Edelstahlbünde, stabiler Hals, Tele/Strat?

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Ich suche aktuell eine Strat/Tele mit Edelstahlbünden und einem stabileren Hals als normale Ahornhälse.
Mit stabilieren Hals ist gemeint, das dieser nicht so schnell auf Temperatur und Luftfeuchtigkeits unterschiede reagiert.
Ich habe gehört das backed oder roasted Maple dafür geeignet ist?
Bei Strat HSS, oder SSS bei Tele SS, SH oder auch gerne P90.

Mein Budget liegt bei 1,5k max.

Gesehen habe ich bisher:
Ibanez AZ HSS - gefällt mir schon sehr gut, aber noch hat es nicht klick gemacht
Chapman Guitars ML-3 Semi Hollow p90: Liegt in der engeren Auswahl, konnte ich aber noch nicht anspielen



Warum überhaupt das ganze?
Ich bin Beruflich viel mit meinen Instrumenten unterwegs und jede einzelne meiner Gitarren (Baja tele, Classic vibes, FGN tele) brauch allerspätestens nach 2 Wochen ein neues Setup weil sich der Hals bewegt.
Das Problem wird zwar weil Holz, bei jeder Gitarre weiterhin sein, trotzdem möchte ich es so gut wie es geht, minimieren.
 
Luckie

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An was für klimatisch extremen Orten willst du um Gottes Willen spielen? :eek:
Es ist zwar richtig, dass Holz arbeitet und sich verzieht. Aber dazu braucht es Hitze, Kälte, Nässe und Trockenheit im ständigen Wechsel, oder eben extrem.
Bedenke, da ist ja noch ein Stahlstab im Hals, es ist (hoffentlich) gut gelagert und er ist lackiert oder gewachst. Ohne jetzt Instrumentenbauer zu sein, sagt mir mein gesunder Menschenverstand, dass du am Tag bei 10° Grad minus in der Fußgängerzone spielen kannst und am Abend bei 25° im Irish Pub, ohne dass sich der Hals nennenswert verzieht.
 
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An was für klimatisch extremen Orten willst du um Gottes Willen spielen? :eek:
Es geht grundsätzlich darum das ich viel mit Bus und Bahn fahren muss, und das auch teilweise mit etwas längeren Wartezeiten verbunden ist. Je nach Wetter/Temperatur spielt der Hals zum teil verrückt.
 
Luckie

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Kann ich fast nicht glauben. :weird: Was verstehst du unter "verrückt"?
 
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Gast252951

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Nun ja, der Baum hat auch ein paar Winter überlebt. Das Thema Edelstahlbünde ist aber interessant. Ich habe sie auf einer Gitarre und finde es sehr gut. Da wo zB Fender Bünde ( auch neu 9 schon nach sehr kurzer Zeit anfangen zu kratzen, gibt es das bei Edelstahl nicht.

Wobei ich sagen muss, dass gerade bei dieser Gitarre vor ein paar Wochen etwas eingetreten ist, dass ich so vorher noch nie hatte.

Die Bünde waren sehr gut entgratet, d.h. man hat sie an den Bundenden nicht gespürt. Die Gitarre stand jetzt, als es ein paar Tage wärmer war, hinter der Fensterscheibe ein paar Tage in der Sonne. Als ich sie dann wieder in die Hand nahm, waren die Bundenden sehr deutlich spürbar, als richtig scharfe Kanten.

Ich führe das darauf zurück, dass sie sich bei der Wärme ( und das waren jetzt keine 40°C, ausgedehnt haben.

Ich habe sie dann mit einer feinen Feile wieder zurückgeschliffen.
Für die Feile nahm das kein gutes Ende ... der Belag war nach der Aktion durch.

Ich gehe davon aus, dass dies zum letzten Mal so sein sollte, denn weiter ausdehnen dürften sie sich dann wohl nicht mehr.

Aber das hatte ich tatsächlich noch bei keiner anderen Gitarre.
 
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Was verstehst du unter "verrückt"?
Man merkt deutlich das sich die Saitenlage geändert hat.

Ich habe sie auf einer Gitarre und finde es sehr gut. Da wo zB Fender Bünde ( auch neu 9 schon nach sehr kurzer Zeit anfangen zu kratzen, gibt es das bei Edelstahl nicht.
Genau das finde ich auch nervig und ebenso die Abnutzung.

Die Edelstahlbünde sind mir speziell wichtig zwecks der Abnutzung von normalen Bünden.
Da ich Unterrichte kann es auch mal vorkommen das man 8h am Tag die selben Akkorde spielt, und auf dauer sieht man das an den Bundstäbchen.
An eine Neubundierung habe ich auch gedacht, da ich aber zum Unterrichten hauptsächlich meine Classic Vibes spiele, lohnt sich das dort nur begrenzt.

Gibt es denn sonst noch alternativen zu Chapman und Ibanez in dem Preisbereich?

Die Charvel ist zwar cool, aber Edelstahlbünde sollte sie definitv haben!
 
TE335

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Man merkt deutlich das sich die Saitenlage geändert hat....

Dann würde ich auf einen defekten Hals oder Trusrod tippen. Allein durchs Wetter verzieht sich ein Hals IMO nicht so stark, dass man das an der Saitenlage (Höhe) ablesen könnte.

Wäre anstelle einer neuen Gitarre ein Hals von Warmoth möglich? Die rösten ihn auch.
 
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Gast252951

Guest
An eine Neubundierung habe ich auch gedacht, da ich aber zum Unterrichten hauptsächlich meine Classic Vibes spiele, lohnt sich das dort nur begrenzt.

Wieso ?
Es geht doch um die Güte des Instrumentes - und nicht um den Preis. Wenn es eine gute Gitarre ist, dann lohnt sich so etwas doch ... dann hast du vermutlich 10+ Jahre Ruhe.

Wenn es ein Teil ist, bei dem du nicht weißt ob du wieder eine findest, die dir genau so gut liegt, lohnt es sich. Ist es für dich eine beliebige, austauschbare Gitarre ... dann eher nicht.

Aber wenn Du dir alle 3 Jahre eine neue CV holen würdest - bist du mit der (Edelstahl)Neubundierung billiger dran.
 
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. Wäre anstelle einer neuen Gitarre ein Hals von Warmoth möglich? Die rösten ihn auch.
Wäre möglich, die Classic Vibe würde theoretisch auch eine gute Basis bilden, tendiere aber trotzdem eher zu einer neuen :)

Ist es für dich eine beliebige, austauschbare Gitarre ... dann eher nicht.
Also ich sage es mal so, bei meiner Baja und FGN würde ich dies defintiv machen, bei den Classic Vibes aktuell nicht.
 
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Gast252951

Guest
ach ja - Quartersawn Hälse sollen auch noch mal verwindungssteifer sein. Aber Ahorn an sich ist schon wirklich ein hartes Holz. Millionen Gitarren haben einen solchen. Da wäre es Zufall, dass sich deiner wegen ein paar Graden Minus verziehen würde
 
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Luckie

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Sahara, 40°, trocken, der Hals sitzt. Amazonas, 35°, 100% Luftfeuchtigkeit, der Hals sitzt. Antarktis, -40°, der Hals sitzt. Straßenbahn Werner Eike, 18,° bewölk, der Hals sitzt. Wohnzimmer Erlangen, 20°, 50% Luftfeuchtigkeit, der Hals...Scheiße. :mad:

:D
 
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Bassturmator

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Ich führe das darauf zurück, dass sie sich bei der Wärme ( und das waren jetzt keine 40°C, ausgedehnt haben.

Ganz sicher haben sich die Bundstäbchen nicht in dem Maß ausgedehnt.

Durch die Sonneneinstrahlung und damit einhergehende Erwärmung ist das Griffbrett geschrumpft, während die Bunddrähte ihre ursprüngliche Länge behalten haben und dadurch hervortreten. Das ist bei neuen Gitarren sehr häufig, insbesondere wenn schlecht getrocknete Hölzer zum Bau verwendet wurden.
 
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Durch die Sonneneinstrahlung und damit einhergehende Erwärmung ist das Griffbrett geschrumpft, während die Bunddrähte ihre ursprüngliche Länge behalten haben und dadurch hervortreten.
Sehe ich genau so! Wird er ja merken wenn die Luft wieder feuchter ist und die Bunde dann zu kurz sind... :D
Mal ein ganz anderer Ansatz (fällt mir nur spontan ein, bin nicht so oft mit Gitte unterwegs): Mal statt eine Gitarrentasche einen besser gedämmten Koffer für den Transport nutzen?
 
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Der zehntel Millimeter wird ihm schon nicht fehlen und was die Tasche bzw. den Koffer betrifft, sind die ja meist recht ähnlich was die Dichtigkeit betrifft. Feuchtigkeitsaustausch findet da ähnlich langsam statt.
 
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Gast252951

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Ganz sicher haben sich die Bundstäbchen nicht in dem Maß ausgedehnt.

Durch die Sonneneinstrahlung und damit einhergehende Erwärmung ist das Griffbrett geschrumpft, während die Bunddrähte ihre ursprüngliche Länge behalten haben und dadurch hervortreten. Das ist bei neuen Gitarren sehr häufig, insbesondere wenn schlecht getrocknete Hölzer zum Bau verwendet wurden.

mmmh ...maybe. War ein einteiliger Ahornhals von Musikraft - kein aufgeleimtes Griffbrett. Bei Musikraft erwarte ich eigentlich, dass man da hochwertiges, also auch entsprechend getrocknetes Holz verwendet
 
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Wic

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Bin zwar Bassist, aber das Problem ist in diesem Fall ja identisch. Ich hatte mal einen Bass, bei dem der Hals zusätzlich zum Stahlstab mit Carbonfaserstäben verstärkt war. Dieser Bass war extrem unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen. Selbst im Hochsommer, wenn der Bass direkt aus dem Kofferraum genommen wurde, musste man selten nachstimmen. Auch die übliche Korrektur des Stahlstabs/der Saitenlage Sommer/Winter entfiel.
Ich meine Fender hat bei einigen höherwertigen Serien auch zusätzliche Carbonfaserstäbe im Hals eingelassen. Vielleicht mal in dieser Richtung suchen?
 
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