkanischem Englisch in meinen Ohren.
    Also geht alles und ganz ohne Akzent geht eigentlich auch nicht, es sei denn, man/frau verwendet echt ganz viel Zeit und Energie darauf.
     
  15. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.12.19   #15
    Deswegen verzichte ich mittlerweile auch bewusst auf den Begriff "Akzent" und verwende lieber Aussprache oder Artikulation.

    Bei beiden hier verlinkten Diskussionsbeispielen könnte ich geografisch auch gar keinen Akzent verorten. Ich habe halt nur gemerkt, dass die Artikulation "ungewöhnlich/seltsam" klingt.
     
  16. murmichel

    murmichel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.19   #16
    Die Dosis macht das Gift.

    Das hier finde ich ok:



    Aber hier tut's weh:

     
  17. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.12.19   #17
    :) Gemein. Ausgerechnet eine Band aus meiner Heimatstadt, in der meine Ex schon mal Backings gesungen hat.

    Ich würde sagen, Helmut Köllen hat gegenüber Bornemann einen klaren Vorteil: Er kann ziemlich gut singen. Sorry, Frank.

    Akzent bei Eloy ist deutlich stärker, aber würde mich jetzt bei dem Artrock-Style gar nicht so stören. Wie gesagt: Akzent ist meist gar nicht mein Problem.
     
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  18. Abendspaziergang

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    Erstellt: 22.12.19   #18
    Bzgl. singen macht mir ein deutscher Akzent schon Probleme. Sis jörmän has many harte Endlauts which do not sound good when gesungen. Irgendwo gab es mal ein Interview mit dem Sänger von Bilderbuch, in dem er beschrieb, wie er die deutsche Sprache verbiegen muss, damit sie überhaupt zu dem Pop Sound passt, wohlgemerkt, wenn er auf deutsch singt. Wer das nicht tut und englische Lieder wie deutsch singt, dem geht halt der Flow verloren, das klingt dann leicht hart, abgehackt und unbeholfen.

    Ein Akzent sollte nicht wahrnehmbar sein, zumindest wenn man nicht gezielt darauf achtet. Ausnahmen bestätigen die Regel, wenn es denn passt und einen gewissen Charme verbreitet.
     
  19. moniaqua

    moniaqua Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.12.19   #19
    Spannend. Danke Euch für Eure Beiträge.
    Hm. Interessanter Aspekt. Ich unterscheide da nicht groß und ich kenne auch Leute, denen akzentfreies Sprechen unheimlich wichtig ist. Vermutlich deswegen habe ich "sprechen" geschrieben, Lieder sind doch angewandte Sprache, natürlich geht es in den Hörproben aber um singen. Ich kann den Titel der Umfrage nicht mehr ändern, ich würde es in sprechen/singen ändern, was dann aber anscheinend eine ganze Menge Leute gar nicht bedient. :gruebel:
    Für mich nicht :o, obwohl es heißt, wenn ich französische Lieder singe hätte ich weniger Akzent als wenn ich französisch spreche.
    Meint aber durchaus auch singen :).
    Keine Ahnung, gibt es welche? Das wäre nochmal ein ganz eigenes Thema - warum der Hype, auf englisch zu singen, auch, wenn man Deutsche/r ist? (Dazu gibt es aber glaube ich schon einen Thread).
    Das ist auch spannend. Ich weiß, dass es Hispanics gibt, denen es ziemlich schnurz ist. Andere brechen sich einen ab, möglichst akzentfrei zu sprechen oder zu singen. Weil es für sie verkehrt klingt :) An deutschem Akzent haben sie sich jedoch nicht gestört.
    Stimmt, die Aussies hatte ich total vergessen, obwohl die wirklich sehr leicht als solche erkennbar sind :)
    Der wäre das glaube ich ziemlich egal gewesen.
    Hui, das ist nochmal ein ganz eigenes Thema, die Kritik. :D Da hab ich allerdings grad keinen Bock drauf. Und eben, gerade dieses "man sollte es als Ansporn sehen, das zu verbessern" stelle ich beim Akzent gerade in Frage :) Sollte man, wie weit? Intonation, ja, klar, Rhythmik, dto., das gehört einfach zur Musik. Verständlichkeit, ja, sollte gegeben sein, bin ich auch dabei. Sich anhören - ja, wie nun? Australien, Oxford, New York, Südstaaten - überall wird doch anders gesprochen.
    44 min durchhören, um vielleicht mal irgendwann Text zu hören - sorry, das ist nicht mein Musikstil :o Hast Du vielleicht mal 'ne Zeit, wo gesungen wird, bitte?
    Und wer entscheidet das? :gruebel:
    Btw, ich war letztens im Dirndelgewand auf einem Konzert, bei dem der Sänger auch bayerische Lieder sang. Youtube sagt mir, dass er die normal schon im Dialekt versucht. Er sang hochdeutsch, keine Ahnung warum :D (ich hab echt nichts gesagt!)
     
  20. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.12.19   #20
    Dann kann ich, wie gesagt, nicht mitreden.
     
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