Ein Stück Lack an Ibanez SR505 "abgerissen"

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Rowenta
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Hallo,

mir ist da etwas ganz ganz dummes passiert.

Da ich beim klassischen Fingeranschlag den Daumen als Stütze verwende und somit beim Anschlagen der H-Saite auf dem PU abstütze, wurden an dieser Stelle leichte Fingernagelabdrücke auf dem Korpus sichtbar. Damit diese sich nicht weiter ausbreiten hatte ich ein Stück Klebeband an die betroffene Stelle geklebt.

Als ich das Klebeband nun entfernt habe, ist ein Stück Lack (ca. 0,5cm²) mit abgerissen. Der SR505 ist wohl nur sehr dünn lackiert, damit man die Holzmaserung so schön durch sieht.

Das ganz macht mich ziehmlich fertig, da ich meine Instrumente eigentlich penibelst pflege. Nun frage ich mich, ob sich das ganze irgendwie wieder ausbügeln lässt, ohne den kompletten Korpus neu zu lackieren. Könnte da evtl. ein Schreiner oder ein anderer Lackierspezialist etwas machen?

Gibt es sowas ähnliches nachträglich montierbare Mini-Schlagbretter? Die Stelle wird sowieso wieder durch meinen Finger belastet. Wäre also sinnvoll diese Stelle gleich komplett mit irgendetwas abzudecken.

edit:
Hier noch ein Bild zur Veranschaulichung (leider in mieser Quali, aber die Stelle ist nicht zu übersehen):

SIMG0002..JPG
 
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Zuletzt bearbeitet:
Sobald Lackschäden an was anderem als ein Auto repariert werden sollen wird es schwer. Mit Sicherheit lässt sich die Stelle so bearbeiten das es nicht mehr ganz so auffällt. Es gibt Daumenstützen zu kaufen, die sieht man auf den Vintage Bässen von Fender recht oft. Die werden aber angeschraubt.

MfG Thor
 
So sehr es schmerzt - ich kenne das aus eigener leidvoller Erfahrung ;) - das gehört einfach zu 'nem Instrument, dass man mit der Zeit sieht, dass es viel und gerne benutzt wird. Grade die Stelle, wo man die Finger ablegt, ist 'n Klassiker - die meisten Bässe zeigen da früher oder später Abnutzungserscheinungen bis auf's Holz. Die aktuellen Warwicks sind da auch geradezu prädestiniert für ...

Reparatur-Versuche tendieren leider schnell zur Verschlimmbesserung, zumal grade Lackarbeiten recht aufwändig sind, entsprechend in's Geld gehen, und bei Selbstversuchen zum Schiefgehen neigen ...

Ich würd' das nicht als Makel, sondern als "Authentizitätsbeweis" sehen - es iss nun mal kein Deko-Bass, der an der Wand hängt, sondern ein Instrument, das GESPIELT wird ;) In meinen frühen Zeiten als Bedroom-Klampfer hab' ich bei jedem oberflächlichen Krätzerchen die Krise gekriegt ... Seit ich mehr live unterwegs bin, ist es ganz normal geworden, dass sich Macken und Kratzer auf Dauer net vermeiden lassen. Da käm' ich mir fast schon komisch vor, immer 'n Gerät in ladenneuem Zusatnd aus'm Koffer zu nehmen ;) Also, solche Blessuren am Instrument machen dich zum glaubwürdigen Basser - der Bass sieht dann benutzt aus, das iss was ganz anderes als z.B. ungepflegt und abgeranzt ;)

Den Stress mit aufwändiger Reparatur oder Ausbesserungsversuchen mit ungewissem Ausgang würd' ich mir persönlich sparen. Lieber an der Einstellung dazu arbeiten, es iss net eifnach, aber es funktioniert :D
 
Es gibt Daumenstützen zu kaufen, die sieht man auf den Vintage Bässen von Fender recht oft. Die werden aber angeschraubt.

Werd ich mir mal anschauen. Guter Tipp.


@ratking
Hehe, ist ja schön gesagt von dir, doch bis meine Einstellung so weit ist, ist es noch ein langer Weg. Dazu kommt noch, daß diese Schramme aus purer Dummheit heraus entstanden ist. Und nicht, weil ich den Bass wie verückt bespiele. Ich bin eher besagter "Bedroom"-Bassist (naja, mehr Wohnzimmer, kommt aber aufs gleiche raus). Die normalen Kratzer und Schrammen stören mich auch nicht sonderlich. Die hab ich schon früher als "normale Abnutzung" hingenommen. Aber der Ibanez ist jetzt gerade mal ein halbes Jahr alt und ansonsten noch in gutem optischen Zustand. Ist halt ärgerlich.

Werd mich trotzdem mal bei den örtlichen Lackierexperten umhören. Vielleicht kann man es zumindest weniger auffällig gestalten. Oder eine Daumenstütze, wie sie Thor erwähnt hat, lässt sich darüber montieren.
 
Es gibt zB für Möbelrestauration Holzkitt auf Wachsbasis in vielen Farben, mit dem sich solche Sachen so ausbessern lassen, daß man sie nur noch aus nächster Nähe bemerkt. Das Problem dabei ist nur, daß der Schaden durch einen dauerhaften Kontakt an dieser Stelle entstanden ist - der sich wohl auch bei künftiger Nutzung nicht wird vermeiden lassen. Wenn man daher nicht nach der Ausbesserung irgendwas zusätzlich zum Schutz der Stelle drüber macht (zB einen thumbrest) ist die Reparatur nicht von langer Dauer, Wachs ist halt nur Wachs. :nix:

€:
Vllt noch ergänzend: Wenn Wachs verwendet wird, ist eine weitere Behandlung mit Beizen oder Lacken quasi ausgeschlossen! Wachs zählt als Trennmittel, Lacke etc haften darauf nicht, bestenfalls Farben, die selbst auf Wachsbasis bruhen.
 
Zuletzt bearbeitet:
hi,
so wie es ausschaut ist ja wirklich nur der lack ab oder ist auch holz mitgegeangen?
wenn nur lack ab ist kannst du etwas beibeizen und mit einer kleinen airbrushpistole (wenn du da jemanden kennst) bei lackieren. die airbrush hat wenig vernebelung und du kannst es anschließend etwas auspolieren. so ne daumenstütze würde ich mir persönlich nicht antun dann lieber mit dem fehler leben.
wünsch dir viel glück die richtige lösung für dich zu finden.

gruß
micha
 
Ne Daumenstütze fände ich an der Stelle und bei dem Bass auch optisch sehr unpassend...
Ich würd auch versuchen mittels Airbrush oder Holzkitt den optischen Eindruck zu minimieren. Sowas gehört dazu. Instrumente altern wenn sie benutzt werden. Das sind Gebrauchsgegestände, quasi Werkzeug. Die kann man noch so gut pflegen, wo gehobelt wird fallen auch Spähne.
Nichts ist schlimmer als ein ungenutztes Instrument das in der Vitrine vor sich hin glänzt...
 
Wenn Du's selbst ausbessern willst, wär' es wohl noch das beste, mit Beize zu versuchen, möglichst den Farbton zu treffen, und dann mit 'nem Tupfer Klarlack zu versiegeln. Sehen wird man's immer, aber es ist dann natürlich bei weitem nicht mehr so'n heftiger Kontrast!
 
Hey, sind ja doch einige Tipps zusammengekommen. Dafür mal danke!

Wie Uli aber schon richtig erkannt hat, wird die Stelle auf Dauer sowieso wieder belastet. Optisch wird es natürlich mit einem Thumbrest kein Leckerbissen. Doch auf lange Zeit gesehen muß da irgendwas drüber. Zudem wäre das eine Option, die ich selbst ausführen könnte.

Ich lass mir das ganze nochmal durch den Kopf gehen. Es eilt ja nicht.
 

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