Durchsageanlage gesucht...Tipps/Ideen

von Ralphgue, 02.06.20.

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  1. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.20   #1
    Durchsage Anlage gesucht

    Ich brauch mal etwas Schwarmwissen oder/und Erfahrungen.

    Ich soll für ein Naturfreundehaus (Gaststätte) eine sehr günstige Mikrofon Durchsage Anlage beschaffen.

    Hintergrund:
    Die Gaststätte mit sehr viel Durchgangsverkehr (liegt direkt am Neckartal Radweg) soll / darf jetzt wieder eröffnet werden.
    Bis dato war es so, das ehrenamtliche Helfer Diese am Wochenende bewirtschaften.

    Die Gäste sitzen ausschließlich außen in 2 kleinen „Biergärten“.

    Der Gast kam ins Haus, bestellte (Selbstbedienung) Getränke und Essen, nahm die Getränke mit und ein Helfer brachte das Essen, wenn fertig (3-5 einfache warme Gerichte) auf Tablett raus und rief die Nummer (die der Gast bei der Bestellung bekam) verbal aus und der Tisch meldete sich.
    Dies soll nun, auch wegen Corona und Helfermangel, vereinfacht werden.

    Der Koch/Köchin stellt das Tablett auf den Tresen / Tisch des Gaststättenraums und ruft via Mikrofon die Nummer auf und der Gast kann es holen.
    Also ausschließlich Sprachansage.

    Zur Verdeutlichung habe ich ein Bild beigefügt:

    Das rechte Haus ist die Gaststätte, dahinter (Auto) und gegenüber (Mauer Treppe, Geländer) sind die Biergärten. Der Lautsprecher soll/kann unter dem Dachvorsprung hängen.
    Das am rechten Bildrand ist das Küchenfenster (waagrechtes Schiebefenster), dort muss das Mikro hin.

    Hauptproblem:
    Es gibt keine Aussensteckdose für z.B. eine Aktivbox.

    Meine Ideen:
    Megafon aus dem Küchenfenster (Hmm)
    Akku Mini PA Box unter der Gaupe (an der linken Wand) und fliegendes Kabel (Saison) in Küchenfenster mit Billigmikro (Hmm)
    Akkubox und billiges Wireless Mikro (hmm)

    Und: logisch, wir sind gerade durch die Corona Krise, keine Umsätze durch Bewirtung – Gästehausbelegung (Foto linkes Haus) und keine Zeltplatzbelegung wirtschaftlich kurz vor den Kollaps, ergo, soll (fast) nichts kosten.

    Noch jemand Ideen, Tipps, Erfahrungen, wäre hilfreich…

    NaturFreundehaus-Zwingenberger-Hof.jpg Danke
     
  2. Mathias1234

    Mathias1234 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.20   #2
    Hi,

    Meine erste Idee wäre jetzt, kleiner Powermixer mit 2 Passivboxen. Lässt sich entweder gebraucht oder neu für nen schmalen Taler besorgen.



    Sowas zum Beispiel, sogar mit Mikro. Aber es darf natürlich auch etwas hochwertigeres sein, wenn's das Budget hergibt. Das ist jetzt das günstigste vom günstigsten.
     
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  3. punkadiddle

    punkadiddle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.20   #3
    Hai, guter Vorschlag. Neu, Garantie, frei Haus, alles dabei, was man braucht. Wenn die Leitungen zu kurz sein sollten, auch nicht teuer, längere zu besorgen. Und du kannst sogar Musi einspielen. Und günstiger kriegste was Gebrauchtes, ehemals höher Wertiges auch nicht.

    keep on gastrowiederindiespurbringin`
     
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  4. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.20   #4
    Nee, einfach ein Paar JBL Control One in wasserfest (irgendwas IP54 oder so) für die Wandmontage unter dem Dachvorsprung, lange Kabel zu irgendeinem alten HiFi-Receiver und daran ein billiges kleines Mischpult mit Talkbackmikro oder eben ein günstiges Mikrofon mit Schalter. Sollte reichen, wenn die Leute da nicht ständig Rumschreien, um gehört zu werden.
     
  5. punkadiddle

    punkadiddle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.20   #5
    det jibbet auch nich billijer und musste ers ma allet zusammen suchen, wa?
     
  6. Bass_Zicke

    Bass_Zicke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.20   #6
    hmmm ...... spontan und billig :

    30 watt brüllwürfel gebraucht , verlängerungskabel und ein billiges micro ( sollte aber so einen ein aus schalter haben ) .

    den würfel übers küchenfenster hängen und die kabel durchs fenster legen .
     
  7. LoboMix

    LoboMix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.06.20   #7
    Durchsagen sind typischerweise der Job für ELA-Anlagen mit Druckkammerlautsprechern. Die sind sehr robust, üblicherweise sogar Regen- und überhaupt wetterfest, die Lautsprecher kann man also draußen hängen lassen. Auch bei kleinen Leistungen sind die schön laut durch die Druckkammertechnik.
    Da die ELA-Technik, vor allem die 100-Volt-Technik, für Bands und PA-Leute nicht interessant ist, kommt man gebraucht meist sehr billig an solche Teile, aber auch neu gibt es vor allem die Lautsprecher schon sehr preiswert.

    In dieser Auktion wird ein typischer 100-Volt Druckkammer-Lautsprecher ab 1,- € angeboten: https://www.ebay.de/itm/Monacor-IT-30-Druckkammer-Lautsprecher-100v-ELA-Outdoor-in-OVP-nr7/114239624427?hash=item1a993654eb:g:C8oAAOSwoNperprf&LH_All=1&LH_ItemCondition=4
    Der Anbieter hat gerade mehrere davon in Auktionen, so dass man bei Bedarf gleich mehrere besorgen kann.

    Die besonderen Vorteile der 100-Volt-Technik sind:
    - als Lautsprecherkabel genügt das einfachste Material, der billigste Klingeldraht reicht, Länge spielt keine Rolle
    - die Lautsprecher lassen sich kaskadieren bis zum Erreichen der maximalen Ausgangsleistung des Verstärkers
    - wenn der also 20 Watt hat, kann man bis zu vier 100-V-Lautsprecher an die (eine) Leitung hängen, die man jeweils auf 5 Watt einstellt (die meisten 100-V-Lautsprecher bieten mehrere Leistungsstufen am Anschluss an)
    [diese Vorteile halte ich für den größten Nutzen speziell der 100-V-ELA-Technik, besonders die einfache Kaskadierbarkeit]
    - mit mehreren 100-V-Druckkammerlaustprechern kleinerer Leistung kann man größere Flächen sehr gleichmäßig beschallen ohne dass es in der Nähe der Lautsprecher zu laut wird
    - trotz der eingeschränkten Frequenzgänge kann man auch (leise) Musik ganz akzeptabel über diese Systeme abspielen
    - diese eingeschränkten Frequenzgänge sind gerade für die Sprachwiedergabe sehr gut geeignet

    Der Anbieter hat auch passende 100-Volt-Ausgangsübertrager in Auktionen. Die sind aber hier uninteressant, die sie für den Anschluss an eine normale (Niedervolt-)Endstufe gedacht sind. Ein Mischpult-Ausgang reicht zum Ansteuern nicht aus.

    Hier habe ich einen kleinen 20-Watt(RMS)-100-V-Verstärker (gebraucht) gefunden, der auch eine einfache Klangregelung bietet und an den dynamische Mikros direkt angeschlossen werden können: https://www.ebay.de/itm/Monacor-PA-...095285?hash=item3b433c4af5:g:iBAAAOSwAS1eX8xa

    Dazu noch das billigste dynamische Mikro [https://www.thomann.de/de/the_tbone_mb45_ii.htm - es hat auch schon das passende Kabel mit XLR-Klinke dabei] und so sollte für ganz kleines Geld diese Beschallungsaufgabe professionell und zuverlässig lösbar sein.

    Nochmal der Hinweis, falls es dazu Zweifel geben sollte: mit den 20 Watt (RMS) lässt sich mit (100-V-)Druckkammerlaustsprechern die hier in Frage kommende Fläche absolut ausreichend beschallen.


    Nachtrag:
    Druckkammerlautsprecher werden reichlich ab 1,- € angeboten, wie gesagt, auch neu sind die billig zu haben. besonders die billigen (neu) haben aber keine 100-Volt-Übertrager eingebaut, sondern haben normale 8-Ohm-Anschlüsse. Die könnte man hier aber auch einsetzen, auch der Monacor-Verstärker wäre geeignet, da er auch einen 8-Ohm-Ausgang hat. Allerdings kann man die dann nicht so einfach kaskadieren. Hintereinander schalten könnte man davon zwar auch mehrere, aber die werden dann immer leiser. Müsste man im Prinzip erst testen können, ob die Lautstärke dann noch ausreicht.
    Bei den geringen Leistungen würden aber auch hier einfache Lautsprecherkabel genügen.
    Bei nur einem Lautsprecher geht auf jeden Fall ein normaler 8-Ohm-(Druckkammer-)Lautsprecher, der bei dem Monacor-Verstärker dann auch 20 Watt RMS haben sollte.

    Bei einer Kaskadierung mehrerer Lautsprecher (was wie gesagt eine gleichmäßigere Beschallung bei geringeren Lautstärken ermöglichen würde) ist auf jeden Fall 100-Volt-Technik angesagt.
    Da das Zeug praktisch unkaputtbar ist und auch leise Musik akzeptabel übertragen werden kann, kann es vielleicht auch im Einsatz bleiben, wenn der "Corona-Spuk" mal vorbei ist.
     
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  8. Mathias1234

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    Erstellt: 02.06.20   #8
    Wäre natürlich ne Alternative.
     
  9. Ralphgue

    Ralphgue Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.20   #9
    Super, das war der "Missing Link", die Schwarmwissen Idee, darauf werde ich mich konzentrieren.
    @LoboMix Vielen Dank
     
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  10. LoboMix

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    Erstellt: 02.06.20   #10
    Gerne geschehen!
    Ich hatte mal einen Job, wo ich mich recht tief in die Materie Druckkammerlautsprecher und 100-Volt-Technik eingearbeitet hatte und damals auch einen Tipp dazu bekam. Wenn man nur die normale PA-Technik kennt, kommt man nicht darauf. Dabei ist die besonders für solche Zwecke ideal geeignet.
    Und zudem sehr weit verbreitet und vielfältig im Einsatz. Die ganzen Durchsage-Anlagen in Schulen, öffentlichen Gebäuden usw. ist 100-Volt-Technik, wenn auch nicht immer mit Druckkammer-Lautsprechern, die kommt mehr im Außenbereich zum Einsatz.
     
  11. Ralphgue

    Ralphgue Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.20   #11
    Update...

    wen es interessiert...
    Ich habe jetzt über Ebay und Ebay KA mein System zusammen.
    Es wurde:
    Verstärker Monacor PA-888
    2 Druckkammer Lautsprecher Monacor IT-30
    1 Tischmikrofon Monacor PDM-300
    1 Rolle Klingeldraht

    Alle zusammen gebraucht (ausser "Draht") 140€

    Interessant ist auch, das dies ELA Verstärker auch mit 12 Volt laufen.
    Somit kann ich später, wenn die Festmontage ev. nicht mehr gebraucht wird, ein transportables Durchsagesystem (Zeltplatz mit vielen Jugendgruppen Freizeiten) bauen mit Lichtstativ/Traverse für die Speaker und ggf. Autobatterie für den Amp.
     
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  12. Primut

    Primut Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.20   #12
    Na, Glückwunsch.
    Sieht doch sehr passend aus und mit IP66 braucht man sich ja keine Sorgen zu machen....

    Kannst ja mal, wenn die Anlage läuft, etwas über den Klang sagen,
    ich kann mich nur noch an die alten Druckkammerlautsprecher auf den (Ost-) Bahnhöfen vor 35 Jahren erinnern und fand diesen Klang schrecklich...,
    aber da sollte sich ja einiges getan haben in der Zeit...
     
  13. LoboMix

    LoboMix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.06.20   #13
    Prima Zusammenstellung, vor allem auch im Hinblick auf den späteren Folgenutzen auf dem Zeltplatz.

    Die Frequenzgänge der Druckkammerlautsprecher sind zwar nicht HiFi-tauglich, aber klanglich hat sich seit den Bahnhof-Tröten von vor 35 Jahren doch einiges getan. @Ralphgue, du musst die Anlage auch mal mit Musik testen und hier berichten.

    Meine Annäherung an diese Technik mit 100-Volt ELA und Druckkammerlautsprechern ist jetzt gut 3 Jahre her. Da habe ich für eine Pfarre ein elektronisches Ersatz-Geläut konzipiert. Der Glockenturm der Kirche war statisch marode geworden und die Glocken durften nicht mehr geläutet werden, da deren Schwingungen den Turm absehbar hätten zum Einsturz bringen können. Ich habe dann eine Anlage mit 4 Druckkammerlautsprechern zu je 250 Watt zusammen gestellt (je Himmelsrichtung einen), dazu die passende 100-Volt Endstufe und ein Zusammenstellung verschiedener Geläute aus Aufnahmen des echten Geläuts der Kirche, die auf Knopfdruck abgerufen werden können. Für die Aufnahme durften die Glocken nochmal kurz läuten, und an den Aufnahmejob, wo ich mit Gehörschutz oben im Glockenstuhl hockte, kann ich mich noch gut erinnern. Die - gar nicht mal soo großen Glocken - haben den ganzen Turm ins Schwingen gebracht. Gottseidank wurde ich nicht seekrank. Die Anlage habe ich später auch montiert.

    Jetzt "läuten" die 4 Druckkammerlautsprecher in rund 30 m Höhe nicht nur zu den Gottesdiensten und Beerdigungen, sondern zwischen 8 und 22 Uhr gibt es noch das volle Programm eines Stunden-/Viertelstundengeläuts nebst drei mal Angelusläuten. Und tatsächlich ist das elektronische Geläut gut im Stadtteil zu hören und der Sound klingt wirklich verblüffend ´echt´.
    Und das ganze war für die Pfarre richtig preiswert. In PA-Technik (mit wetterfesten Boxen) hätte das Ganze mindestens 6x mehr gekostet, die Pfarre hatte erst bei einer PA-Firma ein Angebot eingeholt und wegen der Kosten das Projekt schon zu den Akten gelegt.

    Die Anlage sollte nur rund zwei Jahre laufen, die Gelder für die Renovierung des Turms wurden aber erst später bewilligt und vor einigen Wochen wurde endlich der Turm eingerüstet. Die ganze elektronische Läut-Anlage lief nun für gut drei Jahre absolut störungsfrei. Während der Bauarbeiten wird sie natürlich abgeschaltet, den den Arbeitern sonst die Ohren abfliegen, wenn sie oben am bzw. im Turm arbeiten. Wenn alles fertig ist (geplante Bauzeit rund 1 Jahr) werden endlich wieder die echten Glocken den Läut-Job übernehmen
     
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