Die unendliche Suche nach dem Sound – Mono / Stereo / Zumischung Effekte / Weiterverwertung des Signals

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Die unendliche Suche nach dem Sound – Mono / Stereo / Zumischung Effekte / Weiterverwertung des Signals

Meiner Meinung nach brauch es einen guten Grundsound, den man nachher etwas verbiegen kann. Mit verbiegen meine ich hiermit die Zumischung von Effekten, was ich nicht negativ verstanden wissen will. Einen schlechten Grundsound kann man postal nicht wieder schönbiegen, so zumindest meine Meinung.

Immer mehr komme ich zur Erkenntnis, dass zu einem guten Grundsound ein gutes Brett gehört, in meinem Falle bin ich Strat Fetischist und eine gute nachgelagerte Verstärkung, wo nicht allzu viel Schnickschnack sich im Signalweg befinden sollte. Nachgelagerte Verstärkung heißt bei mir ein guter Vox AC30, zum Beispiel ein TB6 aus den 90ern oder das 2007er Sondermodell, oder ein früher einkanaliger JCM800 oder ein gutes Derivat dessen. Ich bevorzuge 2x12 Combos. Wenn man sich die Schaltpläne der jeweiligen Vor- und Endstufen anschaut, so muss man feststellen, dass diese eigentlich relativ einfach aufgebaut sind. War gut, ist gut und bleibt gut.

Jetzt kommen sicherlich bei einigen wieder gut gemeinte Vorschläge wie Kemper, Helix, AXE FX und so weiter.
Ich komme mit den Teilen einfach nicht klar. Da bin ich halt analog. Selbst arbeite ich in er Automatisationsbranche und habe auch mit Programmierung und Steuerung am Rande zu tun. Das brauch und will ich nicht in meiner Freizeit.

Jetzt zum Verbiegen. Es gibt für mich zwei Varianten, Mono und Stereo.

Hier nun meine Fragen:

Monobetrieb:
Mit einer Fryette Power Station PS-2A wäre ein Monobetrieb einfach umsetzbar.
Dem Grundsound können wunderbar Effekte zugemischt werden.
Eine PA könnte das Signal wunderbar weiterverarbeiten.
Nur wie schalte ich zwischen 2 Combos hin und her?
Was für einen alltagstauglichen Umschalter gibt es da, der von vorneherein Brummschleifen und so weiter ausschließt?

Stereobetrieb:
Leider gibt es die Power Station nicht als Stereovariante.
Ich hätte ja noch eine EngL 2x20 oder eine Hughes und Kettner 2x50 Endstufe zum Lautmachen.
Gibt es ein Gerät, was das Monosignal auf Line Level reduziert, splittet, einem integrierten Stereo FX Loop zur Verfügung stellt, mit Boxensimulation für die PA und auch noch die beiden Signale zum Lautmachen für die Endstufe wieder zur Verfügung stellt? Was wäre dabei bei der Verkabelung zu beachten?
 
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Nur wie schalte ich zwischen 2 Combos hin und her?
Wenn du die selbe Box verwendest, mit sowas:
https://www.thomann.de/de/palmer_tino.htm
Damit kannst du zwei Amps alternativ zu einer Box schicken die auch an der Power Station hängen kann. D.h. beide Amps spielen über die selbe Box.

Zwei Combos mit den jeweiligen Lautsprecher über die Power Station wird schwierig. Noch schwieriger wird es wenn die Lautsprecher verschiedene Ohm-Werte haben. OK, mit der Tino vor der Freyette schaltest du den eingehenden Amp aber dann brauchst du noch einen Umschalter der am Lautsprecherausgang der Freyette hängt und mit dem du die jeweiligen Combolautsprecher ansprechen kannst. Da wäre ich vorsichtig weil dieser Umschalter mit Lautsprechersignal umgehen muss. Auch muss er zeitgleich mit der Tino umgeschaltet werden können, sonst läuft ein Verstärker kurzzeitig ohne Last.

Zweite Fryette kaufen wäre einfacher und du könntest mit einen Lehle ABY Umschalter die Amps wählen. Oder du überdenkst deine komplette Signalkette und gehst z.B. auf Wet/Dry. Dabei würdest du alle OD Pedale vor den Amps spielen und nur Modulation, Delay und Hall im FX-Loop eines Amps. Den zweiten Amp bräuchte dann keine Fryette.

Hast du die Fryette schon oder überlegst sie dir noch? Einen AC30 kann man auch gut Cleaner einstellen und die Verzerrung aus den Pedalen holen, dann brauchst du auch keinen nachgeschalteten FX-Loop der Fryette.

Edit:
Übrigens, Brummschleifen kannst du mit der Fryette ausschließen, die hat einen sehr gut funktionierenden Schalter dafür.
 
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Es gibt doch so viele A/B-Y Schalter (Lehle, Fender, ...) und Splitter (Lehle u.a.). Letztlich hängt es davon ab, an welcher Stelle des Signalwegs was vorhanden ist oder sein soll. Von welchem Hersteller was gut funktioniert hängt auch von der tatsächlich vorhandenen Hardware (Gitarren, Effekte, Amps) ab und kann man nach meinen Erfahrungen nicht wirklich prognostizieren, sondern muss man ausprobieren (ich empfehle den Gebrauchtmarkt, um Verluste beim eventuellen Wiederverkauf gering zu halten).

Ansonsten ganz einfach mal z.B. hier https://www.lehle.com/de/produkte schauen und
anschauen. Da kann man jede beliebige Schaltmöglichkeit im Signalweg realisieren (siehe insbesondere Beispielskizzen bei den einzelnen Geräten). Manchmal ist aber weniger mehr ...
 
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Ich glaube @Knallcharge will zwei Combos über eine Fryette Power Station laufen lassen um dann dort den FX-Loop für beide Amps nutzen. Das geht nicht mit einem normalen ABY/AB Schalter weil die Fryette das Signal am Lautsprecherausgang des Amps abgreift, runterloadet und dann selber wieder über die interne Röhrenendstufe verstärkt und das Signal zum Lautsprecher schickt (des jeweiligen Combo). Mit dem Tino oder Tonebone kann man nur den Amp schalten der zur Fryette geht aber nicht den Lautsprecherausgang der Fryette zum jeweiligen Lautsprecher der Combos.
 
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Mit dem Tino oder Tonebone kann man nur den Amp schalten der zur Fryette geht aber nicht den Lautsprecherausgang der Fryette zum jeweiligen Lautsprecher der Combos.

Die Powerstation hat doch zwei Amp Ausgänge bzw. Speaker Anschlüsse?
Wenn das mit den Impedanzen der Combo Speakerpaare hinhaut, könnte man das durchaus so verkabeln, dass man jede einzelne Verstärkereinheit gleichzeitig über beide Combo Speakerpaare hört.
Das wäre mMn gar nicht mal so schlecht - außer man möchte das wirklich getrennt zuordnen, so dass wirklich immer nur entweder der eine oder der andere Combo über seine eigenen Speaker zu hören ist.
Ist natürlich dann auch die Frage, ob man eine Einstellung der Powerstation findet, die für beide Amps gleichermaßen gut funktioniert.
 
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Die Powerstation hat doch zwei Amp Ausgänge bzw. Speaker Anschlüsse?
Yep, parallel geschaltet aber nur die kleine Power Station, bei der 100er wurde der zweite Anschluss zu Gunsten eines Footswitches für die Kanalumschaltung eingespart. Ob das Sinn macht.. :nix:..muss jeder selber entscheiden, je nachdem was man halt für ein Signalpfad will.
 
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War auch nur so eine Idee von mir.
Kompromisse wird man mit nur einer Power Station so oder so machen müssen, schätze ich.
 
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Kompromisse wird man mit nur einer Power Station so oder so machen müssen, schätze ich.
Du, ohne Power Station macht man noch viel mehr Kompromisse... :D
Habe aber vorhin den Fryette angeschrieben. Die nächste Fryette soll einen Umschalter für Amps und Cabs/Ohm haben, von mir aus mit Midi gesteuert. Mal sehen ob er antwortet..
 
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Dann fangen wir mal einfach an..
Ich will entweder Amp A oder B über die Power Station nutzen.
In der Power Station soll der FX Loop genutzt werden.
 
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Dafür genügt ein Umschalter wie oben verlinkt (Tino und Tonebone). Die Amps sollte aber den gleichen Ohm-Ausgang haben der auch an der Fryette am "Amp In" eingestellt wird.
Und jetzt kommt die spannende Frage: Wie geht es dann weiter nach dem der FX-Return zurückkommt in die Fryette?

Bildschirmfoto 2022-07-02 um 00.35.24.png


Unter dem Ampeingang ist der Impedanz-Schalter, den kann natürlich kein externer vorgeschalteter Umschalter mit umschalten. D.h. die Amps müssen beide die gleiche Ohmzahl haben am Lautsprecherausgang.

Der Speaker Out hat ebenso einen Umschalter für die Impedanz. Willst du damit zu einem Cab wird das einmal eingestellt und gut ist. Willst du aber zu den Lautsprecher der Combos und diese haben verschiedene Ohmwerte, müsstest du bei jedem Umschalten (hier jetzt mit einem Umschalter der mit Lautsprecherpegel umgehen kann - kenne aber keinen am Markt) den Wert an dem Schiebeschalter der Fryette ebenso umschalten. Heikle Sache.

Fazit: Umschalter vor (geht, siehe oben) und hinter der Fryette (sofern das überhaupt geht) können dir das Umstecken der Kabeln ersparen, die Impedanz-Umschaltungen können sie jedoch nicht. D.h. wenn nötig und du bei Amps und Cabs nicht übereinstimmende Werte hast, musst du immer noch auf der Rückseite der Fryette die Schiebeschalter nach Bedarf umstellen.
 
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Eine weitere Möglichkeit ist mir noch eingefallen:
Du besorgst dir für den zweiten Amp einen passenden Two Notes Captor. Den schließt du am Amp an und spielst ihn silent. Vom DI-Out des Captors gehst du im Line In der Power Station.

Beide Signale (Amp an der Fryette und 2. Amp über Captor und Line) laufen zu dem FX Loop der Fryette. D.h. die hier angeschlossenen Effekte kannst du für beide Amps verwenden.

Nun geht es aber wieder von der Fryette zum Cab und es gilt was oben schon geschrieben wurde.

Statt des zweiten Amp kannst du am Line In der Fryette auch einen Preamp-Pedal oder Multi-FX nutzen und diesen dann über dem Lautsprecher des ersten Amp ausgeben.
 

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