Der scharlachrote König- deutsch

von Kornhulio, 03.09.06.

  1. Kornhulio

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    Erstellt: 03.09.06   #1
    hallöle
    hier das kernstück der themen-cd der scharlachrote könig.
    wie ihr sicher merkt ist dieses liedchen darauf ausgelegt ein wenig länger zu sein.
    das intro (bis zum ersten scharlachrot) ist recht abwechslungsreich, alles was groß geschrieben ist soll zu richtig hartem geholze gespielt werden, doch auch der rest soll nicht unbedingt eine schnulze werden ;-)
    nach dem intro beginnt die eigentliche songstruktur, wobei immer jeweils die letzten paar silben der zeile vom rest getrennt "gesungen" werden sollen, also:
    das feuer erreichte - mich nicht hier
    nach zwei strophen mit refrain kommt dann das finale, welches ruhig vorbereitet werden soll (zwischen zweitem refrain und großgeschriebenen). dann eine rein instrumentale steigerung zu richtigem geknüppel, und dann die letzten groß geschriebenen zeilen in die welt hinausgebrüllt ^^
    gut, so stelle ich mir das vor, aber ich glaube ich bin an einigen stellen echt ausm taktschema rausgefallen (zuviele, zuwenig silben...) naja, der michael wird mir das schon richten hoffe ich mal.
    über kommentare, hilfen und bewertungen würde ich mich sehr freuen.


    der scharlachrote könig

    der kuss der rakete sanft den boden berührt
    dieser moment- technik zu vernichtung führt
    ich hole tief luft- einen moment stille
    dann, wie glas, bricht der wille

    ICH SEHE DEN PILZ SICH ERHEBEN
    EINE GRAUSAME MACHT
    FEUER UND RAUCH ZUM HIMMEL STREBEN
    DER ULTIMATIVE KAMPF
    ATOMARE KRAFT GEGEN ALLES LEBEN

    die hitze verbrennt fleisch und stein
    die strahlung frisst sich tief ins gebein
    menschenleben in sekunden vernichtet
    ohne chance auf gnade gerichtet
    und über allem schwebt der tod
    ein könig, blutig, scharlachrot

    ich stehe auf- schüttle staub von mir
    das feuer erreichte mich nicht hier
    ich fühle die strahlung mich zerfressen
    viele kleine wunden klebrig nässen
    ich höre eine stimme tief in mir drin
    ist es strahlung oder nur der wahnsinn
    der könig selbst spricht mit klarer stimme
    während ich grausig dem leben entrinne
    er weist mir meinen weg durch die trümmer
    mein zustand wird langsam immer schlimmer
    ich kann kaum noch aufrecht gehen
    wie lange wird mein körper noch wiederstehen

    auf zellularer basis
    mein körper sich zersetzt
    atomare strahlung
    den leib nun tief verletzt
    krebs im zeitraffer
    die welt wird mir egal
    blutungen im innern
    sicht ist grau und pfahl

    der tod begleitet mich- auf der reise
    der scharlachrote könig
    ein gott auf seine weise
    ich hasse und verehre- alles zugleich
    der scharlachrote könig
    an tod und wahnsinn reich

    ich folge taumelnd des rufes langer bahn
    mein geist zerfällt langsam zu reinem wahn
    ich sterbe fast vor hunger doch alles nur asche
    ohne verstand ich einfach mich selbst vernasche
    beisse nun ein grosses stück aus meinem arm
    reiss es aus dem rechten ohne erbarm'
    ein paar zähne bleiben in der wunde stecken
    ein glutiges loch, doch ich werd nicht verrecken
    eiter und wasser wo blut sollt sein
    ich hinke nun, verstaucht das linke bein
    trenne es ab, das fleisch ich verschlang
    in der asche ist nur der hunger von belang

    auf zellularer basis
    mein körper sich zersetzt
    atomare strahlung
    den leib nun tief verletzt
    krebs im zeitraffer
    die welt wird mir egal
    blutungen im innern
    sicht ist grau und pfahl

    der tod begleitet mich- auf der reise
    der scharlachrote könig
    ein gott auf seine weise
    ich hasse und verehre- alles zugleich
    der scharlachrote könig
    an tod und wahnsinn reich

    kriechend schleppe ich mich
    durch der asche meer
    blutend aus vielen wunden
    den tod missend sehr
    der schmerz grau verdeckt
    von des wahnsinns schleier
    über mir des königs boten
    hungrig kreisend geier

    DANN SEHE ICH IHN
    IN DER SOHLE DES KRATERS
    MANIFESTIERT IN ROT
    EIN HERZ AUS STAHL
    ICH HOCKE VOR IHM
    AUF ZERSTÖRTEN KNIEN
    SEINE BERÜHRUNG DER TOD
    DER HERR DIESER WELT
     
  2. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.09.06   #2
    Ich finde den Text wirklich gut - Du hast ein Bild, erzählst eine Geschichte und es ist eine schöne, treffende Sprache, wie ich finde.

    Es gibt allerdings ein paar Stellen, wo ich denke, dass der Reimzwang sich tief in Deine Zeilen gegraben hat und dort sein Unwesen treibt.

    Wie gesagt - gefällt mir sehr gut, nur die angemerkten Stellen eben.

    x-Riff
     
  3. Kornhulio

    Kornhulio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.06   #3
    danke für die sehr konstruktive kritik.

    zur 1. strophe: das problem wenn man grausig durch langsam ersetzt: es wiederholt sich.
    und trümmer und schlimmer finde ich als reim eigentlich ganz nett :) auch wenn ich sagen muss, die idee mit dem gewimmer is gut, wird sicher noch verwendung finden, aber es soll tatsächlich so sein, dass er alleine unterwegs ist. wenn die stelle echt so aufstößt muss ich mir da mal was überlegen.

    pfahl- fahl, rechtschreibong is ja wohl wayne ;-) ne, danke für den hinweis!

    ok, die reime in der zweiten sind etwas ungeschickter, das stimmt... aber es muss sich doch reimen! AAAAHHHH!!! :p

    zu den geiern: man muss natürlich auch bedenken, dass er langsam wahnsinnig wird, ob die nun also real oder einbildung sind lasse ich mal dahin gestellt :-)
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.09.06   #4
    Ja - mit der Wiederholung von langsam habe ich dann auch gemerkt.

    Das ist ja das Üble bei gereimten Sachen - wenn eins nicht ganz so hinhaut, mußte die zweite Zeile auch umbauen. Das ist mörderunbequem.

    Schließlich ist das alles Geschmacksache und gerade bei so Sachen (Trümmer - Schlimmer) kommt es sehr auf die gesangliche Umsetzung an. (Übrigens konnte ich mit Deiner ogg.-Datei nix anfangen - konnte es also nicht hören - schade.)

    Mach´s Dir mit dem Wahnsinn des lyrischen Ich aber nicht zu leicht: mit der Begründung kann man auch den kompletten Schwachsinn schreiben und sagen: tja - der ist halt bekloppt... Nein - ist ja bei Dir nicht so - ich meine eher subtile Änderungen wie das dann als Frage zu formulieren - Sind dies Geier, höre ich Geier - Du weißt was ich meine. Dann wird klar, dass es nicht eine Tatsache, sondern seine Wahrnehmung ist.

    x-Riff
     
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