Der Duduk-Thread


Daric
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Hallo!
Es gab mal einen Thread, der aber offensichtlich im Falschen Sub-Forum erstellt wurde. An dieser Stelle will ich nun einen richtigen Thread für dieses Instrument eröffnen!

Der Duduk ist das Nationalinstrument Armeniens und fällt in die Kategorie "Doppelrohrblattinstrumente", zu der unter anderem auch die Oboe zählt. Obwohl er nur ungefähr so groß wie eine Blockflöte ist, hat er einen tiefen Klang, welcher laut diverser Musikexperten sofort ein Gefühl von Melancholie weckt. Man sagt, dass der Klang des Duduks die Geschichte des armenischen Volkes wiederspiegelt.

Außerhalb Armeniens ist es seit kurzem häufiger in Soundtracks von Filmen, Serien und Spielen zu hören. Große Meister dieses Instruments sind Dschiwan Gasparjan, Gevorg Dabagian und andere Armenier. ;-)

Auf youtube-Links und Verweise auf Webseiten verzichte ich an dieser Stelle, da sie eh alle Jubeljahre wieder gelöscht/gesperrt werden. Bemüht also bitte selber eure favorisierte Suchmaschine!
 
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Da ich selber seit 3 Tagen ein eher billiges Instrument mein eigen nennen darf, hab ich gleich ein paar Fragen!

Woran erkennt man die Qualität von Mundstücken? Ich habe an verschiedenen Stellen schon gelesen, dass sie so ungefähr alles bestimmen, angefangen davon, ob man überhaupt einen Ton erzeugen kann, bishin zur Klangcharakteristik. Ich habe 2 Mundstücke mitgeliefert bekommen, von denen eins noch eingescheißt ist. Ich habe das andere nun mehrfach gewässert und habe nun zum ersten mal überhaupt einen Ton damit erzeugen können. Wer hätte gedacht, dass es hilft, wenn man einfach kräftiger pustet... ;-)

Dieser eine Ton strengt aber schon unheimlich an, ich bin mir nicht sicher, ob das normal ist, da ich bisher mit Rohrblattinstrumenten überhaupt keine Erfahrung habe.
Wie kann ich ausschließen, dass einfach Mundstück Mist ist?
 
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Kashra
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Wie spielt man diese Duduk denn eigentlich genau an und wie tief muss das Blatt in das Instrument gesteckt werden? Weit geht das nicht. Ne Grifftabelle habe ich auch nicht gefunden.
 
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Erstmal das Blatt 5 Minuten einweichen. Die Öffnung vorne muss sich öffnen.
An sonsten einfach erstmal herein blasen. Da sollte dann ein Ton entstehen.
Meine Embouchure ist ähnlich wie auch bei einer Oboe, aber eben nicht ganz gleich weil das Blatt so viel Größer ist.
Blatt muss ganz herein gesteckt werden, und stimmen kannst du das instrument an dem Holzstück welches am Mundstück ist.
Griffweise ist offen. Die Stimmung ist Diatonisch. Hier hast du eine Grifftabelle: http://duduk.ca/dudukimages/fingeringdudukA.jpg

Grüße
fingeringdudukA.jpg
 
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Kashra
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Danke Dir!
Bei mir lässt sich das Blatt kaum tief in das Rohr einstecken. Vielleicht so einen Zentimenter. Muss das Blatt denn komplett eingeweicht werden, so dass nachher die Feuchtigkeit auch ans Holz kommt oder nur vorne, oberhalb dieses "Querholzes"? Ich werde es mal mit dem Einweichen versuchen. Vielleicht geht das dann schon mit dem Ton!
...und ich gucke auch nochmal im Netz nach Abbildungen von diesen Flöten. Vielleicht wird es dann nochmal klarer.

Nachtrag: Grade gefunden. Bei Interesse: http://www.mey.gen.tr/Mey/Tr/duduk_ve_digerleri.htm .
 
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Ah ja.
Sieht also definitiv nach regionalen variationen aus.
Technisch gesehen ist die Mey/Duduk übrigens keine Flöte. Ton wird nicht durch das brechen eines Luftstroms erzeugt, sondern durch ein Rohrblatt -> keine Flöte.

Also das Blatt soll nicht triefen. Es soll sich öffnen. Ein bisschen weich soll es sein. Und ja, die Blätter kommen da nicht wirklich tief rein.
 
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Okay. Dann scheint das Blatt ja für die Flöte richtig zu sein und ich versuche es mit dem Anfeuchten. Frage mich grade, was eine Mey denn dann ist, wenn es keine Flöte ist. Einfach ein Blasinstrument? Nun gut, wie dem auch sei: Erstmal übe ich daran, ein paar vernünftige Töne da raus zu bekommen!!! :rolleyes:
 
Primut
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Auch wenn der Thread schon deutlich älter ist:
Ich war gerade auf einem Konzert von Gregor Schulenburg (Duduk, Kyotaku, Flute) und Ian Melrose (Guitar, Low Whistle) und habe da zum ersten Mal eine Duduk live erleben können.
Hat mich zugegeben schon fasziniert und beeindruckt.
Gregor hatte eine größere Schachtel mit ca. 6-8 Mundstücken mit und erklärte dann, dass jedes Mundstück einen eigenen Klang hat und dass er zu Hause tendenziell 3 Mundstücke hat, die für die jeweiligen Stücke passen, aber wenn er woanders ist (das Konzert war in einer Kirche) sind die Temperatur und Luftfeuchteverhältnisse wieder anders und er muss sich dann halt andere Mundstücke aussuchen, die passen. Er hat vor jedem Stück ausprobiert, welches Mundstück am besten zum Stück passt.
 
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Tatsächlich sind Duduk Mundstücke etwas "zickig". Abhängig von der Außentemperatur und der Luftfeuchtigkeit kann sich der Ton verändern.
Es ist zudem wichtig, dass das Mundstück für deine Duduk optimiert ist. Die konische Bohrung fällt abhängig vom Dudukmeister anders aus.
Ich habe meine erste Duduk vor ca. 10 Jahren in Armenien gekauft. Ursprünglich eher als DEKO gedacht.
Habe jedoch versucht einfache Melodien darauf zu spielen. Die günstigen Instrumente ca. 20-100€ machen wirklich keinen Spaß.
Sind schlecht gestimmt, das Mundstück ist meistens auch nicht zu gebrauchen.
Habe mir mittlerweile mehrere Profi Duduks (in unterschiedlichen Tonlagen) und vor allem Mundstücke gekauft. Die sind super, das Musizieren macht großen Spaß.
Mit meinen Duduks vom armenischen Dudukmeister "Sevada" bin ich sehr zufrieden. Die Instrumente sind super verarbeitet und gut gestimmt.
Habe zufällig gesehen, dass diese auch seit kurzem bei Thomann angeboten werden.
 
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Also das Blatt soll nicht triefen. Es soll sich öffnen. Ein bisschen weich soll es sein. Und ja, die Blätter kommen da nicht wirklich tief rein.
Hi, etwas Wasser in das Innere des Mundstücks füllen. NUR wenige Sekunden (ca. 5Sek.) einweichen lassen. Danach die Kappe aufsetzen, den Regulator lösen und ca 15-20 min abwarten.
Nach meiner Erfahrung, gehen die Mundstücke schneller kaputt, wenn diese zu lange im Wasser eingeweicht werden!
 
Grund: Bitte keine Vollzitate, nur das für die Antwort Wesentliche wiederholen
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