DiY-Lösung -> Mehrfachschalter ("Varitone") statt Ton-Poti

von hubsiam, 02.08.20.

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  1. hubsiam

    hubsiam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.20   #1
    *Edit: Aus diesem Thread ausgelagert*

    Ich nehme gerne einen 8fach Drehschalter und bestücke den, beginnend auf Pin 2 bis 8 mit Kondensatoren der Größe 152, 332, 682, 153, 223, 333, 473 (edit: Siehe Code-Tabelle in #3) für den Hals Humbucker oder den Master Tone, oder 222, 332, 472, 682, 103, 153, 223 (dto.) für den Steg Humbucker. Für die Strat nehme ich 102, 152, 222, 332, 472, 682, 103 (dto.). Der 1. Pin (bei dem der Schleifer steht, wenn der Schalter ganz rechts am Anschlag steht) bleibt frei und hat keine Wirkung auf den Ton. Zu jedem einzelnen Kondensator wird ein 10 MOhm Widerstand gelötet, damit es beim Schalten nicht knackst. Am anderen Ende verlöte ich alle Kondensatoren und Widerstände, die gehen zur Masse, auf den Pin in der Mitte kommt der Draht vom Vol Regler. Je nach Geschmack kann man die Stärke der Kondensatoren verändern. Man kann auch einen 6fach oder gar 4fach Drehschalter nehmen und entsprechend die Stärke der 5 oder 3 Kondensatoren abstimmen.
    Drehschalter 1.jpg Drehschalter 2.jpg Drehschalter 4.jpg Drehschalter 5.jpg
    Ich bin beim Löten kein Ästhet, Hauptsache die Lötstellen sind fest und es funktioniert. Für weiter Fragen bin ich gerne bereit Drehschalter Plan.jpg
     
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  2. boisdelac

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    Erstellt: 03.08.20   #2
    Sind deine Angaben für die Kapazität der Kondensatoren in Mikro-Farad, Nano-Farad oder Pico-Farad?
     
  3. hubsiam

    hubsiam Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.20   #3
    Die Ziffern sind Codes, die Du aus der Tabelle entnehmen kannst Tabelle.jpg
     
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  4. boisdelac

    boisdelac Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.20   #4
    @hubsiam Danke für die Erklärung.

    Auch mal wieder etwas neues gelernt. Als ich in die Lehre ging, schrieb man einfach 1nF drauf und fertig. Oder 22uF oder 47pF. Da brauchte man keine Tabelle.

    Hab grade mal versucht aufzudröseln, was sich derjenige gedacht hat, als er sich diesen Kondensatorcode verbrochen hat.
    Code 100 das wären 10 mal 10 hoch-12 mal 10 hoch 0 mal Farad .... ?????

    Das kommt bestimmt wieder von den Ami´s :evil:
     
  5. hubsiam

    hubsiam Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.20   #5
    Diese Codes sind auf den Kondensatoren aufgedruckt und deshalb nenne ich die, weil es mir eindeutig erscheint.
    100 = 10 Pikofarad - 1. Stelle = 1, 2. Stelle = 0, 3. Stelle = 0x0=0 - zusammen 100
    152 = 1500 Pikofarad 1. Stelle = 1, 2. Stelle = 5, 3. Stelle = 2x0=2 - zusammen 152
    Die dritte Stelle des Codes zählt die Nullen nach der 1. und 2. Stelle des Wertes in Pikofarad
     
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  6. giovolpone

    giovolpone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.20   #6
    Salut, dieser Thread ist wohl nicht mehr aktuell, aber betrifft meine aktuelle Baustelle: Ich habe zwei aktive EMG Pickups in meine modifizierte Strat eingebaut ( nur zwei Humbucker ) und einen 6-fach Drehschalter mit Kondensator-Werten von 1 nF bis 22 nF bestückt ( ziemlich große Sprünge ). Denselben Schalter habe ich in eine Strat mit passiven Pickups eingebaut und das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend, aber mit den aktiven Humbuckern erziele ich praktisch keinen Effekt. Ich habe herausgefunden, dass der Ton-Kondensator bei EMG oder aktiven Ibanez-Pickups bei 100 nF liegt statt der bei der Stratocaster üblichen 22 nF oder 47 nF. Bevor ich jetzt anfange, mit diversen Kapazitäten herumzulöten und zu experimentieren --- kann mir jemand empfehlen, welche unteren und oberen Kapazitäten für aktive Pickups zu empfehlen sind?
    Merci im Voraus und beste Grüße
    Giovolpone
     
  7. Minor Tom

    Minor Tom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.20   #7
    Du musst nicht nur die Kondensatoren grösser, sondern auch die Widerstände (wesentlich) kleiner wählen, schliesslich sind bei EMGs Vol. und Tone Potis 25K (statt 500K).

    Wie sich das auswirkt und ob da überhaupt Effekte wie bei passiven Pickups zu erzielen sind, musst du ausprobieren. Schliesslich sitzt das hinter einer Verstärkerschaltung und nicht direkt hinter einer Spule (bei passiven Pickups), die zusammen mit den Widerständen und Kondensatoren eine komplexe Schaltung ergibt.

    Am besten wäre natürlich, du findest eine schon erprobte Lösung. Ich würde micht an den EMG Support wenden und auch mal einen Fischzug per Google starten.
     
  8. giovolpone

    giovolpone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.20   #8
    Danke für Deine Auskunft und Deine Vorschläge, Minor Tom, ich werde mich mal bei EMG und im Web umschauen. Das Ganze ist so eine Art Corona-Projekt - viel Zeit, also probiere ich mal ein paar Mods, die ich nicht wirklich brauche. Wenn ich keine fertige Lösung finde werde ich mir vielleicht doch mal ein größeres Kondensator-Sortiment besorgen und den Lötkolben anschmeißen... mal sehen, was dabei herauskommt.
    Nochmals danke!
    Giovolpone
     
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