DER Mono-Pianosound

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Hi zusammen,

Live ist doch etwas anderes als Studio - ich merk's immer wieder.
Während einem im Studio die Stereobreite kreativen Freiraum lässt, sieht das Live schon etwas anders aus. Gerade in Clubsituationen ist man doch hin und wieder gezwungen Mono zu fahren. Beim Rhodes und Konsorten gar kein Ding; aber ich bekomm es einfach nicht hin, dass mein Pianosound auch Mono noch "drückt". Vielleicht bin ich unfähig - vielleicht hör' ich Mäuse husten - vielleicht bin ich von der Stereobreite meiner gesampleten Flügel (GEM RP-X, ksounds Piano 2, NI Akoustik Piano) verwöhnt. Aber egal, was ich mache (und ich bin schon ne Weile am experimentieren - mit Phase drehen, etc.), Mono klingt alles viel zu indirekt (trotz grundsätzlich ausgeschaltetem Reverb)

Habt ihr vielleicht ein paar Tipps, was ich besser machen könnte? Oder vielleicht einen ganz anderen Ansatz (reines Monosample verwenden; wenn ja, welches?)
Ich bin, was das Thema Monokompatibilität angeht, völlig grün hintern den Ohren (offensichtlich! :D ) und daher über jede Hilfe dankbar.

Grüße,
Andi
 
dr_rollo

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Was meinst Du denn mit "Mono"-Sound? Hast Du einen wirklichen Mono-Sound, der aus einem Mono-Sample basiert, oder nutzt Du einen im Grunde Stereo-Sound, den Du nur Mono in die Anlage schickst? Wenn letzteres, wie? Gehst Du Mono aus dem Key raus, oder mixt Du den an anderer Stelle (Submixer, FOH etc.) auf Mono?
Im Kurzweil das ich nutze gibt's echte Mono-Sounds, die ich gerne benutze, wo's mir absolut nicht an Druck fehlt. Einen Stereo-Sound nutze ich eigentlich nur dort, wo ich Passagen alleine spiele, damit ich die Fülle hab. Aber im Bandgefüge - so mein Eindruck - setzt sich ein Mono-Sound immer besser durch.
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Stereo-Sound auf Mono gefahren einiges an Auslöschungen erfährt.
 
L

Limited

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Ich könnte mir vorstellen, dass ein Stereo-Sound auf Mono gefahren einiges an Auslöschungen erfährt.

Da löscht sich gar nix aus. Phasenprobleme gibt's nur, wenn der Wellenausschlag des gleichen Signals in entgegengesetzte Richtungen zeigt, wie es z.B. passiert, wenn du die gleiche Spur kopierst und zueinander verschiebst. Oder wenn sich zwei Aufnahmemikros gegenüber stehen.
Bei Stereosounds am Keyboard wird aber alles zeitsynchron an die L/R-Kanäle geschickt, nur eben in verschieden großen Anteilen, die sich bei einer Zusammenführung auf Mono wieder zu den 100% zusammenmischen.
Das Problem an Monosounds ist eher die fehlende Stereobreite (gut, klar) und dass Halleffekte in Stereo wesentlich besser klingen.
Gehen wir mal davon aus, dass nicht ausversehen nur der L oder R-Kanal als mono-Signal herhält und somit der Gegenpart komplett fehlt, weiß ich leider auch nicht, was da weiterhelfen könnte.
Was sagen denn die Bandkollegen oder kompetente Zuhörer zu deinem Monosound?
 
DI-Box

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Also wenn du ein sample-basiertes Instrument hast, kann es doch sein, dass in der linken und der rechten Spur durch die Aufstellung der Mikros eben genau diese Phasenverschiebung drin ist, dass sich bei direkter Überlagerung im Mischpult die beiden Signale teilweise auslöschen.
Genau wie du schreibst: 2 Aufnahmemikros gegenüber. Genauso werden evtl. Stereoaufnahmen von Klavieren gemacht, und wenn der Hersteller nicht auf Monokompatibilität achtet, kanns halt doch Auslöschungen geben.
Klar ist, dass man auf keinen Fall einfach nur einen der beiden Kanäle nehmen sollte!
Beste Grüße
Oli
 
keyfreak

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Danke schoneinmal für die Antworten.
Ich denke, mir fehlt einfach die Stereobreite und die Räumlichkeit, die eben ein richtiges Klavier von Natur aus mitbringt.
Was mir dennoch auffällt:
z.B. das Piano im RP-X klingt Stereo auch über die PA ganz fantastisch; aber Mono ist es eben ziemlich matt. Da gefällt mir sogar dieses PowerGrand-Preset aus den alten Motifs/S90 besser.
Mir fällt es nur im Proberaum immer auf - mit Stereo-Inears klingt das Klavier aus dem RP-X super - tu' ich die Teile mal raus und hör mir die Sache über nen normalen Mono-Wedge (wobei das Signal meine auf Mono zusammengemischte Stereosumme ist) an, ist das Ergebnis ernüchternd.
Hall habe ich, wie gesagt grundsätzlich aus (wird hin und wieder als bewusst hörbarer Effekt dazugemischt, wenn es das Lied verlangt).
 
andi85

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Kenne ich ebenfalls - wobei meine alte Kiste (Roland RD-150) natürlich ein anderes Kaliber ist. Grand Piano 1 klingt auf mono wirklich so, als würde die Hälfte fehlen, selbst wenn man den linken für Monobetrieb vorgesehenen Ausgang verwendet. Grand Piano 2 ist offenbar kein reines Monosample, ist aber anscheinend besser für Monobetrieb geeignet. Das drückt dann auch ganz gut.
 
lucjesuistonpere

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Das ist wirklich sehr sample-spezifisch. Manche Samples klingen einfach nur stereo gut, weil sie von ihrem Raumklang leben. Andere haben auch mono Druck.

Ich weiß nicht, wie es meinen Boardkumpanen geht, aber ich habe den Eindruck, daß (zumindest bei meinen Jazzgeschichten) besonders naturbelassene, resonanzreiche Sounds mono besser klingen. Meiner Erfahrung nach ist Kurzweil für Mono-Jobs ein heißer Kandidat, mein Yamaha P120 klingt da auch OK, wenn auch etwas gequetscht. Das RP-X, daß ich ne Weile lang auch mal bessesen hab, fand ich hingegen wie du mono sehr mau. Überraschenderweise fand ich auch das alte C7-Sample aus dem Nord Stage mono recht überzeugend, obwohl dem immer fehlende Mono-Kompatibilität attestiert wurde. Beim neuen hingegen geht mir das nicht mehr so.
 
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Hi
Da löscht sich gar nix aus. Phasenprobleme gibt's nur, wenn der Wellenausschlag des gleichen Signals in entgegengesetzte Richtungen zeigt, wie es z.B. passiert, wenn du die gleiche Spur kopierst und zueinander verschiebst.
Da kann sich sehr wohl etwas ausschloeschen. Natuerlich nicht das komplette Signal, sondern Frequenzanteile davon. Insbesonders die First Reflektion des Halls oder ein Chorus Effekt koennen zu Phasenausloeschungen fuehren. Im Studio wird daher auch darauf geachtet.dass die Aufnahmen mono kompatibel sind.
Fuer ein Mono Piano wuerde ich daher auch mal eventuelle Chorus und Hall Effekte reduzieren oder die Parameter aendern. Und nur eine Ausgangsbuchse zu verwenden bringt in der Regel ein anderes Ergebnis als den Pan auf Mitte zu stellen.

Gruesse
 

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